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Einzelfallbetrachtung von Nanotechnologie-Anwendungen

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Einzelfallbetrachtung von Nanotechnologie-Anwendungen

In den letzten Jahren wurden einige Studien publiziert, die auf Risikopotentiale von Nanomaterialien eingehen. Die Effekte hängen stark von den spezifischen Eigenschaften der einzelnen Materialien und der Art ihres Einsatzes ab. Somit ist nicht allein die Größe von Nanopartikeln ausschlaggebend. Vielmehr müssen Einzelfallbetrachtungen vorgenommen werden, die ein ganzes Bündel von Faktoren berücksichtigen. Verschiedene Akteure und Konzepte der Risikobewertung werden an dieser Stelle vorgestellt.

 

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Joint Research Centre (JRC) Web Platform und Repository, 2016

Das Joint Research Centre der Europäischen Kommission hatte eine Informationsplattform zu Nanomaterialien aufgebaut. Auf dieser Plattform sollten zukünftig auch Informationen zu Nanomaterialien, Produkten und vorhandenen Registern zusammengestellt werden. Im Januar 2016 wurde die Aktualisierung eingestellt.

Link zur Web Platform on Nanomaterials des JRC

Durch den Aufbau eines Repositorys hat sich das Joint Research Centre (JRC) 2016 einer Grundsatzfrage der Risikoforschung angenommen. Wissenschaftlern aus aller Welt werden standardisierte Materialien für Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt, damit Risikoforschung zu Nanomaterialien vergleichbar wird. Das JRC Repository verfügt über verschiedene industriell hergestellte Nanomaterialien ("Benchmarking Nanomaterials"), die für die Entwicklung von standardisierten Tests für die Sicherheitsbewertung von Nanomaterialien (NM) zur Verfügung gestellt werden. Zuerst wurden die Materialien für die OECD-Arbeitsgruppe für technisch hergestellte Nanomaterialien entwickelt; mittlerweile werden sie auch in vielen EU-Forschungsprojekten, mehreren Nicht-EU-Initiativen und Industrie verwendet.

Zu allen Materialien sind ausführliche Informationen vorhanden.

Link zum Repository für Nanomaterialien Stand: Juni 2016

 

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EFSA: Erste Schritte einer zukünftigen Bewertung potenzieller Risiken für Verbraucher durch Nanokunststoffe in Lebensmitteln, 2018

Mikro- und Nanokunststoffe in Lebensmitteln stellen ein zunehmendes Problem dar. Die Auswirkungen hierfür sind Kunststoffabfälle in Meeren und Gewässern. Das EFSA-Gremium für Kontaminanten in der Lebensmittelkette (CONTAM) brachte eine Stellungnahme zu Mikro- und Nanokunststoffpartikeln heraus. Nach einer umfangreichen Auswertung der vorhandenen Literatur zum Auftreten, Toxizität sowie Verbleib, welcher das Geschehen nach der Verdauung umfasst, ist EFSA zum Entschluss gekommen, dass eine vollständige Risikobewertung zu Nanokunststoffen mit den vorhandenen Daten nicht möglich ist.

Link zur Stellungnahme "Presence of microplastics and nanoplastics in food with particular focus on seafood" (.pdf, 1.85 MB) Stand: Mai 2016

Link zur Pressemeldung

Link zur Arbeitsgruppe der CONTAM (Kontaminanten in der Lebensmittelkette)

Im Juli 2018 veröffentlichte die EFSA nach einer dreimonatigen Konsultation ihre Leitlinien zur Bewertung der Sicherheit von Anwendungen der Nanowissenschaft und Nanotechnologie unter Berücksichtigung aller Kommentare. Im Fokus der Leitlinien stehen praktische Hinweise zu den erforderlichen Tests und den dazugehörigen Methoden bezüglich der Gesundheit von Mensch und Tier.

Link zu "Guidance on risk assessment of the application of nanoscience and nanotechnologies in the food and feed chain: Part 1, human and animal health" Stand: Juli 2018

Link zum Entwurf der Leitlinien für die öffentliche Konsultation (.pdf, 2.68 MB)

 

Link zur Nanotechnologieseite der EFSA

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VCI Studie zur Bewertung von Nanomaterialien, 2016

Der Verband der chemischen Industrie in Deutschland (VCI) hat im Jahr 2016 eine Überblicksstudie zur gesundheitlichen Bewertung, Exposition und Umweltauswirkungen von Nanomaterialien verfasst. Die Schlussfolgerungen liegen nun in komprimierter Form auf 12 Seiten in englischer Sprache vor.

Die umfangreiche Literaturstudie, die Harald Krug von der Schweizer Materialprüfungsanstalt EMPA, Frank von der Kammer, Universität Wien, und Anders Baun, TU Kopenhagen, vorgelegt haben, zeigt, dass die geringe Größe von Nanomaterialien nicht unbedingt mit einer per se erhöhten Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt einhergeht. Die Autoren gehen nicht von spezifischen toxikologischen Mechanismen aus, die allein auf die Größe zurückzuführen sind. Sie plädieren nicht nur für sehr viel komplexere toxikologische Betrachtungen der einzelnen Materialien, sondern fordern dringend eine Verbesserung und Vereinheitlichung von Textverfahren.

Link zur Seite des VCI mit den Ergebnissen der Studie Stand: Oktober 2016