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Nationale administrative Akteure und Aktivitäten

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Nationale administrative Akteure und Aktivitäten

Auf dieser Seite finden Sie eine Auflistung bedeutender nationaler Akteure im Bereich Nanotechnologien. Es handelt sich um eine Auswahl. Es wird kein Anspruch auf Vollständigkeit erhoben.
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Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Die BAuA führte gemeinsam mit dem VCI 2006 eine Befragung zu Anwendungen der Nanotechnologien in der Industrie durch. Die BAuA ist Mitinitiator der koordinierten Forschungsstrategie zu Gesundheits- und Umweltrisiken durch Nanotechnologien. Die Forschungsstrategie wurde gemeinsam von der BAuA, dem BfR und dem UBA entwickelt. Die BAuA hat außerdem eine umfangreiche Webseite mit Informationen rund um den Arbeitschutz aufgebaut. 

Im IV. Quartal 2009 soll, wieder in Zusammenarbeit mit dem VCI, eine Folgestudie durchgeführt werden. Bereits gewonnene Erkenntnisse aus der letzten Befragung sollen bereits berücksichtigt werden.

Link zur Meldung der Folgestudie

Link zum Forschungs- und Entwicklungsprogramm der BAuA für die Jahre 2010-2013

Die BAuA hat im Januar 2011 ein Dialog-Forum "Nanomaterialien am Arbeitsplatz" durchgeführt. Mehr als 200 Teilnehmer aus Betrieben und Behörden nahmen am Dialog-Forum in Dortmund teil. Im Zentrum der Veranstaltung standen Forschungsergebnisse und praktische Hilfestellungen der BAuA, die zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz beitragen.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite der BAuA

Im Februar 2011 hat die BAuA auf ihrer Webseite Informationsdienste zu verschiedensten Themen eingerichtet. Speziell zum Bereich Nanotechnologien wurde ein separater Sonderinformationsdienst entwickelt, auf dem regelmäßig aktualisierte Literatur mit bibliographischen Angaben und Kurzreferaten eingesehen werden kann.

Link zu weiteren Informationen zum Sonderinformationsdienst Nanotechnologien

Im Oktober 2011 hat eine Arbeitsgruppe – bestehend aus der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA), der Technischen Universität Dresden und des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) - den Ansatz einer gestuften Messstrategie ("Tiered Approach to an Exposure Measurement and Assessment of Nanoscale Aerosols Released from Engineered Nanomaterials in Workplace Operations") veröffentlicht. Diese gestufte Messtrategie beinhaltet einen pragmatischen Ansatz zur Messung der inhalativen Exposition gegenüber Nanomaterialien.

Link zum Dokument "Tiered-Approach to an Exposure Measurement and Assessment of Nanoscale Aerosols Released from Engineered Nanomaterials in Workplace Operations" (.pdf, 2,44 MB)

Link zum Dokument "Ein mehrstufiger Ansatz zur Expositionsermittlung und -bewertung nanoskaliger Aerosole, die aus synthetischen Nanomaterialien in die Luft am Arbeitsplatz freigesetzt werden" (.pdf, 572 MB)

Im November 2011 hat die BAuA neue Nano-Forschungsberichte auf ihrer Webseite publiziert: Der Bericht "Genotoxic mode of action of fine and ultrafine dusts in lungs" (F 2135) liefert Ergebnisse zur Untersuchung der Wirkung von Stäuben in Nanogröße auf die Erbinformation von Lungenzellen mittels einer speziellen Methode. Der zweite Bericht "Dispersion and retention of dusts consisting of ultrafine primary particles in lungs" (F 2133) kommt zu dem Ergebnis, dass Nanomaterialien in der Regel nicht als einzelne Partikel vorliegen, sondern aus größeren Einheiten in Form von Agglomeraten oder Aggregaten bestehen.

Zugang zum Bericht F 2135 auf der Webseite der BAuA

Zugang zum Bericht F 2133 auf der Webseite der BAuA

Im Dezember 2011 hat die BAuA eine Zusammenstellung (Stand September 2011) veröffentlicht, die die derzeitigen Aktivitäten der BAuA im Bereich Nanomaterialien am Arbeitsplatz darstellt.

Link zur Zusammenstellung "Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien in Forschung, Entwicklung, Politikberatung und Transfer der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)" (.pdf, 707 KB)

Die BAuA und der VCI haben im Mai 2012 eine Broschüre mit ihren aktualisierten Empfehlungen der Broschüre von 2007 für den richtigen Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz herausgegeben. Die Empfehlungen beruhen auf den Grundprinzipien des Arbeitsschutzes im Sinne der Responsible-Care-Initiative der chemischen Industrie und sollen den Unternehmen Hilfestellung bieten. In der aktualisierten Fassung sind beispielsweise enthalten:

  • neue Erkenntnisse zu Messstrategien und Messverfahren,
  • ein Ablaufschema zur Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz,
  • einige Hinweise, welche Verfahren für einen guten Arbeitsschutz anzuwenden sind sowie
  • Erläuterungen, in welchem Ausmaß Beschäftigte von einem Kontakt mit Nanomaterialien betroffen sein können.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite der BAuA

Link zur Broschüre (.pdf, 526 KB)

Die Bekanntmachung zu Gefahrenstoffen (BekGS 527) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vom Mai 2013 gibt Empfehlungen zum Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz. Es wird betont, dass Nanomaterialien an sich keine klassischen Gefahrenstoffe darstellten, sondern dass eine gesonderte Einzelfallbetrachtung für die spezifischen Eigenschaften des eingesetzten Materials notwendig sei. Der Fokus liegt auf der inhalativen Exposition, da hier im Vergleich zu einer Aufnahme über die Haut oder durch Verschlucken, das größte Expositionspotenzial bestehe. Neben Kriterien für die Beurteilung der Gefährdung von Nanomaterialien, werden Situationen und Zeitpunkte innerhalb der Wertschöpfungskette, von der Herstellung bis zur Entsorgung, dargestellt, in denen eine Freisetzung der eingesetzten Nanomaterialien verhältnismäßig wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist. Daraus werden Schutzmaßnahmen für den Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz abgeleitet. Im Anhang gibt es  weiterführende Literaturhinweise, ein Schema zur Gefährdungsbeurteilung von Nanopartikeln, sowie ein Musterschreiben um potenzielle Nanomaterialien beim Hersteller zu identifizieren. Diese Bekanntmachung wurde aktualisiert.

Link zur BekGS 527 der BAuA (.pdf, 372KB) (Stand: Juni 2016)

Im Mai 2015 hat die BAuA einen Beurteilungsmaßstab für nanoskalige granuläre biobeständige Stäube (nano GBS) veröffentlicht. Der vorliegende Beurteilungsmaßtsab beinhaltet eine Grenzwertvorgabe für ultrafeine Stäube, da für diese Art von Nanomaterialien bisher noch kein Staubgrenzwert veröffentlicht ist. Nanomaterialien, für die der Beurteilungsmaßstab gelten soll, können unter anderem Titandioxid, Aluminiumhydroxid oder auch Nanopartikel mit chemisch veränderter Oberfläche sein, die durch die Modifizerung keine wesentlichen Veränderungen der Toxizität ergeben. In dem Beurteilungsmaßstab werden die gentoxischen und kanzerogenen Auswirkungen bewertet.

Link zum Beurteilungsmaßstab der BAuA

Auf folgender Webseite hat die BAuA Handlungshilfen für den Umgang mit Nanomaterialien herausgegeben.

Link zu den Handlungshilfen auf der Webseite der BAuA

Im Jahr 2016 wurde eine Fortschreibung der gemeinsamen Forschungsstrategie der Bundesoberbehörden veröffentlicht. Mit dem Titel "Nanomaterialien und andere innovative Werkstoffe: anwendungssicher und umweltverträglich" wird die voranschreitende Entwicklung neuer Materialien unter den Aspekten Arbeits-, Verbraucher- und Umweltschutz begleitet. Zu den beteiligten Bundesoberbehörden gehören das Umweltbundesamt, Bundesinstitut für Risikobewertung, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt.

Link zur Nanoseite der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

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Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Die Bundesanstalt für Materialforschung (BAM) ist eine Bundesbehörde und für die öffentlich-technische Sicherheit zuständig. Die BAM berät in direkter Linie die Bundesregierung, arbeitet bei der Regelsetzung mit (Gesetze, Verordnungen, Normen) und ist zuständig für die Entwicklung von Referenzverfahren und Referenzmaterialien.

Auf dem Gebiet der Nanotechnologien hat die BAM u. a. einen Arbeitskreis Nanotechnologie eingerichtet, der sich mit folgenden Inhalten beschäftigt:

  • Präparation und Synthese nanoskaliger Werkstoffe, insbesondere Kompaktmaterial, Pulver, Fullerene, Nanotubes, nanoskalige Schichten
  • Strukturierung von Oberflächen und Schichten
  • Entwicklung und Validierung nanoanalytischer Verfahren
  • Herstellung und Zertifizierung von Referenzmaterialien
  • Organisation von Ringversuchen
  • Vorbereitung und Entwicklung von Normen (DIN, CEN, ISO)

Die BAM listet auf ihrer Webseite alle weltweit verfügbaren, nanoskaligen Referenzmaterialien. In der Datenbank sind derzeit ca. 65 verschiedene, zertifizierte Referenzmaterialien aufgeführt, die jeweils mit vollständigem Datenblatt und Angaben zum Hersteller bzw. Anbieter verlinkt sind. Sie wird regelmäßig aktualisiert. Die Seite ist in englischer Sprache verfügbar.

Link zur der Referenzmaterialienseite der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM)

Link zur Pressemitteilung der BAM-Referenzmaterialienliste

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Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)

Das BfR hat in den vergangenen Jahren ein ganzes Bündel von Veranstaltungen und Forschungsprojekten zur Risikobewertung und Risikokommunikation von Nanomaterialien durchgeführt.

Hierzu gehören unter anderem die Verbraucherkonferenz zu Nanotechnologie-Anwendungen in den Bereichen Lebensmittel, Kosmetik und Bedarfsgegenstände, das Experten-Delphi zum gleichen Thema, eine repräsentative Umfrage zur Wahrnehmung von Nanotechnologien in der Öffentlichkeit sowie eine Medienanalyse. 

Das BfR hat eine gut aufgebaute Verbraucher-Informationsseite, die eine Zusammenstellung häufig gestellter Verbraucherfragen und –antworten zur Nanotechnologie bereit stellt.

Im April 2010 veröffentlichte das BfR eine neue Studie: "Wahrnehmung der Nanotechnologie in internetgestützten Diskussionen: Ergebnisse einer Onlinediskursanalyse zu Risiken und Chancen von Nanotechnologie und Nanoprodukten". Diese analysiert, welche Risiko-, Chancen- und Nutzeneinschätzungen sowie Erwartungen am Forschungs- und Entwicklungsfeld Nanotechnologien festgemacht werden.

Link zur Studie des BfR (.pdf, 1,58 MB)

Im Juni 2010 empfahl das BfR in Form einer Pressemitteilung Herstellern, auf die Verwendung von nanoskaligem Silber in verbrauchernahen Produkten, wie zum Beispiel in Textilien, Kosmetika oder Haushaltsgeräten zu verzichten.

2010 hat das BfR in der Zeitschrift BfR-Wissenschaft zudem drei neue Berichte veröffentlicht:

  • BfR Delphi Study on Nanotechnology
  • Perception of Nanotechnology in Internet-based Discussions
  • Risk Perception of Nanotechnology – Analysis of Media Coverage

Link zur Veröffentlichung "Delphi Study on Nanotechnology" (.pdf, 0,99 MB)

Link zur Veröffentlichung "Perception of Nanotechnology in Internet-based Discussions" (.pdf, 2,96 MB)

Link zur Veröffentlichung "Risk Perception of Nanotechnology - Analysis of Media Coverage" (.pdf, 9,42 MB)

Im April 2011 hat das BfR die Ergebnisse eines Workshops mit Experten aus Forschung und Wissenschaft sowie Vertretern von Verbänden und der Industrie veröffentlicht. Gegenstand der Diskussionen waren vor allem bestehende Risiken durch die Verwendung von Nanosilber und mögliche Handlungsoptionen zum Schutz des Verbrauchers. Im BfR-Workshop hat sich gezeigt, dass für nanoskaliges Silber bislang nur wenige toxikologische Daten vorliegen. Schlussfolgernd liegt keine abschließende Sicherheitsbewertung für Mensch und Umwelt vor. Deshalb rät das BfR weiterhin von einem Einsatz von Nanosilber in verbrauchernahen Produkten ab.

Link zum Artikel auf der Webseite des BfR

In einer Pressemitteilung vom Februar 2012 informiert das BfR über die Resultate der internationalen Nanosilber-Konferenz. Sie kamen zu dem Schluss, dass das toxikologische Potenzial von Nanosilber noch nicht ausführlich geklärt sei. Es sei nicht vollständig bekannt, in welchem Umfang Verbraucher mit Silbernanopartikeln auf verschiedenen Pfaden in Kontakt kommen. Zudem mangele es an Untersuchungen darüber, ob die Anwendung von Silber und Nanosilber in Alltagsprodukten zur Selektion von silberresistenten Mikroorganismen führen und sogar zur Übertragung eines Antibiotikaresistenzes auf bisher nicht resistente Stämme beitragen.

Daher sei die Auffassung des BfR, dass Silber als antimikrobiell wirksame Substanz für klinische Anwendungen reserviert werden müsste, bestätigt. In Verbraucherprodukten sollte auf Silber dagegen verzichtet werden, so das BfR in seiner Pressemitteilung.

Link zur Pressemitteilung

Die Bundesanstalt für Risikobewertung ist ebenfalls an der Forschungsstrategie des Aktionsplans 2020 beteiligt. Weitere Informationen hierzu sind unter dem BMBF-Artikel zu finden.

Link zur Nanotechnologieseite des BfR

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Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Das BMBF koordiniert verschiedene Förderprojekte im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung, die im "Aktionsplan 2010", welcher der Erste in der Reihe war, mit den Leitinnovationen auf dem Gebiet der Nanotechnologien wichtige Förderschwerpunkte gesetzt hat. Gefördert wurden vorrangig die Bereiche Elektronik, Automobil, Chemie, Medizin, Lichttechnik und Energie. Weitere Projekte wurden zu folgenden Bereichen aufgesetzt:

  • Mittelstandsförderung durch "NanoChance", für kleine und mittlere Unternehmen, die auf dem Gebiet der Nanotechnologie tätig sind oder ihr Geschäftsfeld durch den Einsatz von Nanotechnologie erweitern wollen
  • Nachwuchsforscherförderung durch "NanoFutur"
  • Förderprogramm WING - Werkstoffinnovationen für Industrie und Gesellschaft. Darin sind erstmals die klassische Materialforschung mit der Basisdisziplin Chemie und der Nanotechnologie integriert
  • Informations- und Bildungsprojekte für Schüler und eine breite Öffentlichkeit: nanoTruck, "Schulen ans Netz", "Nanoreisen – Abenteuer hinterm Komma" sowie verschiedene Veröffentlichungen
  • Förderung von Begleitmaßnahmen und Projekten der Risikoforschung zu möglichen Gesundheitsrisiken von Nanopartikeln (z.B. NanoCare, INOS, Tracer) sowie zu den Auswirkungen auf die Umwelt (NanoNature)

Die Bundesregierung fördert Verbundprojekte in den Nanotechnologien mit rund 290 Millionen Euro - in Europa steht Deutschland damit an der Spitze. Projekte zu Nanotechnologien werden seit den 90'er Jahren gefördert.

Für einen Gesamtüberblick über Nanotechnologien in Deutschland wurde vom BMBF die interaktive "Kompetenzkarte Werkstofftechnologien" eingeführt, auf der sich Unternehmen, Forschungsinstitute und Weiterbildungsinstitutionen mit ihrem Standort und einer Beschreibung eintragen können.

Link zur Kompetenzkarte Nanotechnologien

Einen Einblick zum Stand der Nanotechnologien 2009 in Deutschland liefert der Bericht "nano.de-Report 2009". Erfasst werden unter anderem die Anzahl von im nanotechnologischen Bereich tätigen Unternehmen im Jahr 2009, deren wirtschaftliches Volumen sowie die im deutschen Raum anzutreffenden Produkt- und Geschäftsbereiche mit nanotechnolgischer Relevanz.

Link zum nano.de-Report 2009 (.pdf, 4.35 MB)

Im Jahr 2011 stehen Markt- und Anwendungspotenziale der Nanotechnologie und Sozioökonomische Rahmenbedingungen im Fokus. Es wird ein Überblick über die Nanotechnologieunternehmen in Deutschland geboten, wie auch Öffentliche finanzierte Nanotechnologie-Forschung und der Finanzsektor.

Link zum nano.de-Report 2011 (.pdf, 3.23MB)

Im nano.de-Report 2013 des Bundesministeriums für Forschung und Bildung werden die gegenwärtigen Entwicklungen auf dem Gebiet der Nanotechnologien mit Bezug auf Akteure und Projekte dargestellt. Neben einer Vielzahl von Informationen zum Stand der Nanotechnologie-Forschung und Anwendung in verschiedenen Branchen findet sich ein Abschnitt zum Stand der Sicherheitsforschung in Deutschland.

Link zum nano.de-Report 2013 (.pdf, 4.3MB)

Im September 2010 wurde durch das BMBF ein Branchendialog namens "NanoCleantech" organisiert. Ziel des Dialoges war es, Potenziale und Herausforderungen der Nanotechnologie transparent zu machen sowie die Verbreitung und Diffusion von BMBF geförderten Forschungsergebnissen in die Praxis zu unterstützen. Weiterhin soll die Vernetzung zwischen Werkstoff- und Nanotechnologieakteuren mit der Umweltbranche verbessert werden.

Link zu weiteren Informationen

Im Januar 2011 verabschiedete das Kabinett im Rahmen der Hightechstrategie den Aktionsplan 2015. Das Strategiepapier ersetzte den bisher gültigen Aktionsplan 2010 und stellte einen Maßnahmenkatalog dar, mit dem eine erfolgreiche Nutzung der Potentiale der Nanotechnologien in Deutschland gewährleistet werden sollte.

Link zum Aktionsplan 2015 (.pdf, 5.51MB)

Der Aktionsplan 2020 stellt die aktuelle Version dar, in welchem folgende Ziele der Bundesregierung genannt werden

  • Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen durch effinzientere Ergebnisumsetzung zu verbessern
  • Nanotechnologieförderung an prioritären Zukunfsaufgaben der neuen Hightech-Strategie  auszurichten
  • durch begleitende Risikoforschung und -kommunikation die verantwortungsvolle Gestalt der Nanotechnologie als Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung zu gewährleisten
  • innovationsfreundliche Rahmenbedingungen für nachhaltiges Wirtschaften zu gestalten

Die Fördermaßnahme NanoC ist Teil der neuen High-Tech-Strategie 2020 der Bundesregierung. Mit ihr möchte die Bundesregierung Innovation und Wachstum der Industrie in Deutschland voranbringen. Mit NanoC steht die Erarbeitung bedarfsorientierter Herstell- und Verarbeitungsprozesse für nanoskalige Carbon-Werkstoffe im Vordergrund. Hierbei verfolgt das BMBF das Ziel, ausgehend von Demonstratoranwendungen bedarfsorientierte Herstellungs- und Verarbeitungsprozesse zu unterstützen. Hierbei sollen die Industrie und die Wertschöpfungsketten eng eingebunden werden. Gefördert werden hauptsächlich Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen im Rahmen industriegeführter vorwettbewerblicher Verbundprojekte, die in Verbindung mit Materialentwicklung mit nanoskaligen Carbon-Werkstoffen stehen.

Link zur Bekanntmachung des BMBF

Link zum Aktionsplan 2020 (.pdf, 3.55MB)

Im November 2016 wurde folgende Bekanntmachung, welche in den Aktionsplan 2020 eingebettet ist, veröffentlicht: Richtlinien zur Förderung der Intensivierung der Zusammenarbeit mit Israel: Deutsch-Israelische Kooperation in der Angewandten Nanotechnologie. Diese erfolgt im Rahmen zweier Fachprogramme: "Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen" und "Vom Material zur Innovation". Hochschulen, außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft, insbesondere KMU, soll es ermöglicht werden bilaterale Forschungsvorhaben mit Partnern aus Deutschland und Israel umzusetzen. Damit soll die globale Wettbewerbsfähigkeit verbessert und die Zusammenarbeit zwischen Forschungseinrichtungen untereinander sowie mit industriellen PartnerInnen gestärkt werden.

Link zur Bekanntmachung

 

Link zur Nanotechnologieseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung

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Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL)

Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft  (BMEL) initiierte gemeinsam mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) verschiedene Projekte zu Nanotechnologien, darunter auch die Konferenz "Nanotechnologie im Fokus des gesundheitlichen Verbraucherschutzes". Auf der Webseite findet sich außerdem ein Statement zur neuen EU-Verordnung zu Kosmetikprodukten aus Sicht des Ministeriums.

Im Dezember 2014 ist die Lebensmittel-Informationsverordnung (LMIV) in Kraft getreten. Eine der Neuerungen ist die Nanokennzeichnung. "Alle Zutaten, die in Form technisch hergestellter Nanomaterialien im Lebensmittel vorhanden sind, müssen im Zutatenverzeichnis eindeutig aufgeführt werden. Auf die Bezeichnung solcher Zutaten muss das in Klammern gesetzte Wort "Nano" folgen.", so die Verordnung.

Link zur Pressemitteilung der BMEL

Unter folgendem Link sind weitere Informationen zur Kennzeichnung von Lebensmitteln, sowie den neuen Regelungen enthalten.

Link zur Webseite des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz

 

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Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB)

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat bereits sehr frühzeitig in die Forschung zu Nanotechnologien investiert. In einer Vielzahl von Projekten wurden und werden Chancen des Einsatzes von Nanotechnologien und Nanomaterialien für die Umwelt erforscht und gefördert. Auf der anderen Seite ist das Bundesministerium für Umwelt aktiv an der Risikoforschung beteiligt und fördert den interdisziplinären Austausch aller gesellschafltichen Interessengruppen. Das BMUB initiierte im Rahmen des NanoDialogs die Arbeit der NanoKommission der deutschen Bundesregierung.

Im Mai 2010 wurde zudem eine Studie zu einem Nanoproduktregister veröffentlicht. Ziel dieses Produktregisters soll es sein, den Behörden einen Überblick über die in Deutschland hergestellten und auf dem deutschen Markt erhältlichen Nanoprodukte zu ermöglichen.

Link zur Webseite des BMUB mit Zugriffsmöglichkeit zum pdf. "Rechtliche Machbarkeitsstudie zu einem Nanoproduktregister"

Das BMUB richtet bereits seit dem Jahr 2006 einen NanoDialog aus, der aktuell noch weiter fortgeführt wird. Anlass zur Fortsetzung der Dialoge gaben die Empfehlungen der NanoKommission, die nun aufgegriffen und in vier Fachdialogen diskutiert werden.

Link zu weiteren Informationen zu NanoDialog mit Zugang zu allen Abschlussberichten

Nach 10 Jahren erfolgreicher Arbeit, startete im Juni 2016 die bereits 5. Dialogphase.

Link zur Pressemitteilung des Fachdialogs 2015

Link zum Abschlussbericht der NanoKommission (2008)

Link zum Abschlussbericht der NanoKommission (2011)

Im April 2012 hat das BMUB einen neuen Bericht mit dem Titel „Instrumente zur Bewertung von Nanomaterialien“ herausgegeben. Der Bericht fasst die Diskussionen und Ergebnisse der Arbeit der deutschen NanoKommission und des Stakeholder-Dialogs „Risk management in the nano world“ zusammen. Die deutsche Version des Berichts enthält außerdem einen zweiten Teil, einen Leitfaden, der die Auswahl der Werkzeuge für die vorläufige Bewertung von Nanomaterialien unterstützen soll. Diese Anleitung ist in der englischen Version nicht verfügbar.

Link zur deutschen Version "Instrumente zur Bewertung von Nanomaterialien" (.pdf, 378 KB)

Link zur englischen Version "Assessment tools for nanomaterials" (.pdf, 356 KB)

 

Link zu den Nanotechnologie-Seiten des BMUB

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Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi)

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie setzt sich dafür ein, Rahmenbedingungen für Innovationen und die Entwicklung neuer Technologien weiter zu verbessern. An den technologieoffenen Mittelstandsprogrammen des BMWi haben Nano- und Werkstofftechnologie-Unternehmen einen hohen Anteil. Die wichtigsten Programme für Nano- und Werkstofftechnologie-Unternehmen sind:

  • Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand zur Unterstützung von Forschungskooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen.

  • Hightech Gründerfonds zur Unterstützung von Gründungen und jungen Technologieunternehmen.

  • Programm zur Verbesserung der Materialeffizienz.

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) war an der Erstellung der Forschungsstrategie Aktionsplan 2020 beteiligt, welche vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMUB) vorlegt und vom Bundeskabinett im September 2016 beschlossen wurde. 

Link zur Nanotechnologieseite des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) 
 
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Der Deutsche Bundestag

Der Bundestag steht als parlamentarisches Organ im Mittelpunkt der politischen Landschaft in Deutschland. Zentrale Aufgabe der demokratisch gewählten Fraktionen ist die Diskussion und Verabschiedung neuer Gesetze.

Im Frühjahr 2009 hatten die Fraktionen CDU/CSU und SPD einen Antrag an die Bundesregierung gestellt, durch den die Förderung der Nanotechnologien vorangetrieben werden soll. Schwerpunkte sollen die Unterstützung von Start-Up-Unternehmen, die Verbesserung der Kommunikation zu Chancen und Risiken und zwischen Industrie und Forschung vor allem im Bereich der nanotechnologischen Anwendbarkeit bei Umwelttechnologien sowie die umweltgerechte Entsorgung von synthetischen Nanomaterialien sein. Am 2.7.2009 wurde dieser Antrag in der 230. Sitzung des Bundestages beraten und angenommen. 

Link zum Antrag (.pdf, 106 KB)

Link zur Stellungnahme der Regierung (.pdf, 115 KB)

Verschiedene politische Teilbereiche werden in den Ausschüssen bearbeitet, wobei das Thema Nanotechnologien unter anderem von dem „Ausschuss für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung" behandelt wird. Dieser steht in enger Zusammenarbeit mit dem Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB).

Im März 2011 hat der Deutsche Bundestag eine neue Meldung veröffentlicht, die die Forderung des Petitionsausschusses nach einer Kennzeichnungspflicht für mit Nanotechnologie behandelte Lebensmittel und Kosmetika thematisiert. Die Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht wurde mit gesundheitlichen Risiken begründet, die Folge des Einsatzes von Nanopartikeln sein könnten. Nach Auffassung des Ausschusses sind die bisherigen Regulierungsinstrumente angesichts der neuen Anwendung der Nanotechnologie nicht ausreichend. Daher sei eine Kennzeichnungspflicht erforderlich.

Im September 2011 haben die Fraktionen CDU/CSU und FDP die Deutsche Bundesregierung dazu aufgefordert, weitere Ressourcen im Bereich der Nanotechnologien bereit zu stellen. Die Forderungen der Fraktionen lauten gemäß dem Antrag wie folgt:

  • Stärkere Unterstützung kleiner und mittelständischer Nanotechnologieunternehmen
  • Förderung von Langzeitforschungsvorhaben: Investitionen in Risiko- und Sicherheitsforschung
  • Ausbau der Dialogaktivitäten im Bereich der Nanotechnologien durch Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

Link zum Antrag der Fraktionen (.pdf, 104KB)

Im Dezember 2011 hat die Fraktion SPD einen Antrag an die Deutsche Bundesregierung gestellt, mit der Forderung, dass diese der Sicherheit im Bereich der Nanotechnologien höchste Priorität beimisst. Zudem wird die sofortige Einrichtung eines Nanoproduktregisters im Ministerrat der EU verlangt.

Link zum Antrag 17/8158 (.pdf, 143KB)

Im Februar 2012 hat die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, in der sie sich über den Umgang der Bundesregierung mit den Ergebnissen und Empfehlungen der NanoKommission erkundigen. Die Fraktion kritisiert, dass die Bundesregierung im Januar 2011 - einen Monat vor der NanoKommission - einen Aktionsplan zur Nanotechnologie (.pdf, 482KB) vorgelegt hat, in dem die NanoKommission nur an einer einzigen Stelle erwähnt wird. Außerdem fragt die Fraktion weiter, mit welchen Maßnahmen die Regierung die Empfehlungen der NanoKommission umsetzt und ob es das Gremium in Zukunft noch weiter geben soll.

Link zur Anfrage (17/8658) (.pdf, 106KB)

Im März 2012 folgte die Antwort der Bundesregierung auf die Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen vom Februar 2012.

Link zur Antwort der Bundesregierung (17/8885) (.pdf, 242KB)

In einem Antrag vom Mai 2012 fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Bundesregierung in einem 20-Punkte-Katalog dazu auf, dafür zu sorgen, dass das Prinzip der Vorsorge zum Schutz von Mensch und Umwelt zum Leitprinzip in der weiteren Entwicklung und Nutzung der Nanotechnologie wird. Des Weiteren fordern die Grünen, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene dafür einsetzt, dass eine Definition des Begriffs Nanomaterial im Gemeinschaftsrecht festgeschrieben wird und es eine Meldepflicht für Nanoprodukte gibt. Die Grünen schlagen vor, dass die Mittel für die begleitende Sicherheits- und Risikoforschung mindestens auf jeweils zehn Prozent der Nanoforschung der insgesamt zur Verfügung gestellten Mittel erhöht werden.

Link zum Antrag (17/9569) (.pdf, 268KB)

Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung zu dem Antrag zu "Chancen der Nanotechnologien nutzen und Risiken für Verbraucher reduzieren (17/8158)" vom Dezember 2011 und "Nanotechnologie – Chancen nutzen und Risiken minimieren (17/9569)" vom Mai 2012 kam im April 2013 heraus.

Link zu Beschlussempfehlung und Bericht (17/13217) (.pdf, 189KB)

Im Februar 2015 wurde eine kleine Anfrage der Fraktion Bündnis90/Die Grünen zur der Sicherheit bei Kosmetika im Rahmen der TTIP-Verhandlungen gestellt. Insbesondere wird die Gewährleistung der Sicherheit für Verbraucherinnen und Verbraucher in Europa auch nach einem möglichen Inkrafttreten des TTIP-Abkommens bezüglich der Nanotechnologien oder hormonell wirksamen Stoffen in Frage gestellt.

Link zum Antrag (18/3975) (.pdf, 211KB)

In der Antwort vom März 2015 wird erklärt, dass alle Produkte in der EU, die Nanomaterialien enthalten, entsprechend mit "Nano" gekennzeichnet werden müssen. Diese Vorgabe gibt es in den USA nicht. Jedoch wäre beispielsweise eine Annäherung im Hinblick auf eine Angleichung der Kennzeichung in den USA an die INCI-Nomenklatur oder eine Annäherung bei der Kennzeichnung von Farbstoffen denkbar.  Verhandlungsergebnisse hierzu liegen bisher nicht vor. Das gegenwärtig hohe Maße an Transparenz soll erhalten werden.

Link zur Antwort der Bundesregierung (18/4271) (.pdf, 282KB)

In der Unterrichtung vom September 2016 zum "Aktionsplan Nanotechnologie 2020 der Bundesregierung" wird die ressortübergreifende Strategie zur Förderung der Nanotechnologien vorgestellt.

Link zur Unterrichtung der Bundesregierung (18/9670) (.pdf, 404KB)

Im Oktober 2016 wurde erneut eine Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Tranparenz über Nano-Produkte auf dem deutschen Markt gestellt. Kritisiert wurde nach Ansicht des Umweltbundesamtes das EU-weite "Nano Observatory", welches Informationen für Bürger und Experten zu Nanomaterialien bündeln und zur Transparenz über Nanomaterialien beitragen soll. Der Kritik nach, sei dieses Observatorium nicht geeignet, dem Ziel der Transparenz über Art, Menge und Anwendungen von Nanomaterialien auf dem europäischen Markt gerecht zu werden. Daten aus dem REACH-, CLP- und Biozid-Verfahren sollen dort aufzufinden sein.

Link zur Anfrage (18/9928) (.pdf, 181KB)

Ebenfalls im Oktober 2016 heißt es in der Antwort der Bundesregierung, dass sie das Nano Observatory positiv betrachten und die Synergieeffekte als nützlich ansehen. Das Informationsangebot der Bundesregierung zu Nanotechnologien wird erhöht. Forschungseinrichtungen und Startup-Unternehmen sollen hierdurch früher auf mögliche Risiken aufmerksam gemacht werden.  Jedoch sind noch Anpassungen der REACH-Verordnung notwendig.

Link zur Antwort des deutschen Bundestages (18/10111) (.pdf, 197KB)

Link zum Ausschuss

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Institut für Arbeitsschutz der DGUV (IFA) - ehemals Institut für Arbeitsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung (BGIA)

Das IFA ist als ein Institut für Arbeitsschutz dafür zuständig, Messmethoden für die Bewertung von Nanopartikeln am Arbeitsplatz zu entwickeln und zu prüfen sowie Datenbanken zur Verfügung zu stellen.

Auf der Informationsseite "Ultrafeine Aerosole und Nanopartikel am Arbeitsplatz" finden Sie eine aktuelle Zusammenstellung der Veröffentlichungen sowie von Fachvorträgen.

In Kooperation mit der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUva) und der österreichischen Allgemeinen Unfallversicherung (AUVA) wurde im Jahr 2008 das Tool "Stoffenmanager Nano" in den Niederlanden von TNO, Arbo Unie und Beco entwickelt. Ziel des entwickelten Tools ist es, die Gefährdungsbeurteilung von Gefahrstoffen zu unterstützen.

Hierbei werden zur Gefahrenabschätzung zwei mögliche Module angeboten:

Gefährdungen ermitteln und reduzieren:

Ziel des Moduls ist es, Beschäftigte von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Gefährdungsbeurteilung der inhalativen und dermalen Exposition bei Tätigkeiten mit Gefahrstoffen nach TRGS 400 zu unterstützen.

Quantitative Expositionsabschätzung:

In dem Modul werden nichtmesstechnische, quantitative Abschätzungen der inhalativen Exposition durchgeführt. Das hier verwendete Expositionsmodell ist von der Europäischen Chemikalienagentur ECHA offiziell als REACH-Instrument anerkannt worden.

Gleichzeitig wird der Stoffenmanager Nano angeboten, der die Gefährdungs- und Expositionsbeurteilung beim Arbeiten mit Nanopartikeln unterstützt. Das Tool wird in regelmäßigen Abständen mit neu gewonnen Daten aktualisiert. Darüber hinaus werden Factsheets angeboten, die die Gefährdung von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern drastisch minimiert.

Link zum Tool „Stoffenmanager“

Link zum Tool „Stoffenmanager Nano“

Link zu den Factsheets

Außerdem hat die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) eine interaktive E-Learning Plattform veröffentlicht. Entwickelt wurde diese von der Innovationsgesellschaft St. Gallen in Kooperation mit verschiedenen Berufsgenossenschaften. Unter dem Titel "Sicheres Arbeiten mit Nanomaterialien" bietet die Plattform Verbrauchern und Anwendern die Möglichkeit sich interaktiv und anschaulich über den sicheren Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz zu informieren. Weitere Informationen finden Sie in folgendem Artikel.

Link zur Themenseite Nanotechnologien der DGUV

Link zur Übersichtsseite des Instituts für Arbeitsschutz (IFA)

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NanoKommission der deutschen Bundesregierung

Die deutsche NanoKommission wurde Ende 2006 im Rahmen der High-Tech Strategie der deutschen Bundesregierung als zentrales, nationales Dialoggremium geschaffen. Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Unternehmen, Umwelt- und Verbraucherorganisationen, Gewerkschaften, Ministerien und Behörden haben es sich zur Aufgabe gemacht, Nutzen und Risiken von Nanotechnologien im Sinne des Vorsorgeprinzips zu betrachten und nachhaltige Innovationen zu fördern. Die NanoKommission besteht aus 16 Mitgliedern. Ihr waren im Zeitraum von 2006-2008 drei Arbeitsgruppen mit jeweils etwa 20 Personen aus den oben genannten Gruppen unterstellt, die zu folgenden Themen beraten haben:

Arbeitsgruppe 1: Nanomaterialien - Chancen für Umwelt und Gesundheit

Arbeitsgruppe 2: Risiken und Sicherheitsforschung

Arbeitsgruppe 3: Prinzipien für einen verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien 

Die NanoKommission konzentriert sich im Rahmen des verantwortungsvollen Umgangs mit Nanomaterialien auf fünf zentrale Prinzipien:

1. Verantwortung und Management definieren und offenlegen (Good Governance)

2. Transparenz hinsichtlich nanotechnologierelevanter Informationen, Daten und Prozesse

3. Bereitschaft zum Dialog mit Interessengruppen

4. Risikomanagement etablieren

5. Verantwortung in der Wertschöpfungskette übernehmen

Die NanoKommission war an zwei Dialogphasen (2006-2008 und 2009-2011) beteiligt.

Nach einem Jahr NanoKommission wurde eine Zwischenbilanz im Dialog veröffentlicht.

Link zu "1 Jahr NanoKommission - Zwischenbilanz im Dialog" (.pdf, 1.25MB)

Im Dezember 2008 wurden die Ergebnisse ihrer Arbeit vorgestellt. Den  Schlussbericht mit dem Titel "Verantwortlicher Umgang mit Nanotechnologien" können Sie hier oder auf den Seiten des BMU herunterladen.

Link zum Bericht der NanoKommission 2008 (.pdf, 3.7MB)

Link zur 1. Dialogphase mit Zugriff zu weiteren Downloads

Die NanoKommission hat ihre Aufgaben von 2009 bis 2011 in einer zweiten Arbeitsphase weitergeführt. Im Februar 2010 wurden die bisherigen Ergebnisse in einem Zwischenbericht veröffentlicht.

Link zur Veröffentlichung des Zwischenberichts auf der Webseite des BMUB (.pdf, 76KB)

Im Januar 2011 ist der Schlussbericht der NanoKommission aus der zweiten NanoDialog-Arbeitsphase 2009-2011 erschienen.

Link zum Schlussbericht der NanoKommission (.pdf, 3.37MB)

Link zu verschiedenen Download-Möglichkeiten des Nanodialogs auf der Webseite des BMUB

www.nano-sicherheit.de

Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB)

Die PTB ist ein nationales Metrologie-Institut mit wissenschaftlich-technischen Dienstleistungsaufgaben. Als Kernkompetenz stehen metrologische Messungen mit höchster Genauigkeit und Zuverlässigkeit im Vordergrund.

Unteranderem beschäftigt sich die PTB mit Nanometrologie. Dabei wird messtechnisch auf die Eigenschaften von Nanopartikeln zurückgeführt sowie das Verständnis für messtechnisch relevante Prozesse auf der Nanoskala durchgeführt. Funktionale Eigenschaften von Nanoobjekten hängen kritisch von ihren Abmessungen ab, somit steht die Charakterisierung dieser in einer besonderen Stellung.

Link zur Nanometrologieseite der PTB

Außerdem wirkt die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) bei dem EU-Forschungsprogramm Horizont 2020 mit.

Auf der Homepage von der PTB sind unter dem Stichpunkt "nano" bei Suche aktuelle, informationsreiche Publikationen zu Themenbereichen im nanoskaligen Bereich aufzufinden.

Link zur Homepage der PTB

www.nano-sicherheit.de

Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU)

Der Sachverständigenrat für Umweltfragen berät seit seiner Einrichtung 1972 die Bundesregierung bei politischen Entscheidungen zu Umweltthemen. Er setzt sich aus sieben Professorinnen und Professoren zusammen, die über eine hohe Expertise rund um wissenschaftliche Disziplinen, die für den Umweltschutz relevant sind, verfügen. Die Mitglieder werden auf vier Jahre vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit mit Zustimmung der Bundesregierung berufen.

Link zur Website des Sachverständigenrates für Umweltfragen

Im Sondergutachten "Vorsorgestrategien für Nanomaterialien" untersucht der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU), inwiefern das Vorsorgeprinzip im Bereich der Nanomaterialien bereits zum Tragen kommt bzw. an welchen Stellen weitere Maßnahmen getroffen werden müssen. Das Gutachten bearbeitet hierbei folgende Themenfelder:

  1. Stärkung der Risikoforschung
  2. Förderung des gesellschaftlichen Dialogs
  3. Rechtlicher Rahmen für die Regulierung von Nanomaterialien
  4. Schließung nanospezifischer Regulierungslücken
  5. Kennzeichung und Produktregister
  6. Reformbedarf im Stoffrecht
  7. Reformbedarf im Produktrecht
  8. Reformbedarf im Umweltrecht

Der SRU spricht sich für eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung der Nanotechnologien aus, betont allerdings die Notwendigkeit einer frühzeitigen Risikoforschung, die noch ausgebaut werden müsse. Darüber hinaus plädiert der Rat außerdem auch für eine generell stärkere Verankerung des Vorsorgeprinzips im gesellschaftlichen Handeln.

Link zum vollständigen Sondergutachten "Vorsorgestrategien für Nanomaterialien" (Stand: Juni 2011) (.pdf, 5.57MB)

Link zur Kurzfassung für Entscheidungsträger (Stand: September 2011) (.pdf, 1.29MB)

 

www.nano-sicherheit.de

Büro für Technikfolgen-Abschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB)

Das Büro für Technikfolgen-Abschätzung ist eine selbstständige wissenschaftliche Einrichtung, die den Deutschen Bundestag und seine Ausschüsse in Fragen des wissenschaftlich-technischen Wandels berät. Der im Juli 2003 veröffentlichte Arbeitsbericht Nr. 92 beschäftigt sich mit dem Thema Nanotechnologien. Darin wird ein ausführlicher Überblick über Anwendungsfelder der Nanotechnologien gegeben. Vertieft behandelt werden außerdem Anwendungen in Industrie, Informations- und Kommunikationstechnik und in den Lebenswissenschaften (Biologie, Humanmedizin, Veterinärmedizin, Medizintechnik und Biotechnologie). Darüber hinaus sind mögliche Visionen im Bereich Nanotechnologien aufgeführt. Ebenso werden Chancen und Risiken thematisiert und Bereiche, in denen Handlungsbedarf von Seiten des Staates besteht.

Link zur Zusammenfassung des Arbeitsberichts zur Nanotechnologie Nr. 92

Von 2008 bis 2010 lief eine Untersuchung zur Internationalen Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft im Hinblick auf die EU-Beihilfepolitik am Beispiel der Nanoelektronik. Im Innovationsreport wurden folgende fragen untersucht:

  • Welche Faktoren beeinflussen die Standortattraktivität einzelner Länder in der Nanoelektronik? Wie ist die aktuelle Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland und in Europa zu beurteilen?
  • Welche Folgen hätte ein Verlust der Produktionskapazitäten für das gesamte "Innovationssystem Nanoelektronik"? Inwieweit besteht im Bereich der Nanoelektronik eine Situation, die staatliche Beihilfe rechtfertigen lässt?
  • Wie kann eine nachhaltige Förderpolitik gerade unter den gegebenen Bedingungen der eingeschränkten staatlichen Beihilfemöglichkeiten erfolgen?
  • Inwieweit lässt sich das Beispiel der Nanoelektronik auf andere Technologien und Branchen übertragen?

Link zur Zusammenfassung (Stand: Juli 2010) (.pdf, 664KB)

Link zu Informationen zur Untersuchung mit Ergebnissen

 

Link zum Büro für Technikfolgen-Abschätzung (TAB)

www.nano-sicherheit.de

Umweltbundesamt (UBA)

Das Umweltbundesamt prüft und bewertet umweltrelevante Aspekte von Nanotechnologien, da mit zunehmendem Einsatz künstlich erzeugter Nanopartikel zukünftig auch mit einem vermehrten Eintrag in die Umwelt zu rechnen ist. Die breiten Anwendungsmöglichkeiten von Nanotechnologien erfordern dabei ein differenziertes Vorgehen bei der Identifizierung und Bewertung möglicher Risiken für die menschliche Gesundheit und die Umwelt. Um diese Risiken identifizieren und Vorkehrungen für deren Verminderung treffen zu können, sieht das UBA einen großen Informations- und Forschungsbedarf.

Am 10-11. Oktober 2017 verstaltet die UBA ein "Scientific Stakeholder Meeting on Nanomaterials in the Environment".

Link zum Flyer (.pdf, 153KB)

Link zum Umweltbundesamt (UBA)

 

Hier ist eine chrologische Auflistung von Publikationen zu Nanomaterialien:

2017 - Forschungsberichte

2016 - Forschungsberichte

       Hintergrund- und Positionspapiere, Stellungnahmen

Forschungsstrategie der Bundesoberbehörden zu Gesundheits- und Umweltrisiken von        Nanomaterialien

Datenblätter: Nanotechnik in verschiedenen Einsatzbereichen

2015 - Forschungsberichte

Datenblätter: Nanotechnik in verschiedenen Einsatzbereichen

2014 - Forschungsergebnisse

Datenblätter: Nanotechnik in verschiedenen Einsatzbereichen

2013 - Forschungsergebnisse

Hintergrund- und Positionspapiere, Stellungnahmen

Forschungsstrategie der Bundesoberbehörden zu Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien

Datenblätter: Nanotechnik in verschiedenen Einsatzbereichen

2012 - Forschungsergebnisse

Hintergrund- und Positionspapiere, Stellungnahmen

Datenblätter: Nanotechnik in verschiedenen Einsatzbereichen

2010 - Forschungsergebnisse

Hintergrund- und Positionspapiere, Stellungnahmen

2009 - Hintergrund- und Positionspapiere, Stellungnahmen

2007 - Forschungsergebnisse

Forschungsstrategie der Bundesoberbehörden zu Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien

www.nano-sicherheit.de

Position und Strategie der drei Bundesoberbehörden

Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Umweltbundesamt (UBA) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) haben im Jahr 2007 eine gemeinsame Forschungsstrategie zu Nanotechnologien entwickelt. An der Fortschreibung und Entwicklung wirkten auch die Physikalisch-Technische Bundesanstalt (PTB) und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) mit.


Die Ergebnisse zur Forschungsstrategie "Nanotechnologie: Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanopartikeln" wurden am 30. November 2006 in Bonn auf einer Stakeholderkonferenz vorgestellt. Ziel der Forschungsstrategie ist es, das Forschungsgebiet zu strukturieren, die Messung der Partikel zu entwickeln, Informationen zur Exposition, zu toxikologischen und ökotoxikologischen Wirkungen zu erheben, eine risikobezogene Teststrategie zu entwickeln, vorhandene Elemente von Teststrategien zu etablieren, Stoffe von besonderer Bedeutung in den Fokus der Bewertung zu rücken und insbesondere die Eignung der Daten, die mit Forschungsgeldern der öffentlichen Hand erhoben werden, für regulatorische Fragestellungen sicherzustellen.

Um die Begleitforschung und Diskursaktivitäten zu initiieren und aufeinander abzustimmen, wird das Bilden einer ressortübergreifenden Nano-Diskurs-Plattform vorgeschlagen.

Link zur Forschungsstrategie "Nanotechnologie"

Aus mehr als 80 Projekten zur Sicherheitsforschung wurde zu den Jahren 2007-2011 eine erste Bilanz gezogen. Im Fokus standen unter anderem die Materialcharakterisierung, die Wirkungsanalyse, die Exposition von Mensch und Umwelt sowie Fragen der Risikobewertung, des Risikomanagements und der Risikokommunikation.

Link zur "1. Bilanz zur gemeinsamen Forschungsstrategie der Resortforschungseinrichtungen des Bundes - Nanotechnologie - Gesundheits- und Umweltrisikenvon Nanomaterialien" (.pdf, 1.87MB )

Im Januar 2013 veröffentlichen die drei Bundesbehörden ein gemeinsames Hintergrundpapier zu ihrer Position zu Nanomaterialien und REACH, der europäischen Chemikalienverordnung.

Link zum Hintergrundpapier

Im Jahr 2016 wurde eine Fortschreibung der Forschungsstrategie veröffentlicht. Das Themengebiet wurde deutlich erweitert.

Link zu Nanomaterialien und andere innovative Werkstoffe: anwendungssicher und umweltverträglich (.pdf, 584KB)