Marktentwicklung: Die Zahl der Produkte, die nanoskaliges Material beinhalten, steigt stark

(November 2013) Das amerikanische Woodrow Wilson International Center for Scholars veröffentlicht seit 2005 eine Liste von Produkten die Nanomaterialien enthalten und für Verbraucher auf dem Markt sind. Zum ersten Mal seit 2010 wurde das “Nanotechnology Consumer Products Inventory“ aktualisiert.  1628 Produkte sind derzeit dort gelistet. Das bedeutet einen Anstieg um 24 Prozent verglichen mit dem Stand von 2010. Die überarbeitete Liste, die von verschiedenen US-amerikanischen Forschungseinrichtungen entwickelt und betreut wird, bietet Interessierten Informationen zu Herkunftsland, Firma und Art der verwendeten Nanomaterialien. Aus Deutschland kommen 222 der 1628 gelisteten Produkte. Damit liegt die Bundesrepublik hinter den USA (757 Produkte) auf Platz 2 der Liste.

Link zum Nanotechnology Consumer Products Inventory

Dänische Studie zur Aufnahme von Nanopartikeln über die Haut

(Oktober 2013)  Die dänische Agentur für Umweltschutz (DEPA) hat ein Review zur Aufnahme von Nanopartikeln über die Haut veröffentlicht. Dieser Bericht ist Teil der „Better Control of Nano“ Initiative der DEPA.  Zu den Gegenständen der Betrachtung gehörten das Ausmaß der Aufnahme durch die Haut und welche spezifischen Eigenschaften von Nanoteilchen eine erhöhte Aufnahme über die Haut begünstigen beziehungsweise vermindern. Zudem wurde erörtert mit welchen experimentellen Tests sich die Aufnahme über die Haut am realistischsten simulieren lässt.

Link zum Review

Link zur Danish Environmental Protection Agency

BAuA und ITEM veröffentlichen Abschlussbericht zu toxischen Potenzialen von Nanopartikeln mit modifizierten Oberflächen

(Oktober 2013) Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für Toxikologie und  Experimentelle Medizin (ITEM) den Abschlussbericht zum Projekt „Toxic effects of various modifications of a nanoparticle following inhalation“ veröffentlicht. Ziel des Projekts war es, die toxischen Potenziale von Nano-Titandioxid mit unterschiedlich modifizierten Oberflächen bei Aufnahme über die Lunge zu vergleichen. Dabei wurde unter anderem herausgefunden, dass bestimmte Nanopartikel, abhängig von ihrer Dosierung leichte Entzündungen in der Lunge hervorrufen können. Zudem ergaben die Untersuchungen, dass zur Bewertung des toxischen Potenzials keine gesonderte Analyse jeder einzelnen Modifikation nötig ist, da die Oberflächenbeschaffenheit der Teilchen für ihr toxisches Potenzial nur eine untergeordnete Rolle spielt. Insgesamt sind weniger Partikel in der Lunge verblieben und in das Zellgewebe eingedrungen als erwartet.

Link zum vollständigen Abschlussbericht des Projekts

Link zur Zusammenfassung der BAuA

BfR-Studie zur Wahrnehmung von Chancen und Risiken in der Bevölkerung

(Oktober 2013) Das Bundesinstitut für Risikobewertung hat eine Studie zu Einflussfaktoren auf die Wahrnehmung der Nanotechnologien und zielgruppenspezifischen Risikokommunikationsstrategien veröffentlicht. Im Projekt Nanoview wurden internationale Studien zur Wahrnehmung von Nanotechnologien miteinander verglichen. Zusätzlich wurde eine repräsentative Befragung zur Risikowahrnehmung in der deutschen Bevölkerung durchgeführt. Die Erhebung vergleicht die Einstellungen von 2007 und 2012. Der vorliegende Abschlussbericht gibt darüber hinaus zielgruppenspezifische Empfehlungen zur Kommunikation von Chancen und Risiken im Bereich Nanotechnologien.

Link zum Abschlussbericht des BfR-Projekts Nanoview

NANO-ECOTOXICITY: Einfluss von Nanopartikeln auf Böden und Regenwürmer erforscht

(September 2013) Nachdem sich die Sicherheitsforschung im Bereich Umweltauswirkungen von Nanotechnologien bislang vorrangig mit dem Einfluss von Nanopartikeln auf Gewässer befasst hat, beschäftigte sich das Forschungsprojekt NANO-ECOTOXICITY mit den Umweltauswirkungen von Nanoteilchen auf Böden und die dort lebenden Organismen am Beispiel des Regenwurms. Das Projekt wurde vom Natural Environment Research Council in Großbritannien über zwei Jahre durchgeführt und wurde als Teil des siebten Europäischen Rahmenprogramms mit knapp 200.000 Euro gefördert.

Link zur Projektübersicht der Europäischen Kommission

Link zum Natural Environment Research Council (NERC)

Interview der CORDISNachrichten zum Projekt

NanoDiode: Developing Innovative Outreach and Dialogue on responsible nanotechnnologies in EU civil society

(September 2013) Im Projekt NanoDiode sollen Bürgerinnen und Bürger aktiv mit in den Innovationsprozess im Sinne eines verantwortungsvollen Umgangs mit Nanotechnologien einbezogen werden. In kreativen Beteiligungsverfahren entlang der Schlagworte Inspire, Create, Educate und Engage werden gesellschaftlich gewünschte Anwendungsfelder diskutiert. Neben einer Vielzahl von Produktideen sollen ethische, soziale und rechtliche Aspekte ebenso wie die Risikobewertung berücksichtigt werden. Unternehmen können dies für die Entwicklung und Umsetzung von Innovationspotenzialen nutzen. Das Projekt ist Teil des siebten europäischen Rahmenprogramms und läuft über drei Jahre. Die Universität Stuttgart koordiniert ein internationales Survey, einen Schülerwettbewerb, Workshops und Bürgerkonferenzen in sechs Europäischen Ländern sowie die deutschen User-Comittees, an denen Bürgerinnen und Bürger mit Unternehmen an der Produktentwicklung arbeiten können.

Link zur Projekthomepage

Projekt INNOKAT des BMBF gestartet

(Juli 2013) Am 1. Juli 2013 startete das Projekt „Integration und Applikation von ligandenfreien und kontrolliert ligandenfunktionalisierten Nanopartikeln in der Katalyse“ (INNOKAT) des Chemikers Dr. Philipp Wagener, einem Jungwissenschaftler der Universität Duisburg-Essen (UDE). Im Rahmen des Förderprogramms „NanoMatFutur“ wird INNOKAT mit über 1,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, Katalysatoren auf der Basis von besonders reinen Nanopartikeln zu entwickeln.

Link zum Zentrum für Nanointegration Duisburg-Essen

Bericht des EU-Projekts ITS Nano zu intelligenten Teststrategien

(Juni 2013) Das EU-Forschungsprojekt ITS Nano befasst sich mit der Entwicklung intelligenter Teststrategien zur Bewertung von Nanopartikeln. Finanziert wird das Projekt über das siebte Rahmenprogramm der Europäischen Kommission. Die Ergebnisse des Projekts wurde nun in Form des Berichts „Research prioritisation to deliver an intelligent testing strategy for the human and environmental safety of nanomaterials" veröffentlicht.

Link zum Bericht des Projekts ITS Nano

Ergebnisse der 6. NanoTrust-Tagung vom 4. Juni 2013 in Wien

(Juni 2013) Die 6. NanoTrust-Tagung, die sich mit Maßnahmen zur Nutzung des Potenzials von Nanotechnologien bei gleichzeitiger und umfassender Sicherheit für Menschen und Umwelt beschäftigt, tagte am 4.Juni an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. In den drei Themenbereichen „Toxikologie, Regulierung und Öffentlichkeit“ befassten sich die Wissenschaftler mit aktuellen Fragestellungen im Bereich Nanotechnologien.

Link zur Pressemitteilung der Veranstaltung

Link zu den Konferenzbeiträgen der Experten

Link zum Forschungsprojekt NanoTrust

Bericht der Europäischen Kommission: "Nanotechnology – The invisible giant tackling Europe’s future challenges"

(Juni 2013) Die Europäische Kommission hat einen Bericht zu den aktuellen Forschungsprojekten im Bereich Nanotechnologie der EU herausgegeben. Das Forschungsspektrum wurde in die Bereiche Nanomedizin, Nanobiotechnologie, Nanophotonik, Nanoelektronik, Selbstorganisation, Katalysatoren, industrielle Anwendungen, Energie und Umwelt, Werkzeuge für Einsatz der „Nanoskala“ in den Bereichen Gesundheit, Sicherheit und Umwelt sowie Kommunikationstechnologien und gesellschaftliche Auswirkungen, aufgeteilt. Zudem bietet der Bericht einen Ausblick auf die Zukunftsperspektiven von Nanotechnologien in der Wirtschaft, in der Gesundheitsversorgung und für andere Herausforderungen, vor denen die Europäische Union in den nächsten Jahrzehnten steht.

Link zum Bericht der Europäischen Kommission

MPI – Intelligente Systeme katalogisiert Eigenschaften von Nanopartikeln nach Größe

(Juni 2013) Das Max-Planck-Institut für intelligente Systeme in Stuttgart hat in einem Katalog die Struktur und die Eigenschaften von Nanopartikeln der Metalle Eisen, Nickel, Wolfram und Kupfer je nach ihrer gemahlenen Korngröße aufgelistet. Mit der Größe des Partikels verändern sich auch die Eigenschaften des Materials.

Link zum Artikel des MPI

NanoGEM präsentiert Ergebnisse auf einer Abschlusskonferenz

(Juni 2013) Am  12. und 13. Juni 2013, fand im Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Abschlusskonferenz des Verbundprojekts „Nanostrukturierte Materialien – Gesundheit, Exposition und Materialeigenschaften“ (NanoGEM) statt. Drei Jahre lang haben 19 Partner aus Universitäten, Forschung, Behörden und Industrie die Sicherheit von Nanotechnologien erforscht. Nach den Ergebnissen von nanoGEM bedeutet "Nano" nicht automatisch auch toxisch. Neben der Größe sind noch viele weitere Faktoren dafür verantwortlich, ob ein Material gesundheitsschädigende Wirkungen hat oder nicht.  Im Projekt wurde an der Klassifizierung von Nanomaterialien gearbeitet, was die Risikobeurteilungen und die Risikobewertung aufgrund physikalisch-chemischer Eigenschaften stark vereinfacht.  Die Forscher untersuchten darüber hinaus Abriebe, die Aufnahme über den Magen-Darm-Trakt und entwickelten ein dreistufiges Messverfahren, um Nanopartikel in der Atemluft messen zu können.

Link zur Pressemitteilung der Abschlusskonferenz von nanoGEM

Dialogforum Nano der BASF veröffentlicht Abschlussbericht in Brüssel

(Juni 2013) Am 24. Juni 2013 wurde der Abschlussbericht 2011/2012 des Dialogforum Nano der BASF in Brüssel veröffentlicht. In der Veranstaltung diskutierten über 150 Teilnehmende aus allen Stakeholdergruppen die Empfehlungen des Dialogforums für Transparenz und Kommunikation entlang der Nano-Lieferkette.

In dem anschließenden Podiumsdiskussion wurden zudem aktuelle regulatorische Fragestellungen wie Definition und Produktregister von Vertretern von vier EU-Generaldirektionen, NGOs und der Industrie diskutiert. Unter dem Motto "Responsible Innovation" sprachen die Panelisten sich für einen dialogischen Ansatz in der Entwicklung von Nanotechnologien aus

Link zur Projektseite auf der Webseite von DIALOG BASIS, mit Zusammenfassung der Diskussionen

NanoSustain veröffentlicht vier Fallstudien zur Entsorgung von Nanomaterialien

(Mai 2013) Da EU-Projekt NanoSustain hat ein Informationsblatt und vier Fallstudien veröffentlicht. Im Zentrum des Projekte stehen Fragen ob und inwieweit Nanoprodukte Einfluss auf Gesundheit und Umwelt haben sowie die Frage wie sie recycelt und entsorgt werden können. In den vier Fallstudien werden die Nanomaterialien Titaniumdioxid, Zinkoxid, Carbonnanotubes und Nanocellulose beschrieben.
NanoSustain ist ein EU gefördertes Projekt mit dem Ziel neue technologische Ansätze für eine nachhaltige Nutzung, Verwertung und finale (Wieder-)Verarbeitung von Nanoprodukten zu entwickeln.

Nach Anmeldung stehen das Informationsblatt und die Fallstudien kostenlos zum Download zur Verfügung.

Link zur Seite NanoSustain mit Zugang zu den Dokumenten

TA-SWISS-Studie „Nanomaterialien: Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit"

(Mai 2013) Ende Mai veröffentlicht die TA-SWISS in Bern ihre neue Studie „Nanomaterialien: Auswirkungen auf Umwelt und Gesundheit“. Im Rahmen der Studie werden Wissenslücken bezüglich des Risikopotentials für die Umwelt und die menschliche Gesundheit von nicht gebundenen Nanopartikeln aufgezeigt. Weiterhin werden acht Nanomaterialien, die in der Schweiz häufig produziert und verarbeitet werden, identifiziert und ihre Folgen bezüglich Gesundheit und Umwelt analysiert. Auch werden Nanomaterialien mit besonderem Nachhaltigkeitspotential und deren Anwendungen benannt. Die Studie weist des Weiteren auf die wichtigsten Akteure in der Nanomaterialforschung hin und diskutiert allgemeine Chancen und Risiken der Nanotechnologien.

Link zur Seite der TA-SWISS

BMU veröffentlicht 1. Bilanz zu „Nanotechnologie – Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien“

(April 2013) Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit hat am 30.04.2013 die 1. Bilanz zur gemeinsamen Forschungsstrategie des Bundes veröffentlicht. Der Bericht „Nanotechnologie – Gesundheits- und Umweltrisiken von Nanomaterialien“ bilanziert mehr als 80 nationale Forschungsprojekte aus der Arbeitsphase 2007-2011. Etliche Wissenslücken wurden geschlossen. Die Behörden betonen aber, dass weiterhin auf intensive Forschung sowie gesellschaftlichen Dialog gesetzt wird. Ziel ist es, eine verantwortliche Nutzung von Nanomaterialien zu gewährleisten. Dies vor allem vor dem Hintergrund des schneller werdenden Tempos, mit dem nanotechnologische Produkte und Verfahren auf den Markt gebracht werden.

Link zur Mitteilung des BMU mit Zugang zum Bericht

Rheinland-Pfalz stellt Antrag im Bundesrat für eine Entschließung zum Produktregister

(April 2013) Auf Antrag des Landes Rheinland-Pfalz wird sich der deutsche Bundesrat mit dem Thema Nanoprodukt-Register am 3. Mai 2013 befassen. In dem Antrag würde die Bundesregierung vom Bundesrat aufgefordert

  • sich nachdrücklich für ein Nano-Produktregister auf EU-Ebene einzusetzen
  • und parallel ein nationales Nano-Produktregister mit den Ländern kurzfristig aufzubauen, das in das europäische Produktregister strukturell und inhaltlich integriert werden soll
  • sowie eine Meldepflicht für verbrauchernahe und umweltoffene Nanoprodukte unter Berücksichtigung des Lebenszyklus aufzubauen, um die Aktualität des Registers zu sichern.

Laut Antrag sollten Regelungen auf EU-Ebene bevorzugt werden angesichts der welt- und EU-weiten freien Warenströme. Nationale Register seien als vorbereitende und kurzfristig zu ergreifende Maßnahmen zur Verbraucherinformation jedoch nötig, um möglichst zeitnah über ein funktionierendes Produktregister zu verfügen.  

Link zum Antrag des Landes Rheinland-Pfalz „Entschließung des Bundesrates zur Einrichtung eines Nanoprodukt-Registers“ (25.04.2013), Drucksache 344/13.  

Symposium “Sicherheitsfragen und regulatorische Herausforderungen von Nanomaterialien” – Ergebnisse veröffentlicht

(März 2013) Die Ergebnisse des Symposiums zum Thema “Sicherheitsfragen und regulatorische Herausforderungen von Nanomaterialien” des Joint Research Centre wurden jetzt veröffentlicht. Im Bericht enthalten sind die Arbeitsergebnisse des Institutes for Health and Consumer Protection (IHCP) sowie von vier FP7-Projekten (HINAMOX, NANOPOLYTOX, NEPHH, ENPRA).

Inhalte des Symposiums waren außerdem die Regulierung von Nanomaterialien sowie der Stand der Forschung zur Risikobewertung. Des Weiteren wurde die Zusammenarbeit von Experten aus verschieden Feldern rund um die Sicherheit von Nanomaterialien angeregt.

Zum Bericht des Joint Research Center (englisch)

Bericht des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz: Strategien der Lebensmittelsicherheit

(Februar 2013) Die Broschüre „Strategien der Lebensmittelsicherheit“ des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz betont, wie wichtig es für Konsumenten ist, sich auf die Sicherheit von Lebensmitteln verlassen zu können. Im Rahmen der Broschüre werden unter anderem auch Nanotechnologien exemplarisch behandelt.

Obwohl in Deutschland, laut Broschüre, bisher noch keine Produkte mit technisch hergestellten Nanomaterialien auf dem Markt sind, gewinnt das Thema an Bedeutung. Verschiedene Anwendungsbeispiele wie Verpackungen mit Beschichtungen, die als Sperre gegen Feuchtigkeit, Sauerstoff, UV-Licht oder Dämpfe wirken,  werden genannt. Hinzu kommen antibakteriell ausgerüstete Oberflächen. Anschließend wird das Thema vorsorgender Gesundheitsschutz diskutiert.

Link zum Bericht des BMELV (Beispiel Nanotechnologie auf Seite 36)

Risiken von Nanomaterialien im Störfall

(Februar 2013) Im Auftrag des Bundesamts für Umwelt (BAFU) in der Schweiz analysierte die Eidgenössische Materialprüfungsanstalt Empa das Risiko eines Störfalls bei Herstellern von Nanomaterialien.  Insbesondere wurde die Fragestellung, ob besondere Schutzmaßnahmen für Bevölkerung und Umwelt nötig wären, untersucht. Die vier häufig verwendeten Nanomaterialien Titandioxid, Zinkoxid, Kohlenstoffnanoröhrchen und Nano-Silber wurden in mehreren Betrieben geprüft.

Resultierend aus dieser Studie fand die Empa, dass zurzeit die herkömmlichen Sicherheitsmaßnahmen der Chemieindustrie auch für synthetisch hergestellte Nanomaterialien ausreichend seien. Zukünftige Entwicklungen seien aber dabei nicht außer Acht zu lassen. Die Aussagen der Studie beziehen sich auf einen Störfall und nicht auf eine dauerhafte Exposition. Eine Anpassung der Störfallverordnung bezüglich Nanomaterialien ist nicht erforderlich, so die Empa.

Link zum Bericht: Human- und Ökotoxizität synthetischer Nanomaterialien. Erste Erkenntnisse für die Störfallvorsorge.

BAuA, BfR und UBA: Neues Konzept zur Anpassung der REACH-Verordnung

(Februar 2013) Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das Umweltbundesamt (UBA) haben gemeinsam ein neues Konzept zur Weiterentwicklung der europäischen Chemikalienverordnung REACH erarbeitet. Ziel des Konzeptes ist es, Besonderheiten von Nanomaterialien bei der REACH-Registrierung besser gerecht zu werden.

Im Positionspapier wird vorgeschlagen, wie Nanomaterialien mit ihren besonderen Eigenschaften im Sinne des Vorsorgeprinzips in REACH zu integrieren wären. Insbesondere werden umfassendere Daten zu den Stoffen gefordert: Besondere Prüf- und Informationsanforderungen zur Toxikologie und Ökotoxikologie von Nanomaterialien, Fasern und Stäuben sollten in einem spezifischen Anhang zur Verordnung geregelt werden. Außerdem sei eine umfassendere Charakterisierung der Materialien notwendig. Der von der Europäischen Kommission angekündigte Bericht zur Überprüfung der REACH-Verordnung sei der passende Rahmen, um über die notwendigen Anpassungen zu beraten.

Link zur Veröffentlichung "Nanomaterialien und REACH. Hintergrundpapier zur Position der deutschen Bundesbehörden"

OECD Dokument zur Sicherheit von Nanomaterialien

(Februar 2013) Die Working Party on Manufactured Nanomaterials (WPMN) der OECD hat ein neues Dokument zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich Sicherheit von Nanomaterialien publiziert. 15 Länderdelegationen nahmen Stellungen zu den folgenden Themen:

Regulation, freiwillige Leitfäden,  Risikobewertung, Best Practice, Testmethoden, Öffentlichkeitsbeteiligung und Forschungsprogramme mit besonderem Fokus auf Gesundheitsaspekten, Auswirkungen auf die Umwelt und  Lebenszyklus-Aspekten sowie Expositionsmessungen und -minderung.

Das Dokument soll den Erfahrungsaustausch zwischen den Delegationen fördern und die Umsetzung der Arbeitsprogramme der WPMN unterstützen.

Link zum Dokument

Link zur Seite der OECD

Nanomaterialien im Lebensmittelsektor

(Februar 2013) Die amerikanische NGO "As You Sow" hat in ihrer aktuellen Studie versucht herauszufinden, wie verbreitet die Verwendung von Nanomaterialien in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie heute ist. Dabei wurden Unternehmen direkt angeschrieben sowie eigene Laboruntersuchungen durchgeführt: Beispielsweise wurden in Tests TiO2-Nanopartikel im Zuckerguss von Donuts beschrieben. Hinsichtlich der Lebensmittelsicherheit wird die Kommunikation der Branche sowie der Stand öffentlicher Regulierung in USA kritisch betrachtet.  

Im Rahmen der Studie wurden 2500 Unternehmen vom Hersteller und Handel bis hin zu Fast-Food-Ketten zum Einsatz von Nanomaterialien befragt – nur 26 antworteten. Davon gab ein Drittel an, nicht Bescheid zu wissen, ob Nanomaterialien in ihren Produkten oder in der Lieferkette verwendet werden. Nur zwei von den befragten Unternehmen gaben an, über eigene Richtlinien zur Verwendung von Nanomaterialien zu verfügen.

Mit Blick auf den gesamten Kommunikations- und Informationsmangel empfiehlt "As You Sow" Unternehmen, die in diesem Feld verantwortlich agieren wollen, eigene Richtlinien zum Thema Nanotechnologien zu erarbeiten und ihre Informationsbedürfnisse entlang der Lieferkette zu kommunizieren. Neben den Verbraucherinnen und Verbrauchern werden Investoren als Stakeholder hervorgehoben, die die Industrie zu mehr Transparenz zwingen können.

Neue Studie zu verschiedenen Ansätzen in der Regulierung von Nanomaterialien

(Januar 2013) Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hat in einer aktuellen Veröffentlichung bestehende regulatorische Rahmen für Nanotechnologien und Nanomaterialien verglichen. Dabei wird die EU-Regulierung in verschiedenen Nanotechnologie-relevanten Rechtsbereichen, von Chemikalien und Lebensmittel bis hin zu Arbeitsschutz, Anlagenrecht und Umweltschutz beleuchtet. Außerhalb der EU werden neben der Regulierung in den USA, Kanada und in asiatischen Ländern die Arbeiten von OECD und ISO betrachtet. Anschließend werden potenzielle Regelungslücken aus der Sicht der Industrie, Verbraucher- und Umweltorganisationen und in Anlehnung an das Gutachten der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) diskutiert.

Im Aufbau: Französische Plattform für Gutachten und Forschung

(Januar 2013) INERIS, das Französische Institut für Umweltschutz und Umweltgefahren in der Industrie will Expertise und Forschung im Bereich Nanotechnologien durch eine neue Forschungsplattform ankurbeln. Die Plattform in der Region Picardie wird vier Laboren umfassen und soll 2014 voll funktionsfähig sein. Im Fokus der Arbeiten liegen Messverfahren für Nanomaterialien und Risikopotenzial aus der Sicht der industriellen Sicherheit. Insbesondere soll die Plattform sich mit folgenden Fragen beschäftigen:  

  • Die Sicherheitsparameter von Nanopartikeln (Brennbarkeit, Explosivität)
  • Das Potenzial für Emissionen von Nanopartikeln in die Umgebungsluft während des gesamten Produkt- und Materiallebenszyklus
  • Die Entwicklung von Instrumenten zur Messung und Charakterisierung von Nanomaterialien
  • Das Verhalten pulverförmiger Nanomaterialien
  • Die Klassifizierung und Zertifizierung der verfügbaren Arbeitsschutztechniken

Link zur Pressemitteilung: Nano-Sicherheit: Neue Plattform für Gutachten und Forschung

Gen Re analysiert Implikationen der Nanotechnologien für die Versicherungswirtschaft

(Dezember 2012) Die Rückversicherungsgesellschaft Gen Re hat in ihrer Publikationsreihe "Themen" einen Beitrag zu Nanotechnologien und deren Implikationen für die Versicherungswirtschaft veröffentlicht. Zudem gibt das Heft (Nr. 20)  "Vorausschauender Umgang mit Nanotechnologien im Rahmen der Haftpflichtversicherung" einen Überblick über die aktuelle Risikoforschung und den regulatorischen Rahmen in Europa. Für die haftpflichtrelevanten Versicherungsbranchen wird festgestellt, dass durch die Verbreitung der Nanotechnologien und Nanoprodukte auch das Schadenpotenzial wächst. Deshalb wird die Versicherungswirtschaft aufgefordert, sich frühzeitig mit den risikotechnischen Fragestellungen zu befassen und solche Versicherungsmechanismen zu entwickeln, die eine eigene Risikovorsorge ermöglichen und Nanotechnologien dabei positiv begleiten. Zuletzt werden vier Prozessanforderungen zusammengefasst:

  • Systematische, weltweite Erfassung von Quellen mit risikorelevanten Inhalten
  • Kontinuierliche Beobachtung dieser Quellen
  • Identifizierung möglicher "negativer" Entwicklungen
  • Analyse möglicher "negativer" Entwicklungen

Link zur Veröffentlichung der Gen Re: Vorausschauender Umgang mit Nanotechnologien im Rahmen der Haftpflichtversicherung

Dialogforum Nano der BASF: Abschlussbericht 2011/2012 veröffentlicht

(November 2012) Am 22. November 2012 wurde der Abschlussbericht des Dialogforum Nano der BASF 2011/2012 veröffentlicht.

Im Dialogforum Nano der BASF erarbeiten Vertretende von Forschungsinstituten, Gewerkschaften, Handel, Industrie, Kirchen sowie Umwelt- und Verbraucherorganisationen konkrete Lösungsansätze, wie mehr Transparenz in der Kommunikation über Nanomaterialien vom Hersteller bis zum Verbraucher erreicht werden kann. 

  • Was wollen Verbraucherinnen und Verbraucher zu Nanoprodukten wissen? 
  • Wie sollen Hersteller und Handel kommunizieren? 
  • Auf welche Definition sollen sich die Unternehmen dabei beziehen? 
  • Was können Politik, Unternehmen und zivilgesellschaftliche Gruppen konkret tun, um Information und Transparenz zu verbessern? 
  • Welche Rolle spielen dabei die Kennzeichnung oder ein Produktregister? 

Als zentrale Diskussionsbeiträge des Dialogs gelten die Fragenkataloge „Sieben Fragen an die Lieferkette“ im Bereich Textilien sowie im Bereich Farben und Lacke, die vom Handel oder den Markenartikelherstellern an die Zulieferer geschickt werden können, um im Unternehmen die notwendigen Informationen für die Verbraucherkommunikation aufzubauen. 

Link zum Abschlussbericht: Dialogforum Nano der BASF 2011/2012. Transparenz in der Kommunikation über Nanomaterialien vom Hersteller bis zum Verbraucher. 

Europäische Kommission: Zweite Überprüfung der Rechtsvorschriften zu Nanomaterialien verabschiedet

(Oktober 2012) Die Europäische Kommission hat eine Mittelung zur zweiten Überprüfung der Rechtsvorschriften zu Nanomaterialien (Regulatory Review) verabschiedet. Im Allgemeinen stellt die Kommission fest, dass mögliche Risiken mit bestimmten Nanomaterialien und spezifischen Verwendungen verbunden sind. Deshalb ist eine fallweise Risikobewertung nötig, die auf der Grundlage belastbarer Informationen erfolgt. Die größten Herausforderungen sieht die Kommission in der Entwicklung validierter Methoden und Instrumente für den Nachweis, die Beschreibung und die Analyse; in der Vervollständigung von Informationen über von Nanomaterialien ausgehende Gefahren sowie in der Entwicklung von Methoden für die Bewertung der Exposition gegenüber Nanomaterialien.  

Dabei betont die Kommission, dass REACH weiterhin den bestmöglichen Rahmen für das Risikomanagement von Nanomaterialien bietet, wenn diese als Stoffe oder Gemische vorliegen. Spezifischere Vorschriften für Nanomaterialien hätten sich jedoch innerhalb dieses Rahmens als notwendig erwiesen. Die Kommission plant Änderungen in einigen der Anhänge von REACH und sie empfiehlt der ECHA, die Anleitung für Registrierungen nach dem Jahr 2013 weiterzuentwickeln.

Link zur Veröffentlichung „Communication from the Commission to the European Parliament, the Council and the European Economic and Social Committee. Second Regulatory Review on Nanomaterials.“ (in Englisch)

NanoTrust veröffentlicht drei Dossiers zum Nano-Titandioxid

(September 2012) Das Projekt NanoTrust hat drei Dossiers (Nr. 033, 034 und 035) zum Nano-Titandioxid veröffentlicht. Neben den Grundlagen, Herstellungsmethoden und Anwendungen werden in den Dossiers Gesundheitsgefährdungspotenziale und Umwelteffekte des Nano-Titandioxids diskutiert. Aus der Sicht der persönlichen Gesundheit würde das regulare TiO2 in epidemiologischen Studien keine spezifischen Effekte für Krebserkrankungen zeigen. Obwohl spezifische Untersuchungen auf ein geringes Risiko hinweisen, wird auf Grund der Unklarheiten und Unstimmigkeiten vor der Verwendung von TiO2-haltigen Kosmetika auf verletzter Haut gewarnt. Zum Thema Umwelteffekte stellt NanoTrust zusammenfassend fest, dass obwohl Nano-Titandioxid das am besten untersuchte Nanopartikel ist, sind Langzeiteffekte für die Umwelt noch unbekannt. Kurzzeitexpositionen mit hohen Dosen zeigen allerdings Schaden auf aquatische und terrestrische Ökosysteme.

Link zum NanoTrust Dossier Nr. 033 „Nano-Titandioxid – Teil 1: Grundlagen, Herstellung, Anwendung“

Link zum NanoTrust Dossier Nr. 034 „Nano-Titandioxid – Teil 2: Gesundheitsgefährdungspotenziale“

Link zum NanoTrust Dossier Nr. 035 „Nano-Titandioxid – Teil 3: Umwelteffekte“

Abschlussbericht des Projektes "NanoSafety - Risk Governance of Manufactured Nanoparticles" veröffentlicht

(Juli 2012) Das Projekt NanoSafety untersuchte mögliche Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsrisiken von gezielt hergestellten, partikulären Nanomaterialien und die daraus resultierenden Herausforderungen für Risikobewertung und Risikomanagement. Der Abschlussbericht des Projektes „NanoSafety – Risk Governance of Manufactured Nanoparticles”, für das Science and Technology Options Panel des Europäischen Parlaments, liegt nun vor und bietet einen Gesamtüberblick zur aktuellen Forschungslage und Regulation.

Neben einem Review zu aktuellen regulatorischen Aktivitäten (u. A. in den Bereichen Chemikalien, Lebensmittel, Kosmetika, Pestiziden und Bioziden sowie im Arbeitsschutz) werden folgende Herausforderungen in dem Bericht beschrieben und diskutiert:

  • Charakterisierung und Definition von gezielt hergestellten, partikulären Nanomaterialien
  • Unterschiedliche Ansätze in der Regulation
  • Grenzen der Risikobewertung von Nanomaterialien
  • Einstellungen und Bedenken der Öffentlichkeit und verschiedener Stakeholder

Zudem wird in dem Bericht die Wichtigkeit von Risikokommunikation betont. Als letztes Ziel wird gegenseitiges Vertrauen unter allen Stakeholdern hervorgehoben, welches nur mit transparenter und zuverlässiger Information zu erreichen ist. Hier muss die Industrie auf die Wünsche und Sorgen der Verbraucher eingehen, um dabei auch ein Klima aufzubauen, das künftige Innovation unterstützt.

Link zum Bericht „NanoSafety – Risko Governance of Manufactured Nanoparticles”

Link zur Projektseite unter des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Aktuelle Ausgabe des Umwelt und Mensch - Informationsdienst: Nanomaterialien in Sonnenschutzmitteln

(Juni 2012) In der aktuellen Ausgabe des Informationsdienstes Umwelt und Mensch (UMID, Ausgabe 02/2012) des Umweltbundesamtes (UBA) ist ein Kapitel zum Thema „Nanomaterialien in Sonnenschutzmitteln: Konsequenzen für die Umwelt?“ zu finden. Vor dem Hintergrund, dass moderne Sonnenschutzmittel heute verbreitet mineralische UV-Filter im nanoskaligen Bereich enthalten, stellt diese Tatsache einen besonders sensiblen Anwendungsbereich für Nanopartikel dar, da diese ungebunden in den Produkten auftreten und somit in die Umwelt gelangen können. Um die möglichen Umweltauswirkungen dieser Nanopartikel in Sonnenschutzmitteln nachzuweisen, fehlen aktuell standardisierte Messverfahren.

Den Artikel zu diesem Thema finden Sie auf den Seiten 41-45 der UMID-Ausgabe 02/2012.

Link zur UMIS-Ausgabe 02/2012 (.pdf, 8,23 MB)

RTI International: Online Nanomaterial-Registrierung

(Juni 2012) RTI International, eines der weltweit führenden Forschungsinstitute, hat eine umfassende online-Registrierung zu Nanomaterialien gestartet. Die Registrierung erfolgt in Form einer webbasierten Quelle, die die biologischen und ökologischen Auswirkungen der gut charakterisierten Nanomaterialien aus öffentlich verfügbaren Ressourcen organisiert und erhebt.

Unter www.nanomaterialregistry.org können interessierte Benutzer/innen Daten zu einer Vielzahl von Nanomaterialien suchen, durchstöbern und vergleichen. Diese Registrierung stellt Stakeholdern der Nanodebatte wertvolle Ressourcen bereit, um Nanomaterialien quer durch verschiedene Testmethoden, Protokolle und Datenquellen in diesem Bereich zu finden und zu untersuchen. Das Projekt wird vom Nationalen Institut für Gesundheit gefördert.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite des RTI International

Link zu nanomaterialregistry.org

Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz: Literaturstudie zu Risiken von Nanomaterialien

(Juni 2012) Eine Überprüfung der aktuellen Literatur durch die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hat ergeben, dass große Lücken beim Bewusstsein über und der Kommunikation von potenziellen Risiken beim Umgang mit Nanomaterialien bestehen. Dabei hat die EU-OSHA festgestellt, dass die Kommunikation über mögliche Risiken von Nanomaterialien eher mangelhaft ist und der Mehrheit der Europäer nicht bewusst ist, was Nanotechnologien sind. Laut EU-OSHA könnte diese mangelhafte Risikokommunikation zu Verwirrung und/oder zu ungerechtfertigten Ängsten oder Unterschätzung der Risiken führen. Die EU-OSHA hat im diesem Zug eine Online-Datenbank veröffentlicht, die Ansätze zu bewährten Praktiken  von Unternehmen aus acht Mitgliedstaaten und einer Vielzahl von Branchen zur Verfügung stellt. In der Zukunft sollen ein Web-Feature sowie kurze und praktische Informationen über Risiko-Management-Tools von Nanomaterialien und für das Risikomanagement von Nanomaterialien im Instandhaltungs-, Bau- und Gesundheitswesen hinzugefügt werden.

Link zum Bericht der EU-OSHA (.pdf, 1 MB)

Worlds Health Organization/Food and Agriculture Organization of the United Nations: Risikobewertung und Risikomanagement von Nanotechnologien im Lebensmittel- und Landwirtschaftssektor

(Juni 2012) Die Worlds Health Organization (WHO) und die Food and Agriculture Organization of the United Nations (FAO) haben einen Entwurf eines Dokuments zum neuesten Stand der Initiativen und Aktivitäten in Bezug auf Risikobewertung und Risikomanagement von Nanotechnologien im Lebensmittel- und Landwirtschaftssektor herausgegeben. Dieses Dokument kann nun durch  die Öffentlichkeit bis zum 30. November 2012 kommentiert werden.

Link zum Dokument "State of the art on the initiatives and activities relevant to risk assessment and risk management of nanotechnologies in the food and agriculture sectors" (.pdf, 876 KB)

OECD Update: aktuelle Entwicklungen im Bereich der Sicherheit von künstlich hergestellten Nanomaterialien

(Juni 2012) In jedem Meeting der Working Party on Manufactured Nanomaterials (WPMN), haben die Delegationen die Möglichkeit, ihre Entwicklungen hinsichtlich der Sicherheit künstlich hergestellter Nanomaterialien einzubringen, die sogenannten „Tour de Table“. Das neu veröffentlichte Dokument „Current Developments on the Safety of Manufactured Nanomaterials – Tour de Table“ trägt Informationen zusammen, die von den Mitgliedsländern oder anderen Delegationen zu den aktuellen Entwicklungen im Bereich der Sicherheit künstlich hergestellter Nanomaterialien in ihren Ländern oder Organisationen bereitgestellt werden. Dies dient dazu, den Delegationen und anderen Stakeholdern einen „Schnappschuss“ an Informationen zu Aktivitäten in Bezug auf künstlich hergestellte Nanomaterialien, aber auch zu anderen Aktivitäten im Bereich der Nanotechnologien auf nationalem und internationalem Level, zu liefern.

Link zum Bericht der OECD „Current Developments on the Safety of Manufactured Nanomaterials – Tour de Table“ (.pdf, 712 KB)

NIOSH: Allgemeine Sicherheitsverfahren für das Arbeiten mit technisierten Nanomaterialien im Forschungslabor

(Mai 2012) Das US-amerikanische Nationale Institut für Arbeitssicherheit und Gesundheit (NIOSH) hat ein Dokument mit dem Titel „General Safe Practices for Working with Engineered Nanomaterials in Research Laboratories“ publiziert. Dieses Dokument enthält Empfehlungen für technische Kontrollen und Sicherheitsverfahren für den Umgang mit Nanomaterialien im Labor. Dieser Leitfaden wurde konzipiert, um in einer Reihe mit gut etablierten Verfahren und dem chemischen Laborhygiene-Plan verwendet zu werden. Der Leitfaden fasst zusammen, dass die volle Bandbreite berufsbezogener Hygienekontrollen notwendig ist, um gesundheitliche Belastungen im Zusammenhang mit Nanomaterial zu limitieren. Technisierte und administrative Kontrollen könnten den Anteil an Nanomaterialien im der Arbeitsumgebung eliminieren oder minimieren.

Link zum Artikel auf der Webseite von NISOH mit Zugang zum Dokument

OberservatoryNANO Bericht 2012: Entwicklungen in der Regulierung und Standardisierung von Nanotechnologien

(Mai 2012) Vor kurzem wurde der vierte und letzte Bericht des Projektes ObservatoryNANO zur Regulierung und Standardisierung von Nanotechnologien herausgegeben. Der Bericht enthält einen kurz gefassten Überblick über die verschiedenen Initiativen in mehr als 20 Ländern weltweit, mit Bezug auf die schwierige Regulierung, freiwillige Maßnahmen, Standardisierungen und internationale Kooperationen auf diesem Gebiet.

Die wichtigste Lektion des Berichts ist: die Förderung verantwortlicher Forschung und Innovation, die Nutzung von Multistakeholder-Ansätzen und bezüglich der EHS (Themen der Nanotechnologien in den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit), ELSA (Themen der Nanotechnologien in den Bereich ethische, legale und soziale Aspekte) und Regulierungsthemen über den gesamten Zyklus von Nanoprodukten.

Link zur Regulation & Standards Webseite von ObservatoryNANO

Link zum Bericht von ObservatoryNANO 2012 "Developments in Nanotechnologies Regulation & Standards 2012" (.pdf, 976 KB)

Internationale Organisation für Standardisierung (ISO): neuer Technischer Report zur Charakterisierung von Nanomaterialien

(Mai 2012) Die Internationale Organisation für Standardisierung (ISO) hat kürzlich einen technischen Bericht mit dem Titel „Nanotechnologies - Guidance on physico-chemical characterization of engineered nanoscale materials for toxicologic assessment“ veröffentlicht, der einen Leitfaden für die physikalisch-chemische Charakterisierung künstlich hergestellter Nanoobjekte vor der toxikologischen Bewertung bereitstellt. Die Funktion des Leitfadens besteht darin, Gesundheitswissenschaftler und Experten dabei zu unterstützen, relevante physikalisch-chemische Eigenschaften solcher Objekte vor den toxikologischen Versuchen verstehen, planen, identifizieren und thematisieren zu können.

Link zum Download des technischen Berichts (ISO TR 13014:2012) auf der Webseite der ISO (kostenpflichtig)

BAuA/VCI: Aktualisierter Leitfaden für den Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz

(Mai 2012) Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und der Verband der chemischen Industrie (VCI) haben eine Broschüre mit ihren aktualisierten Empfehlungen der Broschüre von 2007 für den richtigen Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz herausgegeben. Die Empfehlungen beruhen auf den Grundprinzipien des Arbeitsschutzes im Sinne der Responsible-Care-Initiative der chemischen Industrie und sollen den Unternehmen Hilfestellung bieten. In der aktualisierten Fassung sind beispielsweise enthalten:

  • neue Erkenntnisse zu Messstrategien und Messverfahren,
  • ein Ablaufschema zur Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz,
  • einige Hinweise, welche Verfahren für einen guten Arbeitsschutz anzuwenden sind sowie
  • Erläuterungen, in welchem Ausmaß Beschäftigte von einem Kontakt mit Nanomaterialien betroffen sein können.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite der BAuA

Link zur Broschüre der BAuA und des VCI (.pdf, 526 KB)

Neues NanoTrust-Dossier erschienen (Nr. 31)

(Mai 2012) Das neueste Dossier des NanoTrust-Projekts ist erschienen: "Zur freiwilligen und verpflichtenden Nano-Kennzeichnung".

Link zu einer Übersicht zum Dossier

Link zum Dossier Nr. 31 (.pdf, 448 KB)

Neues Langzeitforschungsprojekt zur Sicherheit von Nanomaterialien

(Mai 2012) Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU), die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) und die BASF SE haben ein gemeinsames Projekt zur Sicherheitsforschung gestartet. In Langzeitstudien sollen mögliche Langzeiteffekte von Nanopartikeln in der Lunge untersucht werden. Die Studien sind auf vier Jahre ausgelegt und richten sich nach den Prüfvorgaben der OECD. Insgesamt werden für das Projekt rund fünf Millionen Euro aufgewendet.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite der BAuA

Biozid-Regulierung der Europäischen Union richtet sich an Nanomaterialien

(Mai 2012) Der Rat der Europäischen Union hat Anfang Mai die Verabschiedung einer Verordnung über die Verwendung von Biozid-Produkten, wie Insektengift, Desinfektionsmittel und Repellentien angekündigt. Die Verordnung, die ab 01.09.2013 in Kraft tritt, integriert die empfohlene Definition von Nanomaterialien der Europäischen Kommission. Die Empfehlung verlangt von Herstellern, die Nanomaterialien in einem Produkt verwenden, das Risiko für Umwelt und Gesundheit getrennt zu beurteilen. Darüber hinaus müssen Etiketten den Namen aller Nanomaterialien, die in dem Produkt enthalten sind, durch das Wort "Nano" in Klammern ausweisen.

Link zur Pressemitteilung (.pdf, 88 KB)

National Nanotechnology Initiative: neue „Nanotechnology Signature-Initiative“

(Mai 2012) Verschiedene Behörden, die sich an der amerikanischen National Nanotechnology Initiative (NNI) beteiligen, haben angekündigt, die vierte "Nanotechnology Signature-Initiative" ins Leben zu rufen. Ziel der Initiative ist es, Modelle, Simulationstools und Datenbanken zu entwickeln, um die spezifischen Eigenschaften und Merkmale von nanoskaligen Materialien voraussagen zu können.

Link zum Artikel auf der Webseite der NNI

Link zur Diskussionsschrift "Nanotechnology Knowledge Infrastructure: Enabling National Leadership in Sustainable Design" (.pdf, 132 KB)

6. Internationaler Nano-Behördendialog: „Governance bei Nanomaterialien“

(Mai 2012) Anfang Mai 2012 trafen sich Vertreterinnen und Vertreter von Ministerien, Behörden, Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Medien aus Deutschland, Liechtenstein, Österreich und der Schweiz in Zürich zum sechsten internationalen Nano-Behördendialog. Eingeladen durch das Bundesamt für Umwelt (BAFU) wurden aktuelle Fragen im Bereich der Governance von Nanomaterialien diskutiert. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Kommunikation von wissenschaftlichen Inhalten und der Dialog mit Stakeholdern. Beispielsweise wurde die Frage diskutiert, wie aktuelle Forschungsergebnisse verständlich kommuniziert und daraus politisch verwertbare Entscheidungsgrundlagen abgeleitet werden können. Des Weiteren wurden aktuelle Entwicklungen in Europa und laufende Aktivitäten im Bereich der Regulierung, Forschung und der Ausbildung beleuchtet. Organisiert und moderiert wurde der Dialog von der Innovationsgesellschaft, St. Gallen.

Link zur deutschen Pressemitteilung (.pdf, 222 KB)

Link zur englischen Pressemitteilung (.pdf, 176 KB)

Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen: "Nanotechnologie - Chancen nutzen und Risiken minimieren" (17/9569)

(Mai 2012) In einem neuen Antrag fordert die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen die Bundesregierung in einem 20-Punkte-Katalog dazu auf, dafür zu sorgen, dass das Prinzip der Vorsorge zum Schutz von Mensch und Umwelt zum Leitprinzip in der weiteren Entwicklung und Nutzung der Nanotechnologie wird. Des weiteren fordern die Grünen, dass sich die Bundesregierung auf EU-Ebene dafür einsetzt, dass eine Definition des Begriffs Nanomaterial im Gemeinschaftsrecht festgeschrieben wird und es eine Meldepflicht für Nanoprodukte gibt. Die Grünen schlagen vor, dass die Mittel für die begleitende Sicherheits- und Risikoforschung mindestens auf jeweils zehn Prozent der Nanoforschung der insgesamt zur Verfügung gestellten Mittel erhöht werden.

Link zum Antrag (17/9569) (.pdf, 268 KB)

Sicherheitsdatenblatt der Schweizerischen Eidgenossenschaft - Leitfaden für synthetische Nanomaterialien: Zweite Version

(April 2012) Die erste Version des Sicherheitsdatenblatts der Schweizerischen Eidgenossenschaft "Leitfaden für synthetische Nanomaterialien" vom Dezember 2010 wurde aufgrund neuer wissenschaftlicher Entwicklungen und Definitionen aktualisiert. Die aktuelle zweite Version enthält neben vielen sprachlichen Optimierungen die aktuellste Definitionsempfehlung für Nanomaterialien der Europäischen Kommission (2011/696/EU) vom Oktober 2011, welche die Partikel-Größenverteilung berücksichtigt. Zudem wurden die aktuellsten Richt- und Grenzwerte für Arbeitsplatzbelastungen übernommen und auch in die zwei Sicherheitsdatenblatt(SDB)-Beispiele integriert (SUVA-Grenzwerte 2012). Die zwei SDB-Beispiele wurden in ein separates Dokument neu überführt. Das ebenso neu geschaffene Merkblatt zum Leitfaden fasst die wichtigsten Informationen auf drei Seiten zusammen.

Link zur zweiten Version des Sicherheitsdatenblatts (.pdf, 836 KB)

Link zu zwei Beispielen zum Leitfaden (.pdf, 379 KB)

Link zum Merkblatt (.pdf, 120 KB)

Neu: Hessen-Nanotech NEWS 01/2012

(April 2012) Vor kurzem ist die neueste Ausgabe der Hessen-Nanotech NEWS (01/2012) erschienen. Im aktuellen Heft finden Sie:

  • Technologie- und Firmennews
  • Förderung von Projekten der Material- und Nanotechnologien in Hessen
  • Rückblick: Workshop "Leichtbau und Struktur" der Reihe "Bionik im Betrieb"
  • "Lernen von der Leichtigkeit der Natur"
  • Nanotechnologien für die Wasser- und Abwassertechnik
  • Klein, stark, schwarz: CNTs suchen neue Aufgaben
  • Materialien im Fokus: Platin – nicht nur für Rockstars attraktiv- In Kooperation mit dem DaNa Projekt
  • Nanostrukturen für die Optik
  • Smart Systems: Intelligente Mikrosysteme in unserer Alltagswelt
  • Mikro-Nano-Integration revolutioniert Terahertz-Technik

Link zur aktuellen Broschüre (.pdf, 1,9 MB)

Nano in Germany: Nanotechnologien auf der Hannover Messe 2012

(April 2012) Auf der Hannover Messe 2012 (23.-27. April 2012) brachte die Initiative "Nano in Germany" Wissenschaft, Industrie und Politik zusammen, um Nanotechnologien sichtbar und für die Märkte erkennbar zu machen. Unter anderem wurde den Besuchern auf der Messe unter dem Titel "WoN World of Nano" die Nano-Forschung und -Industrie präsentiert.

Im Rahmen der Initiative soll das Bewusstsein für die Chancen und Nutzen von Nanotechnologien und deren Akzeptanz weiterhin gefördert werden. Als Ziel der Initiative gilt es zudem, den Titel "Nano in Germany" auf dem Markt zu etablieren.

Auf Ihrer Website listet "Nano in Germany" deutsche Unternehmen, die sich mit Nanotechnologien beschäftigen. Um die Informationssuche bequem für verschiedene Stakeholder zu gestalten, sind die Unternehmen mit einem kurzen Profil nach Anwendungsbereich eingeordnet. 

Link zur Homepage "Nano in Germany"

Neues NanoTrust-Dossier zu aktuellen EU-Forschungsprojekten

(April 2012) Das Projekt NanoTrust hat ein neues Dossier (Nr. 030) zu aktuellen EU-Forschungsprojekten herausgegeben. In dem Dossier wird berichtet, wie die Fördermittel zur Erforschung der Nanotechnologien in dem laufenden 7. Rahmenprogramm der EU aufgestockt wurden. Insbesondere gilt dieses für Projekte, die sich mit Umwelt- und Gesundheitsauswirkungen von Nanopartikeln beschäftigen. Zugleich seien die Förderungsstrukturen verbessert worden.

Anschließend wird in dem Dossier eine Kurzbeschreibung zu 22 aktuellen Projekten zur Sicherheitsforschung angeboten.

Link zum Dossier Nr. 030 "Forschungsprojekte zu EHS-Aspekten der Nanotechnologie im 7. Rahmenprogramm der EU"

Bundesamtes für Gesundheit (BAG) / Stiftung Risiko-Dialog, St. Gallen: „Nanotechnologien aus der Sicht von Konsumenten - Was Verbraucher wissen und was sie wissen wollen“

(April 2012) Im Auftrag des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), Bern, und der Stiftung Risiko-Dialog, St. Gallen, haben Forscherinnen und Forscher der Universitäten Stuttgart und St. Gallen eine umfassende Verbraucherstudie verfasst. Für die Studie wurden 100 qualitative Tiefeninterviews in Deutschland und der Schweiz durchgeführt und die Daten mit der Vorgängerstudie aus 2008 verglichen.

Zentraler Befund: Der Nano-Hype verblasst.

In der Studie wird festgestellt, dass das Verbraucherwissen insbesondere zu den verschiedenen Anwendungsbereichen und zum Nutzen abnimmt. Insbesondere die gesellschaftlichen Nutzen von Nanotechnologien sind den Verbrauchern unklar: Die meisten assoziieren Nanotechnologien mit Zeitersparnisse beim Putzen. Dagegen ist ihr Wissen über Risikofragen präziser geworden.

Zugleich bedauern es die Verbraucher, dass Nanotechnologien aus dem Blickfeld geraten sind. Dementsprechend sollten Kommunikationsstrategien der Industrie, Behörden, NGOs und der Wissenschaftler dringend evaluiert und verbessert werden, raten die Forscher. Das Potenzial für positive Kommunikation ist noch nicht verloren: Zwei Drittel der Verbraucher würden Nanoprodukte gerne ausprobieren.

Link zum Artikel auf der Webseite der Stiftung Risiko-Dialog, St. Gallen

Link zur Studie „Nanotechnologien aus der Sicher der Konsumenten – Was Verbraucher wissen und was sie wissen wollen“ (.pdf, 2,15 MB)

Link zur deutschen Kurzfassung (.pdf, 372 KB)

Link zur englischen Kurzfassung(.pdf, 300 KB)

NANOMMUNE: "Quality Handbook- Standard Procedures for Nanoparticle Testing"

(April 2012) Das europäische FP7-Projekt NANOMMUNE hat ein Qualitätsmanagement-Handbuch für die Herstellung, Charakterisierung und Testung von Nanomaterialien, herausgegeben von Prof. Dr. Harald F. Krug, Empa, etabliert.

Dieses enthält fast 100 SOP's (Standard Operating Procedure) und stellt eine Basis für zukünftige Projekte und Publikationen in diesem Bereich dar.

Link zum Handbuch (in engl. Sprache) (.pdf, 928 KB)

Bericht des Schweizer Bundesrates zum Aktionsplan Synthetische Nanomaterialien

(April 2012) Im April 2012 wurde der Aktionsplan Synthetische Nanomaterialien: Bericht des Bundesrates über den Stand der Umsetzung, die Wirkung und den Regulierungsbedarf veröffentlicht. Mit dem Aktionsplan soll sowohl den verschiedenen Wirtschaftsinteressen wie auch dem Gesundheits-, Arbeitnehmer- und Umweltschutz Rechnung getragen werden.

Der Aktionsplan "Synthetische Nanomaterialien" zeigt auf, welche Arbeiten in der Schweiz für einen sicheren Umgang mit Nanomaterialien nötig sind. Er wurde im April 2008 vom Bundesrat verabschiedet. Am 25. April 2012 hat der Bundesrat beschlossen, den Aktionsplan bis 2015 fortzuführen. Den Anstoß zur Erarbeitung des Aktionsplans Synthetische Nanomaterialien gab die zunehmende Bedeutung der Nanotechnologie für Forschung, Wirtschaft und Gesellschaft. Die neuen Möglichkeiten sollen ausgelotet und nachhaltige Anwendungen genutzt werden können. Parallel sollen mögliche Risiken umfassend und frühzeitig untersucht und – falls nötig – Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Gesundheit getroffen werden. 

Link zum Artikel auf der Webseite des BAG

Link zum Bericht (.pdf, 324 KB)

ObservatoryNANO: letzter Jahresbericht

(April 2012) Nach vier Jahren endet nun das europäische Projekt ObservatoryNANO mit der Veröffentlichung des letzten Jahresberichts für die breite Öffentlichkeit. Der Bericht liefert einen Überblick über die 18 Briefings des vergangenen Jahres sowie den „European Nanotechnology Landscape Report“ und Updates zu einer Reihe von Workshops zu Nanotechnologien aus den Bereichen Umwelt, Gesundheit und Sicherheit („EHS“), aber auch Vorschriften und Normen.

Eine abschließende Zusammenfassung der Projektergebnisse wird im Sommer 2012 herausgegeben.

Link zum "Annual Report for the Public" (.pdf, 2,30 MB)

Link zur Webseite von ObservatoryNANO

Nano-Messstrategie: deutsche Fassung

(April 2012) Im Herbst 2011 hat eine Arbeitsgruppe bestehend aus dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), des Instituts für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA), der Technischen Universität Dresden und des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) den Ansatz einer gestuften Messstrategie "Tiered Approach to an Exposure Measurement and Assessment of Nanoscale Aerosols Released from Engineered Nanomaterials in Workplace Operations" veröffentlicht. Die deutsche Fassung "Ein mehrstufiger Ansatz zur Expositionsermittlung und -bewertung nanoskaliger Aerosole, die aus synthetischen Nanomaterialien in die Luft am Arbeitsplatz freigesetzt werden" liegt seit Februar 2012 vor. Die gestufte Messstrategie beinhaltet einen pragmatischen Ansatz zur Messung der inhalativen Exposition gegenüber Nanomaterialien. Die einzelnen Stufen des Ansatzes werden nun noch mit speziellen Strategien unterlegt (BMBF-Projekt NanoGEM).

Link zur Messstrategie "Ein mehrstufiger Ansatz zur Expositionsermittlung und -bewertung nanoskaliger Aerosole, die aus synthetischen Nanomaterialien in die Luft am Arbeitsplatz freigesetzt werden" (.pdf, 572 MB)

U.S. Food and Drug Administration (FDA): Leitfäden-Entwürfe zu Nanotechnologien in Lebensmitteln und Kosmetik

(April 2012) Die U.S. Food and Drug Administration (FDA) hat kürzlich zwei Entwürfe von Leitfäden veröffentlicht, die sich an Nutzer/innen der Nanotechnologien im Bereich der Lebensmittel– und Kosmetikindustrie richten.

Der Entwurf des Leitfadens zu Lebensmitteln beschreibt die Faktoren, die Hersteller berücksichtigen sollten, wenn sie Änderungen im Herstellungsverfahren festlegen, einschließlich solcher, bei denen Nanotechnologien beteiligt sind und signifikante Änderungen ergeben.

Der Leitfaden-Entwurf zu Kosmetik diskutiert laufende Überlegungen der FDA über die Bewertung der Sicherheit von Nanomaterialien, wenn diese in Kosmetikprodukten verwendet werden.

Beide Entwürfe sollen die Hersteller ermutigen, die FDA zu konsultieren, bevor sie ihre Produkte auf den Markt bringen. Die Entwürfe können ab jetzt für 90 Tage durch die Öffentlichkeit kommentiert werden. Anschließend werden die Leitfäden überarbeitet und die finale Version publiziert.

Link zum Artikel mit Informationen zur Kommentierung der Entwürfe

Link zum Leitfaden-Entwurf Lebensmittel

Link zum Leitfaden-Entwurf Kosmetik

Frankreich: Machbarkeit eines epidemiologischen Überwachungssystems für Arbeiter/innen, die mit technisierten Nanomaterialien in Kontakt treten

(April 2012) Aufgrund der möglichen Auswirkungen von Nanomaterialien auf die menschliche Gesundheit, haben die französischen Gesundheits- und Arbeitsministerien das „French Institute for Public Health Surveillance“ (InVS) damit beauftragt, die Machbarkeit eines epidemiologischen Überwachungssystems für Arbeiter/innen zu beurteilen, die mit technisierten Nanomaterialien  in Berührung kommen. Als Antwort auf diese Anfrage ist ein Bericht erschienen, der eine Bestandsaufnahme zahlreicher Unsicherheiten im Bereich der Definitionsfrage von Nanotechnologien, der Bandbreite von Nanomaterialien, der Identifizierung von Gesundheitsereignissen in Zusammenhang mit Nanomaterialien sowie der Registrierung und Zusammenarbeit von Unternehmen und Arbeitern, die von Nanomaterialien betroffen sind, vornimmt.

Link zum Artikel auf der Webseite von EU-OSHA

Link zur Zusammenfassung des Berichts (engl.) (.pdf, 149,24 KB)

OECD: Risikobewertung künstlich hergestellter Nanomaterialien

(April 2012) Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat einen neuen Bericht herausgegeben, der wichtige Themen, Strategien und Ansätze zur Risikobewertung künstlich hergestellter Nanomaterialien thematisiert.

Link zum Bericht No. 33 "Important Issues on Risk Assessment of Manufactured Nanomaterials" (.pdf, 605 KB)

Link zur OECD mit Zugang zu den veröffentlichten Berichten

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU): Instrumente zur Bewertung von Nanomaterialien

(April 2012) Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) hat im April 2012 einen neuen Bericht mit dem Titel „Instrumente zur Bewertung von Nanomaterialien“ herausgegeben. Der Bericht fasst die Diskussionen und Ergebnisse der Arbeit der deutschen NanoKommission und des Stakeholder-Dialogs „Risk management in the nano world“ zusammen. Die deutsche Version des Berichts enthält außerdem einen zweiten Teil, einen Leitfaden, der die Auswahl der Werkzeuge für die vorläufige Bewertung von Nanomaterialien unterstützen soll. Diese Anleitung ist in der englischen Version nicht verfügbar.

Link zu weiteren Informationen auf der Webseite des BMU

Link zum deutschen Bericht "Instrumente zur Bewertung von Nanomaterialien" (.pdf, 378 KB)

Link zum englischen Bericht "Assessment tools for nanomaterials" (.pdf, 356 KB)

Women in Europe for a Common Future: Positionspapier "Nano: The Great Unknown"

(April 2012) Die europäische Organisation „Women in Europe for a Common Future“ (WECF) – ein Netzwerk von 100 Mitgliedsorganisationen und individuellen Mitgliedern - hat ein Positionspapier mit dem Titel „Nano: The Great Unknown“ herausgegeben. Die Organisation konstatiert, dass weder die Wirtschaft noch die öffentlichen Behörden bisher eine ausreichende Führung und Bereitschaft gezeigt haben, mögliche toxische Auswirkungen von Nanomaterialien auf Mensch und Umwelt zu bewältigen. Die WECF fordert die Anwendung des Vorsorgeprinzips sowie des Prinzips „no data, no market“ für alle Nanomaterialien und Produkte, die Nanomaterialien enthalten. Zudem fordert WECF vollständige Informationen über mögliche Risiken von Nanopartikeln sowie das unverzügliche Zurverfügungstellen von Informationen über Produkte, die Nanomaterialien enthalten für die Öffentlichkeit.

Link zum Artikel auf nanolawreport.com

Link zu WECF

Link zum Positionspapier "Nano: The Great Unknown" (pdf., 216 KB)

Europäische Kommission veröffentlicht dritte Ausgabe des Leitfadens NanoSafety Cluster 2012

(März 2012) Die Europäische Kommission hat im März 2012 die dritte Ausgabe des Leitfadens NanoSafety Cluster veröffentlicht. Es dokumentiert den Status wichtiger Projekte zur Toxizität und Exposition von Nanomaterialien, dem integrierten Risikomanagement, der Forschungsinfrastruktur sowie Koordinierungs- und Unterstützungsmaßnahmen. Der Leitfaden soll als Medium für die Veröffentlichung von wissenschaftlichen Arbeiten und Forschungsergebnissen verstanden werden.

Link zum Leitfaden NanoSafety Cluster 2012 (.pdf, 5,51 MB)

ObservatoryNANO veröffentlicht Bericht zu Nano-Kommunikation

(März 2012) Das EU-Projekt ObservatoryNANO fokussiert in seinem vierten Bericht, "Communicating Nanoethics",  den Dialog zwischen öffentlichen Entscheidungsträgern, Expertinnen und Experten sowie Bürgerinnen und Bürgern in Europa. In dem Report wird ein Überblick über Dialogaktivitäten zu Nanotechnologien auf der EU-Ebene und in den Mitgliedstaaten zusammengestellt sowie eine Evaluation des Dialoginstruments "ObservatoryNANO Ethics Toolkit" präsentiert. Das Projekt möchte hiermit einen Beitrag zum verantwortlichen Umgang mit Forschung und Innovation leisten.

Link zum Bericht "Communicating Nanoethics" (pdf., 421 KB)

Link zum Homepage von ObservatoryNANO

BMBF: Richtlinien zur Förderung transnationaler Forschungsprojekte innerhalb des ERA-NET SIINN "Sichere Anwendung innovativer Nanowissenschaft und Nanotechnologie"

(März 2012) ERA-Net SIINN des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den sicheren und schnellen Transfer von Ergebnissen aus der europäischen Forschung in Nanowissenschaften und Nanotechnologie in industriellen Anwendungen. Es führt fragmentierte Forschungsaktivitäten über mögliche Risiken von Nanomaterialien für Umwelt, menschliche Gesundheit und Sicherheit zusammen

Gefördert werden innovative Projekte, die sich auf kommerziell relevant hergestellte Nanomaterialien (MNMs) in einem der folgenden Themenfeldern beziehen:

  • Aufbau und Entwicklung von Modellen und Methoden für analytische Instrumente, theoretische Vorhersage und Charakterisierung;
  • Ermittlung der Exposition;
  • Studien über die Auswirkungen von MNMs auf die Umwelt.

Link zu weiteren Informationen zu ERA-Net SIINN

Bundesregierung antwortet die Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

(März 2012) Im Februar 2012 stellte die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen eine Kleine Anfrage zum Umgang mit den Ergebnissen der deutschen NanoKommission. Hier hatten die Abgeordneten der Grünen kritisiert, dass die Bundesregierung ihren Aktionsplan Nanotechnologie 2015 vorlegte, ohne die Ergebnisse der NanoKommission in den Prozess einfließen zu lassen. Die Antwort der Bundesregierung liegt nun vor.  

Laut der Antwort war es das Anliegen der Bundesregierung, ein Folgekonzept zu der in 2010 geendeten "Nano-Initiative – Aktionsplan 2010" vorzulegen, was mit dem Aktionsplan Nanotechnologie 2015 erfolgte. Da verschiedene Bundesressorts in der NanoKommission vertreten waren, wurden die Ergebnisse ihrer Arbeit in dem Aktionsplan berücksichtigt. 

Die Bundesregierung kündigte in ihrer Antwort zudem an, dass der Nano-Dialog, nachdem die Arbeit der NanoKommission beendet ist, mit gezielten thematischen Schwerpunkten in vier zweitägigen Fachdialogen fortgesetzt wird. Darüber hinaus werden das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung verschiedene Dialog-Empfehlungen in Projekte der Risikoforschung und des Bürger-Dialogs aufgreifen.

Link zur Kleinen Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen 

Link zur Antwort der Bundesregierung

Frankreich führt Meldepflicht für Nanomaterialien ab 2013 ein

(Februar/März 2012) Das Französische Ministerium für Ökologie, nachhaltige Entwicklung, Verkehr und Wohnungswesen hat eine Verordnung verabschiedet, die eine Meldepflicht für Nanomaterialien ab dem Jahr 2013 vorsieht. Die im Februar 2012 unterzeichnete Verordnung setzt mit Wirkung zum Januar 2013 ein und verpflichtet Unternehmen, die Nanomaterialien in einer Menge von mehr als 100 g herstellen oder einführen dazu, den Behörden eine jährliche Erklärung über die Menge der verwendeten Nanomaterialien und die Nutzung von Informationen zu Nanomaterialien abzugeben. Diese Verordnung gilt für Importeure, Produzenten und Händler von Nanomaterialien sowie professionelle Nutzer und Forschungslabore in Frankreich.

Wichtig zu erwähnen ist, dass diese Verordnung das erste Meldesystem für Nanomaterialien in Europa darstellt.

Link zur Mitteilung und weiteren Informationen auf der Webseite von SAFENANO

Link zur Verordnung (in französischer Sprache)

Link zu weiteren Informationen auf dieser Webseite

BfR-Konferenz warnt vor Nanosilber in Verbraucherprodukten

(Februar 2012) Die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) organisierte internationale "Conference on Nanosilver" am 08./09. Februar 2012 kam zu dem Schluss, dass das toxikologische Potenzial von Nanosilber noch nicht ausreichend geklärt sei. Es sei nicht vollständig bekannt, in welchem Umfang Verbraucherinnen und Verbraucher mit Silbernanopartikeln auf verschiedenen Pfaden in Kontakt kommen können. Zudem mangele es an Untersuchungen darüber, ob die Anwendung von Silber und Nanosilber in Alltagsprodukten Resistenzbildungen verstärken könnte.

Daher sei die Auffassung des BfR bestätigt, dass Silber als antimikrobiell wirksame Substanz nicht in breitem Umfang außerhalb klinischer Anwendungen in Verbraucherprodukten eingesetzt werden sollte, so das BfR in seiner Pressemitteilung.

Französische Regierung nimmt Stellung zur Nano-Debatte, plant ein sektorübergreifendes Internet-Portal

(Februar 2012) Die Französische Regierung hat im Februar 2012 eine Stellungnahme zur öffentlichen Nano-Debatte, die in Frankreich zwischen 2009 und 2010 geführt wurde, veröffentlicht. In der Aussage werden drei zentrale Punkte hervorgehoben, die öffentliche Maßnahmen benötigen:

  • Besseres Verständnis der möglichen Risiken von Nanotechnologien und Nanomaterialien sowie der gegenwärtigen Fragestellungen (REACH-Revision, Biozid-Kennzeichnung) soll angestrebt werden
  • Auf den Bedarf der Öffentlichkeit, kontinuierliche und aktualisierte Informationen über Nanotechnologien soll mittels eines ressortübergreifendes Webportals (www.nano.gouv.fr - noch nicht geöffnet) eingegangen werden 
  • Verschiedene Akteure, die zu einer verantwortungsvollen Entwicklung von Nanotechnologien beitragen können, sollen durch Stakeholder-Dialoge miteinander verlinkt werden.

Link zur Stellungnahme der Französischen Regierung (auf Französisch)

Link zum Bericht auf der Website nanoforum.org

Kleine Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen (17/8658) zum Umgang mit den Ergebnissen der NanoKommission

(Februar 2012) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen haben eine kleine Anfrage an die Bundesregierung gestellt, in der sie sich über den Umgang der Bundesregierung mit den Ergebnissen und Empfehlungen der NanoKommission erkundigen. Die Fraktion kritisiert, dass die Bundesregierung im Januar 2011 - einen Monat vor der NanoKommission - einen Aktionsplan zur Nanotechnologie vorgelegt hat, in dem die NanoKommission nur an einer einzigen Stelle erwähnt wird. Die Abgeordneten möchten in ihrer Anfrage wissen, warum die Regierung den Bericht der Kommission nicht abgewartet hat, um deren Ergebnisse in ihren Aktionsplan einfließen zu lassen. Außerdem fragt die Fraktion weiter, mit welchen Maßnahmen die Regierung die Empfehlungen der NanoKommission umsetzt und ob es das Gremium in Zukunft noch weiter geben soll.

Link zur Anfrage (17/8658) (.pdf, 106 KB)

Weltgesundheitsorganisation (WHO): Richtlinien zu Nanomaterialien im Arbeitsschutz

(Februar 2012) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich die Aufgabe gestellt, Richtlinien zum Schutz von Arbeiternehmern/innen vor den Risiken hergestellter Nanomaterialien, zu entwickeln. In einem vorläufigen Hintergrundpapier werden die Inhalte und Schwerpunkte der Richtlinien vorgeschlagen. Die Richtlinien sollen sowohl Elemente der Risikobewertung als auch des Risikomanagements einbeziehen. Ziel der WHO ist es, Empfehlungen zur Verbesserung der Arbeitssicherheit und zum Schutz der Gesundheit der Arbeitnehmer/innen im Umgang mit Nanomaterialien zur Verfügung zu stellen. Die WHO lädt die Öffentlichkeit dazu ein, dieses Hintergrundpapier bis zum 31. März 2012 zu kommentieren.

Link zum Artikel auf der Webseite der WHO

Link zum Hintergrundpapier (.pdf, 285 KB)

Nanochannels startet Schülerdialoge in Europa

(Februar 2012) Nanochannels ist ein von der EU-Kommission gefördertes, europaweites Dialogprojekt, mit dem besonderen Ziel, Schüler neben anderen Stakeholdern in einen Dialog um Nanotechnologien einzubeziehen. Schülergruppen in verschiedenen Ländern werden ermutigt, in Round Tables und an Live-Debatten mit Experten teilzunehmen sowie selbstständig Materialien zu  ihre favorisierten Themenfeldern auf der Website zusammenzustellen. Unterstützt wird der Dialog durch Themenseiten in Zeitungen wie "The Guardian" und "El Mundo". Im Vordergrund des Projektes steht ebenfalls der Austausch über Twitter und Facebook.

Link zur Website von Nanochannels

Center for International Environmental Law veröffentlicht Bericht zur Europäischen Regulierung von Nanomaterialien

(Februar 2012) Das Center for International Environmental Law (CIEL) hat kürzlich einen Bericht mit dem Titel "Just out of REACH. How REACH is Failing to Regulate Nanomaterials and How it Can be Fixed" herausgegeben. In dem Bericht kommt CIEL zu dem Ergebnis, dass die Chemikalienregulierung (REACH) der Europäischen Union nicht in der Lage ist, Nanomaterialien zu identifizieren und zu regulieren.

Link zum Bericht von CIEL (.pdf, 2,42 MB)

NanoCode Newsletter Nr. 3 erschienen

(Februar 2012) Das europäische Projekt NanoCode hat einen neuen Newsletter veröffentlicht. In der dritten Ausgabe des Newsletters finden Sie unter anderem Informationen zu den Abschlussdokumenten des NanoCode-Projekts, einen Abschnitt zur Definition von Nanomaterialien der Europäischen Kommission sowie einen Bericht zur Corporate Social Responsibility der EU-Kommission.

Link zum Newsletter Nr. 3 (.pdf, 670 KB) in englischer Sprache

Neues NanoTrust Dossier zum Thema Arbeitsschutz

(Februar 2012) Das österreichische Forschungsprojekt NanoTrust hat erneut ein Dossier (Nr. 29) mit dem Titel "Nanomaterialien und Aspekte des ArbeitnehmerInnenschutzes - Eine Übersicht" herausgegeben.

Link zum Dossier auf der Webseite von NanoTrust

Neues NanoTrust-Dossier zu „Nano-Dosis“ erschienen

(Januar 2012) Das österreichische Projekt NanoTrust hat kürzlich ein neues Dossier mit dem Titel „Warum ist die Frage nach der (Nano)-Dosis so wichtig?“ veröffentlicht. Im Mittelpunkt des Dossiers steht die Frage, wie die „Dosis“ für Nanomaterialien oder Nanopartikel bestimmt werden kann und warum die Dosis für Nanopartikel nicht eindeutig errechenbar ist. Diese Frage ist jedoch deshalb so wichtig, weil die Berechnung der Dosis von Nanopartikeln für die Risikoabschätzung und Regulierung von Grenzwerten von besonderer Bedeutung ist.

Link zum Dossier (.pdf, 320 KB)

US-amerikanisches National Research Council: Notwendigkeit eines strategischen Forschungsplans zur Vermeidung potentieller Risiken von Nanomaterialien

(Januar 2012) Das US-amerikanische National Research Council hat einen Bericht mit dem Titel „HEALTH AND ENVIRONMENTAL EFFECTS OF NANOMATERIALS REMAIN UNCERTAIN; COHESIVE RESEARCH PLAN NEEDED TO HELP AVOID POTENTIAL RISKS FROM RAPIDLY EVOLVING TECHNOLOGY“ veröffentlicht. Trotz umfangreicher Investitionen in die Nanotechnologien existieren nach wie vor zu wenige Kenntnisse über Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsaspekte von Nanomaterialien. Der Bericht stellt einen strategischen Ansatz für die Entwicklung der Forschung und wissenschaftlichen Infrastruktur dar, der notwendig ist, um potentielle Gesundheits- und Umweltrisiken, die von Nanomaterialien ausgehen, anzugehen.

Link zum Artikel auf der Webseite der National Academies (in engl. Sprache) 

Bundesamt für Umwelt (BAFU) publiziert Abschlussbericht zur Entsorgung nanosilberhaltigen Abfalls in der Textilindustrie

(Januar 2012) Das schweizerische Bundesamt für Umwelt (BAFU) hat kürzlich ein Konzeptpapier mit dem Titel "Umweltverträgliche und sichere Entsorgung von Abfällen aus Herstellung sowie industrieller und gewerblicher Verarbeitung von synthetischen Nanomaterialien" herausgegeben. Der Bericht beinhaltet einen Überblick über den sachgerechten und ressourcenschonenden Umgang mit Nanoabfällen.

Link zum Bericht (.pdf, 2,29 MB)

OECD veröffentlicht zwei neue Berichte zu Nanotechnologien

(Dezember 2011) Die Working Party on Manufactured Nanomaterials (WPMN) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat im Dezember zwei neue Berichte zu Nanotechnologien herausgegeben. Der erste Bericht liefert einen Überblick über nationale Aktivitäten der Bewertung des Lebenszyklus von Nanomaterialien. Die Regulierung von Nanomaterialien in den Jahren 2006 bis 2009 steht im Mittelpunkt des zweiten Berichts.

Link zum Bericht „National Activities on Life Cycle Assessment of Nanomaterials“ (.pdf, 300 KB)

Link zum Bericht „Regulated Nanomaterials: 2006-2009“ (.pdf,408 KB)

SPD-Fraktion fordert Einführung eines Nanoproduktregisters

(Dezember 2011) Die SPD-Fraktion fordert die Bundesregierung in einem Antrag auf, der Sicherheit im Bereich der Nanotechnologien höchste Priorität beizumessen. Zudem wird die sofortige Einrichtung eines Nanoproduktregisters im Ministerrat der EU gefordert. Bereits in einem Antrag aus dem Jahr 2009 drängt die SPD auf eine Verbesserung der Sicherheitsforschung.

Link zum Antrag 17/8158 vom Dezember 2011

Link zum Antrag 16/12695 vom April 2009

Link zum Artikel auf der Webseite des Deutschen Bundestags

NanoTrust veröffentlicht drei neue Dossiers

(Dezember 2011) Das Projekt NanoTrust des Instituts für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften zur integrierenden Analyse des Forschungsstandes über Gesundheits- und Umweltrisiken hat im Dezember 2011 drei neue Dossiers zu Nanotechnologien herausgegeben.
  • Dossier 025: Messung und Charakterisierung von Nanopartikeln in der Luft
  • Dossier 026 und Dossier 027: Nano und Umwelt: Teil I: Entlastungspotenziale und Nachhaltigkeitseffekte; Teil II: Gefährdungspotenziale und Risiken                                    

Die Dossiers beschäftigen sich mit dem aktuellen Wissensstand bezüglich aktueller Themen im Bereich der Nanodebatte.

Link zu NanoTrust mit Zugang zu den Dossiers

Nano-Portal Baden-Württemberg gestartet

(Dezember 2011) Am 1. Dezember 2011 ist das neue Internetangebot „Nanotechnologien im Alltag“ des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg gestartet. Auf der Webseite finden Interessierte Bürger/innen Informationen zu Verbraucheraspekten im Umgang mit Nanotechnologien. Die Themenbereiche erstrecken sich von Grundlagen der Nanotechnologien, über Forschung bis hin zu beispielsweise medizinischen oder kosmetischen Anwendungen. Zudem bietet die Webseite Informationen über den Nano-Dialog Baden-Württemberg, Aktivitäten anderer bundes- und europaweiter Institutionen, ein Glossar oder auch häufig gestellte Fragen zu Nanotechnologien. Das Nanoportal Baden-Württemberg wurde mit fachlicher Beratung durch die Verbraucherinitiative e. V. vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg erstellt.

Link zum Nanoportal Baden-Württemberg

Verbraucherkommission Baden-Württemberg: Empfehlungspapier zu Nanotechnologien

(Dezember 2011) Im Dezember 2011 hat die Verbraucherkommission Baden-Württemberg, ein beratendes Gremium der Politik, in einem Empfehlungspapier folgendes gefordert:

  • die Kennzeichnung von Nano-Produkten,
  • ein Produktregister, das Verbrauchern zugänglich ist,
  • und eine verstärkte Sicherheitsforschung.

Zudem empfiehlt die Verbraucherkommission den Aufbau einer zielgruppengerechten Kommunikation sowie den Start einer Informationskampagne zum Thema „Nano in Lebensmitteln, Textilien und Kosmetika“. In dem Zusammenhang regt das Gremium an, auch partizipative Verfahren zu fördern, die den Herstellern und den Regulatoren Hinweise darauf geben können, wie der Einsatz der Nanotechnologie besser mit den Bedürfnissen der Konsumenten abgestimmt werden kann.

Link zum Empfehlungspapier (.pdf, 181,3 KB)

Link zur Verbraucherkommission Baden-Württemberg

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA): "Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien in Forschung, Entwicklung, Politikberatung und Transfer der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)"

(Dezember 2011) Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat eine Zusammenstellung (Stand September 2011) veröffentlicht, die die derzeitigen Aktivitäten der BAuA im Bereich Nanomaterialien am Arbeitsplatz darstellt. Der Bericht liefert eine Übersicht zu folgenenden Schwerpunkten:

  • Forschungsschwerpunkt: Auswirkungen neuer Technologien auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit
  • Entwicklungsschwerpunkt: Fachkonzepte zur Risikoanalyse und -regulierung als Beiträge zur Chemikaliensicherheit
  • Politikberatung: Chemikaliensicherheit und Arbeitsschutz bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien
  • Praxistransfer zu Nanomaterialien am Arbeitsplatz
Link zur Zusammenstellung "Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien in Forschung, Entwicklung, Politikberatung und Transfer der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)" (.pdf, 707 KB)

ObservatoryNANO veröffentlicht „European nanotechnology landscape report“

(November 2011) Das europäische Forschungsprojekt ObservatoryNANO hat kürzlich einen Report mit dem Titel „European nanotechnology landscape report“ herausgegeben. Dieser Bericht bietet einen Überblick über die Nanotechnologie-Landschaft in Europa auf lokaler, regionaler, nationaler sowie europäischer Regierungsebene. Es wird untersucht, inwiefern Entwicklungen im Bereich der Nanotechnologien helfen können, die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft (globale Erwärmung, alternde Gesellschaft, neue Energien, nachhaltige Lebensmittel und Umwelt etc.) zu bewältigen.

Link zum "European nanotechnology landscape report" (.pdf, 5,61 MB)

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) publiziert neue Nano-Forschungsberichte

(November 2011) Der im November 2011 von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlichte Bericht "Genotoxic mode of action of fine and ultrafine dusts in lungs" (F 2135) liefert Ergebnisse zur Untersuchung der Wirkung von Stäuben in Nanogröße auf die Erbinformation von Lungenzellen mittels einer speziellen Methode. Der zweite Bericht "Dispersion and retention of dusts consisting of ultrafine primary particles in lungs" (F 2133) kommt zu dem Ergebnis, dass Nanomaterialien in der Regel nicht als einzelne Partikel vorliegen, sondern aus größeren Einheiten in Form von Agglomeraten oder Aggregaten bestehen. Ein bereits im September 2011 publizierter Forschungsbericht der BAuA stellt die Bedeutung von In-vitro-Methoden zur Beurteilung der chronischen Toxizität und Karzinogenität von Nanomaterialien, Feinstäuben und Fasern in den Mittelpunkt.

Link zur BAuA mit Zugang zum Bericht "Genotoxic mode of action of fine and ultrafine dusts in lungs"

Link zur BAuA mit Zugang zum Bericht "Dispersion and retention of dusts consisting of ultrafine primary particles in lungs"

Link zur BAuA mit Zugang zum Bericht "Bedeutung von In-vitro-Methoden zur Beurteilung der chronischen Toxizität und Karzinogenität von Nanomaterialien, Feinstäuben und Fasern"

NanoCode veröffentlicht einen „MasterPlan“ und das „CodeMeter“ zur Förderung des „Verhaltenskodex für eine verantwortungsvolle Nanoforschung und –wissenschaft“ (Code of Conduct)

(November 2011) Das europäische Forschungsprojekt NanoCode hat im November 2011 einen strategischen Rahmen („MasterPlan“) publiziert, der zur Weiterentwicklung und Implementation des Verhaltenskodex für eine verantwortungsvolle Nanoforschung und Nanowissenschaft (Code of Conduct = CoC) beitragen soll. Hierzu wurde ein praktisches Excel-Tool („CodeMeter“) konzipiert, welches als Hilfestellung für Akteure der Nanotechnologien zur Einhaltung des europäischen „Code of Conduct“ dienen soll. Im vorliegenden „MasterPlan“ werden Ideen, Möglichkeiten und Empfehlungen zur Überarbeitung und Umsetzung des „Code of Conduct“ präsentiert. Im Hinblick auf zentrale Nanotechnologie-Akteure werden die Umsetzbarkeit des CoC, die Notwendigkeit struktureller Änderungen des Verhaltenskodex sowie die Kompatibilität des CoC mit dem Regierungshandeln diskutiert.

Link zum MasterPlan (in englischer Sprache) (.pdf, 1,52 MB)

Link zum CodeMeter (in englischer Sprache) (.xls, 435 KB)

Neues EU-Forschungsprojekt: MARINA

(November 2011) Im Zuge des Forschungsrahmenprogrammes 7 der Europäischen Union haben das Kompetenzzentrum SAFENANO und das Institute of Occupational Medicine (IOM) den Start eines neuen europäischen Forschungsprojektes namens „MARINA“ verkündet.

Ziel des Projektes soll es sein, Referenzverfahren für das Bewältigen der Risiken von Nanopartikeln und Nanomaterialien zu entwickeln. Das Projekt wird sich mit den vier zentralen Themen des Risikomanagements im Bereich der Nanotechnologien beschäftigen: Materialien, Belastungen, Gefährdungen und Risiken. Der Start des Projektes ist der 1. November 2011 mit einer Laufzeit von vier Jahren. Die Webseite von „MARINA“ befindet sich noch in der Entwicklung.

Link zur vorläufigen Webseite von MARINA

Gründung des Deutschen Verbandes Nanotechnologie e.V.

(November 2011) Am 3. November 2011 wurde in Saarbrücken der Deutsche Verband Nanotechnologie e.V. (DV Nano) für Beschäftigte auf dem Gebiet der Nanotechnologien aus Wirtschaft, Wissenschaft, Medien, Bildung und Verwaltung gegründet. Der Verband soll Sprachrohr und Stimme für die Mitglieder sein, sich als Einzelpersonen aktiv in die Nano-Debatte einzumischen und die Zukunft der Technologieentwicklung mitzubestimmen. Zudem bietet sich der Verband als unabhängigen Ansprechpartner zu allen Fragen rund um die Nanotechnologien an.

Link zum Artikel auf der Webseite des DV Nano

Link zur Webseite des DV Nano

Deutscher Bundestag: Aktionsplan Nanotechnologie wird kontrovers bewertet

(Oktober 2011) Chancen und Risiken der Nanotechnologie standen am Freitag, den 21. Oktober 2011, auf der Tagesordnung des Bundestages. Die Abgeordneten diskutierten über den Aktionsplan Nanotechnologie 2015 (.pdf, 5,51 MB) (17/4485) und einen Antrag der Koalitionsfraktionen (17/7184). Union und FDP unterstützten die weitere Förderung der Forschung. Kritik kam von der Opposition: Sie hielt die Ausführungen der Regierung, vor allem aber den Antrag, für zu unkonkret.

Link zum Artikel auf der Webseite des Deutschen Bundestags mit Zugang zu Drucksachen 17/4485 und 17/7184

Joint Research Center und European Academies Science Advisory Council: Bericht zum aktuellen Stand der Sicherheit von Nanomaterialien

(Oktober 2011) Das Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission und der European Academies Science Advisory Council (EASAC) haben einen gemeinsamen Bericht mit dem Titel „Impact of engineered nanomaterials on health: considerations for benefit-risk assessment“ veröffentlicht. Der neue Bericht fasst den aktuellen Kenntnisstand zur Sicherheit von Nanomaterialien zusammen und resümiert, dass es nur wenige wissenschaftliche Belege dafür gibt, dass Nanomaterialien eine Gefahr für die menschliche Gesundheit darstellen. Weiterhin sind eine Reihe von Empfehlungen für Interessenvertreter und Politiker enthalten, mit dem Ziel, bestehende Unsicherheiten über mögliche Auswirkungen von Nanomaterialien auf die Gesundheit zu reduzieren und die Entwicklung eines soliden rechtlichen Rahmens voranzutreiben. Der Bericht orientiert sich an der kürzlich publizierten Definition des Begriffs Nanomaterialien der Europäischen Kommission.

Link zum Artikel auf der Webseite des JRC mit Zugang zum Bericht

DECHEMA: „10 Jahre Forschung zu Risikobewertung, Human- und Ökotoxikologie von Nanomaterialien“

(Oktober 2011) Der gemeinsame Arbeitskreis des Verbands der chemischen Industrie (VCI) und der Gesellschaft für Chemische Technik und Biotechnologie (DECHEMA) namens „Responsible Production and Use of Nanomaterials“ hat kürzlich ein Statuspapier in Form einer Zusammenstellung der bereits geleisteten Arbeiten und erzielten Ergebnisse in der Sicherheitsforschung zu Nanomaterialien einerseits sowie der laufenden Aktivitäten und zu erwartenden Resultate andererseits herausgegeben.

Der Fokus der Betrachtung liegt auf Deutschland mit einem Ausblick auf Arbeiten und Ergebnisse auf europäischer Ebene. Im Mittelpunkt des Statuspapiers stehen Fragen und Antworten zur Emission, Umwelt- und Humantoxikologie von Nanomaterialien. Es werden verschiedene nationale und europäische Projekte vorgestellt, die sich eingehend mit dem Sicherheitsaspekt von Nanomaterialien beschäftigt haben. Folgende Projekte beinhaltet das Statuspapier:

  • Projekte zur gesundheitsbezogenen Sicherheitsforschung von Nanomaterialien
  • Projekte zur ökologiebezogenen Sicherheitsforschung von Nanomaterialien
  • Studien zur Freisetzung von Nanoobjekten aus Kompositmaterialien und Konsumgütern

Link zum Artikel auf nanopartikel.info

Link zum Statuspapier DECHEMA/VCI (.pdf, 888 KB)

US-amerikanische National Nanotechnology Initiative (NNI) gibt neue Forschungsstrategie heraus

(Oktober 2011) Die US-amerikanische National Nanotechnology Initiative (NNI) hat im Oktober 2011 eine neue Forschungsstrategie veröffentlicht, die einen umfassenden Ansatz zur Gewährleistung der sicheren, effektiven und verantwortungsvollen Entwicklung und Nutzung der Nanotechnologien bietet.

Die Forschungsstrategie dient als Leitfaden für US-amerikanische Bundesoberbehörden, die wissenschaftliche Informationen für das Risikomanagement entwickeln, Entscheidungen im Bereich Regulierung treffen, auf Nanotechnologien basierende Produkte verwenden, Forschungsvorhaben planen und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Die Forschungsschwerpunkte sind:

  • Bewertung der Infrastruktur der Nanomaterialien
  • Bewertung der Belastung für Mensch und Umwelt
  • Risikobewertung und Risikomanagementmethoden
  • Informatik und Modellierung

Die Strategie berücksichtigt hierbei ethische, rechtliche und gesellschaftliche Implikationen der Nanotechnologien.

Link zum Artikel auf der Webseite der NNI mit Zugang zur Forschungsstrategie

EU definiert Nanomaterialien

(Oktober 2011) Die Europäische Kommission veröffentlichte am 18. Oktober 2011 eine erste gemeinsame Definition des Terms "Nanomaterial". Der genaue Wortlaut der Definition lautet:

A natural, incidental or manufactured material containing particles, in an unbound state or as an aggregate or as an agglomerate and where, for 50 % or more of the particles in the number size distribution, one or more external dimensions is in the size range 1 nm - 100 nm.

In specific cases and where warranted by concerns for the environment, health, safety or competitiveness the number size distribution threshold of 50 % may be replaced by a threshold between 1 and 50 %.

By derogation from the above, fullerenes, graphene flakes and single wall carbon nanotubes with one or more external dimensions below 1 nm should be considered as nanomaterials.

Link zur deutschsprachigen Pressemitteilung

Link zum Originaldokument

Link zu weiteren Informationen auf dieser Seite

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht Ansatz einer gestuften Messstrategie zu Nanomaterialien

(Oktober 2011) Im Oktober 2011 hat eine Arbeitsgruppe – bestehend aus der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA), dem Institut für Energie- und Umwelttechnik e.V. (IUTA), der Berufsgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI), dem Institut für Arbeitsschutz der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (IFA), der Technischen Universität Dresden und des Verbandes der Chemischen Industrie (VCI) - den Ansatz einer gestuften Messstrategie ("Tiered Approach to an Exposure Measurement and Assessment of Nanoscale Aerosols Released from Engineered Nanomaterials in Workplace Operations") veröffentlicht. Diese gestufte Messstrategie beinhaltet einen pragmatischen Ansatz zur Messung der inhalativen Exposition gegenüber Nanomaterialien.

Link zum Artikel auf der Webseite der BAuA

Link zum Dokument "Tiered Approach to an Exposure Measurement and Assessment of Nanoscale Aerosols Released from Engineered Nanomaterials in Workplace Operations" (.pdf, 2,44 MB)

Aktuelle Aktivitäten des Bundestages

(Oktober 2011) Zukunft und Sicherheit der Nanotechnologien werden auf Bundesebene derzeit verstärkt diskutiert. Neben der Antwort zur kleinen Anfrage der Bündnis90/Die-Grünen-Fraktion von Anfang September wurde kürzlich auch ein Antrag verabschiedet, in dem die Fraktionen CDU/CSU sowie die FDP die Bundesregierung dazu auffordern, zusätzliche Ressourcen im Bereich Nano bereitzustellen. Außerdem wird am 24. Oktober 2011 eine öffentliche Anhörung zu Verbraucherschutzaspekten der Nanotechnologien stattfinden; die Veranstaltung wird vom Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz initiiert. Ein Fragenkatalog ist bereits einsehbar.

Link zur Anfrage Bündnis 90/Die Grünen

Link zur Antwort durch die Bundesregierung

Pressemitteilung zum Antrag der CDU/CSU/FDP

Link zum Antrag der CDU/CSU/FDP

Link zur Tagesordnung der öffentlichen Anhörung mit Fragenkatalog

Link zur Website des Bundestages

Europäische Kommission: Bewertung der Sicherheit von Nanomaterialien in Kosmetikprodukten

(Oktober 2011) Die Europäische Kommission hat das Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS) beauftragt, Richtlinien zur Bewertung der Sicherheit von Nanomaterialien in Kosmetikprodukten zu erarbeiten. Zwar existiert bereits eine Reihe von Dokumenten, die allgemeine Anleitungen zur Bewertung gesundheitlicher Risiken durch Nanomaterialien enthalten, aber die Bewertung spezifischer Substanzen ist begrenzt. Der Leitfaden des SCCS soll voraussichtlich im Februar 2012 veröffentlicht werden.

Link zum Antrag der Europäischen Kommission (.pdf, 112 KB)

Umwelt und Mensch – Informationsdienst: zwei neue Artikel zu den Themen Nanopartikel und Nanosilber

(September 2011) Die vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS), dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR), dem Robert Koch-Institut (RKI) und dem Umweltbundesamt (UBA) herausgegebene Publikation "UMID" (Umwelt und Mensch - Informationsdienst) behandelt in der Ausgabe Nr. 3/2011 die Themen "Emissionen von Nanopartikeln aus Produkten" und "Sicherheit von Nanosilber in Verbraucherprodukten: Viele Fragen sind noch offen" . Die Artikel finden sich auf den Seiten 25 bis 35 der Ausgabe 3/2011.

Link zur UMID-Ausgabe 3/2011 (.pdf, 2,12 MB)

Fraktionen CDU/CSU und FDP fordern die Deutsche Bundesregierung auf, Nanotechnologien weiter zu stärken

(September 2011) Die Fraktionen CDU/CSU und FDP haben die Bundesregierung dazu aufgefordert, entsprechend des Aktionsplans Nanotechnologie 2015, weitere Ressourcen im Bereich der Nanotechnologien bereit zu stellen. Die Forderungen der Fraktionen lauten gemäß dem Antrag wie folgt:

  • Stärkere Unterstützung kleiner und mittelständischer Nanotechnologieunternehmen
  • Förderung von Langzeitforschungsvorhaben: Investitionen in Risiko- und Sicherheitsforschung
  • Ausbau der Dialogaktivitäten im Bereich der Nanotechnologien durch Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft

Link zum Artikel auf der Webseite des Deutschen Bundestags

Link zum Antrag der Fraktionen (.pdf, 104 KB)

Kleine Anfrage der Bündnis 90/Die Grünen-Fraktion zur Chemikalienpolitik der deutschen Bundesregierung

(September 2011) Die von der Bundestagsfraktion der Grünen gestellten kleinen Anfrage vom 8.9.2011 zum Thema Chemikalienpolitik der Bundesregierung auf nationaler und europäischer Ebene enthält 18 konkrete Fragen zu Nanotechnologien, unter anderem zum Thema EU-Definition, Produktregister und zum Sondergutachten des Sachverständigenrates für Umweltfragen. Die Fragen sind im unten verlinkten Dokument einsehbar, Antworten und Positionen der Bundesregierung werden auf nano-sicherheit.de ebenfalls bekanntgegeben, sobald diese verfügbar sind.

Link zur Drucksache 17/6955(107,1 KB)

Link zu weiteren Informationen zu Nano-Aktivitäten des deutschen Bundestages

Sachverständigenrat für Umweltfragen veröffentlicht Sondergutachten "Vorsorgestrategien für Nanomaterialien"

(September 2011) In seinem Heute (1.September 2011) veröffentlichten  Sondergutachten "Vorsorgestrategien für Nanomaterialien" bezieht der Sachverständigenrat für Umweltfragen (SRU) Stellung zu einem sehr breiten Themensprektrum rund um die Nanotechnologien.

In dem 645 Seiten starken Sondergutachten werden u. a. zentrale Handlungsempfehlungen zu  folgenenden Punkten formuliert:

  1. Stärkung der Risikoforschung
  2. Förderung des gesellschaftlichen Dialogs
  3. Rechtlicher Rahmen für die Regulierung von Nanomaterialien
  4. Schließung nanospezifischer Regulierungslücken
  5. Kennzeichnung und Produktregister
  6. Reformbedarf im Stoffrecht
  7. Reformbedarf im Produktrecht
  8. Reformbedarf im Umweltrecht

Der SRU spricht sich für eine verantwortungsvolle Weiterentwicklung der Nanotechnologien aus, betont allerdings die Notwendigkeit einer frühzeitigen Risikoforschung, die noch ausgebaut werden müsse.

Link zum vollständigen Sondergutachten "Vorsorgestrategien für Nanomaterialien"

Link zur Kurzfassung für Entscheidungsträger

VCI veröffentlicht Positionspapier zu Nano-Produktregister

(August 2011) Der Verband der chemischen Industrie Deutschland hat in einem Positionspapier seine Position zur Forderung eines Nano-Produkregisters deutlich gemacht.

Der Verband unterstütze die "Schaffung von mehr Transparenz für Öffentlichkeit und Behörden über kommerziell verwendete Nanomaterialien und über verbrauchernahe Produkte, die Nanomaterialien enthalten, durch Produkt-register", jedoch auf sektoraler Ebene und "(...) unter Nutzung existierender Mechanismen und Instrumente (...)".

Weiter heißt es: "Ein sektorenübergreifendes generelles „Nanoprodukt“-Register lehnt der VCI aus Gründen der Überschneidung mit existierenden Registern, der Komplexität, der hohen Bürokratiekosten und der Gefahr, dass Verbraucher dies als Warnhinweis für ein ungeklärtes bzw. pauschal unterstelltes Risiko von Nanomaterialien oder „Nanoprodukten“ auffassen, ab.

Link zum Positionspapier auf der Webseite des VCI

Green Chemistry Institute der American Chemical Society publiziert Leitfaden zur Entwicklung „grüner Nanotechnologien“

(August 2011) Experten des Green Chemistry Institute der American Chemical Society haben einen Leitfaden entwickelt, um eine sichere Verwendung von Nanotechnologien für den Menschen zu gewährleisten, bevor diese in den Markt eingeführt werden. Es wird betont, dass mehr interdisziplinäre Zusammenarbeit zu einem besseren Verständnis der potentiellen Risiken der Nanotechnologien und damit der Entwicklung von Strategien zur Bearbeitung dieser Bedenken führen könnte. Nanopartikel ermöglichen laut der Experten mehrgleisige Anwendungen in der Medizin, Elektronik, Energieerzeugung und anderen Industriezweigen.

Link zum Artikel auf der Webseite der American Chemical Society mit Zugang zum Dokument

Europäisches Projekt ObservatoryNano veröffentlicht neues Dokument zu Entwicklungen der Regulierungsaktivitäten im Bereich Nanotechnologien

(August 2011) Das Projekt ObservatoryNano der Europäischen Kommission hat kürzlich einen neuen Bericht zu Entwicklungen der Regulierung von Nanotechnologien für das Jahr 2011 herausgegeben. Der Bericht knüpft an zwei vergangene Dokumente an und stellt die wichtigsten Entwicklungen von Juni 2010 bis Juni 2011 in den Vordergrund. Zentrale Inhalte sind:

  • Behördliche Maßnahmen in den wichtigsten Anwendungsgebieten der Nanotechnologien
  • Regulierungsaktivitäten bezüglich Nanotechnologen in mehr als 15 Ländern weltweit
  • Initiativen zu freiwilligen Maßnahmen und Standards sowie internationaler Zusammenarbeit im Bereich Nanotechnologien

Link zum Artikel auf der Webseite von ObservatoryNano mit Zugang zum Dokument

Vorsorgeraster Synthetische Nanomaterialien: aktualisierte Version

(Juli 2011) Während des Jahres 2010 wurde das Vorsorgeraster "Synthetische Nanomaterialien" mit Anwendern und Experten diskutiert, um dieses weiter verbessern zu können. Ziel des Vorsorgerasters ist es, Industrie und Gewerbe ein strukturiertes Vorgehen zum Erkennen möglicher Risiken im Umgang mit synthetischen Nanomaterialien, zu ermöglichen. Mit Hilfe der Rückmeldungen von Anwendern und Experten konnte das Vorsorgeraster in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) und dem Bundesamt für Umwelt (BAFU) überarbeitet werden.

Link zum Artikel auf der Webseite des BAG mit Zugang zum aktualisierten Vorsorgeraster

National Nanotechnology Initiative (NNI) veröffentlicht vier Workshop-Berichte zum Thema Nanotechnologien und deren Auswirkung auf Umwelt, Gesundheit und Sicherheit

(Juli 2011) Die US-amerikanische National Nanotechnology Initiative (NNI) hat vier neue Berichte veröffentlicht, die das Ergebnis einer Reihe von Workshops zu Themen der Nanotechnologien im Bereich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit („EHS“) sind. Die „nanoEHS“-Workshop-Reihe war Teil einer laufenden Strategie zur EHS-Forschung der Nanotechnologien. Hierbei wurden Experten aus Industrie, Wissenschaft und Bundesregierung einberufen, um neueste Informationen und Entwicklungen zu teilen, aktuelle Diskussionen zu koordinieren und Forschungslücken im EHS-Bereich zu identifizieren. Die Experten untersuchten im Zuge der Workshops vor allem folgende vier Bereiche:

  • Nanomaterialien und Gesundheit: Instrumentierung, Messtechnik, analytische Methoden
  • Nanomaterialien und Umwelt: Instrumentierung, Messtechnik, analytische Methoden
  • Expositionsbewertung Mensch und Umwelt
  • Risikomanagement und ethische, gesetzliche und gesellschaftliche Auswirkungen der Nanotechnologien

Link zum Bericht "Nanomaterials and the Environment & Instrumentation, Metrology and Analytical Methodes" (.pdf, 1021 KB)

Link zum Bericht "Nanomaterials and Human Health & Instrumentation, Metrology and Analytical Methodes" (.pdf, 723 KB)

Link zum Bericht "Human and Environmental Exposure Assessment" (.pdf, 2,3 MB)

Link zum Bericht "Risk Management Methods & Ethical, Legal, and Societal Implications of Nanotechnology" (.pdf, 1,1 MB)

EU-Forschungsprojekt NANOHOUSE: Kriterien für die Risikobewertung künstlich hergestellter Nanomaterialien

(Juli 2011) Forscher des EU-Projekts NANOHOUSE haben Kriterien zur Bewertung künstlich hergestellter Nanomaterialien entwickelt. Die Ergebnisse der Forschergruppe zeigen, dass das Produktdesign die beabsichtigte Freitsetzung künstlich hergestellter Nanomaterialien beeinflussen kann. Mittels des Wissens über den Lebenszyklus eines Produktes in Verbindung mit der systematischen Risikobewertung, können Entscheidungen über künftige Produktentwicklungen ermöglicht werden.

Link zum Artikel auf der Webseite der EU

Link zur Studie von NANOHOUSE (kostenpflichtig)

Europäische Kommission veröffentlicht Orientierungspapier zu Forschungsprioritäten 2012

(Juli 2011) Die Europäische Kommission hat ein Orientierungspapier zu den Forschungsprioritäten im Bereich NMP (Nanotechnology and nanosciences, knowledge-based multifunctional Materials and new Production processes and devices) veröffentlicht.

Zu den originären NMP-Forschungszielen, die die gesamte Bandbreite industrieller Forschungsaktivitäten abdecken, wird 2012 und 2013 ein Schwerpunkt auf den Themen Nachhaltigkeit, grünes Wachstum und den gesellschaftlichen Herausforderungen liegen.

Es handelt sich um ein Arbeitspapier, das weiterhin zur Abstimmung steht und nicht um eine endgültige Veröffetntlichung.

Link zum Orientierungspapier

Ausschuss für Gefahrenstoffe des Bundesministerium für Arbeit und Soziales veröffentlicht zwei neue Dokumente zu Nanomaterialien am Arbeitsplatz

(Juli 2011) Auf der Website der BAuA ist seit dieser Woche ein Übersichtspapier zu Nanomaterialien am Arbeitsplatz verfügbar. Das von dem Ausschuss für Gefahrstoffe erarbeitete Dokument stellt Überblickswissen zu Möglichkeiten der Gruppenbildung bei bestimmten Nanomaterialien auf der Basis wahrscheinlicher gemeinsamer Wirkprinzipien zusammen. Der Fokus liegt hierbei auf möglichen Gesundheitsrisiken für Arbeitende bei einer Exposition von Nanomaterialien.

Außerdem verfügbar ist ab sofort ein vom AGS erarbeiteter Sachstandsbericht vom November 2010, der für die Erarbeitung einer Bekanntmachung mit empfehlendem Charakter zur Umsetzung der Vorgaben der Gefahrstoffverordnung bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien plädiert.

Link zum Download der Dokumente

Link zur BAuA-Website

International Center for Technology Assessment (ICTA): Kritik an der Regulierung von Sonnenschutzmitteln der US-Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA)

(Juni 2011) Die US-Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) hat kürzlich vier Dokumente zur Regulierung von nicht-verschreibungspflichtigen Sonnenschutzmitteln herausgegeben. Interessengruppen wie Friends of the Earth und das International Center for Technology Assessment and Consumers Union (ICTA) kritisieren die kürzlich verabschiedete Sonnencreme-Regulierung der FDA. Die neue Regelung würde die potentiellen Risiken von nanoskaligen Inhaltsstoffen nicht berücksichtigen. Demnach fordern sie die Politik auf, die Erforschung von Gesundheits- und Sicherheitsaspekten von Nanomaterialien in Sonnencremes voranzutreiben.

Link zum Artikel auf der Webseite von Friends of the Earth

Branchendialog Nanopackaging - Nanotechnologie und Neue Materialien für die Verpackungsindustrie

(Juni 2011) Vor kurzem wurde der Branchendialog Nanopackaging in Düsseldorf durchgeführt. Rund 70 Gäste aus Industrie, Politik und Forschung diskutierten im Branchendialog Nanopackaging darüber, welche Chancen die Nanotechnologie für zukünftige Verpackungen bietet. Organisiert wurde der Branchendialog im Auftrag des Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) von der VDI Technologiezentrum GmbH. Die Präsentationen sind nun auf der Webseite des BMBF erhältlich.

Link zu den Präsentationen des Branchendialogs Nanopackaging

US-Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) kündigt neue Anforderungen für nicht-verschreibungspflichtige Sonnenschutzmittel an, die in den USA vermarktet werden

(Juni 2011) Am 14. Juni 2011 veröffentlichte die US-Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit neue Anforderungen an nicht-verschreibungspflichtige Sonnenschutzmittel. Mit diesen Anforderungen unterstützt die FDA Bemühungen zur Sicherstellung, dass Sonnenschutzmittel heutigen Standards für die Sicherheit und Wirksamkeit erfüllen. Die neuen Anforderungen sowie mehrere vorgeschlagene Änderungen für zukünftige Regelungen, sind in vier regulatorischen Dokumenten zusammengefasst: eine endgültige Regelung, eine vorgeschlagene Regelung, eine erweiterte Mitteilung zur vorgeschlagenen Regelung und ein Entwurf eines Leitfadens für die Industrie.

Link zum Artikel auf der Webseite der FDA mit Zugang zu den Dokumenten unter Abschnitt Q 13

Österreichisches Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz veröffentlicht einen Leitfaden für das Risikomanagement beim Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz

(Juni 2011) Das österreichische Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz publizierte nun einen "Leitfaden für das Risikomanagement beim Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz" (Stand: Ende 2010). Dieser Leitfaden soll Betriebe bei der Risikobewertung der Nanotechnologien anleiten und unterstützen. Damit soll ein Beitrag zu sicherer und gesunder "Nanoarbeit" in Österreich geleistet werden.

Link zum Leitfaden für das Risikomanagement beim Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz (.pdf, 942 KB)

Link zum österreichischen Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

US-Umweltschutzbehörde (EPA): Neue Richtlinien für Nanotechnologien in Pestiziden

(Juni 2011) Die US-Umweltschutzbehörde (EPA) hat angekündigt, Informationen über nanoskalige Materialien in Pflanzenschutzmitteln einzuholen. Die EPA will mit diesen Erkenntnissen überprüfen, ob die Zulassung eines Pestizids nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt und auf die Gesundheit des Menschen haben könnte. Zur vorgeschlagenen Richtlinie kann öffentlich Stellung genommen werden. Die empfohlenen Verfahrensmöglichkeiten zum Umgang mit Nanotechnologien in Pflanzenschutzmitteln, werden im Federal Register veröffentlicht.

Link zu weiteren Informationen zur Regulierung von Pestiziden, die Nanotechnologien enthalten, auf der Webseite der EPA

US-Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA): erste Schritte hin zu mehr Rechtssicherheit rund um die Nanotechnologien

(Juni 2011) Die US-amerikanische Behörde für Lebensmittel- und Arzneimittelsicherheit (FDA) hat einen Leitplan für die Diskussion der Regulierung von auf Nanotechnologien basierenden Produkten skizziert. Der Entwurf der Behörde beinhaltet Leitlinien für Industrieunternehmen. Ziel dessen soll es sein, eine größere Sicherheit des Einsatzes von Nanotechnologien zu gewährleisten. Der Leitfaden beschreibt die Auffassung die FDA darüber, ob die regulierten Produkte Nanomaterialien enthalten oder die Anwendung von Nanotechnologien umfassen. Dieser Entwurf eines Leitfadens kann durch die Öffentlichkeit kommentiert werden.

Link zum Artikel auf der Webseite der FDA

Link zu Informationen zur Teilnahme an der öffentlichen Kommentierung des Leitfadens

NanoCode: erster Newsletter jetzt erhältlich

(Juni 2011) Das Projekt NanoCode hat seinen ersten Newsletter veröffentlicht. Folgende Themen stehen im Vordergrund des acht-seitigen Newsletters:

  • verantwortungsvolle Nanotechnologieforschung
  • NanoCode auf einen Blick
  • Vorstellung der Projektpartner von NanoCode
  • Wahrnehmung des europäischen Verhaltenskodex („code of conduct“) durch die Nutzer
  • nächste Schritte der Entwicklung von Instrumenten zur Unterstützung des europäischen Verhaltenskodex („code of conduct“)
  • Nationale Expertenworkshops & Internationale NanoCode-Konferenz
  • Nationale NanoCode-Konferenz

Link zum ersten Newsletter von NanoCode (.pdf, 672 KB)

Fraktion Die Linke: Forderung eines Gesetzesentwurfs zur Regulierung von Nanomaterialien

(Mai 2011) Die Linke fordert in einem Antrag (17/5917) die Bundesregierung dazu auf, einen Gesetzesentwurf zur Erfassung und Regulierung von Nanostoffen vorzulegen, der dem Schutz der Verbraucher dienen soll. Die Linke fordert:

  1. Die Beschreibung technisch bewusst erzeugter Stoffe und Materialien als nanospezifisch, wenn diese in einem Größenbereich kleiner 300 und größer 0,5 Nanometern liegen und mindestens einen nanotypischen Effekt aufweisen.
  2. Nanostoffe sollen nur dann industriell hergestellt und auf dem Markt verbreitet werden, wenn die Struktur und das Verhalten dieser Stoffe mittels Verfahren gemessen und der Einfluss auf die Umwelt beschrieben und bewertet werden kann.
  3. Bezüglich des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz, fordert Die Linke die Festlegung der Grenzwerte der Exposition für jeden einzelnen erzeugten Nanostoff.
Link zum Antrag 17/5917 (.pdf, 88 KB)

NanoTrust veröffentlicht neues Dossier zu Kohlenstoff-Nanoröhrchen

(Mai 2011) Das österreichische Forschungsprojekt NanoTrust hat kürzlich ein neues Dossier veröffentlicht. Ziel des Forschungsprojekts ist es, den Wissensstand über mögliche Gesundheits- und Umweltrisiken der Nanotechnologien kontinuierlich zu erheben, zu analysieren und zusammenzufassen. Das neue Dossier mit der Nummer 24 trägt den Titel „Kohlenstoff-Nanoröhrchen (Carbon Nanotubes) – Teil II: Risiken und Regulierung“. Das Dossier beihnaltet vor allem folgende Themen in Bezug auf Kohlenstoff-Nanoröhrchen:

  • Toxizität
  • Umweltauswirkungen
  • Regulierung und Arbeitnehmerschutz
Link zur Webseite von NanoTrust mit Zugang zum Dossier No. 24

Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) veröffentlicht neuen Tour-de-Table-Bericht zum Thema: Laufende Aktivitäten zur Sicherheit von hergestellten Nanomaterialien

(Mai 2011) Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat kürzlich einen neuen Bericht mit dem Titel "Current Developments/Activities on the Safety of Manufactured Nanomaterials" herausgegeben. Das Dokument nimmt Bezug auf laufende Entwicklungen und Aktivitäten zur Sicherheit von hergestellten Nanomaterialien in OECD-Mitgliedstaaten, internationalen Organisationen - wie der ISO, der FAO und der WHO - sowie weiteren Delegationen, welche am 8. Tour-de-Table Treffen der OECD Working Party on Manufactured Nanomaterials im März 2011 in Paris teilgenommen haben.

Link zum Bericht der OECD (.pdf, 636 KB)

Zweite Fragebogenaktion der BAuA läuft noch bis zum 30. Juni

(Mai 2011) Bis Ende Juni können sich deutsche Firmen noch an der zweiten Runde der durch die BAuA in Zusammenarbeit mit dem VCI, dem BDI und dem BMBF durchgeführten Befragung zu Tätigkeiten mit Nanomaterialien beteiligen.

Die Untersuchung baut auf der ersten Befragungsrunde, welche 2006 durchgeführt wurde, auf. Es wurden über 1700 Firmen und Institutionen mit der Bitte angeschrieben, bei der Aktion auf freiwilliger Basis und anonymisiert mitzumachen. Die BAuA erhofft sich neue Erkenntnisse zum Arbeitsschutz und zur Kommunikation von möglichen Risiken. Der interaktive Fragebogen kann auf der Website der BAuA heruntergeladen werden.

Link zum Download des Fragebogens (.pdf, 875 KB)

Link zur Pressemitteilung auf der Website der BAuA

ObservatoryNano veröffentlicht Jahresbericht für 2011: „Nanotechnologies: Helping to address Europe’s Grand Challenges“

(Mai 2011) Das europäische Projekt ObservatoryNano hat seinen Jahresbericht für 2011 veröffentlicht. ObservatoryNano präsentiert verschiedene Anwendungsfelder, in denen Nanotechnologien als potentielle Lösungen eingesetzt werden können. Diese Business Tools sollen die Unternehmen bei einem verantwortungsvollen Umgang mit Nanotechnologien unterstützen. Folgende Anwendungsfelder der Nanotechnologien werden beispielsweise thematisiert:

  • Biologisch abbaubare Lebensmittelverpackungen
  • Photokatalyse für die Wasserreinigung
  • Isolierung
  • Plastikglas für Automobile
  • Schutztextilien
  • Flachbildschirme
  • Photokatalyse
  • organische Photovoltaik
  • Nanosensoren zum Aufspüren von Sprengstoffen
  • Nanostrukturierte Membranen für die Wasseraufbereitung
Link zum Jahresbericht von ObservatoryNano (.pdf, 1,03 MB)

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlicht ersten praktischen Leitfaden zur Abwägung von Nanotechnologieanwendungen in Lebens- und Futtermitteln

(Mai 2011) Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat einen Leitfaden für die Risikoabwägung der Anwendung von technisierten Nanomaterialien in Lebens- und Futtermitteln herausgegeben. Der Leitfaden wurde durch das wissenschaftliche Komitee auf Anfrage der Europäischen Kommission entwickelt. Er stellt den ersten praktischen Leitfaden zum Umgang mit Risiken dar, die in Zusammenhang mit der Anwendung von Nanowissenschaften und Nanotechnologien in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie, auftreten können. Der Leitfaden umfasst Risikobewertungen für Lebens- und Futtermittel, einschließlich deren Zusatzstoffe; Enzyme; Aromastoffe; Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt treten; neuartige Lebensmittel („novel foods“); Zusatzstoffe in Futtermitteln sowie Pestizide. Die EFSA kommt unter anderem zu dem Ergebnis, dass es noch zu wenig Testmethoden gebe, um die Wirkung von Nanopartikeln in der Lebens- und Futtermittelkette abschließend zu beurteilen.

Link zum Artikel auf der Webseite der EFSA

Link zur Publikation „Guidance on the risk assessment of the application of nanoscience and nanotechnologies in the food and feed chain” (.pdf, 252 KB)

Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) veröffentlicht Ergebnisse einer öffentlichen Konsultation zur Abwägung von Risiken der Nanotechnologien in Lebens- und Futtermitteln

(Mai 2011) Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat die Ergebnisse der öffentlichen Konsultationsphase zu einer wissenschaftlichen Meinung zu Richtlinien der Abwägung von potentiellen Risiken, die durch die Anwendung von Nanowissenschaften und Nanotechnologien in Lebens- und Futtermitteln entstehen, publiziert. Der zur Orientierung dienende Leitfaden wurde durch eine Arbeitsgruppe des wissenschaftlichen Komitees der EFSA in Zusammenarbeit mit externen Experten und dem „Scientific Commitee“ erstellt. Die öffentliche Konsultation erstreckte sich über einen Zeitraum von sechs Wochen mit Beginn am 14. Januar 2011 und Ende am 25. Februar 2011. Diese öffentliche Konsultation bildet die Grundlage für den ebenso im Mai 2011 veröffentlichten Leitfaden der EFSA. Der Bericht enthält eine Zusammenfassung der Stellungnahmen und Kommentare sowie eine Tabelle aller angebotenen Kommentare der Konsultation.

Link zum Artikel auf der Webseite der EFSA

Link zum Dokument "Outcome of the public consultation on the draft scientific opinion on Guidance on risk assessment concerning potential risks arising from applications of nanoscience and nanotechnologies to food and feed" (.pdf, 392 KB)

Internationale Standardisierungsorganisation (ISO) veröffentlicht neue Publikation zum Thema Risikobewertung von Nanomaterialien

(Mai 2011) Die Internationale Standardisierungsorganisation (ISO) hat kürzlich eine neue Publikation (ISO/TR 13121:2011) herausgegeben. In dieser werden Prozesse der Identifikation, Bewertung, Adressierung, Entscheidungsfindung und Kommunikation bezüglich potentieller Risiken der Entwicklung und Nutzung hergestellter Nanomaterialien beschrieben. Ziel dieser Prozessbeschreibung soll es sein, die Gesundheit und Sicherheit der Öffentlichkeit, der Konsumenten, der Arbeitnehmer und der Umwelt zu gewährleisten. Zudem bietet die Publikation eine Beratung im Bereich Risikobewertung und Risikomanagement sowie Informationen, wie diese Aspekte angesichts der unvollständigen Informationslage verwaltet werden können. Zusätzlich dazu werden Methoden dargestellt, wie Annahmen, Beschlüsse und Verhaltensweisen aktualisiert werden können, sobald neue Informationen verfügbar sind.

Link zur Webseite der ISO mit Zugang zur Publikation

Bundesregierung beantwortet die Kleine Anfrage der Fraktion Die Linke zum Thema Nanotechnologien

(Mai 2011) Die Bundesregierung teilt der Fraktion Die Linke mit, dass eine EU-Verordnung, nach der technisch hergestellte Nanomaterialien in Lebensmitteln gekennzeichnet werden sollen, derzeit in zweiter Lesung beraten wird. Nach der vorgesehenen Vorschrift müsse die Bezeichnung einer solchen Zutat um das in Klammern gesetzte Wort "Nano" im Zutatenverzeichnis ergänzt werden. Wie die Bundesregierung weiter mitteilt, werden Nanomaterialien als Chemikalien behandelt und unterliegen als solche den europäischen und nationalen gesetzlichen Regelungen. Die Risiko- und Gefahrenbewertung erfolge ebenfalls auf Basis gesetzlich vorgeschriebener Verfahren. Aus Sicht des Arbeitsschutzes seien Nanomaterialien in der Form von Stäuben maßgeblich in Bezug auf mögliche Gesundheitsgefahren.

Link zur kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke (.pdf, 74 KB)

Link zur Antwort der Bundesregierung (.pdf, 148 KB)

Die Linke stellt kleine Anfrage zur Aufklärung von gesundheitlichen und umweltbezogenen Risiken der Nanotechnologien

(April 2011) Die Fraktion Die Linke hat kürzlich eine kleine Anfrage zum Thema Aufklärung über die gesundheitlichen und umweltbezogenen Risiken von Nanotechnologien an die Bundesregierung gestellt. Unter anderem möchte Die Linke wissen, welche Erkenntnisse der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin über das gesundheitliche Risikopotential von Nanostoffen vorliegen und wie die Bundesregierung die gesundheitliche und ökologische Unbedenklichkeit bei Nanostoffen und nanobasierten Produkten belegt. Weiterhin wird beispielsweise die Frage nach der Beurteilung der Bundesregierung hinsichtlich der Verwendung von Nanostoffen in Lebensmitteln gestellt.

Link zur kleinen Anfrage der Fraktion Die Linke (.pdf, 48 KB)

Bundesverband Medizintechnologie (BVMed) veröffentlicht Informationspapier zu Nanotechnologien in der Medizintechnik

(April 2011) Der Bundesverband der Medizintechnologie (BVMed) hat kürzlich einen Informationspapier zu Nanotechnologien in der Medizintechnik herausgegeben. Das Informationspapier beinhaltet eine Einführung zum Thema Nanotechnologien, Informationen zum Aktionsplan der Bundesregierung sowie Anwendungsbeispiele der Nanotechnologien in der Medizintechnik. Die Anwendungsbeispiele umfassen den Einsatz der Nanotechnologien in folgenden medizinischen Feldern:

  • Nano-Krebstherapien
  • Gelenkimplantate
  • Netzimplantate
  • Knochenersatzmaterial
  • Gefäßprothesen u.a.

Link zur Webseite des Bundesverbands Medizintechnologie

Link zum Informationspapier (.pdf, 132 KB)

Ergebnisse des Workshops des Bundesinstituts für Risikobewertung: unvollständige Datenlage bei gesundheitlichen Risiken von nanoskaligem Silber

(April 2011) Vor Kurzem hat das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gemeinsam mit Experten aus Forschung und Wissenschaft sowie Vertretern von Verbänden und der Industrie einen Workshop durchgeführt. Gegenstand der Diskussionen waren vor allem bestehende Risiken und mögliche Handlungsoptionen zum Schutz des Verbrauchers. Im BfR-Workshop hat sich gezeigt, dass für nanoskaliges Silber bislang nur wenige toxikologische Daten vorliegen. Schlussfolgernd liegt keine abschließende Sicherheitsbewertung für Mensch und Umwelt vor. Deshalb rät das BfR von einem Einsatz von Nanosilber in verbrauchernahen Produkten ab.

Link zum Artikel auf der Webseite des BfR

Link zur Stellungnahme des BfR aus dem Jahr 2009: "BfR rät von Nanosilber in Lebensmitteln und Produkten des täglichen Bedarfs ab" (.pdf, 84 KB)

Joint Research Center (JRC) bewertet die Risiken der Anwendung ausgewählter Nanomaterialien für die menschliche Gesundheit und die Umwelt

(April 2011) Wissenschaftler vom Institut für Gesundheit und Verbraucherschutz (IHCP) des Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission haben grundlegende Risikobewertungen für vier Arten von Nanomaterialien durchgeführt: Fullerene, Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Nano-Silber und verschiedene Metall-Oxide. Die Bewertung dieser Nanomaterialien basiert auf den Leitlinien von REACH.

Die Vorlage hierfür hat das Projekt ENRHES mit dem Report „Engineered Nanoparticles: Review of Health and Environmental Safety“ geliefert. In diesem Bericht wurde eine umfassende und kritische Überprüfung der genannten Nanomaterialen durchgeführt. Anschließend hat das Institut für Gesundheit und Verbraucherschutz diesen Bericht zu Rande gezogen und die Nanomaterialien hinsichtlich möglicher Risiken für Gesundheit und Umwelt bewertet.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die größte Gefährdung für die menschliche Gesundheit durch chronisch inhalative Exposition am Arbeitsplatz entstehen kann. Das erheblichste Risiko für die Umwelt besteht in der Verwendung von metallhaltigen und metalloxidhaltigen Nanomaterialien.

Wichtig zu erwähnen ist, dass öffentlich zugängliche Risiko- und Expositionsdaten für die untersuchten Nanomaterialien begrenzt sind. Deshalb bestehen hohe Unsicherheiten bei den Schlussfolgerungen über mögliche Risiken. Folglich sind weitere Arbeiten in der Erzeugung von Daten und der Methodenentwicklung erforderlich.

Link zum Artikel auf der Webseite des Joint Research Center der Europäischen Kommission

NanoCode Synthesis Report veröffentlicht: Stakeholderbefragung zum Europäischen „Code of Conduct“

(April 2011) Das Europäische Projekt NanoCode hat kürzlich seinen Synthesis Report veröffentlicht. Der Bericht beinhaltet die zentralen Ergebnisse der qualitativen und quantitativen Erhebungen und vermittelt einen Einblick in die Einstellungen der nationalen und internationalen Stakeholder gegenüber dem Europäischen Verhaltenskodex für verantwortungsvolle Forschung im Bereich der Nanowissenschaften und –technologien. Einen zentralen Gegenstand der Untersuchung bildet der Grad der Übereinstimmung und Anwendung des Verhaltenskodex seitens der verschiedenen Stakeholder. Außerdem wurden die Möglichkeiten für Kommunikationsstrategien, Anreize und die Einführung einer effizienten Kontrolle hinterfragt.

Link zum Synthesereport von NanoCode (.pdf, 2,48 MB)

Weltgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt Leitlinien zu Nanomaterialien und der Gesundheit von Arbeitnehmern

(April 2011) Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat sich zum Ziel gesetzt, berufliche Risiken, die durch die Verarbeitung von Nanomaterialien entstehen können, zu thematisieren. Hierfür entwickelt die WHO Leitlinien, um Arbeitnehmer vor den potentiellen Risiken von hergestellten Nanomaterialien zu schützen. Diese Leitlinien sollen die Sicherheit und den Gesundheitsschutz von Arbeitnehmern verbessern, die mit Nanomaterialien in Kontakt treten. Innerhalb der Leitlinie sollen Elemente der Risikobewertung, des Risikomanagements und kontextuelle Fragestellungen integriert werden.

Link zur Veröffentlichung auf der Webseite der WHO

Nano-Definition der Europäischen Kommission steht weiter aus

(April 2011) Die Europäische Kommission hat die Arbeit an einer rechtskräftigen Definition von Nanotechnologien noch nicht fertiggestellt. Wie EurActiv.com meldet, könne nach der öffentlichen Konsultation von letztem Herbst, bei welcher etwa 200 Antworten eingingen, eine fertige Definition bis zum Ende des  Sommers 2011 erwartet werden.

Der vollständige Artikel kann unter dem folgenden Link auf englischer Sprache gelesen werden.

Link zum Artikel auf EurActiv.com

Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften veröffentlicht Dossier zum Anteil der Begleitforschung zur Nanotechnologie in Deutschland, Großbritannien und im EU-Forschungsprogramm

(März 2011) Das Institut für Technikfolgen-Abschätzung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften hat im März 2011 ein Dossier mit dem Titel „Der Anteil der Begleitforschung zur Nanotechnologie in Deutschland, Großbritannien und im EU-Forschungsprogramm“ herausgegeben. Gegenstand des Dossiers ist eine exemplarisch zusammengefasste Auseinandersetzung mit der Förderquote der Begleitforschung zu Nanotechnologien. Das Dossier zeigt, dass ein nationales und europaweites Berichtswesen zur Nanotechnologieförderung fehlt, weshalb die Höhe der tatsächlich getätigten Ausgaben nicht eindeutig bestimmt werden kann. Dieses Dossier widmet sich vor allem der Diskussion der Begleitforschung in zwei beispielhaften Ländern der EU – Deutschland und Großbritannien.

Link zum Herunterladen des Dossiers auf der Webseite der ITA

Link zur Österreichischen Akadamie der Wissenschaften

NanoTrust veröffentlicht drei neue Dossiers zu Nanotechnologien

(März 2011) Das österreichische Forschungsprojekt NanoTrust hat kürzlich drei neue Dossiers veröffentlicht. Ziel des Forschungsprojekts ist es, den Wissensstand über mögliche Gesundheits- und Umweltrisiken der Nanotechnologien kontinuierlich zu erheben, zu analysieren und zusammenzufassen. Die drei neuen Dossiers umfassen:
  • Dossier Nr. 21: "Gibt es neurologische Effekte und Risiken durch synthetische Nanopartikel?"
  • Dossier Nr. 22: "Kohlenstoff-Nanoröhrchen (Carbon Nanotubes) - Teil I: Grundlagen, Herstellung, Anwendung"
  • Dossier Nr. 23: "Der Anteil der Begleitforschung zur Nanotechnologie in Deutschland, Großbritannien und im EU-Forschungsprogramm"
Link zur Webseite von NanoTrust mit Zugang zu den Dossiers

Verhandlungen der Europäischen Union zur Regulierung neuartiger Lebensmittel gescheitert – Nanotechnologien bleiben ohne Kennzeichnung

(März 2011) In der Nacht zum 29. März scheiterten die Verhandlungen zwischen dem Europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union zu einer Reform der Regelung für neuartige Lebensmittel. Die Themen der Verhandlungen betrafen vor allem Nahrungsmittel, die aus geklonten Tieren und aus Nanotechnologien hergestellt werden. In Folge dessen findet keine Neuregelung der Gesetze zu neuartigen Lebensmitteln statt.

Die EU-Abgeordneten stellten fest, dass weitere Kontrollen entwickelt und angewendet werden müssen, um auf Nanotechnologien basierende Lebensmittel auf ihre Sicherheit zu überprüfen. Zudem wird verlangt, dass Lebensmittel, die mit Hilfe von Nanotechnologie hergestellt werden, besonders gekennzeichnet werden, um die Verbraucher darüber zu informieren.

Link zur Pressemitteilung des Europäischen Parlaments

Verhandlungen der Europäischen Union zur Regulierung neuartiger Lebensmittel gefährdet

(März 2011) Gespräche zwischen dem Europäischen Parlament und der Europäischen Kommission zur Aktualisierung einer EU Regulierung von neuartigen Lebensmitteln („novel foods“) sind ins Stocken geraten. Auch im Bereich Nanotechnologien gehen die Verhandlungen weiter.

Das European Environmental Bureau zeigte sich in Bezug auf Nano in Lebensmitteln besorgt, da dieses Thema aus der politischen Aufmerksamkeit verschwinden könnte, wenn die Verhandlungen scheitern.

Das Parlament beantragt ein Moratorium für Lebensmittel, die Nanomaterialien enthalten, bis eine genaue Risikobewertung nachweisen kann, dass diese sicher sind. Zudem plädiert das Parlament für eine Kennzeichnung von Lebensmitteln, die Nanomaterialien enthalten.

Der Rat unterstützt hierbei eher einen milderen Ansatz, da er eine fallabhängige Unterscheidung der Zulassungsverfahren der nanohaltigen Lebensmittel vorsieht, nachdem diese bewertet wurden.

Bisher konnte keine Übereinstimmung der Institutionen erreicht werden. Folglich haben diese nun bis Ende März Zeit, eine Einigung zu erzielen. Sollten sich die Institutionen nicht einigen können, ist der Vorschlag gescheitert.

Link zum Artikel auf EurActiv

Deutscher Bundestag fordert Kennzeichnungspflicht für mit Nanotechnologie behandelte Lebensmittel

(März 2011) Der Deutsche Bundestag hat kürzlich eine neue Meldung veröffentlicht, die die Forderung des Petitionsausschusses nach einer Kennzeichnungspflicht für mit Nanotechnologie behandelte Lebensmittel und Kosmetika thematisiert. In der letzten Sitzung beschlossen die Abgeordneten einstimmig, eine darauf abzielende öffentliche Petition dem Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zur Erwägung zu überweisen sowie den Fraktionen zur Kenntnis zu geben. Zudem soll die Vorlage dem Europäischen Parlament zugeleitet werden.

Die Forderung nach einer Kennzeichnungspflicht wurde mit gesundheitlichen Risiken begründet, die Folge des Einsatzes von Nanopartikeln sein könnten. Nach Auffassung des Ausschusses sind die bisherigen Regulierungsinstrumente angesichts der neuen Anwendung der Nanotechnologie nicht ausreichend. Daher sei eine Kennzeichnungspflicht erforderlich.

Link zur neuen Meldung auf der Webseite des Deutschen Bundestags

Project on Emerging Nanotechnologies (PEN) aktualisiert Bestandsaufnahme künstlich hergestellter nanotechnologiehaltiger Produkte

(März 2011) Das Project on Emerging Nanotechnologies (PEN) hat mehr als 1300 künstlich hergestellte Nanotechnologiehaltige Produkte identifiziert, die auf dem freien Markt erhältlich sind. Aufgrund dessen hat PEN seine Bestandsaufnahme industriell hergestellter Produkte, die Nanotechnologien enthalten, aktualisiert und im Internet zur Verfügung gestellt.

Vor allem im Bereich Gesundheit und Fitness sind mehr als die Hälfte (56 %) der Nanoprodukte angesiedelt, während der zweitgrößte Bereich von nanoskaligem Silber dominiert ist, der im Bereich antimikrobielle Eigenschaften verwendet wird. Die aktualisierte Bestandsaufnahme repräsentiert Produkte aus über 30 verschiedenen Ländern.

Ziel dieser Bestandsaufnahme soll es sein, Hilfe zur Aufklärung der Verbraucher bereitzustellen sowie Regulierungsstellen zu fördern, dass diese interne Kapazitäten zur Bezeichnung von Produkten entwickeln. Die Aktualisierung kennzeichnet hierbei Produkte, die bisher verkauft wurden, aber möglicherweise nicht mehr verfügbar sind.

Link zum Artikel auf der Webseite von PEN

Link zur aktualisierten Bestandsaufnahme nanohaltiger Produkte

Europäische Kommission veröffentlicht zweite Ausgabe des Leitfadens „NanoSafety Cluster 2011“

(Februar 2011) Die Europäische Kommission hat kürzlich die zweite Ausgabe ihres Leitfadens zum Thema Nanosicherheit herausgegeben. Die wichtigsten Ziele des Clusters Nanosicherheit („NanoSafety“), ein für Projekte und Akteure offenes Forum, sind die Herstellung von Synergien zwischen verschiedenen Projekten, die sich mit Sicherheitsaspekten von Nanotechnologien beschäftigen, die Zusammenarbeit verschiedener Forscher/innen für die Hervorhebung der Bedeutung von Nanotechnologien, die politische Ausgestaltung sowie die Planung künftiger Maßnahmen und internationaler Zusammenarbeit im Bereich Nanosicherheit. Im Handbuch werden verschiedene europäische und internationale Projekte detailliert vorgestellt, die sich mit der Sicherheit von Nanotechnologien auseinandersetzen. Diese Projekte betreffen beispielsweise NanoSafe II, ENPRA, NANOMUNNE und zahlreiche andere.

Link zur Veröffentlichung "NanoSafety Cluster 2011" (.pdf, 5,07 MB)

Link zu weiteren Informationen zum NanoSafety Cluster

Joint Research Centre: Europäische Sammlung von Nanomaterialien zur Verbesserung der Sicherheitsbeurteilung

(Februar 2011) Die Forschungsstelle der Europäischen Kommission für Referenzmaterialien und -messungen des Joint Research Centre (JRC) hat die erste europäische Sammlung von Nanomaterialien eingeführt. Die Sammlung beinhaltet 25 verschiedene Typen von Nano-Referenzmaterialien. Mit Hilfe der Sammlung soll die Sicherheitsbeurteilung unterstützt und der Verbraucherschutz und das Vertrauen in zahlreiche innovative Anwendungen und Produkte gestärkt werden.

Link zur Pressemitteilung des JRC (.pdf, 161,35 KB)

Link zur Website des JRC

Stellungnahme des UBA und des BfR zu einem möglichen Krebsrisiko von Nanomaterialien und freigesetzten Nanopartikeln

(Februar 2011) Das Umweltbundesamt und das Bundesinstitut für Risikobewertung haben am 16. Februar 2011 eine Beurteilung veröffentlicht, ob von Nanotechnologien und Nanomaterialien ein potenzielles Krebsrisikos ausgeht. Das Gutachten wurde bereits im April 2010 an das auftraggebende Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit übersandt und in der NanoKommission diskutiert.

Aufgrund fehlender Daten kommen die beiden Institute zum Schluss, dass man die untersuchten Materialien noch nicht mit Sicherheit als "potenziell krebserzeugend für den Menschen" einstufen kann. Trotz der noch bestehenden Unsicherheiten seien die Befunde zum Potenzial einiger Materialien jedoch ernstzunehmen. Die beiden Institute betonen, dass man zum derzeitigen Kenntnisstand das Gefährdungspotenzial nur stoffbezogen und im Einzelfall beurteilen kann.

Link zur Stellungnahme

Link zur Website des BfR

Link zur Website des UBA

Neue Form der Nanodebatte: Nanotechnology – Unplugged

(Februar 2011) Unter dem Titel "Nanotechnology-Unplugged", initiiert durch die University of Michigan, kann sich die interessierte Öffentlichkeit aktiv an der Diskussion rund um das Thema Nanotechnologien beteiligen. Moderiert wurde das neuartige Format von Andrew Maynard, dem Direktor des Risikoforschungszentrums der University of Michigan. Die Online-Diskussion wurde erstmals im Februar mit einigen Experten sowie der interessierten Öffentlichkeit über einen webcast durchgeführt. Es wurde zu folgenden Inhalten debattiert:

  • Was ist Nanotechnologie?
  • Welche Bedeutung hat Nanotechnologie für die menschliche Gesundheit?
  • Wie kann eine Gesellschaft sicher und verantwortungsbewusst mit Nanotechnologien umgehen?

In Zukunft sollen weitere solcher Onlinediskussionen folgen.

Link zur Webseite von Nanotechnology – Unplugged

Link zum aufgezeichneten Webcast

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) richtet Sonderinformationsdienst zu Nanotechnologien ein

(Februar 2011) Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) bietet seit kurzem auf ihrer Webseite Informationsdienste zu verschiedenen Themen an. Die Informationsdienste enthalten neu eingespeicherte Literatur mit bibliografischen Angaben und Kurzreferaten. Zum Thema Nanotechnologien hat die BAuA einen Sonderinformationsdienst für die Jahre 2008-2010 eingerichtet. Das Dokument steht zum kostenlosen Download zur Verfügung.

Link zum Sonderinformationsdienst Nanotechnologie (.pdf, 338 KB)

Broschüre der OECD "Nanosafety at the OECD: The First Five Years 2006-2010"

(Februar 2011) Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat kürzlich eine Broschüre herausgegeben, die sich vor allem mit dem Thema Nanosicherheit während der Jahre 2006-2010 auseinandersetzt. Konkrete Inhalte der 15-seitigen Broschüre sind in Form von drei Fragestellungen formuliert:

  1. Was ist Nanotechnologie?
  2. Warum Nanosicherheit?
  3. Warum beschäftigt sich die OECD mit der Sicherheit von hergestellten Nanomaterialien?
Link zur Broschüre (.pdf, 180 KB)

Ergebnisse der zweiten NanoDialog-Phase 2009-2011: Bericht und Empfehlungen der NanoKommission der deutschen Bundesregierung 2011

(Januar 2011) Die NanoKommission der Bundesregierung hat kürzlich ihren Schlussbericht mit dem Titel "Verantwortlicher Umgang mit Nanotechnologien: Bericht und Empfehlungen der NanoKommission 2011." herausgegeben. In diesem Bericht werden Arbeitsschwerpunkte und Ergebnisse der zweiten Arbeitsphase der NanoKommission aus den Jahren 2009-2011 vorgelegt. Hierbei entwickelte die NanoKommission:

  • Anregungen zur besseren Umsetzung der fünf Prinzipien zum verantwortlichen Umgang mit Nanomaterialien
  • Grundlagen für einen Leitfaden zur Gegenüberstellung von Nutzen- und Risikoaspekten von „Nano-Produkten“
  • Kriterien zur vorläufigen Risiko-Einschätzung von Nanomaterialien hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf Mensch und Umwelt
  • eine Stellungnahme zum Regulierungsbedarf
  • Empfehlungen zur Entwicklung eines Leitbildes „Nachhaltige Nanotechnologien – Green Nano“

Link zum Schlussbericht der NanoKommission (.pdf, 3,35 MB)

Link zur Webseite des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit mit Zugriff auf den Schlussbericht und die Ergebnisse der Arbeitsgruppen

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) veröffentlicht neue Broschüre: Nanomaterialien - Anwendungen im Umweltbereich

(Januar 2011) Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz des Landes Baden-Württemberg (LUBW) hat kürzlich eine neue Broschüre zu Nanomaterialien im Umweltbereich herausgegeben. Die Broschüre stellt Beispiele für den Einsatz von Nanomaterialien vor, die zu Umweltentlastungen führen können. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf praxisreifen oder bereits etablierten Anwendungen. Nanomaterialien im Umweltschutz sind jedoch ein relativ junges Technologiefeld, daher werden in dieser Broschüre auch innovative Lösungsansätze vorgestellt, die sich noch im Forschungs- und Entwicklungsstadium befinden. Hierbei werden folgende Anwendungen im Umweltbereich thematisiert:

  • Wasser
  • Luft
  • Boden
  • Energie/Klima
  • Ressourcen- und Materialeffizienz
Link zur Broschüre der LUBW (.pdf, 2,26 MB)

Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) führt Dialog-Forum "Nanomaterialien am Arbeitsplatz" durch

(Januar 2011) Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat im Januar 2011 eine Pressemitteilung zur ebenfalls im Januar durchgeführten Dialogveranstaltung "Nanomaterialien am Arbeitsplatz" herausgegeben.

Mehr als 200 Teilnehmer aus Betrieben und Behörden nahmen am Dialog-Forum in Dortmund teil. Im Zentrum der Veranstaltung standen Forschungsergebnisse und praktische Hilfestellungen der BAuA, die zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz beitragen. Dabei machte das Forum deutlich, dass die langjährigen Erfahrungen zum Schutz vor Fein- und Ultrafeinstäuben am Arbeitsplatz auch eine gute Basis für den sicheren Umgang mit Nanomaterialien bilden.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite der BAuA

Bundesregierung beschließt Aktionsplan Nanotechnologie 2015

(Januar 2011) Die Bundesregierung hat am 12. Januar 2011 den Aktionsplan Nanotechnologie 2015 beschlossen. Da die Bundesregierung den Nanotechnologien großes wirtschaftliches Potenzial zuspricht, wird die vor drei Jahren begonnene Förderung weitergeführt und bis 2015 sollen jährlich rund 400 Millionen Euro in Nanotechnologie-Projekte fließen.

Einen Schwerpunkt legt der Aktionsplan auf die Erforschung möglicher Risiken und auf die Information der Bürger.

Der Aktionsplan Nanotechnologie umfasst folgende sechs Aktionsfelder:

  • Forschung fördern und Technologietransfer intensivieren
  • Die Wettbewerbsfähigkeit am Standort Deutschland sichern
  • Die Risiken der Nanotechnologie erkennen, um so für einen sicheren und verantwortlichen Umgang sorgen zu können
  • Die Rahmenbedingungen verbessern
  • Die Kommunikation intensivieren und auch weiterhin mit der Öffentlichkeit Dialoge zu führen
  • Die deutsche Spitzenposition durch internationale Kooeprationen ausbauen

Link zum Aktionsplan 2015 (.pdf, 5,51 MB)

Link zur Seite des BMBF

Sicherheitsdatenblatt (SDB) der Schweiz: Leitfaden für synthetische Nanomaterialien

(Dezember 2010) Im Dezember 2010 haben verschiedenste schweizer Initiatoren, wie beispielsweise das BAFU, das BAG und andere, einen Leitfaden für synthetische Nanomaterialien herausgegeben. Dieser Leitfaden stellt eine erste konsolidierte Fassung dar und wird im Laufe des Jahres 2011 überarbeitet und folglich nochmals als aktualisierte Fassung veröffentlicht.

Folgende Zielsetzung wird mit Hilfe des Leitfadens angestrebt:

  1. Es soll aufgezeigt werden, welche Informationen notwendig sind, um den sicheren Umgang mit Nanoobjekten und Produkten, die Nanoobjekte enthalten, zu gewährleisten.
  2. Der Leitfaden soll Hilfestellung bieten, wie die relevanten Informationen identifiziert werden können und in welcher Form sowie an welcher Stelle sie im SDB aufzuführen sind.
  3. Mitarbeitende von Betrieben, die synthetische Nanoobjekte herstellen oder weiter verarbeiten, sollen bezüglich den besonderen Eigenschaften dieser Materialien sensibilisiert werden.
Link zur Webseite der Schweizerischen Eidgenossenschaft mit Zugang zum kostenlosen Download des pdf.-Dokuments

Start der Bildungsplattform Swiss Nano-Cube

(Dezember 2010) In der Schweiz wurde kürzlich eine neue interaktive Wissens- und Bildungsplattform namens „Swiss Nano-Cube“ zu Mikro- und Nanotechnologien lanciert und online gestellt. Ziel dieser Plattform soll es sein, dass Interesse für technisch-naturwissenschaftliche Themen bei Jugendlichen zu wecken und praxisrelevantes Wissen zu Nanotechnologien an Berufsfachleute zu vermitteln. Initiatoren der Plattform sind die Innovationsgesellschaft St. Gallen und das Eidgenössische Hochschulinstitut für Berufsbildung EHB. Verschiedene Bundesämter und private Organisationen unterstützen das Projekt.

Link zu weiteren Informationen zu Swiss Nano-Cube

Link zur Webseite von Swiss Nano-Cube

Schlussbericht der Schweizer "Dialogplattform Nano" veröffentlicht

(Dezember 2010) Das Schweizer Bundesamt für Gesundheit (BAG), welches 2009 eine Dialogstaffel mit dem Namen "Dialogplattform Nano" abhielt, veröffentlicht nun den dazugehörigen Schlussbericht. Neben der Prozessbeschreibung und dem inhaltlichen Diskussionsverlauf befinden sich im Anhang Vorschläge, auf welche Art und Weise Konsumenten und Konsumentinnen über Nanotechnologien informiert werden könnten.

Link zum Download einer Kurzfassung des Berichts

Link zum Download des Schlussberichts

Link zur Website des BAG

Working Party on Manufactured Nanomaterials der OECD veröffentlicht zwei neue Dokumente

(Dezember 2010) Die „Working Party on Manufactured Nanomaterials“ (WPMN) der OECD hat eine überarbeitete Fassung ihrer Liste von hergestellten Nanomaterialien sowie eine Liste von Endpunkten für das Testen von hergestellten Nanomaterialien herausgegeben. Die aktuelle Liste stellt immer eine Momentaufnahme dar. Es wurde bei der Liste der Nanomaterialien beispielsweise entschieden, „carbon black“ (=Industrieruß) und Styropor von der Liste zu entfernen, während „gold nanoparticles“ hinzugenommen wurden. Die Liste der Endpunkte zur Testung von hergestellten Nanomaterialien beinhaltet hingegen folgende Schwerpunkte:

  • Informationen über das Nanomaterial
  • Physikalisch-Chemische Eigenschaften und Materialeigenschaften
  • Umweltverhalten
  • Umwelttoxikologie
  • Toxikologie der Säugetiere
  • Materialsicherheit

Link zum Dokument I (.pdf, 244 KB)

Ein weiteres Dokument namens „Compilation of nanomaterial exposure mitigation guidelines relating to laboratories" beinhaltet eine Zusammenstellung von Richtlinien, die die Expositionsminderung von Nanomaterialien thematisieren. Hierbei wird ein Überblick über kürzlich veröffentlichte Leitfäden in Bezug auf die Nutzung von Nanomaterialien gemäß Labormaßstäben gegeben. Die Zusammenstellung wurde wie folgt unterteilt:

  1. Bestimmte Leitlinien für Nanomaterialien in Laboratorien
  2. Allgemeine Leitlinien für Nanomaterialien in Hinblick auf Laboratorien
  3. Generelle Leitlinien der Laboratorien in Bezug auf Nanomaterialien

Link zum Dokument II (.pdf, 644 KB)

Link zur Nanotechnologieseite der OECD

Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) veröffentlicht Nanodatenbank

(Dezember 2010) Der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. hat eine Datenbank mit über 200 Alltagsprodukten, die angeblich bereits Nanomaterialien enthalten, veröffentlicht.

Der BUND möchte mit der Datenbank auf die fehlende und aus Sicht des Umweltverbandes notwendige Kennzeichnungspflicht aufmerksam machen. Darüber hinaus möchte die Orgnaisation zur Verbraucheraufklärung beitragen.

In der Datenbank befinden sich Artikel wie Zahnpasten, Wandfarben, Tierpflegemittel und Bettwäsche.

Link zur Nano-Datenbank

Link zur Nanotechnologie-Seite des BUND

Risikomanagement von Nanotechnologien in der Versicherungsbranche: Positionspapier zum Aufkommen einer Risiko-Initiative

(November 2010) Das CRO-Forum - eine professionelle Risikomanagementgruppe , die sich aus Mitgliedern verschiedenster Versicherungen zusammensetzt - hat kürzlich ein Positionspapier zum Risikomanagement von Nanotechnologien in der Versicherungsbranche veröffentlicht. Das Interesse der Versicherer besteht darin, ein besseres Verständnis der Nanotechnologien zu erlangen und schlussfolgernd Risikobewusstsein, Risikomanagement und die Versicherbarkeit von Nanotechnologien zu fördern. 

Die Versicherungs-und Risikomanagement-Branchen haben die Möglichkeit, mit anderen Akteuren zusammenzuarbeiten, um Wissenslücken im Bereich der Nanotechnologien vor allem in vier Schlüsselbereichen zu schließen:

  1. Standards für die Risiko- und Sicherheitsanalyse von Nanotechnologien
  2. Gefahrenforschung im Bereich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit
  3. Regulierende Ausrichtung
  4. Risikobewertung  

Link zum Positionspapier (.pdf, 4,25 MB)

Link zur Webseite von CRO

Bundesregierung beantwortet kleine Anfrage der SPD

(November 2010) In einer Antwort vom 15. November 2010 bezieht die Regierung  nun Stellung zu der Ende Oktober gestellten kleinen Anfrage durch die SPD-Fraktion. In dieser Anfrage forderten die Abgeordneten die Regierung auf, ihre Sicht zu "Stand und Perspektiven der Nanotechnologien in Deutschland" zu erläutern. In der Drucksache 17/3771 können nun die Antworten der Regierung auf die insgesamt 59 Einzelfragen eingesehen werden.

Link zur Pressemitteilung

Link zur Drucksache 17/3771

Verantwortlicher Umgang mit Nanomaterialien in der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) auf Grundlage der Prinzipien der NanoKommission der Bundesregierung

(November 2010) Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) hat kürzlich einen Bericht mit dem Titel „Forschung und Entwicklung zu Nanomaterialien am Arbeitsplatz“ im Rahmen der 3. NRW Nano-Konferenz vom September 2010 in Dortmund veröffentlicht.

Anlässlich des Forschungs- und Entwicklungsprogramms 2010-2013 legt die BAuA den Fokus auf den Forschungsschwerpunkt „Nanomaterialien“ im Zusammenhang mit folgenden Aktivitätsfeldern:

  • Arbeitsplatzbelastungen bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien
  • Toxikologische Risikocharakterisierung
  • Beiträge zur Vorsorgestrategie für Nanomaterialien

Im Rahmen dieser Aktivitäten mit Nanomaterialien verpflichtet sich die BAuA über die gesetzlichen Vorgaben hinaus zur Einhaltung der Prinzipien der NanoKommission.

Link zum Bericht (.pdf, 224 KB)

Link zum Forschungs- und Entwicklungsprogramm der BAuA für die Jahre 2010-2010 (.pdf, 296 KB)

Antrag zum Stopp von Nanosilber in verbrauchernahen Produkten an die Bundesregierung

(November 2010) Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen forderten zusammen mit einigen weiteren Abgeordneten in einem Antrag vom 10.11.2010 die Bundesregierung dazu auf,

  1. Das Inverkehrbringen von verbrauchernahen Produkten mit Nanosilber zu verbieten.
  2. Eine Liste aller bis zum Verbot von Nanosilber produzierten und in Deutschland auf dem Markt erhältlichen verbrauchernahen Produkten zu erstellen und diese der interessierten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Mit verbrauchernahen Produkten sind hier beispielsweise Verpackungen von Obst und Gemüse, Kosmetik, Computertastaturen, Socken, Unterwäsche oder Zahnbürsten gemeint, d.h. Produkte, mit denen der Verbraucher täglich in Berührung kommt, die in direkten Kontakt mit der Haut kommen oder verzehrt werden.

Link zum Antrag (.pdf, 68 KB)

Link zur Pressemitteilung

Forschungsprojekt der Hans-Böckler-Stiftung: Nanotechnologie - Innovationsmotor für den Standort Deutschland

(November 2010) Die Hans-Böckler-Stiftung hat in Kooperation mit der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) ein Forschungsprojekt zum Thema "Nanotechnologie - Innovationsmotor für den Standort Deutschland" durchgeführt. Im Zentrum stehen die Untersuchung und Dokumentation des Einsatzes von Nanotechnologien in Anwendungen, Produkten und Produktionen. Grundlage für die Ergebnisse zu den Kriterien technologischer Stand und Produktion, Bedeutung für den Industriestandort Deutschland, Standortfaktoren und internationale Arbeitsteilung, bilden sechs Fallbeispiele:

  1. Kohlenstoffnanoröhrchen (CNT)
  2. Bio(DNA)-Chips
  3. Nanomembranen
  4. Nanosilber-Produkte
  5. Organische Photovoltaik (OPV)
  6. Lithium-Ionen-Batterien

Die Fallbeispiele können sowohl im nationalen Kontext - bezogen auf Deutschland - als auch im internationalen Kontext - mittels der Recherche in Großbritannien, den USA und Taiwan - analysiert und eingeordnet werden.

Link zur Webseite der IG BCE

Link zur Zusammenfassung der Ergebnisse (.pdf, 168 KB)

Kritische Betrachtung des BUND zu Chancen und Risiken von Nanotechnologien zur Lösung von Umweltproblemen

(November 2010) Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hat mit seiner Partnerorganisation Friends of the Earth (FoE) eine Studie veröffentlicht, die die Chancen und Risiken von Nanotechnologien zur Lösung von Umweltproblemen kritisch betrachtet. Hierbei werden verschiedene Umweltbereiche wie Wasser, Energie, Abfall und Konsum hinsichtlich verschiedenster Aspekte analysiert:

  • Nutzenversprechen
  • technische Machbarkeit und Komplexität
  • tatsächliche Vorteile und positive Auswirkungen für die Gesellschaft
  • Umwelt-, Gesundheits- und Sicherheitsprobleme
  • Kommerzielle Verfügbarkeit
  • Möglichkeit der Kostenreduktion im Vergleich zu Alternativen

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite des BUND

Link zur Broschüre der deutschen Zusammenfassung "Löst Nanotechnologie unsere Umweltprobleme? Eine kritische Betrachtung der Chancen und Risiken" (.pdf, 404 KB)

Link zum vollständigen Bericht der FoE "Nanotechnology, climate and energy: over-heated promises and hot air?" (.pdf, 4,16 MB)

Eurobarometer zu Biotechnologien/Nanotechnologien

(November 2010) Die Europäische Kommission hat die Eurobarometer-Umfrage "Europeans and Biotechnology in 2010" veröffentlicht. Bei den Eurobarometer-Berichten handelt es sich um Umfragen, die bereits seit 1973 zur öffentlichen Wahrnehmung verschiedener Themen in Europa durchgeführt werden.

Der aktuelle Bericht geht explizit auf Nanotechnologien ein. Die Ergebnisse aus Deutschland zu diesem Bereich können wie folgt zusammengefasst werden:

- 43,4 % der Deutschen schreiben Nanotechnologien positive Effekte zu (EU 41,1 %), negative Effekte sehen 12,6 % (EU 10,0 %). Keine Angaben machen 37,0 % (EU 40,3 %).

- Das Wissen der Deutschen liegt deutlich über dem EU-Durchschnitt: 64,7 % der Befragten haben den Begriff schon gehört (EU 46, 3% ), 35,3 % haben noch nie etwas von Nanotechnologien gehört (EU 53,7%). Viele weitere Details finden Sie im Bericht.

Link zum Bericht

Kleine Anfrage der SPD zu Stand und Perspektive der Nanotechnologien in Deutschland

(November 2010) Die Abgeordneten der SPD-Fraktion fordern mittels einer kleinen Anfrage (vom 27.10.2010) die Bundesregierung dazu auf, zum Thema "Stand und Perspektiven der Nanotechnologien" Stellung zu nehmen. Die Anfrage umfasst insgesamt 59 Einzelfragen, die sich unter anderem mit der Suche nach einer einheitlichen Definition, Arbeitsschutzregelungen und der angestrebten Kennzeichnungspflicht auseinandersetzen. Der komplette Fragenkatalog kann in der Drucksache 17/3557 eingesehen werden.

Link zur Pressemitteilung

Link zur Drucksache 17/3557

Umweltbundesamt publiziert eine neue Studie zur Freisetzung von Nanopartikeln in die Umwelt

(November 2010) Das Umweltbundesamt veröffentlichte kürzlich eine Studie, in der Nanopartikel-Emissionen von vier spezifischen Produkten während deren Lebenszyklen analysiert werden. So wird je ein Produkt mit enthaltenem Nanosilber (Wischtücher), Titandioxid (Außenwandfarbe), Carbon Black (Reifen) und Ceroxid (als Additiv in Dieselkraftstoff) untersucht.  Außerdem werden die unterschiedlichen Faktoren erläutert, die eine Freisetzung von Nanomaterialien beeinflussen (Art und Form der Nanopartikel oder Materialien, Funktionsweise und Anwendung sowie die Entsorgung der Produkte). Aufgrund der geringen Datenbasis könne laut der Studie noch keine verallgemeinernde Aussagen zu Emission und Exposition getroffen werden; es wird jedoch ein Forschungsdefizit festgestellt.

Die Veröffentllichung kann auf der Website des Umweltbundesamts kostenlos heruntergeladen werden.

Link zur Website des Umweltbundesamts

Link zum Download der Veröffentlichung

Europäische Kommission veröffentlicht Vorschlag zur Definition des Begriffes "Nanomaterial"

(Oktober 2010) Die Europäische Kommission hat einen Entwurf zum Vorschlag einer Definition zu Nanomaterialien herausgegeben. Bis zum 19. November können interessierte Stakeholder ihre Sicht zur dargelegten Definition einbringen. Der Entwurf wurde vor allem durch das Joint Research Center (JRC) und SCENIHR zusammengestellt, unter Einbeziehung verschiedenster Arbeiten internationaler Organisationen und Drittstaaten.

Der vorliegende Entwurf zur Definition von Nanomaterialien beinhaltet drei wesentliche Kriterien, die im Originaldokument eingesehen werden können. Im Falle dessen, dass eines dieser Kriterien erfüllt ist, gilt ein Material als Nanomaterial. Der Entwurf wurde vorerst für den Konsultationsprozess entwickelt und bildet keine finale Position der Europäischen Kommission.

Link zum Definitionsvorschlag auf der Website von DG Environment

Link zum Originaldokument der Europäischen Kommission in englischer Sprache (.pdf, 28 KB)

Link zu Hintergrundinformationen zum Vorschlag sowie einer Email-Adresse, um an der Konsultation teilnehmen zu können (.pdf, 16 KB)

Link zu weiteren Informationen

BEUC Liste mit Nano-Produkten auf dem europäischen Markt erweitert.

(Oktober 2010) BEUC ist der Dachverband der europäischen Verbraucherorganisationen, der sich bereits seit 2007 mit Nanotechnologien beschäftigt.

Im Jahr 2009 veröffentlichte die Organisation eine Liste mit Produkten, die Nanomaterialien enthalten oder damit werben und bereits auf dem europäischem Markt verkauft wurden. Diese Liste wurde nun aktualisiert und auf 475 Einträge erweitert (2009 waren es 151 Produkte).

Link zur Excelliste mit Nano-Produkten

Link zur Website der BEUC

Symposium der ISSA zu Chancen und Risiken der Nanotechnologien

(Oktober 2010) Im Oktober 2010 fanden sich mehr als 200 europäische und amerikanische Spezialisten zusammen, die auf dem Gebiet der Nanotechnologien tätig sind, um die Chancen und Risiken dieser Technologie im Bereich der Industrie und Medizin zu diskutieren. Zudem wurde die zukünftige Regulation der Nanotechnologien auf nationaler und internationaler Ebene auf die Agenda gesetzt. Die Diskussion fand innerhalb eines Symposiums in Luzern/Schweiz statt und wurde durch die Internationale Vereinigung für soziale Sicherheit (ISSA) organisiert.

Link zu weiteren Informationen auf der Webseite der ISSA (in englischer Sprache)

Link zur Webseite der ISSA

BG BAU veröffentlicht Liste mit Nano-Produkten für die Bauwirtschaft

(Oktober 2010) Auf der Webseite der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) kann eine Liste heruntergeladen werden, die Bau- und Reinigungsprodukte benennt, die Nanopartikel enthalten.

Die Tabelle ist nach Produktname, Anwendung, Hersteller und ausführenden Bemerkungen differenziert. Es wird ebenfalls unterschieden, ob tatsächlich Nanopartikel enthalten sind, nur damit geworben wird oder fest in  einer Matrix eingebundene Nanopartikel bestandteil des Produktes sind. Ebenfalls in die Liste integriert sind allgemeine, für den Arbeitsschutz relevante Informationen für einen sicheren Umgang mit Nanotechnologien.

Link zur Liste mit Nano-Produkten

Link zur BG BAU-Seite

Branchendialog des BMBF „NanoCleantech“: Nanotechnologien und Neue Materialien für die Umwelttechnik

(September 2010) Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat im September 2010 in Zusammenarbeit mit zahlreichen Experten auf dem Gebiet der Nanotechnologien den Branchendialog „NanoCleantech“ durchgeführt. Ziel des Dialoges war es, Potenziale und Herausforderungen der Nanotechnologie transparent zu machen sowie die Verbreitung und Diffusion von BMBF geförderten Forschungsergebnissen in der Praxis zu unterstützen. Weiterhin soll die Vernetzung zwischen Werkstoff- und Nanotechnologieakteuren mit der Umweltbranche verbessert werden. Deshalb wurde der Branchendialog innerhalb der IFAT (Weltleitmesse für Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling) durchgeführt, um die Nähe zur Umweltbranche zu gewährleisten.

Folgende Themenbereiche wurden im Zuge des Workshops in den Fokus gestellt:

  • Katalyse zur Schadstoff-/Abfallvermeidung
  • Filtrations- und Membrantechnik zur Schadstoffabtrennung
  • Nanomaterialien für die Bionik
  • Nanooptimierte Sensoren für die Umwelttechnik
  • Recycling von Nanomaterialien
Link zum Flyer des Branchendialoges (.pdf, 552 KB)

Link zu einzelnen Präsentationen der Experten im Zuge des Branchendialoges

7. Nanotechnologieforum Hessen: "Europäische Dimension der Nanotechnologie – Von der Forschung zur Anwendung"

(September 2010) Am 1. Dezember 2010 findet das 7. Nanotechnologieforum in Darmstadt statt. Ziel dieser jährlichen Fachkonferenz soll es diesmal sein, heimischen Unternehmen anwendungsrelevante Ergebnisse ausgewählter Nanotechnologie-Förderprojekte und Erfahrungen mit europäischen Förderinstrumenten zugänglich zu machen. Das Nanotechnologieforum wird von der Aktionslinie Hessen-Nanotech in Kooperation mit der länderübergreifenden Initiative nanoValley.eu initiiert.

Link zu weiteren Informationen zur 7. Nanotechnologiekonferenz

Link zur Online-Anmeldung für die kostenlose Teilnahme an der Fachkonferenz

NanoGEM-Projekt gestartet: Nanostrukturierte Materialien – Gesundheit, Exposition und Materialeigenschaften

(September 2010) Das Forschungsprojekt NanoGEM wurde von universitären und privaten Forschungseinrichtungen, der Industrie und Behörden ins Leben gerufen. Aufgabe von NanoGEM soll es sein, offene Fragen der nachhaltigen Entwicklung und Risikoabschätzung mit speziell angepassten Strategien zu beantworten. Das Projekt umfasst eine Laufzeit von drei Jahren. Es ist im August 2010 gestartet und endet voraussichtlich im Juli 2013. Die Projektleitung übernimmt das Institut für Energie- und Umwelttechnik in Kooperation mit zahlreichen Partnern.

Link zu weiteren Informationen zum Projekt NanoGEM

Link zur Pressemitteilung des Instituts für Energie- und Umwelttechnik (.pdf, 111 KB)

NanoCode veröffentlicht Report zur verantwortungsvollen Entwicklung der Nanotechnologien

(September 2010) Das Projekt NanoCode hat kürzlich einen synthetischen Report mit dem Titel „Synthesis report on codes of conduct, voluntary measures and practices towards a responsible development of N&N“ herausgegeben, der einen Überblick über derzeitige Verhaltensregeln („Codes of Conduct“), freiwillige Maßnahmen sowie Praktiken zur verantwortungsvollen Entwicklung der Nanowissenschaften und Nanotechnologien (N&N) bietet. Der Report beinhaltet Informationen aus einzelnen Länderberichten von jedem der Partner des Projektes NanoCode. Hierbei werden Informationen über verschiedenste Länder der Europäischen Union geliefert, die verantwortungsvolle Entwicklungen im Bereich der Nanotechnologien vorangetrieben haben.

Link zur Veröffentlichung (.pdf, 1,06 MB)

Link zu weiteren Informationen zum Projekt NanoCode

OECD Tour de Table Bericht: Laufende Aktivitäten zu Sicherheit und Risiken von Nanomaterialien

(September 2010) Aus der Serie "Current Developments/Activities on the Safety of Manufactured Nanomaterials" der OECD ist ein neuer Bericht zu laufenden und geplanten Aktivitäten zur Sicherheit von synthetischen Nanomaterialien in OECD-Mitgliedstaaten und Nicht-Mitgliedstaaten erschienen. Dieses Treffen der OECD-Arbeitsgruppe für synthetische Nanomaterialien (WPMN) fand vom 7. bis 9. Juli in Paris statt. Hiermit sollen Delegationen und andere Interessengruppen eine Momentaufnahme zu Aktivitäten in Zusammenhnag mit Nanomaterialien auf nationaler und internationaler Ebene erhalten. Der Report enthält ebenso schriftliche Berichte von internationalen Organisationen, einschließlich der Ernährungs-und Landwirtschaftsorganisation der International Organization for Standardization, der Vereinten Nationen und der Weltgesundheitsorganisation.

Link zum Dokument der OECD

U.S. Umweltschutzbehörde veröffentlicht „signifikante neue Regeln“ für die Verwendung von einwandigen und mehrwandigen Nanoröhrchen

(September 2010) Die U.S. Umweltschutzbehörde (EPA) hat im September 2010 die endgültige Fassung ihrer „Significant New Use Rule“ für zwei verschiedene Kohlenstoff-Nanoröhrchen veröffentlicht. Ziel ist es, die sichere Verwendung von hergestellten Nanomaterialien zu gewährleisten und zu regulieren. Die „SNUR“ verpflichtet Unternehmen, die Kohlenstoffnanoröhrchen herstellen oder einführen, dazu, dies der EPA innerhalb von 90 Tagen mitzuteilen. Funktion dieser Meldepflicht soll es sein, frühzeitig die Sicherheit der geplanten Verwendung zu überprüfen und zu ermitteln, um entscheiden zu können, ob zusätzliche Daten oder Beschränkungen zu diesen gerechtfertigt sind. Auch Auflösungen der Nanoröhrchen in Wasser werden laut „SNUR“ verboten.

Link zur Veröffentlichung im Federal Register (.pdf, 182 KB)

Link zu weiteren Informationen zu SNUR auf der Webseite der EPA

EU-Ratspräsidentschaft: Konferenz zur Rückverfolgbarkeit von Nanomaterialien im Rahmen von REACH

(September 2010) Im Zuge der belgischen Ratspräsidentschaft wurde am 14. September 2010 eine Konferenz zur Rückverfolgbarkeit von Nanomaterialien durchgeführt. Im Mittelpunkt der Diskussion stand eine Anpassung des Chemikaliengesetzes REACH zur besseren Regulierung von Nanomaterialien. So soll im Zuge der Überarbeitung von Regulierungen zu Nanomaterialien/-technologien im Jahr 2011 auch eine einfachere Registrierung von Nanomaterialien, die in Mengen unter einer Tonne pro Jahr hergestellt werden, sowie die Bekanntgabe aller im Markt verwendeten Nanomaterialien durch die Industrie thematisiert werden.

Link zur Pressemitteilung der belgischen Ratspräsidentschaft

Link zur Meldung auf Euractiv.com

ISO veröffentlicht technischen Report zur Klassifizierung und Kategorisierung von Nanomaterialien

(August 2010) Der neue technische Report „Nanotechnologies – Methodology for the classification and categorization of nanomaterials” (ISO/TR 11360:2010) der ISO beinhaltet eine global harmonisierte Methodik bei der Klassifizierung und Kategorisierung von Nanomaterialien.

Um die aufsteigende Nanotechnologie weiterentwickeln zu können, ist ein klares logisches Verständnis und somit eine konkrete Klassifizierung der Nanomaterialien von Nöten. Die ISO/TR 11360 führt ein System namens „nano-tree“ ein, welches Nanotechnologie-Konzepte in einen logischen Zusammenhang bringt, indem die Beziehungen zwischen den Materialien in einer Art Verzweigung dargestellt werden. Die grundlegendsten gemeinsamen Eigenschaften der Materialien werden in diesem Sinne als Baumstamm definiert und zudem werden die Nanomaterialien hinsichtlich ihrer Struktur, chemischer Natur und anderen Eigenschaften unterschieden.

ISO/TR 11360 wurde vom technischen Komitee ISO/TC 229 der ISO entwickelt.

Link zu weiteren Informationen auf der Webseite der ISO

Link zur Veröffentlichung der ISO/TR 11360 (kostenpflichtig)

BfR bewertet in Sonnenschutzmitteln verwendetes Zinkoxid nach derzeitigem Kenntnisstand als unbedenklich

(August) In der Anfang August veröffentlichten Stellungnahme zu Zinkoxid äußert sich das Bundesinstitut für Risikobewertung hinsichtlich dessen Verwendung in Sonnenschutzmitteln. So sei die Verwendung von ZnO als UV-Filter "gesundheitlich unbedenklich, wenn die Höchstkonzentration von 25 % Zinkoxid eingehalten" werde. Eine abschliessende Risikobewertung des "Wissenschaftlichen Ausschusses für Verbrauchersicherheit" (SCCS) der Europäischen Kommission stehe momentan noch aus.

Die wissenschaftliche Begründung ist in der Stellungnahme, die auf der Homepage des BfR zur Verfügung steht, enthalten.

Link zur Website des BfR

Link zur Stellungnahme (.pdf, 42,97 KB)

U.S. Umweltzschutzbehörde verkündet Kommentarperiode zur geplanten „Significant New Use Rule“ für mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen

(Juli 2010) Ende Juli 2010 hat die U.S. Umweltschutzbehörde (EPA) in ihrem Amtsbulletin angekündigt, dass Stellungnahmen zu einer geplanten „Significant New Use Rule“ (SNUR) für mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen wieder entgegengenommen werden.

Die vorgeschlagene SNUR fordert, dass diejenigen, die Kohlenstoff-Nanoröhrchen herstellen, verarbeiten oder einführen, dieses Vorhaben mindestens 90 Tage vor Beginn dessen, der EPA mitteilen. SNUR gilt nur für die Substanzen, die von der EPA genau beschrieben werden. Im Zuge dessen erhielt die EPA mehrere Kommentare zur geplanten SNUR. Die EPA hat sich zum Ziel gesetzt, auf diese Kommentare einzugehen und diese einzubeziehen. Damit eröffnet die EPA abermals die Kommentarperiode.

Link zur Dokument

Link zu weiteren Informationen auf der Webseite der EPA

Verband der deutschen Lackindustrie gibt Leitfaden zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanoobjekten heraus

(Juli 2010) Bereits im Juni gab der Verband der deutschen Lackindustrie einen Leitfaden mit expliziter Berufung auf die Prinzipien des NanoDialogs der deutschen Bundesregierung heraus. Der "VdL-Leitfaden für den Umgang mit Nanoobjekten am Arbeitsplatz" wurde zur Unterstützung der Mitgliedsunternehmen  erarbeitet und auch in den Prozess des Nanodialogs eingebracht. Auf der Webseite steht der Leitfaden auf deutscher und englischer Sprache zum Download zur Verfügung.

Link zum Download der Studie (.pdf, 70,93 KB)

Link zur Webseite des Verbands

SCENIHR veröffentlicht eine vorläufige Stellungnahme zur Definition von Nanomaterialien

(Juli 2010) Das Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (SCENIHR) wurde von der Europäischen Kommission beauftragt, zentrale Elemente einer wissenschaftlich fundierten Arbeitsdefinition des Begriffs "Nanomaterial" zu identifizieren.

Um dies zu realisieren, sollen geeignete Messgrößen zur Charakterisierung von Materialien auf der Nanoskala unter Berücksichtigung von Größenverteilungen sowie anderer relevanter Kenngrößen, Messparameter, physikalisch-chemischer Eigenschaften und Schwellenwerte definiert werden.

Am 6. Juli veröffentlichte SCENIHR nun ein Dokument, basierend auf einer öffentlichen Konsultation, das eine wissenschaftliche Basis für eine Definition bietet.

Link zur Webseite der Europäischen Kommission mit Informationen zum Auftrag

Link zu SCENIHR

JRC veröffentlicht Bericht zum Thema Definition von Nanomaterialien

(Juli 2010)  Das europäische Joint Research Centre (JRC), das europäische Gesetzgeber wissenschaftlich unterstützt, gab am 2. Juli einen Bericht zur Frage nach einer geeigneten Definition für Nanomaterialien im gesetzgeberischen Kontext heraus. Der Bericht analysiert bestehende Definitionen (z.B. die Definitionen der ISO oder der OECD) und kommentiert die einzelnen Elemente wie Größe und Eigenschaften.

Der Bericht des JRC kann auf der Homepage des Instituts kostenlos heruntergeladen werden.

Link zum Download des Berichts (.pdf, 3,18 MB)

Link zur Website des JRC

Link zu weiteren Informationen zum Thema Definition

Schweizer Bundesamt für Umwelt veröffentlicht neue Studie zu Brand- und Explosionsgefahren von synthetischen Nanomaterialien

(Juli 2010) Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) veröffentlichte am 5.7.2010 eine neue Studie zu Brand- und Explosionsgefahren synthetischer Nanomaterialien. Hierbei wird der Frage nachgegangen, ob sich bei der Verwendung von synthetischen Nanomaterialien neue Kriterien für die Bestimmung der Mengenschwellen in der Schweizer Störfallverordnung ergeben.

Die Studie konzentriert sich auf Aluminium- und Kohlenstoffnanopartikel und zeigt auf, dass aufgrund der ersten Erkenntnisse für die Störfallvorsorge im Bereich Brand- und Explosionseigenschaften kein besonderer Handlungsbedarf zu bestehen scheine. Die Ergebnisse gäben somit keine spezifischen Regulierungsanlass für synthetische Nanomaterialien im Rahmen der Störfallverordnung. Aufgrund fehlender Grundlagendaten könnten allerdings noch keine allgemeinen Schlussfolgerungen gezogen werden.

Die Studie steht auf der Webseite des BAFU kostenlos zum Download bereit.

Link zur Webseite der Schweizer BAFU

Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) beschließt Positionspapier zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien

(Juni 2010) Laut dem Positionspapier der gesetzlichen Unfallversicherung "Verantwortungsvoller Umgang mit Nanomaterialien" hat die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) beschlossen, dass Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ab sofort Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Versicherten eine  strategische Partnerschaft zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien anbieten. So  soll die  praktische Umsetzung der Empfehlungen der NanoKommission vorangetrieben werden.

Die DGUV ist der Meinung, dass die zunehmenden Innovationen im Bereich Nanomaterialien, unter der Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips, beträchtliches Potential für die Verbesserung der Ressourceneffizienz und damit für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft haben.

Folgende Handlungsfelder versucht die DGUV zu bearbeiten:

  • Sicherheitsforschung zu Nanotechnologien (Mess- und Prüfverfahren, Risikobewertung und Schutzmaßnahmen)
  • Qualifizierung und Weiterbildung zu Sicherheitsfragen beim Umgang mit Nanomaterialien
  • Beratung der Unternehmen sowie Ermittlung und Verbreitung von Beispielen guter Praxis
  • Beobachtung und Mitarbeit an der Entwicklung von Standards und Normen zu Nanotechnologien und -materialien auf nationaler und internationaler Ebene

Link zur Pressemitteilung (.pdf, 32 KB)

Link zum Positionspapier (.pdf, 32 KB)

Link zur Webseite der DGUV mit einer Übersicht zum Positionspapier

OECD veröffentlicht überarbeitete Benutzerrichtlinie zur Prüfung fabrizierter Nanomaterialien

(Juni 2010) Die „Working Party on Manufactured Nanomaterials ("WPMN“) der OECD hat ihre Benutzerrichtlinien zu Nanomaterialien, die sie bereits 2009 in einem Dokument  veröffentlicht hatten, überarbeitet. Im Dokument vom Jahr 2009 geht es darum, die Sicherheit von Nanotechnologien in der Industrie zu gewährleisten, indem verschiedene Testverfahren angewendet werden.

Diese Richtlinie wurde nun weiterentwickelt um das „Sponsorship Programme for the Testing of Manufactured Nanomaterials“ zu unterstützen. Es wurden 14 repräsentative hergestellte Nanomaterialien entschlüsselt und Überlegungen zur Vorbereitung verschiedener Proben und das Messen von Strahlung (Dosimetrie) für die Sicherheitsprüfung von Nanomaterialien thematisiert.

Besonders berücksichtigt werden dabei:

  • physikalisch-chemische Eigenschaften
  • Ökotoxizitätsstudien
  • Abbau, Umwandlung und Zunahme
  • Auswirkungen auf die Gesundheit

Ziel ist es, bezüglich der Prüfung von 14 Nanomaterialien in Zukunft einheitliche Testmethoden für alle Beteiligten, die in der Herstellung von Nanomaterialien tätig sind, anzuwenden.

Link zur Veröffentlichung der Benutzerrichtlinie (.pdf, 660 KB)

EU-Parlamentsmitglieder fordern Verwendungsverbot von Nanosilber und bestimmten Kohlenstoff-Nanoröhren in elektronischen Produkten

(Juni 2010) Mitglieder des Umweltausschusses des EU-Parlaments forderten bei der Abstimmung zu Veränderungen an der "Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten" Anfang Juni ein Verbot für diverse Nanomaterialien in Elektronikprodukten.  So soll zum einen nanoskaliges Silber als auch mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhren keine Verwendung mehr in Elektrogeräten finden. Darüberhinaus sollen elektronische Produkte, die andere Nanomaterialien enthalten als solche gekennzeichnet werden.

Zur Parlamentsabstimmung über die Änderungsvorschläge des Umweltausschusses soll es im Juli 2010 kommen.

Link zur Pressemitteilung der Royal Society of Chemistry

Link zur Pressemitteilung des Europäischen Parlaments

Europäische Kommission entwickelt Strategie für die öffentliche Kommunikation von Nanotechnologien für die Jahre 2009-2011

(Juni 2010) Die Europäische Kommission hat eine „roadmap“ veröffentlicht, deren Ziel es ist, einen Konsens zwischen verschiedenen Stakeholdern, der Gesellschaft und Politikern bezüglich der Entscheidungen zu Nanotechnologien herzustellen. Zweitens soll das Bild der Europäischen Kommission als ein objektiver, transparenter und vertrauenswürdiger Sprecher gestärkt werden. Aufgabe ist es, eine einzigartige Kommunikationsreichweite zu strukturieren und eine öffentliche Dialogplattform zu organisieren, die sich über die europäische Union und angegliederte Staaten bis hin zu internationalen Entitäten erstreckt.

Link zur Veröffentlichung (.pdf, 3,83 MB)

BfR rät derzeit von Verwendung von nanoskaligem Silber in verbrauchernahen Produkten ab

(Juni 2010) Das Bundesinstitut für Risikobewertung gab am 10.6.2010 in einer Pressemitteilung bekannt, dass es derzeit von der Verwendung von nanoskaligem Silber in verbrauchernahen Produkten wie Lebensmittel, Kosmetika oder Textilien abrät.

Seit einer Weile werden die antimikrobiellen Eigenschaften von Silberionen auch in Form von Partikeln im Nanobereich zur Produktverbesserung von Herstellern genutzt. So sollen zum Beispiel die mit Nanosilber beschichteten Oberflächen in Kühlschränken das Wachstum von Keimen verhindern, und in Sportsocken soll es die Geruchsbildung vermeiden. Da eine abschliessende Bewertung des Gesundheitsrisikos für Verbraucher derzeit nicht getroffen werden könne, rät das BfR Herstellern, derzeit auf die Verwendung von Nanosilber in verbrauchernahen Produkten ganz  zu verzichten.

Link zur Pressemitteilung

Link zur Stellungnahme (.pdf, 82,1 KB)

Die EU und China bündeln ihre Kräfte, um nanotechnologische Risiken zu erforschen

(Juni 2010) Das Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission und die Chinese academy of Inspection and Quarantine (CAIQ) unterzeichneten kürzlich eine Vier-Jahres-Vereinbarung auf der Expo in Shanghai. Dieses Abkommen dient dazu, die Forschung im Bereich Konsumentensicherheit voranzutreiben und potentielle Risiken der Nanotechnologien zu untersuchen. Diese Gremien, die technische Unterstützung für Politiker bereitstellen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Verbraucherschutz zu verbessern und alternative Methoden der Tierversuche zu entwickeln. Hierfür wollen sie beispielsweise Daten von Produktsicherheitsstudien austauschen.

Die CAIQ ist auf die Analyse der Umstellung der Nanomaterialien in Hautpflegeprodukten spezialisiert. Weiterhin konzentriert sie sich auf die Identifizierung von nanostrukturellen Komponenten in Verbraucherprodukten sowie Kosmetika.

Das JRC beschäftigt sich mit potentiellen Risiken von Nanomaterialien. Das Institut entwickelt und nutzt rechnerische und künstliche Techniken, um die Interaktion von Nanopartikeln mit Zellen und Proteinen zu analysieren.

Link zur Veröffentlichung

GAO Report: weite Verbreitung von Nanomaterialien, aber schwierige Regulation

(Mai 2010) Das US Government Accountability Office (GAO), die Untersuchungsbehörde des  amerikanischen Kongresses, wurde beauftragt, die Aktivitäten der US Umweltschutzbehörde EPA in Bezug auf die Risikobewertung und Regulierung von Nanomaterialien zu beurteilen. Das GAO hat zwischen Mai 2009 und Mai 2010 die hierzu bestehenden Ansätze der EPA analysiert und eine Reihe an Empfehlungen (wie beispielsweise Testung von Nanomaterialien, bevor sie in den Markt eingeführt werden; höheren Informationsfluss zwischen Chemieunternehmen und EPA;  Verpflichtung der Hersteller zur Kennzeichnung ihrer Nanoprodukte etc.) abgeleitet. Schlussfolgernd fordert das GAO in seinem Bericht die EPA dazu auf, die genannten Problempunkte im Folgenden zu bearbeiten.

Die EPA hat im Zuge dessen einen mehrgleisigen Ansatz zum Verständnis und zur Regelung der Risiken von Nanomaterialien, einschließlich der Durchführung von Forschung und Umsetzung einer freiwilligen Datenerhebung, Programme durchgeführt.

Link zum Report der GAO (.pdf, 1,30 MB)

Link zur Nanotechnologiewebseite der GAO

Link zur Nanotechnologiewebseite der EPA

ECHA veröffentlicht Richtlinien für Firmen zur Erleichterung der Registrierung von Nanomaterialien unter geltenden Regelungen von REACH

(Mai 2010) Die Europäische Chemikalienagentur in Helsinki hat veröffentlicht, dass sie die Richtlinien der REACH-Dokumente (registrieren, bewerten, zulassen und beschränken) insofern überarbeiten will, als dass technische Anweisungen integriert werden, die Firmen helfen, Nanomaterialien in ihre registrierten Dossiers und andere Einhaltungsverpflichtungen für Materialien, die sie herstellen oder importieren, einzubeziehen.

Link zur Veröffentlichung der Leitlinien (.pdf, 340 KB)

Link zur Website von ECHA

Survey: Hiding Risks Can Hurt Public Support For Nanotechnology

(Mai 2010) Die North Carolina State University hat in Kooperation mit der Arizona State University  eine Erhebung mit 849 Teilnehmern zum Thema Einstellungen zu medizinischen Anwendungen und physikalischen Erweiterungen, die auf Nanotechnologien basieren, durchgeführt.

Es hat sich herausgestellt, dass die Unterstützung in Nanotechnologien steigt, wenn die Öffentlichkeit über potentielle Risiken, aber auch Vorteile derer, informiert ist. Zudem zeigte sich, dass die Beschreibung der Nanotechnologien als therapeutische Maßnahme und auch zur Sicherung der Gesundheit, zu mehr Unterstützung veranlasst.

Link zur Veröffentlichung der North Carolina State University

Umweltausschuss der EU: Scharfe Bedingungen für Nanotechnologien in Lebensmitteln

(Mai 2010) Am 4. Mai 2010 stimmte der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments gegen eine Aufnahme von sogenanntem Nano-Food (Lebensmitteln, die Nanopartikel enthalten oder anderweitig nanotechnologisch behandelt worden sind) in die Liste neuartiger Lebensmittel (Novel Food), bevor mögliche Gesundheitsrisiken ausreichend getestet wurden. Somit kann nach Vorstellung des Ausschusses zukünftig Nano-Food auf dem Europäischen Markt nicht ohne ausführliche Risikobewertung vertrieben werden.

Laut der Europäischen Kommission seien derzeit keine nanotechnolgisch behandelte Lebensmittel auf dem Europäischen Markt erhältlich. Im Juli sollen die Änderungen der Novel-Food-Richtlinie im Europäischen Parlament zur Abstimmung kommen.

Link zur offiziellen Pressemitteilung

OECD: Neue Veröffentlichungen zu Sicherheitsaspekten von Nanomaterialien

(Mai 2010) Auf der Website der OECD wurden drei neue Berichte veröffentlicht, die sich mit dem sicheren Umgang mit Nanomaterialien befassen. Die Veröffentlichungen können als .pdfs kostenfrei heruntergeladen werden und sind in englischer Sprache verfasst.

Publication of the Report of the Workshop on Risk Assessment of Manufactured Nanomaterials in a Regulatory Context (.pdf, 10,7 KB)

Dieser Bericht fasst die Ergebnisse eines Workshops zur Risikobewertung von Nanomaterialien unter regulativen Gesichtspunkten, der im September 2009 in Washington D.C. stattgefunden hat, zusammen. Diskutiert wurden verschiedene Ansätze zur Risikobewertung unter Beachtung der neusten Forschungserkenntnisse.

Publication of the Report of the Questionnaire on Regulatory Regimes on Manufactured Nanomaterials (.pdf, 631 KB)

In diesem Bericht werden Gesetzesmechanismen zur Regulierung von Nanomaterilaien aus neun verschiedenen Ländern verglichen. Analysiert werden Zielsetzungen der jeweiligen Gesetze sowie Auflagen zur Registrierung und Risikobewertung.

OECD Programme on the Safety of Manufactured Nanomaterials 2009-2012: Operational Plans of the Projects (.pdf, 378 KB)

Hier werden die nächsten Schritte der WPMN (Working Party on Manufactured Nanomaterials, zu Deutsch: Arbeitsgruppe zu künstlich hergestellten Nanomaterialien) zwischen 2009 und 2012 dargelegt. Die OECD versucht weltweite Kooperation in Sicherheits- und Umweltfragen sowie die Standardisierung von Risikobewertungsmaßnahmen im Bereich der Nanotechnologien voranzutreiben.

Zur Website der OECD

TSCA - Reform in den USA: Safe Chemicals Act of 2010

(April 2010) Im Zuge der Änderung bzw. Modernisierung des Toxic Substances Control Act (TSCA) wurde durch Senator Lautenberg aus dem amerikanischen Senat ein Gesetzesentwurf mit dem Titel "Safe Chemicals Act of 2010" eingereicht. Gleichzeitig führten ebenso die Kongressabgeordneten Rush und Waxman einen Gesetzesentwurf namens "Toxic Chemical Safety Act of 2010" ein. Beide Gesetzesentwürfe ähneln sich prinzipiell in ihrem Inhalt.

Folgende Änderungen sollen im Zuge der Modernisierung realisiert werden:

  • Entwicklung und Veröffentlichung eines Datensets aller neuartigen Chemikalien
  • Verantwortlichkeit der Industrie zur Prüfung und Feststellung sicherer Chemikalien
  • Einführung eines Sicherheitsstandards als Gesundheitsstandard, der gefährdete Subpopulationen, vor allem schwangere Frauen und Kinder, schützen soll

Link zum Gesetzesentwurf von Senator Lautenberg

Link zum Report über den Gesetzesentwurf von Rush und Waxman

Bundesamt für Risikobewertung (BfR): "Wahrnehmung der Nanotechnologie in internetgestützten Diskussionen: Ergebnisse einer Onlinediskursanalyse zu Risiken und Chancen von Nanotechnologie und Nanoprodukten"

(April 2010) Das Bundesamt für Risikobewertung veröffentlichte im April eine Studie zum Thema Wahrnehmung der Nanotechnologien in internetgestützten Diskussionen. Diese untersucht die Risiko- und Nutzenwahrnehmung der Nanotechnologien in jenem Teil der Bevölkerung, der bereits Erfahrungen mit Nanoprodukten gesammelt hat oder zumindest ein Interesse am Forschungs- und Entwicklungsfeld Nanotechnologien besitzt. Auf der anderen Seite sollen Erkenntnisse zur Wahrnehmung der Nanotechnologien in bestehenden verbrauchernahen Anwendungsbereichen gewonnen werden. Untersuchungsgegenstand der Studie bilden Onlineforen und Webblogs.

Link zur Studie des BfR (.pdf, 1,58 MB)

US-Versicherer bringt Haftungsdeckung für Nanoprodukte auf den Markt

(April 2010) Die US-Amerikanische Versichungsgesellschaft Lexington Insurance Company bringt ein Versicherungsprodukt auf den Markt, das die Deckung von Produkthaftungsrisiken aus nanotechnologischen Produkten explizit einschließt.

Das Produkt namens "LexNanoShield" richtet sich direkt an Unternehmen, die Nanopartikel und Nanomaterialien herstellen oder weiterverarbeiten. Lexington ist damit der erste US-Versicherer, der einen Nano-Versicherungsschutz anbietet und damit ein Produkt entwickelt hat, auf das viele Nano-Firmen bereits seit langem warten.

Link zur Pressemitteilung der Lexington Insurance Company (.pdf, 29,2 KB)

Link zur Webseite der Lexington Insurance Company

UK Nanotechnologies Strategy: Small Technologies, Great Opportunities

(März 2010) Das Britische Umweltministerium veröffentlichte am 18. März 2010 eine neue Strategie zum Thema Nanotechnologien: "UK Nanotechnologies Strategy: Small Technologies, Great Opportunities". Diese Strategie legt dar, welche staatlichen Maßnahmen ergriffen werden, damit jeder von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen der Nanotechnologien profitieren kann.

Wesentliche Inhalte der Strategie:

  • Korrdinierung und Überprüfung der Forschung zu Nanotechnologien und zu Fragen der Sicherheit durch die Regierung
  • Einrichtung einer neuen Webseite für die Öffentlichkeit, wie die Regierung zu Nanotechnologien arbeitet
  • Beschließen einer neuen Zusammenarbeit zwischen Regierung, Wissenschaft, Industrie und anderen interessierten Parteien
  • Einführung einer neuen amtlichen führenden Gruppe, um das wirtschaftliche Wachstum im Bereich Nanotechnologien voranzutreiben
  • Installieren eines industriellen Meldesystems mit einem breiteren Anwendungsbereich für Nanomaterialien durch die Regierung
Link zur Strategie des Britischen Umweltministeriums

SCENIHR liefert eine Stellungnahme zur Definitionsfrage bei Nanomaterialien

(März 2010) SCENIHR (das wissenschaftliche Kommitee für aufkommende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken der EU) hat den Auftrag bekommen, eine Stellungnahme mit Ratschlägen für eine wissenschaftlich fundierte Arbeitsdefinition für Nanomaterialien zu erarbeiten. Folgende Kriterien sollen dabei berücksichtigt werden:

  • Größe der Nanomaterialien und andere relevante Charakteristiken (z. B. Oberfläche, Dichte, Form, räumliche Anordnung) und die Kennzahlen der Nanomaterialien, die sich in der wissenschaftlichen Literatur wiederfinden
  • Hinweis auf mögliche Merkmale und Mechanismen von Nanomaterialien, die allein oder in verschiedenen Kombinationen auftreten
  • physikalische und chemische Eigenschaften der Nanomaterialien

Ausführliche Bearbeitungen dazu finden ab Mai 2010 statt.

Link zur Stellungnahme (.pdf, 16 KB)

Link zu SCENIHR

Engineered Nanoparticles: Review of Health and Environmental Safety (ENRHES)

(März 2010) Das Joint Research Center der Europäischen Kommission hatte in Kooperation mit anderen Akteuren von September 2008 bis August 2009 eine Studie durchgeführt. Diese gehört zum 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission.

Ziel war es, einen umfassenden kritischen Überblick über vier verschiedene Nanomaterialien zu bekommen: Fullerene, Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Metalle und Metalloxide.

Des Weiteren wurde eine Risikobewertung dieser Nanopartikel für Gesundheit und Umwelt durchgeführt und eventuelle Wissenslücken bezüglich Nanotechnologien aufgeklärt.

Link zur Webseite des Joint Research Center

Link zur abgeschlossenen Studie (.pdf, 3,27 MB)

Kanada will Umweltschutzgesetzgebung zur Regulierung von Nanotechnologien ergänzen

(März 2010) Am 10. März wurde im kanadischen House of Commons ein Antrag (Bill C-494) eingebracht, mit dem das bestehende Gesetz zum Umweltschutz ergänzt werden soll. Ziel ist es, eine Strategie zu implementieren, die die Entwicklung der Nanotechnologien in Kanada regulativ begleiten soll. Der Gesetzesvorschlag enthält einen Mechanismus zur Risikobewertung, desweiteren soll ein nationales Verzeichnis zu Nanomaterialien und -technologien erstellt werden. Die Vorschläge ergänzen und vervollständigen die bereits bestehenden nationalen Ansätze aus der EU, den USA, Großbrittanien und Australien.

Link zum Änderungsvorschlag (Bill C-494)

Link zur Pressemitteilung auf der Seite des zuständigen Abgeordneten

Nano-Business-College: Orientierungsseminar zu NanoProduktion & NanoVerarbeitung

(März 2010) Der TÜV Hessen hat in Kooperation mit der Hessen Agentur die praxisorientierte Schulungsreihe „Nano-Business-College“ entwickelt. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen die folgenden Fragen:

  • Wie praxis- und marktfähig sind Nanotechnologien heute?
  • Wie können diese Technologien in konkrete Wertschöpfung verwandelt werden?
  • Gibt es schon Beispiele aus der Praxis?
  • Wie kann der marktfähige Einsatz von Nanotechnologien sicher gestaltet werden?
  • Welche Spielregeln und Gesetze gibt es für den Einsatz?

Die Veranstaltungen können einzeln gebucht werden. Beim Besuch aller drei Seminare erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat des TÜV Hessen.

Weitere Informationen finden Sie unter der Webseite des TÜV Hessen

Forschungs- und Entwicklungsprogramm der BAuA für die Jahre 2010 – 2013

(März 2010) Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat auf ihrer Webseite das Forschungs- und Entwicklungsprogramm für die Jahre 2010-2013 veröffentlicht.

Ziel ist es, gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Wissensdefizite im Bereich Risiken für Mensch und Umwelt bezüglich Nanotechnologien aufzuarbeiten. Die BAuA beschäftigt sich vor allem mit der Messung von Nanopartikeln am Arbeitsplatz bzw. veröffentlicht verschiedene Beiträge zur Toxikolgie von Ultrafeinstäuben.

Link zur Webseite der BAuA

Download des Forschungs- und Entwicklungsprogramms der BAuA(.pdf.292 KB)

US Government Accountability Office (GAO): „Food Safety: FDA should strengthen its Oversight of Food Ingredients Determined to Be Generally Recognized as Safe (GRAS)”

(Februar 2010) Das United States Accountability Office (GAO) veröffentlichte kürzlich den Report „Food Safety: FDA should strengthen its Oversight of Food Ingredients Determined to be Generally Recognized as Safe (GRAS)”. Dieser kritisiert die ungenügende Aufsicht der U.S. Food and Drug Administration (FDA) bezüglich Zusätzen in Lebensmitteln.

Im Mittelpunkt des Reports stehen folgende Themen:

  • die Aufsicht der neuen Bestimmungen von GRAS (generally recognized as safe substances) zur Lebensmittelsicherheit
  • die Weiterentwicklung der Sicherheit der aktuellen GRAS Substanzen als neue wissenschaftliche Erkenntnisse
  • ein Ansatz zur Regulierung von Substanzen in Nanomaterialien
  • das Aufzeigen der unzureichenden Informationen und Aufsicht der GRAS Substanzen in Nanomaterialien

Ziel ist es insgesamt, eine sichere Nahrungsmittelversorgung zu gewährleisten.

Link zum Report der GAO (.pdf, 1,70 MB)

Interim Policy Statement on Health Canada's Working Definition for Nanomaterials

(Februar 2010) In Kanada wurde eine Stellungnahme zur Arbeitsdefinition von Nanomaterialien vorgenommen.

Das „Interim Policy Paper“ des kanadischen Gesundheitsministeriums konzentriert sich auf eine Begriffsfindung von Nanotechnologien für den Alltagsgebrauch.

Folgende Zielsetzungen stehen im Mittelpunkt:

  • Einsatz einer Arbeitsgruppe zur Ermittlung von Nanomaterialien
  • Sammeln von Informationen zu Nanoprodukten, Materialien, Stoffen sowie zur Nutzung von Nanotechnologien
  • Förderung der Kommunikation im Bereich Nanomaterialien
  • Unterstützen einer rechtlichen und ordnungspolitischen Verwaltung und Entwicklung von Leitlinien und Programmen für Nanomaterialien

Die Stellungsnahme ist hier abrufbereit.

Weitere Informationen zur Definition von Health Canada

Understanding Public Debate on Nanotechnologies: Options for Framing Public Policy

(Februar 2010) Die Studie der DG Research (EU Kommission) stellt verschiedenste Projekte vor, die sich mit öffentlichen Debatten bezüglich Nanotechnologien auseinandersetzen. Die Autoren diskutieren Methoden verschiedener Dialog- und Beteiligungsverfahren im Rahmen von EU-Projekten und entwickeln Empfehlungen für eine gute Regierungsführung („good governance“).

Im Projektbericht werden die folgenden EU-Projekte analysiert:

Link zur Studie der DG Research (.pdf, 997 KB)

Nanomaterialien: Toxikologie/Ökotoxikologie

(Februar 2010) Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hat einen Bericht mit dem Titel Nanomaterialien: Toxikologie/Ökotoxikologie veröffentlicht, der den derzeitigen Sachstand zu bekannten Wirkungen von Nanomaterialien auf den Menschen und die Natur beschreibt und in sehr übersichtlicher und verständlicher Weise zusammenfasst.

Der Bericht umfasst 40 Seiten und richtet sich an die Öffentlichkeit, an Unternehmen und Überwachungsbehörden, um über die derzeitigen gesundheitlichen und umweltrelevanten Erkenntnisse bei der Exposition mit Nanomaterialien zu informieren. 

Link zum Bericht Nanomaterialien: Toxikologie/Ökotoxikologie

Chemical Nanotechnology Talks X, 26./27. Januar 2010, Frankfurt am Main

(Januar 2010) Am 26. und 27. Januar 2010 finden in Frankfurt am Main die diesjährigen Chemical Nanotechnology Talks statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: Green Nano: Challenges of Sustainability Saving Resources & Protecting Life

Themenschwerpunkte werden sein: Energiewandlung und -speicherung: Batterien, Solar- und Brennstoffzellen, organische Elektronik - Ressourcenschonung: neue Werkstoffe für Baumaterialien, Korrosionsschutz und Antifouling - Umweltschutz durch Luft- und Wasserreinigung, - Sichtweisen der EU und des US-EPA

Neben einem international besetzten Vortragsprogramm zu Nanomaterialien für energiesparende/s bzw. ressourceneffiziente/s Leben und Produktion wird es eine Posterpräsentation geben, wo junge Wissenschaftler ihre Arbeiten vorstellen und die Teilnehmer an den Postern diskutieren können. Den Autoren der besten Poster wird die Gelegenheit zum Kurzvortrag über ihre Arbeit gegeben.

Link zur Veranstaltung

White Paper „Nanostäube und Explosionsschutz“ von der BG Chemie veröffentlicht

(Dezember 2009) Im Haus der Berufsgenossenschaft (BG) Chemie fand eine erste nationale Beratung zum Thema „Explosionsschutz im Umgang mit Nanopartikeln“ statt. Handlungsbedarf bestehe vor allem bei der Validierung/Normierung neuer Prüfapparaturen, der Erklärung von Abweichungen durch systematische Prüfpläne, der Erweiterung von Stoffdatenbanken sowie bei der Einbeziehung von Herstellern und der Kommunikation von Untersuchungsergebnissen. Die Ergebnisse der Beratung stehen in ausführlicher Form in einem White Paper nach einer kurzen Registrierung auf der verlinkten Seite kostenlos zur Einsicht zur Verfügung.

Link zum White Paper „Nanostäube und Explosionsschutz“

Link zu weiteren Informationen auf der Webseite der BG Chemie

NIOSH 2009 zu Nanotechnologien und Arbeitsschutz

(Dezember 2009) Bereits im Jahr 2007 veröffentlichte das NIOSH einen umfassenden Bericht zum Thema Arbeitsschutz im Bereich Nanotechnologien. 2009 wurde ein Update dieses Berichts publiziert, der die 2007 angestoßenen Projekte dokumentiert und über die seither erzielten Forschungserfolge berichtet. Insgesamt werden Ergebnisse von 43 Projekten, die sich auf den Arbeitsschutz beziehen, vorgestellt und darüber hinaus werden verschiedene Kooperationen zwischen Wissenschaft, Politik und Unternehmen, in die das NIOSH integriert sind, diskutiert.

Link zum Bericht von 2007: "Progress Toward Safe Nanotechnology in the Workplace" (engl., pdf)

Link zum Bericht von 2009: "Progress Toward Safe Nanotechnology in the Workplace - Update for 2007 and 2008" (engl., pdf)

Neue Datenbank zur Regulierung von Nanomaterialien

(Dezember 2009) Die Universität von Arizona hat zusammen mit Wissenschaftlern aus Belgien und Australien eine Webseite entwickelt, die Regulierungsdokumente zum Thema Nanotechnologien aus aller Welt zur Verfügung stellt. Jeder Eintrag ist direkt zur jeweilien Behörde oder Regierungsstelle verlinkt und erlaubt das Zugreifen auf die orginalen Dokumente.
Es ist möglich die Seite nach Staaten und deren Aktivitäten im Regulierungsprozess zu durchsuchen und somit einen guten Überblick über die bereits bestehende Regulierung zu gewinnen in den jeweiligen Ländern bzw. Regionen.

EU-Kommission überarbeitet Verhaltenskodex - Konsultationsverfahren läuft noch bis Januar 2010

(November 2009) Die Europäische Kommission hat bereits 2008 einen Code-of-Conduct zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanowissenschaften und Nanotechnologien erarbeitet. Hierzu hat die Kommission im Oktober 2009 erneut eine öffentliches Konsultationsverfahren eröffnet, das es Wissenschaftlern, interessierten Bürgern und Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Medien ermöglicht, Anregungen, Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge einzureichen.

Die Meinungsabfrage ist über eine Website der Europäischen Kommission organisiert und läuft noch bis zum 3. Januar 2010

Link zur Internetabfrage

Aktuelle Hessen-Nanotech NEWS, Dezember 2009 erschienen

(November 2009) Mit den Hessen-Nanotech NEWS der Aktionslinie Hessen-Nanotech informiert das Hessische Wirtschaftsministerium über Projekte, Veranstaltungen und gibt einen Überblick zum aktuellen Stand der Risikodiskussion und Sicherheitsforschung rund um das Thema Nanotechnologie in Deutschland. Außerdem finden Sie dort weitere Informationen zur Nanotechnologie in Wissenschaft und Wirtschaft sowie zur Nanotechnologie in der Praxis. 

Neue Kosmetikverordnung von den EU-Mitgliedsstaaten angenommen

(November 2009) Euractiv.com meldet, dass die Neufassung der Kosmetik Verordnug von den Mitgliedsstaaten am 20. November angenommen wurde, jedoch nicht ohne Kritik von deutscher Seite. Die Richtlinie soll der Verbrauchersicherheit und der Vereinheitlichung der Gesetzgebung dienen. Ein Kernelement der Neufassung vom 10. November besagt, dass Bestandteile der Kosmetikprodukte mit einer Größe unter 100 Nanometer mit dem Wort (Nano) auf der Verpackung gekennzeichnet werden müssen. In einer deutschen Protokollerklärung wird darauf hingewiesen, dass dies bei den Verbrauchern als Warnung aufgefasst werden könnte und dass Kosmetikartikel bereits strengen Sicherheitstests unterliegen.

Das Gesetz führt 55 Einzelrichtlinien zu einer einzigen Verordnung zusammen und wird in allen 27 EU-Ländern angewendet werden.

Link zur Meldung auf Euractiv.com

Link zur Neufassung der Kosmetik Direktive (deutsche Sprache)

Link zu weiteren Informationen zur Kennzeichnung von Kosmetikprodukten

Aus der NanoCare-Webseite wird DaNa

(Oktober 2009) Die aus dem Projekt NanoCare hervorgegangene Informations-Webseite Nanopartikel.info wird unter dem Projektnamen DaNa (Erfassung, Bewertung und breitenwirksame Darstellung von gesellschaftlich relevanten Daten und Erkenntnissen zu Nanomaterialien) weitergeführt.
Ziel des Projekts ist es, in einem interdisziplinären Ansatz mit Wissenschaftlern aus Humantoxikologie, Ökotoxikologie, Biologie, Physik und Chemie Forschungsergebnisse zu Nanomaterialien und deren Auswirkungen auf Menschen und die Umwelt so aufzubereiten, dass sie für interessierte Laien verstehbar sind.
Die Seite ist übersichtlich gestaltet und umfasst neben Informationen zu Projekten, News und Dialogen auch einen Bereich der konkrete Erkenntnisse klar und verständlich  aufzeigt.  Es gibt die Möglichkeit sich über das Materialmenü direkt über die einzelnen Stoffe zu informieren oder über das Grundlagenmenü Themen wie Verhalten, Risiko, Exposition etc. aufzurufen.
Link zur Webseite

Umweltbundesamt: Überarbeitetes Hintergrundpapier "Nanotechnik für Mensch und Umwelt"

(Oktober 2009) In einem Hintergrundbericht zum Thema Nanotechnologien nimmt die Behörde Stellung zu Anwendungsbereichen von Nano-Produkten, Umweltentlastungskriterien, Potenzialen im Gesundheitsschutz und Ergebnissen der Risikoforschung. Darüber hinaus werden Aktivitäten des UBA auf diesem Gebiet vorgestellt und Handlungsempfehlungen aufgezeigt.

"Das Umweltbundesamt unterstützt die Förderung der Nanotechnik in umweltentlastenden Anwendungen". Voraussetzung sei allerdings, die möglichen Risiken zu identifizieren und durch  abgestimmte Bewertungsverfahren zu minimieren, so die Autoren. Das UBA spricht sich für die Einführung einer Meldepflicht für die Hersteller aus (Produktregister) und unterstützt die Forderung nach einer Kennzeichungspflicht für Verbraucherprodukte.

In Bezug auf Anwendungen und Materialien, deren Wirkungen unbekannt sind, spricht sich das UBA im Sinne eines vorsorgenden Umweltschutzes gegen die Verwendung dieser Produkte aus. Die Vergabe des "Blauen Engels" für Nanotechnologie-Produkte und -Materialien wird abgelehnt, bis eine abschließende Risikobewertung des jeweiligen Produkts vorliegt.

Link zum Hintegrundpapier (.pdf, 0,27 MB)

Link zur Pressemitteilung des Umweltbundesamt

NanoCap-Broschüre: "Nanotechnologies in the 21st Century - A critical Review of Governance Issues in Europe and Elsewhere"

(Oktober 2009) Das NanoCap Konsortium und das Europäische Umweltbüro (EEB) haben ihren Schlussbericht veröffentlicht.

Der Bericht reflektiert freiwillige Verhaltenskodizes, den internationalen regulativen Hintergrund,  die Zusammenarbeit zwischen Gesetzgebern sowie die Positionen und Initiativen der NGOs.

Die Autoren entwickeln Vorschläge für ein nanospezifisches Rahmenprogramm (policy framework), das den Umgang mit Nanomaterialien durch folgende Aspekte reguliert:

  • Registrierung von Nanoprodukten vor der Vermarktung;
  • Öffentliche Debatte über technische Innovationen;
  • Bewertung von gesellschftlichen Zielen und Nutzenaspekten;
  • Legislative Voraussetzung vor den weiteren Vermarktungen von Nanomaterialien; 
  • Intensivierung der Forschungsanstrengungen im Bereich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit.

Link zum Bericht (.pdf, 5.05 MB, englische Sprache)

Link zur Seite von EEB

Link zur Seite von NanoCap

Neuer Bericht vom RIVM (NL): Nanotechnology in perspective: Risks to Man and Environment

(September 2009) Das RIVM ist eine vom niederländischen Institut für Gesundheitswesen und Umwelt getragene Forschungseinrichtung.

Im September diesen Jahres  wurde ein Bericht veröffentlicht, der einen Überblick zu potenziellen Risiken der Nanopartikeln für den Menschen und die Umwelt gibt. Im Mittelpunkt steht die Problematik der freien, nicht abbaubaren und unlöslichen Nanopartikel, welche in Medikamenten, Nahrungsmitteln, Verbraucherprodukten und der Umwelt gefunden wurden.

Link zum RIVM

Link zum Bericht (.pdf 2MB, engl.)

Neue Studie zur öffentlichen Wahrnehmung von Nanotechnologien in den USA

(September 2009) Das Woodrow Wilson International Center for Scholars hat im Rahmen des "Projects on Emerging Nanotechnologies" eine große Umfrage zum Thema öffentliche Wahrnehmung und Einstellung zu Nano- und synthetischer Biotechnologie veröffentlicht. Im Zuge eines Telefonsurveys wurden über 1000 Erwachsene in den USA befragt. In den Bericht wurden darüber hinaus die Daten von zwei Fokusgruppen zum gleichen Thema einbezogen.

Die Ergebnisse zeigen, dass 90% der Befragten es für wichtig erachten, dass die Bevölkerung besser über neue Technologien informiert wird.

Link zur Zusammenfassung der Umfrage

Link zum Bericht

Link zur Nanotechnologieseite des Woodrow Wilson International Center

DEEPEN

Im Zuge des von der EU-Kommission finanzierten und 2009 beendeten Projekts DEEPEN (Deepening Ethical Engagement and Participation in Emerging Nanotechnologies) wurde der Abschlussbericht mit dem Titel "Reconfiguring Responsibility - Deepening Debate on Nanotechnology" veröffentlicht.

Der Bericht fordert demokratischere Entscheidungsstrukturen in Technologiedebatten. Die Autoren kritisieren, dass es nur begrenzte Möglichkeiten gibt, die Öffentlichkeit in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen. Die Notwendigkeit einer öffentlichen Debatte, vor allem in Bezug auf neue  Technologien, wie z.B. Nanotechnologien, steht im Mittelpunkt der Studie.

Der Bericht ist Ergebnis einer dreijährigen Projektarbeit mit führenden europäischen Einrichtungen, koordiniert von der Universität Durham, UK.

Link zur Projektseite

Link zum Abschlussbericht (.pdf, 996 KB)

Neuer Bericht von der EWG zu Nanopartikeln in Sonnencrèmes

(August 2009) Die EWG (Environmental Working Group) ist eine US-Amerikanische non-profit Umwelt-Organisation mit Sitz in Washington.

Im Juli 2009 hat die Organisation ausführliche Forschungsergebnisse zu Sonnencrèmes mit nanoskaligen Zinkoxid und Titaniumdioxid Partikeln veröffentlicht.  Das Ergebnis der Untersuchungen ist positiv ausgefallen. Die Environmental Working Group betont in Ihrem Bericht den Nutzen dieser speziellen Nanopartikel zur Abwehr von UV-Strahlen und Schutz vor Hautkrebs. Der Bericht enthält auch eine ausführliche Literaturübersicht zur Risikobewertung von Nanomaterialien bei Anwendungen auf der Haut.

Link zum Bericht

Link zur Übersichtsseite NGO's

Neuer Bericht vom EEB zu Nanomaterialien

(August 2009) Das European Environmental Bureau (EEB, dt. Europäisches Umweltbüro, eine Dachorganisations verschiedener Umweltorganisationen der EU-Mitgliedstaaten) hat im Juli diesen Jahres einen Bericht zu Nanomaterialien veröffentlicht, in dem Gesundheits- und Umweltrisiken kritisch beleuchtet werden.

Der Bericht steht in einer Reihe von Veröffentlichungen des EEB zum Thema Nanotechnologien und befasst sich mit der Untersuchung bereits in Verbraucherprodukten verwendeter Nanomaterialien. Neben Tabellen, die über Materialien, Verwendungshäufigkeit und Produktbeispiele informieren zeigt der Bericht verschiedene Expositionspfade der Nanomaterialien auf. Es wird jeweils die Exposition mit Mensch und Umwelt untersucht und auf verschiedene Materialien detailiert eingegangen.

Link zum Bericht: "Nanomaterials - Health and Environmental Concerns" (.pdf, MB 1,4, Engl.)

Link zur Übersichtsseite NGO's

OECD: Safety of Manufactured Nanomaterials

(August 2009) Fünf neue Berichte der OECD widerspiegeln die Fortschritte der Forschungarbeiten zu Sicherheit von künstlich hergestellten Nanomaterialien im Juli und August 2009. Darunter befindet sich eine erste Bewertung der Test Leitlinien für Nanomaterialien, ein Leitfaden für die Anwendung von Tests, ein Bericht zur Expositionsbewertung und -Reduktion, das zukünftige Arbeitsprogramm 2009-2012 sowie verschiedene Arbeits- und Workshopdokumente. 

Link zur OECD-Übersichtsseite der Veröffentlichungen zu Sicherheit künstlich herstestellter Nanomaterialien

(Juli 2009) Im Dokument "Report of an OECD Workshop on Exposure Assessment and Exposure Mitigation: Manufactured Nanomaterials", der mit Unterstützung der deutschen BAuA und des VCI erstellt wurde, werden verschiedene Maßnahmen zur Messung, Bewertung und Reduzierung der Exposition mit Nanomaterialien vorgestellt.

Link zum Bericht (.pdf)

(Juli 2009) Im Dokument "Preliminary Review of OECD Test Guidines for their Applicability to Manufactured Nanomaterials" werden 22 OECD Testverfahren zu den physikalisch-chemischen Eigenschaften, 24 Testverfahren zur Umwelttoxikologie sowie die Test zur Abbaubarkeit, Akkumulation und zur Gesundheitseffekten kritisch auf ihre Anwendbarkeit geprüft. Es werden verschiedene Anpassungen empfohlen, teilweise gelten die Verfahren als ungeeignet für Nanomaterialien. Wichtig sei außerdem eine einheitliche Vorgehensweise bei der Vorbereitung der Proben sowie der Dosisierung.

Link zum Bericht (.pdf, 491 K)

(Juli 2009) Das Dokument "Guidance Manual for the Testing of Manufactured Nanomaterials: OECD Sponsorship Programme"  gibt Anleitung zur Erstellung von Dossiers, Anwendung von Testprotokollen und -Methoden für die OECD Arbeitsgruppe zu künstlich hergestellten Nanomaterialien (WGMN), die derzeit 14 ausgewählte Nanomaterialien untersucht. Der Leitfaden dient der Qualitätssicherung und Vereinheitlichung der Methoden in den internationalen Arbeitsgruppen.

Link zum Bericht (.pdf, 468 K)

Abschlussbericht von NanoCare jetzt online

(August 2009) Die Erkenntnisse des vom BMBF initiierten Projekts NanoCare sind nun im .pdf-Format und in englischer Sprache auf der Webseite abrufbar. Das bereits abgeschlossene Projekt beschäftigte sich mit der Sammlung und Bereitstellung von Wissen über die Nanotechnologien. Der ca. 150 Seiten lange Bericht fasst nun die erarbeiteten Ergebnisse noch einmal zusammen.

Link zum Download des Berichts (.pdf, 18,9 MB)

Link zur Webseite von NanoCare

BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung stellt Datenbank mit weltweit verfügbaren nanoskaligen Referenzmaterialien online.

(Juli 2009) Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) listet auf ihrer Webseite alle weltweit verfügbaren, nanoskaligen Referenzmaterialien.
Auf www.nano-refmat.bam.de sind derzeit ca. 65 verschiedene, zertifizierte Referenzmaterialien aufgeführt, die jeweils mit vollständigem Datenblatt und Angaben zum Hersteller bzw. Anbieter verlinkt sind.

Die Datenbank wird regelmäßig aktualisiert. Die Seite ist in englischer Sprache.

Link zur Pressemitteilung der BAM
Link zur Datenbank

Antrag der CDU/CSU und SPD zum Thema Nanotechnologien im Bundestag angenommen

(Juli 2009) Der Antrag „Nanotechnologie – Gezielte Forschungsförderung für zukunftsträchtige Innovationen und Wachstumsfelder“ der CDU/CSU und der SPD wurde am Donnerstag, dem 2.7.09, im Bundestag beraten und angenommen. In dem Antrag fordern die Fraktionen die Bundesregierung unter anderem auf, „alle ressortspezifischen Teilbereiche der Nanotechnologie zu einer Gesamtstrategie zu bündeln, die Forschungsförderung in den einzelnen Bereichen enger zu begleiten sowie Wirtschaft und Bevölkerung besser zu informieren“. Außerdem soll die Kooperation zwischen Wirtschaft und Forschung ausgebaut werden und fehlende Fachkräfte durch stärkere finanzielle Förderung der Hochschulen gewonnen werden.

Für den Antrag stimmten die Fraktionen der CDU/CSU und die SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN dagegen. Die FDP enthielt sich einer Stimmabgabe.

Link zum Protokoll der 230. Sitzung des Bundestages

Link zur Stellungnahme der Regierung zum Antrag

Gemeinsames Positionspapier zu Nanotechnologien von BEUC und ANEC

(Juni 2009) Die BEUC (Bureau Européen des Unions des Consommateurs) ist der Dachverband der europäischen Verbraucherschutzorganisationen. Zusammen mit ANEC, einer europäischen Verbraucherschutzorganisation, die sich für die Mitsprache der Konsumenten in Fragen der Standardisierung einsetzt hat die BEUC ein umfangreiches Positionspapier zum Thema Nanotechnologien veröffentlicht. Unter anderem werden  folgende Forderungen gestellt:

- Klare Definitionen von Nanomaterialien und Nanotechnologien
- Anpassung der europäischen Gesetzgebung
- Kennzeichnung der Konsumentenprodukte, die Nanomaterialien enthalten
- Unabhängige Risikobewertung vor Markteinführung

Link zum Positionspapier: "Nanotechnology: Small is Beautiful but is it safe?" (engl.) (.pdf 4 MB)

Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (EU-OSHA) veröffentlicht neuen Bericht

(Juni 2009) Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (EU-OSHA) veröffentlichte einen Übersichtsbericht zum Thema „Nanopartikelexposition am Arbeitsplatz“, der bestehende Literatur zusammenführt. Vor allem die weitere Erforschung von Risiken am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit Nanopartikeln, die Standardisierung von In-Vitro-Tests als geeignetes Untersuchungswerkzeug von Gesundheitsrisiken und die Ausbildung von Fachkräften zum Umgang mit Nanopartikeln am Arbeitsplatz werden als zukünftiges Arbeitsziel herausgestellt.

 

Link zum Download des Berichts (.pdf, 1,53 MB)

Neue Studie zu Nano-Silber von Friends of the Earth

(Juni 2009) Friends of the Earth Österreich und Friends of the Earth USA haben in diesen Tagen eine neue Studie zur Risikobewertung von Nano-Silber veröffentlicht. In der Studie sprechen sich die Wissenschaftler für ein sofortiges Moratorium aus, bis, so die Autoren, eine klare Regulierung eingeführt sei und die Öffentlichkeit in den Entscheidungsprozess eingebunden werde
 

Neue Informationsplattform zum Arbeitsschutz: GoodNanoGuide

(Juni 2009) GoodNanoGuide ist eine Internetplattform, die aktuelles Wissen zum Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sammelt. 

Die Internetplattform wurde vom International Council on Nanotechnology (ICON, USA) ins Leben gerufen und basiert auf der Idee, das Expertenwissen eingespeist werden kann und sich die Plattform interaktiv weiterentwickelt. Je nach Wissensstand kann der Benutzer unterschiedlich tief in das Thema eintauchen (Einsteiger, Vorwissen vorhanden, Experte). 

Momentan steht noch eine vorläufige Seite online (englische Sprache).

Link zu GoodNanoGuide

SnIRC: Expertenanhörung

(Mai 2009) SnIRC führte eine Anhörung zum Thema Nanopartikel in den Lebensmitteln durch. Prof. Ken Donaldson von der Universität Edinburgh und Dr. Qasim Chaudhry von der Food and Environment Research Agency äußerten sich zu den folgenden Bereichen:

  • die Fähigkeit der Nanopartikeln, die Darmwand und andere zellulare Barriere zu überschreiten;
  • die möglichen neuen toxischen Effekte von Nanopartikeln im menschlichen Körper;
  • die Möglichkeit, dass andere Materialien (z.B. Bakterien oder andere Kontaminanten) mit Hilfe von Nanomaterialien durch die Darmwand transportiert werden könnten (Trojanisches Pferd-Effekt).

Auch die Möglichkeit, dass Nanopartikel wichtige Zellprozesse im Körper behindern könnten, wurde diskutiert.

Link zur Pressemitteilung

Link zur Übersichtsseite von SnIRC

Mehr Sicherheit im Umgang mit Nanotechnologien

(April 2009) Das Europäische Parlament fordert die Europäische Kommission auf, für den Umgang mit Nanotechnologien eine verbindliche rechtliche Grundlage zu schaffen und die Risiken der Technologie umfassend zu prüfen. Für die Produkte mit Nano-Partikeln soll mehr Sicherheit  geschaffen werden.  Das Parlament gab zu bedenken, dass zur Zeit klare Regelungen für ein fundiertes Risikomanagement fehlen. 362 Abgeordnete stimmten für den "Bericht über Regelungsaspekte bei Nanomaterialien", 4 dagegen, 5 enthielten sich der Stimme.

Link zur Pressemitteilung des EU-Parlaments

Link zum Bericht des EU-Parlaments (Carl Schlyter) (.pdf, 224 KB)

Öffentliche Anhörung durch Europäische Kommission

(April 2009) Unter Bezugnahme auf die früheren Stellungnahmen von SCENIHR findet am 10. September 2009 in Brüssel ein eintägiges wissenschaftliches Hearing zum Thema Nanotechnologien statt. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Risikobewertung von Nanomaterialien sowie der Identifizierung potenzieller Gefahren, verursacht durch Nanotechnologien.
Eine öffentliche Anhörung zu folgenden drei Themenpunkten soll die Veranstaltung vorbereiten und inhaltlich unterstützen:

  • Identifizierung möglicher Themen, die nicht bereits durch Stellungnahmen der EU-Risikobewertung abgedeckt sind
  • Identifizierung der wichtigsten Risikopotenziale - nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen - durch die Benutzung von Nanomaterialien
  • Identifizierung der Themen, die diskutiert werden sollen, inklusive Hintergrundinformationen und Kommentare zu den jeweiligen Themen.

Das Ergebnis der Anhörung wird am 10. September 2009 in Brüssel vorgestellt.

Das öffentliche Konsultationsverfahren läuft bis zum 19. Juni 2009.


Für weitere Informationen siehe Website SCENIHR (engl.)

Veröffentlichung der OECD zur Expositionsmessung im Arbeitsschutzbereich

(April 2009) Die OECD hat im April in der Serie zur Sicherheit von künstlich hergestellten Nanomaterialien eine neue Studie zum Thema Messtechnik und Messverfahren am Arbeitsplatz veröffentlicht. (Preliminary Analysis of Exposure Measurement and Exposure Mitigation in Occupational Settings: Manufactured Nanomaterials). Das Dokument bündelt vorläufige Analysen und Empfehlungen und stellt Hintergrundinformationen, Links und Literatur zur Verfügung.

Link zum Downloadbereich "Safety of Manufactured Nanomaterials" der OECD (englische Sprache)

OECD veröffentlicht Datenbank zur Risikoforschung

(April 2009) Die OECD schaltete im April eine internationale Datenbank zur Risikoforschung auf. Über die Suchfunktion können generelle Sicherheitsthemen (wie z.B. Arbeitsschutz, Umweltschutz oder Produktsicherheit) oder Informationen zu einzelnen Materialien abgerufen werden. Zusammengestellt sind abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte sowie deren Links oder Veröffentlichungen. Die Datenbank basiert auf den Arbeiten des amerikanischen Woodrow Wilson Centers.

Link zur OECD-Datenbank (Englische Sprache)

Link zur Hintergrundseite der OECD mit Links zum Einstellen eigener Beiträge (Englische Sprache)

Mehr Sicherheit bei neuartigen Lebensmitteln

(März 2009) Das Parlament hat in Erster Lesung über die Neuregelung der "Novel-Food"-Verordnung abgestimmt. Die Abgeordneten sprechen sich für strengere Bestimmungen bei der Zulassung neuartiger Lebensmittel wie Produkten aus geklontem Fleisch und der Verwendung von Nanotechnologie aus.

Link zur Pressemitteilung des Europäischen Parlaments

Überarbeitung der EU-Vorschriften für Kosmetika

(März 2009) Das Europäische Parlament hat die neue Kosmetik-Verordnung verabschiedet. Mit der Aktualisierung der EU-Kosmetikbestimmungen sollen rechtliche Unklarheiten und Widersprüche beseitigt und die Sicherheit von Kosmetika erhöht werden. Nanomaterialien sind in Kosmetika nur dann gestattet, wenn die Verwendung dieser Materialien sicher ist. Zudem haben die Abgeordneten durchgesetzt, dass die Verwendung von Nanomaterialien deutlich gekennzeichnet wird.

Mehr...

Link zur legislativen Entschliessung des Europäischen Parlaments

Link zur Pressemitteilung des Europäischen Parlaments

Hessen-Nanotech NEWS mit Artikel zu "NanoRisiken" erschienen

Link zur Hessen-Nanotech NEWS

(Februar 2009) "NanoRisiken: Forschung und Kommunikation für sichere Nanotechnologie" - einen aktuellen Überblick gibt der unter anderem aus der Zeitschrift "Technology Review" bekannte Fachjournalist Niels Boeing in der im Februar 2009 erschienenen 24. Aus­gabe des Nano- und Material­technologie-Newsletters der Aktionslinie Hessen-Nanotech. Schwerpunktthema der Hessen-Nanotech NEWS 1/2009 ist die "Grüne Nanotechnologie", d.h. dem Einsatz von Nanotechnologien im Dienste des Umwelt- und Klimaschutzes.

Link zur Hessen-Nanotech NEWS
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