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Öffentliche Wahrnehmung & Dialog

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Internationale Umfragen

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Die Wahrnehmung der Nanotechnologien wird auch international in diversen Studien aufgegriffen. Neben dem europäischen Raum zeigt sich besonders Nordamerika im Bereich der Nanotechnologien sehr aktiv. Auf dieser Seite werden einige der am häufigsten zitierten internationalen Studien vorgestellt und die Ergebnisse in Kürze zusammengefasst.

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USA: Studie zu Verbraucherpräferenzen beim Einsatz von Gen- und Nanotechnologien im Lebensmittelbereich

Die North Carolina State University und die University of Minnesota führten mit mehr als 1000 US-Bürgerinnen und Bürgern ein Experiment durch, um die Präferenzen von Verbraucherinnen und Verbrauchern im Bezug zu Lebensmitteln, bei denen Gen- oder Nanotechnologien zum Einsatz kommen, zu untersuchen.

Im Zuge der Auswertung des Experiments wurden vier zentrale Verbrauchertypen identifiziert:

  • Preisorientierte
  • Nutzenorientierte
  • Technologieaffine
  • Technologieskeptische

Grundsätzlich zeigt die Auswertung, dass die Anwendung von Nanotechnologien in Lebensmitteln weniger ablehnende Reaktionen hervorruft, als der Einsatz von Gentechnik. Allgemein stehen Verbraucherinnen und Verbraucher dem Einsatz neuer Technologien im Lebensmittelbereich positiver gegenüber, wenn die Lebensmittelsicherheit oder die Nährwerte dadurch verbessert werden.

Ein Artikel zu den Ergebnissen wurde im Journal of Agricultural Economics veröffentlicht.

Link zum Artikel (Stand: Juni 2015)

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USA: North Carolina State University und Arizona State University 2010: Umfrage "Hiding Risks Can Hurt Public Support For Nanotechnology"

Die North Carolina State University hat in Kooperation mit der Arizona State University eine Umfrage mit 849 Teilnehmern durchgeführt. Ziel dieses Surveys war es, Einstellungen der Öffentlichkeit bezüglich medizinischer Anwendungen und physikalischen Erweiterungen, die auf Nanotechnologien basieren, zu identifizieren.

Die Umfrageergebnisse zeigen folgendes:

1. Die Unterstützung der Nanotechnologien steigt, wenn die Öffentlichkeit, die schon einmal etwas  über Nanotechnologien gehört hat, über technologische Risiken, aber auch über Chancen, informiert wird.

2. Es wurde herausgestellt, dass Menschen, die noch nie etwas von Nanotechnolgien gehört haben und im Anschluss über die Risiken informiert werden, Nanotechnologien eher nicht fördern würden.

3. Als erwähnt wurde, dass Nanotechnologien in der Lage sind, im Bereich human enhancement (Verbesserung des Menschen durch gezielte Leistungssteigerung mancher Organe)´, herbeizuführen und wenn die Öffentlichkeit ausreichend über Risiken und Vorteile informiert ist, bietet sie eine breite Unterstützung für Nanotechnologien an.

Es wurde herausgefunden, dass die Unterstützung  steigt, wenn Nanotechnologien als gesundheitsverbessernde therapeutische Maßnahme dargestellt werden.

Link zum Report der North Carolina State University

Link zur Webseite der North Carolina State University

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USA: Woodrow Wilson Center 2009 - Umfrage zu Nano- und Synthetischer Biotechnologie

Das Woodrow Wilson International Center for Scholars hat im Rahmen des "Projects on Emerging Nanotechnologies" eine große Umfrage zum Thema öffentliche Wahrnehmung und Einstellung zu Nano- und synthetischer Biotechnologie veröffentlicht. Im Zuge eines Telefonsurveys wurden über 1000 Erwachsene in den USA befragt. Darüber hinaus wurden in den Bericht die Daten von zwei Fokusgruppen zum gleichen Thema einbezogen.

Die Ergebnisse zeigen, dass 90% der Befragten es für wichtig erachten, dass die Bevölkerung besser über neue Technologien informiert wird.

Link zur Zusammenfassung der Umfrage

Link zum Bericht

Link zur Nanotechnologieseite des Woodrow Wilson International Center

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USA: Woodrow Wilson Center - Hart et al. 2008

Die Studie "A Report Of Findings" analysierte die Wahrnehmung und Einstellungen der Bürgerinnen und Bürger zu Nanotechnologien und zur synthetischen Biologie. Fast die Hälfte der Befragten (49%) hat gar keine Kenntnisse über Nanotechnologie und 24% haben sehr wenige Kenntnisse. Diejenigen, die mehr wissen, sind der Meinung, dass die Vorteile die Risiken überwiegen. Die anderen haben sich dazu nicht geäußert.

Die öffentliche Wahrnehmung von synthetischer Biologie ist deutlich geringer als die von Nanotechnologie. 67% der Amerikaner wissen gar nichts über das Thema "Synthetische Biologie". 22% haben wenige Kenntnisse darüber und 9% behaupten, dass sie viel davon gehört haben. 29% der Befragten glauben, dass sich Nutzen und Risiken die Waage halten werden. Wie im Fall der Nanotechnologie, haben die, die Kenntnisse zu dem Thema haben, eine positive Einschätzung.

Link zur Studie (.pdf, 218 KB)

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USA: Woodrow Wilson Center - Kahan et al. 2007

Die amerikanische Onlinebefragung mit 1800 Befragten machte deutlich, dass der Bekanntheitsgrad von Nanotechnologien in den Vereinigten Staaten noch sehr niedrig ist. 53% der Befragten hatten den Begriff noch nie gehört, während 28% nur vage Vorstellungen hatten. 14% wussten zumindest "etwas" und nur 5% behaupteten von sich, viel zu wissen. 53% sehen mehr Nutzen als Risiken, in den Nanotechnologien. 11% sind sich nicht sicher und 36% befürchteten mehr Risiken als Nutzen. Dabei zeigt sich bei geringer Informiertheit eine Bindung an die Meinung zu ähnlich wahrgenommenen Themen und Voreinstellungen. Bei größerer Informationsverfügbarkeit wird die Einstellung vornehmlich durch Wertvorstellungen beeinflusst. Eine Stärkung des öffentlichen Diskurses wird empfohlen. Dazu sollen wissenschaftliche Informationen jeder sozialen Gruppierung in angebrachter Form zur Verfügung gestellt werden.

Link zur Studie (.pdf, 631 KB)

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USA: Woodrow Wilson Center - Macoubrie 2005

Um die Ergebnisse der Untersuchung aus dem Jahr 2004 zu ergänzen, wurde diese Befragung vom Woodrow Wilson Center durchgeführt. Der größte Nutzen der Nanotechnologien wird in der Medizin vermutet, gefolgt von der generellen Verbesserung aktueller Produkte. Der Wunsch nach mehr Informationen wird von der Besorgnis getragen, dass viele nanotechnologisch behandelten Produkte existieren, ohne dass die Öffentlichkeit informiert wurde. Die Forderung nach stärkerer Regulierung wird von mehr als der Hälfte der Befragten geäußert. Dabei wird den Behörden generell wenig Vertrauen entgegengebracht. Es wird vermutet, die Industrie könne Produkte ohne ausreichende Prüfung auf den Markt bringen. Um das öffentliche Vertrauen zu vergrößern, wird die Empfehlung gegeben, erstens mehr Tests vor der Markteinführung durchzuführen und zweitens mehr Informationen bereit zu stellen.

Link zur Studie

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USA und Kanada: Einsiedel 2005

Zu ähnlichen Ergebnissen wie Cobb and Macoubrie 2004 kommt die Befragung von Edna Einsiedel, die in zwei repräsentativen Studien die Einstellungen von Amerikanern und Kanadiern  im Jahr 2005 verglichen hat. Generell ist eine positive Einstellung erfassbar. Diese wird jedoch in einem recht frühen Stadium der Einführung einer neuen Technologie als relativ instabil bezeichnet. Um die sich festigenden Meinungen zum Positiven tendieren zu lassen, sind ausreichende Informationen und eine sozial verträgliche Einbettung der Nanotechnologien notwendig.

Link zur Studie

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USA: Cobb and Macoubrie 2004

Im Survey von Cobb/Macoubrie 2004 zeigen sich insgesamt positive Tendenzen in der Wahrnehmung von Nanotechnologien. Erwähnenswert ist die Tatsache, dass ca. 80% der Befragten angaben, nichts oder wenig über Nanotechnologien gehört zu haben. Dennoch zeigte sich in der Telefonumfrage mit 1596 Befragten generell eine positive Sichtweise. Der Nutzen (40%) wird häufiger mit Nanotechnologien verbunden als mögliche Risiken (22%). Dies könnte laut den Autoren durch eine positive Berichterstattung beeinflusst werden. Darauf aufbauend wird die Empfehlung ausgesprochen, dass ausreichend objektive Daten verfügbar sind. Dies soll eine Urteilsbildung möglichst frei von subjektiven Eindrücken ermöglichen.

Link zur Studie

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