Informationsplattform Nano-Sicherheit
 
Hessenboebbel
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Einzelfallbetrachtung von Nanotechnologie-Anwendungen

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Einzelfallbetrachtung von Nanotechnologie-Anwendungen

In den letzten Jahren wurden einige Studien publiziert, die auf Risikopotentiale von Nanomaterialien eingehen. Die Effekte hängen stark von den spezifischen Eigenschaften der einzelnen Materialien und der Art ihres Einsatzes ab. Somit ist nicht allein die Größe von Nanopartikeln ausschlaggebend. Vielmehr müssen Einzelfallbetrachtungen vorgenommen werden, die ein ganzes Bündel von Faktoren berücksichtigen. Verschiedene Akteure und Konzepte der Riskobewertung werden an dieser Stelle vorgestellt.

 

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Joint Research Centre (JRC) Webplattform und Repository

Das Joint Research Centre der Europäischen Kommission baut derzeit eine Informationsplattform zu Nanomaterialien auf. Auf dieser Plattform sollen zukünftig auch Informationen zu Nanomaterialien, Produkten und vorhandenen Registern zusammengestellt werden. Die Plattform besteht bereits, die Inhalte sind aber noch nicht vollständig.

Link zur Webplattform des JRC

Durch den Aubau eines Repositorys hat sich das Joint Research Centre (JRC) Ende 2016 einer Grundsatzfrage der Risikoforschung angenommen. Wissenschaftlern aus aller Welt werden standardisierte Materialien für Forschungsprojekte zur Verfügung gestellt, damit Risikoforschung zu Nanomaterialien vergleichbar wird. Das JRC Repository verfügt über verschiedene industriell hergestellte Nanomaterialien ("Benchmarking Nanomaterials"), die für die Entwicklung von standardisierten Tests für die Sicherheitsbewertung von Nanomaterialien (NM) zur Verfügung gestellt werden. Zuerst wurden die Materialien für die OECD-Arbeitsgruppe für technisch hergestellte Nanomaterialien entwickelt; mittlerweile werden sie auch in vielen EU-Forschungsprojekten, mehreren Nicht-EU-Initiativen und Industrie verwendet.

Zu allen Materialien sind ausführliche Informationen vorhanden.

Link zum Repository für Nanomaterialien

 

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VCI Studie zur Bewertung von Nanomaterialien

Der Verband der chemischen Industrie in Deutschland (VCI) hat 2016 eine Überblicksstudie verfasst zur gesundheitlichen Bewertung, Exposition und Umweltauswirkungen von Nanomaterialien. Die Schlussfolgerungen liegen nun in komprimierter Form auf 12 Seiten in englischer Sprache vor.

Die umfangreiche Literaturstudie, die Harald Krug von der Schweizer Materialprüfungsanstalt EMPA, Frank von der Kammer, Universität Wien, und Anders Baun, TU Kopenhagen, vorgelegt haben, zeigt dass die geringe Größe von Nanomaterialien nicht unbedingt mit einer per se erhöhten Gefährlichkeit für Mensch und Umwelt einhergeht. Die Autoren gehen nicht von spezifischen toxikologischen Mechanismen aus, die allein auf die Größe zurückzuführen sind. Sie plädieren nicht nur für sehr viel komplexere toxikologische Betrachtungen der einzelnen Materialien, sondern fordern dringend eine Verbesserung und Vereinheitlichung von Textverfahren.

Link zur Seite des VCI mit den Ergebnissen der Studie

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