Vorläufige Risikoabschätzung

Derzeit sind drei verschiedene Verfahren verfügbar, welche Unternehmen nutzen können, um Chancen und Risiken ihrer nanotechnologischen Produkte besser einschätzen zu können. Die Bewertungsraster können helfen, Produktstrategien und Risikoanalysen systematisch weiterzuentwickeln und sollen die Anwendung des Vorsorgeprinzips ermöglichen.

NanoNachhaltigkeitscheck des Öko-Instituts e.V.

Das Öko-Institut e.V. hat im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und des Umweltbundesamtes 2011 zusammen mit den beiden Projektpartnern BASF und Nanogate ein Instrument entwickelt, welches die Nachhaltigkeit von Nanoprodukten über den gesamten Lebenszyklus prüfen soll. Ziel ist es, Produkte und Anwendungen, die Nanomaterialien enthalten, hinsichtlich Nutzen und Risiken zu analysieren und unter Einbeziehung von Öko-Bilanzen zu bewerten. Das zwölfseitige .pdf kann von der Website des Öko-Instituts kostenfrei heruntergeladen werden.

Link zum Download des NanoNachhaltigkeitsChecks (.pdf, 603,84 KB)

Link zur Website des Öko-Insituts

Kriterienkataloge der Deutschen NanoKommission

Die zweite Arbeitsgruppe der NanoKommission der deutschen Bundesregierung entwickelte in der Arbeitsperiode von 2006-2008 ein vorläufiges Bewertungsraster zur Einstufung von Nanomaterialien. Die Arbeitsgruppe stellte Belastungs- und Entlastungskriterien zusammen, nach denen Unternehmen in Situationen noch nicht vollständigen Wissens Entscheidungen treffen können, welche Vorsorgemaßnahmen des Risikomanagements einzuleiten sind.

Link zum Download des Abschlussberichts der Deutschen NanoKommission

Link zur Langfassung des Berichts der Arbeitsgruppe 2 (.pdf, 378 KB)

Das vorläufige Bewertungsraster wurde in der zweiten Arbeitsperiode 2009-2010 in den Themengruppen 4 und 5 weiterentwickelt und konkretisiert. Erarbeitet wurden zwei Kriterienlisten, eine zur integrierten Bewertung von Chancen und Risiken, eine weitere, die spezieller auf die Einschätzung möglicher Auswirkungen auf Mensch und Umwelt abzielt.

Im ersten Katalog sind die Kriterien zu Nutzen- und Risikobewertung von Nanomaterialien auf verschiedene Zieldimensionen (Umwelt, Verbraucher, Arbeitnehmer, Gesellschaft und Unternehmen) hin gestaffelt und stehen auf der BMU-Website auch als Excel-Datei zur Verfügung.

Link zum Arbeitsbericht der Themengruppe 2 (.pdf, 796,02 KB)

Link zum Kriterienkatalog der Themengruppe 2 (.pdf, 249,71 KB)

Der Kriterienkatalog der Themegruppe 4 ist spezifisch an "informierte Nutzer" gerichtet und stellt nur Kriterien zur Bewertung möglicher Risiken auf. Die Kriterien wurden in die vier Blöcke "Expositionswahrscheinlichkeit", "physikalisch-chemische Eigenschaften", "Umweltverhalten" und "Toxikologie/Ökotoxikologie" eingeteilt und können auf der Website des BMU heruntergeladen werden. Außerdem steht dort auch der Arbeitsbericht der Arbeitsgruppe 4 zur Verfügung, der die Entwicklung der Kriterien transparent werden lässt.

Link zum Download des Kriterienkatalogs (.pdf, 773,38 KB)

Link zum Arbeitsbericht der vierten Themengruppe (.pdf, 1,12 MB)

Link zur Website des BMU

Vorsorgeraster des Bundesamtes für Gesundheit (BAG) und des Bundesamtes für Umwelt (BAFU)

(c) Philipps-Universität Marburg
(c) Philipps-Universität Marburg

Das schweizerische Bundesamt für Gesundheit und das Bundesamt für Umwelt haben im Dezember 2008 ein Vorsorgeraster für synthetische Nanomaterialien vorgelegt, das Industrie und Gewerbe eine strukturierte Risikoanalyse ermöglichen soll. Risikopotenziale synthetischer Nanomaterialien und deren Anwendungen werden in dem Raster für Arbeitnehmerinnen und -nehmer, Verbraucherinnen und Verbraucher und die Umwelt in strukturierter Weise abgeschätzt. Die Sorgfalts- und Selbst­kon­troll­­pflichten der Unternehmen sollen gestärkt werden.

Während des Jahres 2010 wurde das Vorsorgeraster "Synthetische Nanomaterialien" mit Anwendern und Experten diskutiert, um dieses weiter verbessern zu können. Mit Hilfe der Rückmeldungen von Anwendern und Experten konnte das Vorsorgeraster in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) überarbeitet werden. Die aktualisierte Version des Vorsorgerasters steht seit Juli 2011 zur Verfügung.

Link zur Medieninformation des BAG

Link zum aktualisierten Vorsorgeraster (.pdf, 82 KB)

© 2009 Hessen-Nanotech