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Überblickstudien zur Risikobewertung

Die folgenden Artikel beziehen sich auf nationale oder supranationale Projekte, die von der Europäischen Kommission oder der OECD angeregt wurden. Sie bündeln die vielfältigen Initiativen in den Mitgliedsländern und geben Auskunft zum Stand der Forschung in diesem sich schnell verändernden Themenfeld.

 

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OECD Arbeiten zur Risikoforschung

Wie schon im Kapitel zum Rechtsrahmen weltweit beschrieben, ist die OECD eine der zentralen Organisation, die Forschungsarbeiten zur Risikobewertung von Nanomaterialien koordiniert.

Seit 2006 besteht die "Working Party on Manufactured Nanomaterials (WPMN), die 11 ausgewählte Nanomaterialien in verschiedenen Arbeitsgruppen untersucht hat. Bis 2016 entstanden 79 Reports internationaler Forschungsprojekte zu den physikalisch-chemischen Eigenschaften von Nanomaterialien, zu Mess- und Bewertungsmethoden. Die OECD einigte sich auf Testprogramme und veröffentlichte zu den 11 Nanomaterialien Dossiers der Hersteller.

Link zur Übersichtsseite der OECD zur Sicherheit von künstlich hergestellten Nanomaterialien

Link zu den Testing Programmes der OECD

Link zur Webseite einer Übersicht zu den 79 Publikationen aus diesem Bereich

Seit 2007 besteht die Working Party on Nanotechnology (WPN). Die Expertinnen und Experten beraten die OECD zu aufkommenden Themen im Sinne einer verantwortlichen Entwicklung dieses Technologiefeldes. Die WPN ist eine Untergruppe des Committee for Scientific and Technological Policy (CSTP). Als solche hat sie verschiedene Reports veröffentlicht.

Link zur Working Party on Nanotechnology

Link zu den Publikationen der Working Party on Nanotechnology

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WHO/FAO: Aktueller Stand zu Initiativen und Aktivitäten in Bezug auf Risikobewertung und Risikomanagement von Nanotechnologien im Lebensmittel- und Landwirtschaftssektor

Die World Health Organization (WHO) und die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) haben 2013 ein Dokument zum Stand der Initiativen und Aktivitäten in Bezug auf Risikobewertung und Risikomanagement von Nanotechnologien im Lebensmittel- und Landwirtschaftssektor herausgegeben.

Ziel ist es, eine Zusammenfassung und Analyse von Informationen zu unternehmen, die seit einem internationalen Expertentreffen zu potentiellen  Implikationen der Lebensmittelsicherheit durch die Verwendung von Nanotechnologien im Lebensmittel- und Landwirtschaftssektor  verfügbar sind. Das Dokument bietet einen Überblick über nationale und internationale Aktivitäten der Risikoanalyse von Nanomaterialien im Lebensmittel- und Landwirtschaftssektor, die seit einem Expertentreffen Treffen in 2009 durchgeführt wurden. Der Bericht schließt mit einer Bewertung der Fortschritte, die seit dem Treffen 2009 erreicht wurden, sowie einer Reihe von Empfehlungen für weitere Fortschritte ab.

Link zur Übersichtsstudie der WHO

Link zur FAO

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JRC NANOhub des Joint Research Centre

Das Europäische Joint Research Centre (JRC) hat auf seinen Webseiten eine internationale Wissensplattform aufgebaut. Die Plattform NANOhub bündelt europäische Forschungsprojekte sowie die Ergebnisse der gemeinsamen internationalen Projekte der OECD. Sie führt damit die urspründlich bei der OECD angesiedelten Datenbank fort.

Link zur Wissensplattform NANOhub

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Stellungnahme von SCENIHR zur Risikobewertung von Nanomaterialien

Das unabhängige wissenschaftliche Beratergremium der Europäischen Kommission für neu auftretende Gesundheitsrisiken (SCENIHR) hat  im Januar 2009 eine weitere Beurteilung zu den Entwicklungen bei der Risikobewertung von Nanomaterialien veröffentlicht. Der Schwerpunkt liegt, wie in den Berichten zuvor, auf freien und schwer löslichen Nanomaterialien. In erster Linie wird der mögliche Kontakt beim Einatmen kritisch beurteilt. Die Forscher empfehlen für die Charakterisierung von Nanomaterialien auch der Frage nachzugehen, welche Wechselwirkungen in biologischen Flüssigkeiten auftreten können und inwiefern Verbraucher diesen Materialien ausgesetzt sind. SCENIHR äußert sich außerdem zu Anforderungen an Testmethoden und Messverfahren, die noch nicht ausreichend standardisiert sind.

Link zur Liste der Veröffentlichungen zur Risikobewertung von Nanomaterialien durch SCENIHR

Link zur Veröffentlichung des Berichts von SCENIHR 2009 (.pdf, 572 KB) 

Bereits 2006 hatte SCENIHR einen Bericht zur Risikobewertung vorgelegt. Die Ergebnisse von 2009 führen die darin als offen identifizierten Forschungsfragen weiter und berichten über den Stand der Forschung

Link zum Bericht von 2006 (.pdf, 400 KB)

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BMUB gibt Überblick zu laufenden Forschungsvorhaben

Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit gibt auf seinen Seiten eine Überblick zu laufenden Forschungsprojekten der Sicherheits- und Risikoforschung.

Es wird zugleich auf die gemeinsame Forschungsstrategie der Bundesoberbehörden verwiesen.

Link zur Überblicksseite des BMUB

Das BMUB koordiniert zugleich die deutschen Aktivitäten im Rahmen der Risikoforschungsprojekte der OECD

Hier die Forschungsvorhaben im Einzelnen:

Vorhaben zum Stoffbegriff von Nanomaterialien

Prüfung zweier ausgewählter Nanomaterialien hinsichtlich ihrer ökotoxikologischen Langzeitwirkungen Anpassung der Prüfverfahren

Anwendung zweier am häufigsten verwendeter Nanomaterialien in den grundlegenden Testverfahren zur Charakterisierung dieser Substanzen

UBA-Abschlussbericht zu Umweltrisiken von Nanomaterialien

Erarbeitung einer integrativen Teststrategie zur Umweltbewertung von Nanomaterialien

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Umweltbundesamt (UBA) gibt Übersicht zur Risikoforschung in Deutschland

Im Juni 2016 hat das Umweltbundesamt (UBA) den Bericht "Nanomaterialien in der Umwelt" veröffentlicht. Hierin beschreibt das UBA den Stand der Risikoforschung und den Handlungsbedarf.

Nanomaterialien können im Vergleich zu konventionellen Chemikalien und Materialien veränderte oder neue Eigenschaften aufweisen. Das UBA kritisiert, dass es bis heute – bis auf wenige Ausnahmen – keine Anpassungen von Stoffgesetzgebungen gibt, die Nanomaterialien hinreichend berücksichtigen. Dadurch können potenzielle spezifische Umweltrisiken nicht ausreichend abgebildet und bewertet werden. Es fehlen außerdem geeignete Maßnahmen zur Minimierung der Risiken.

Link zum Originalbericht "Nanomaterialien in der Umwelt" des UBA (.pdf 840 KB)

Link zur Fortschreibung der gemeinsamen Forschungsstrategie der Bundesoberbehörden zu Nanomaterialien

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Experten-Delphi im Auftrag des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), 2009

Das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) in Berlin hat 2006 das Zentrum für Interdisziplinäre Risikoforschung und Nachhaltige Technikentwicklung (ZIRN) der Universität Stuttgart mit der Durchführung eines Delphi-Verfahrens zu Nanotechnologien beauftragt. 100 Expertinnen und Experten verschiedener Stakeholder-Gruppen wurden gebeten, potenzielle Risiken von nanotechnologischen Anwendungen in den Bereichen Lebensmittel, kosmetische Erzeugnisse, Oberflächenbeschichtungen und Textilien zu identifizieren und zu bewerten.

Neben der Beurteilung der Wachstumsprognosen für Nanotechnologien und den Bewertungen von Toxizität und Exposition, diskutierten die Expertinnen und Experten die Einschätzung von verbrauchernahen Anwendungsbeispielen sowie die grundsätzliche Thematik der Regulierung von Nanotechnologien. Darüber hinaus identifizierten die Teilnehmer die methodischen Probleme der Klassifizierung von Nanomaterialien und empfahlen eine Einzelfallprüfung. Hierzu wurden 18 Prüfkriterien ausgearbeitet.

Link zur BfR-Delphi-Studie zur Nanotechnologie

Link zur Zusammenfassung Informationsdienstes UMID: Umwelt und Mensch des UBA, 1/2007 

Außerdem ist die Gesundheitliche Bewertung der BfR zu Nanomaterialien hier zu finden.

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ENPRA (Engineered NanoParticle Risk Assessment)

Unter der Führung des Edinburgher Institute of Occupational Medicine (IOM) wurde  2010 ein Forschungsprojekt initiiert, an dem 15 europäische Länder und sechs US-amerikanische Partner beteiligt sind.

Ziel des Projekts ist, eine Risikobewertung künstlich hergestellter Nanopartikel zu entwickeln und durchzuführen sowie die langfristige, nachhaltige Entwicklung der Nanotechnologien zu unterstützen.

Link zur Übersichtsseite des Projektes

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TA-SWISS-Studie „Nanomaterialien: Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit"

Ende Mai 2013 veröffentlicht die TA-SWISS in Bern ihre neue Studie „Nanomaterialien: Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit“. Im Rahmen der Studie werden Wissenslücken bezüglich des Risikopotentials für die Umwelt und die menschliche Gesundheit von nicht gebundenen Nanopartikeln aufgezeigt. Weiterhin werden acht Nanomaterialien, die in der Schweiz häufig produziert und verarbeitet werden, identifiziert und ihre Folgen bezüglich Gesundheit und Umwelt analysiert. Auch werden Nanomaterialien mit besonderem Nachhaltigkeitspotential und deren Anwendungen benannt. Die Studie weist des Weiteren auf die wichtigsten Akteure in der Nanomaterialforschung hin und diskutiert allgemeine Chancen und Risiken der Nanotechnologien.

Link zur Nanotechnologie-Seite der TA-SWISS

Weitere TA-Swiss Studien sind erschienen zu den Themen

Nanotechnologien im Bereich der Lebensmittel (2009)

Bericht zum Bürgerdialogverfahren "Publifokus Nanotechnologien" (2006)

Nanomaterialien in der Medizin (2003)

 

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RIVM: Niederländische Studie zu Gesundheits- und Umweltrisiken: 'Nanotechnology in perspective: Risks to Man and the Environment'

Das niederländische RIVM (The Risks of Nanotechnology Knowledge and Information Centre) hat 2009 einen Bericht über potentielle Risiken von Nanopartikeln für den Menschen und die Umwelt veröffentlicht. Im Mittelpunkt steht die Problematik der freien, nicht abbaubaren und unlöslichen Nanopartikel, die in Medikamenten, Lebensmitteln und Verbraucherprodukten vorkommen.

Hauptziel war es, die Risikomanagementmaßnahmen zu identifizieren, Forschung und Entwicklung zu unterstützen und die Zusammenarbeit zwischen Regierungsorganen, Industrie und Wissenschaft zu fördern.

Link zum Bericht (.pdf 1.51 MB, englische Sprache)