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EU/Europäische Forschungsinstitutionen

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EU/Europäische Forschungsinstitutionen

Auf dieser Seite finden Sie ausgewählte EU/Europäische Forschungsinstitutionen. Es handelt sich um eine Auswahl. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.

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IFN - Institute for Photonics and Nanotechnologies (I)

Das "Institute for Photonics and Nanotechnologies" ist eine italienische For­schungs­einrichtung mit Niederlassungen in Rom, Mailand und Trient und entstand 2002 durch den Zusammenschluss dreier kleinerer For­schungs­institu­tionen. Das Hauptziel der Forschung ist die Herstellung von verbesserter photonischer, elektronischer und optoelektronischer Technologie, wobei Nano­techno­logien eine wichtige Rolle übernehmen.

Die IFN ist in folgenden Forschungsbereichen der Nanotechnologien und Photonik sowohl aus wissenschaftlicher als auch technischer Sicht tätig:

  • Nanotechnologien, Mikro- und Nanoproduktion / Fertigung
  • Neue Materialien und neuartige Charakterisierungsmethoden
  • Innovative Geräte für Photonik, Optoelektronik und Elektronik
  • Entwicklung und Anwendung von Laserquellen
  • Ultrafast Photonik von Infrarot zu Röntgen
  • Photoniksensoren
  • Optische Instrumentierung und Spektrometer von Infrarot bis Röntgen

Link zur Homepage des IFN

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The Royal Society (UK)

Die Britische Royal Society ist die nationale Wissenschaftsakademie des Vereinigten Königreichs und Commonwealth.

Die Royal Society ist ein zentrales Wissenschaftsorgan, das direkt ans britische Parlament berichtet und Empfehlungen für die politische Entscheidungsfindung ausspricht. 2004 verfasste die Royal Society den Grundlagen-Bericht "Nanowissenschaften und Nanotechnologien: Möglichkeiten und Unsicher­heiten".

Link zum Grundlagenbericht "Nanoscience and nanotechnologies: opportunities and uncertainties" (.pdf, 3.4 MB) Stand: 2004

Link zur Webseite der Royal Society

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JRC (Joint Research Centre) (EU), 2017

Das Joint Research Centre stellt sich die Aufgabe, wissenschaftliche und technische Unterstützung für die Konzeption, Entwicklung, Einbettung und Überwachung von EU-Gesetzesinhalten zu leisten. Das JRC ist in sieben Institute unterteilt und liefert Expertise für die Europäische Kommission und internationale Organisationen wie ISO, CEN und OECD.

Das Institut für Gesundheit und Verbraucherschutz (IHCP) ist eines der sieben Institute des JRC. Vor allem DG SANCO, DG ENTERPRISE und DG ENVIRONMENT werden in ihrer Arbeit von diesem Institut unterstützt. Das IHCP arbeitet zu Themen wie Testmethoden für künstlich hergestellte Nanomaterialien, Charakterisierung und Standards für Toxizitätstests. Jedoch wurde die Aktualisierung dieser Webseite im Januar 2016 eingestellt. Für weitere Informationen wird auf die neue Beobachtungsstelle der Europäischen Union für Nanomaterialien (European Observatory for Nanomaterials) verwiesen, welche von der Europäischen Chemikalienagentur betreut wird.

Link zur Nanotechnologieseite des JRC-IHCP

2011: Wissenschaftler vom Institut für Gesundheit und Verbraucherschutz (IHCP) des Joint Research Centre der Europäischen Kommission haben grundlegende Risikobewertungen für vier Arten von Nanomaterialien durchgeführt: Fullerene, Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Nano-Silber und verschiedene Metall-Oxide. Die Bewertung dieser Nanomaterialien basiert auf den Leitlinien von REACH. Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die größte Gefährdung für die menschliche Gesundheit durch chronisch inhalative Exposition am Arbeitsplatz entstehen kann. Das erheblichste Risiko für die Umwelt besteht in der Verwendung von metallhaltigen und metalloxidhaltigen Nanomaterialien.

Link zum Artikel auf der Webseite des JRC

Im Oktober 2011 hat das JRC gemeinsam mit der European Academies Science Advisory Council (EASAC) einen Bericht mit dem Titel "Impact of engineered nanomaterials on health: considerations for benefit-risk assessment" veröffentlicht. Der neue Bericht fasst den aktuellen Kenntnisstand zur Sicherheit von Nanomaterialien zusammen und leitet Empfehlungen für Interessenvertreter und Politik ab, um bestehende Unsicherheiten über mögliche Auswirkungen von Nanomaterialien auf die Gesundheit zu reduzieren und die Entwicklung eines soliden rechtlichen Rahmens voranzutreiben.

Link zum Bericht "Impact of engineered nanomaterials on health: considerations for benefit-risk assessment" (.pdf, 822 KB) Stand: 2011

Im Jahr 2014 wurde der erste Teil des dreiteiligen Reviews "Towards a review of the EC Recommendation for a definition of the term "nanomaterial"" veröffentlicht. Darin werden internationale Definitionen von Nanomaterialien erläutert.

Im zweiten Teil des Reviews wurden die internationalen Definitionen von Nanomaterialien mit der Definition der Europäischen Kommission verglichen und die wichtigsten Eigenschaften herausgefiltert und identifiziert.

Im dritten Teil des Reviews, welcher 2015 erschien, wurden einzelne Begriffe zu Nanomaterialien genauer definiert und mit Verbesserungsvorschlägen zu den jeweiligen Begriffen präsentiert. Diese genaueren Definitionen wurden bei verschiedenen Stakeholder-Dialogen gefordert, um eine klare Abgrenzung von Nanomaterialien zu schaffen.

In einer Veröffentlichung, bei der Autoren des JRC mitwirkten, wird eine weltweite Regulation von Nanopartikeln in der Lebensmittelindustrie und Landwirtschaft gefordert. Die Nanotechnologie öffnet für viele Firmen neue Möglichkeiten, ihre Produkte zu optimieren. Dabei gibt jedes Land andere Sicherheitsvorschriften für die neu entwickelten Produkte vor. Durch diese ungleiche Behandlung der Sicherheitsfrage von Nano-Produkten entsteht für Länder, die strengere Rechtsvorschriften haben, ein möglicher Nachteil auf dem Weltmarkt.

Link zur Veröffentlichung "Regulatory Toxicology and Pharmacology"

Das JRC führt ein Verzeichnis repräsentativer industrieller Nanomaterialien sowie Nanomaterialien, die im OECD-Testprogramm und in großen Forschungsprojekten untersucht wurden.

Link zum JRC Nanomaterials Repository

Link zur Liste repräsentativer Nanomaterialien (.pdf, 442 KB) Stand: Juni 2016

Im August 2016 wurde ein Bericht zu Nanomaterialien in Produkten und Anwendung in der Landwirtschaft, Futtermitteln und Lebensmitteln herausgebracht. Forscher des JRC und des niederländischen RIKILT Wageningen Universität & Forschung fanden heraus, dass Nanotechnologien häufig in Lebensmitteln als Zusatzstoffe und Lebensmittelkontaktmaterialien verwendet wird, während viel weniger Anwendungen für Landwirtschaft und Futter entwickelt werden. Nano-Verkapselungen, Silber, Titandioxid und Siliciumdioxid sind die am häufigsten genannten Nanomaterialien.

Link zur Veröffentlichung "Trends in Food Science & Technology" Stand: 2016

Die Plattform Nanohub bietet nach einer Registrierung Informationen zu Risiken und Sicherheitsaspekten bestimmter Nanomaterialien die sich unter anderem auch auf Ergebnisse von EU- und OECD- Projekten stützen.

Link zu NANOhub

 

Link zur Überblicksseite von JRC

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Wissenschaftlicher Ausschuss der Europäischen Kommission zu "Neu auftretenden und neu identifizierbaren Gesundheitsrisken" (SCENIHR) (EU), 2015

Zu den Aufgaben von SCENIHR gehört die Erstellung von Gutachten zu Risikofragen. SCENIHR besteht jeweils aus ausgesuchten, internationalen Expertinnen und Experten, die gemeinsam eine wissenschaftliche Stellungnahme formulieren. Im Mittelpunkt stehen gesundheits- oder umweltrelevante Fragen zu verschiedenen Themen, wie z.B. Nanotechnologien.

Im Zuge der Risikoabschätzung im Bereich Nanotechnologien wurde die unabhängige SCENIHR beauftragt, die Eignung der existierenden Methoden zur Abschätzung der Risikopotenziale von Nanotechnologien zu untersuchen. Diese und weitere relevante Studien machen SCENIHR zu einem wichtigen administrativen Akteur bezüglich der Auseinandersetzung mit den Risiken der Nanotechnologien.

Link zum wissenschaftlichen Ausschuss "Neu auftretende und neu identifizierbare Gesundheitsrisken" (SCENIHR)

Im Juli 2010 hat SCENIHR von der Europäischen Kommission den Auftrag bekommen, zentrale Elemente einer wissenschaftlich fundierten Arbeitsdefinition des Begriffs "Nanomaterial" zu identifizieren.

Folgende Fragen stehen dabei im Mittelpunkt:

1. Wann kann ein Material als Nanomaterial bezeichnet werden?

2. Sollte zwischen Ursprung und Anwendungsgebiet der Materialien differenziert werden?

3. Gibt es eine spezifische Größe, bei der ein Material seine Eigenschaften ändert?

Am 6. Juli 2010 veröffentlichte SCENIHR nun eine vorläufige Stellungnahme, die eine wissenschaftliche Basis für eine Definition bietet.

Link zur vorläufigen Stellungnahme (.pdf, 0.5 MB) Stand: 2010

Link zum Auftrag auf der Webseite der Europäischen Kommission

Im Dezember 2010 wurde die endgültige Fassung der "Scientific Basis for the Definition of the Term 'nanomaterial'" herausgegeben, die zahlreiche Kommentare verschiedenster nationaler Behörden, internationaler Organisationen sowie anderer Stakeholder berücksichtigt.

Link zum Dokument "Scientific Basis for the Definition of the Term "nanomaterial"" (.pdf, 352 KB) Stand: 2010

Im Juni 2014 wurde eine Stellungsnahme zu Nanosilber bezüglich der Sicherheit, Einfluss auf Gesundheit und Umwelt und Rolle in antimikrobieller Resistenz veröffentlicht.

Link zur Veröffentlichung "Nanosilver: safety, health and environmental effects and role antimicrobial resistance" (.pdf, 1.02 MB) Stand: 2014

Zu Beginn des Jahres 2015 veröffentlichte SCENIHR seine abschließende Stellungnahme zu potenziellen gesundheitlichen Auswirkungen von Nanomaterialien in medizinischen Geräten. In der Veröffentlichung empfiehlt der Ausschuss eine Evaluation der potenziellen Risiken in vier Phasen.

Zusammenfassend kommt SCENIHR zu dem Schluss, dass die potenzielle Gesundheitsgefährdung von Nanomaterialien in medizinischen Geräten maßgeblich mit der möglichen Freisetzung von freien Nanopartikeln und der Dauer dieser Exposition zusammenhängt.

Link zur Veröffentlichung "Guidance on the Determination of Potential Health Effects of Nanomaterials Used in Medical Devices" (.pdf, 1.88 MB) Stand: 2015