ISO veröffentlicht technischen Report zur Klassifizierung und Kategorisierung von Nanomaterialien

(August 2010) Der neue technische Report „Nanotechnologies – Methodology for the classification and categorization of nanomaterials” (ISO/TR 11360:2010) der ISO beinhaltet eine global harmonisierte Methodik bei der Klassifizierung und Kategorisierung von Nanomaterialien.

Um die aufsteigende Nanotechnologie weiterentwickeln zu können, ist ein klares logisches Verständnis und somit eine konkrete Klassifizierung der Nanomaterialien von Nöten. Die ISO/TR 11360 führt ein System namens „nano-tree“ ein, welches Nanotechnologie-Konzepte in einen logischen Zusammenhang bringt, indem die Beziehungen zwischen den Materialien in einer Art Verzweigung dargestellt werden. Die grundlegendsten gemeinsamen Eigenschaften der Materialien werden in diesem Sinne als Baumstamm definiert und zudem werden die Nanomaterialien hinsichtlich ihrer Struktur, chemischer Natur und anderen Eigenschaften unterschieden.

ISO/TR 11360 wurde vom technischen Komitee ISO/TC 229 der ISO entwickelt.

Link zu weiteren Informationen auf der Webseite der ISO

Link zur Veröffentlichung der ISO/TR 11360 (kostenpflichtig)

BfR bewertet in Sonnenschutzmitteln verwendetes Zinkoxid nach derzeitigem Kenntnisstand als unbedenklich

(August) In der Anfang August veröffentlichten Stellungnahme zu Zinkoxid äußert sich das Bundesinstitut für Risikobewertung hinsichtlich dessen Verwendung in Sonnenschutzmitteln. So sei die Verwendung von ZnO als UV-Filter "gesundheitlich unbedenklich, wenn die Höchstkonzentration von 25 % Zinkoxid eingehalten" werde. Eine abschliessende Risikobewertung des "Wissenschaftlichen Ausschusses für Verbrauchersicherheit" (SCCS) der Europäischen Kommission stehe momentan noch aus.

Die wissenschaftliche Begründung ist in der Stellungnahme, die auf der Homepage des BfR zur Verfügung steht, enthalten.

Link zur Website des BfR

Link zur Stellungnahme (.pdf, 42,97 KB)

U.S. Umweltzschutzbehörde verkündet Kommentarperiode zur geplanten „Significant New Use Rule“ für mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen

(Juli 2010) Ende Juli 2010 hat die U.S. Umweltschutzbehörde (EPA) in ihrem Amtsbulletin angekündigt, dass Stellungnahmen zu einer geplanten „Significant New Use Rule“ (SNUR) für mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhrchen wieder entgegengenommen werden.

Die vorgeschlagene SNUR fordert, dass diejenigen, die Kohlenstoff-Nanoröhrchen herstellen, verarbeiten oder einführen, dieses Vorhaben mindestens 90 Tage vor Beginn dessen, der EPA mitteilen. SNUR gilt nur für die Substanzen, die von der EPA genau beschrieben werden. Im Zuge dessen erhielt die EPA mehrere Kommentare zur geplanten SNUR. Die EPA hat sich zum Ziel gesetzt, auf diese Kommentare einzugehen und diese einzubeziehen. Damit eröffnet die EPA abermals die Kommentarperiode.

Link zur Dokument

Link zu weiteren Informationen auf der Webseite der EPA

Verband der deutschen Lackindustrie gibt Leitfaden zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanoobjekten heraus

(Juli 2010) Bereits im Juni gab der Verband der deutschen Lackindustrie einen Leitfaden mit expliziter Berufung auf die Prinzipien des NanoDialogs der deutschen Bundesregierung heraus. Der "VdL-Leitfaden für den Umgang mit Nanoobjekten am Arbeitsplatz" wurde zur Unterstützung der Mitgliedsunternehmen  erarbeitet und auch in den Prozess des Nanodialogs eingebracht. Auf der Webseite steht der Leitfaden auf deutscher und englischer Sprache zum Download zur Verfügung.

Link zum Download der Studie (.pdf, 70,93 KB)

Link zur Webseite des Verbands

Auftrag der Europäischen Kommission zur Generierung einer Arbeitsdefinition zu Nanomaterialien

(Juli 2010) Das Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks (SCENIHR) wurde von der Europäischen Kommission beauftragt, zentrale Elemente einer wissenschaftlich fundierten Arbeitsdefinition des Begriffs "Nanomaterial" zu identifizieren.

Um dies zu realisieren, sollen geeignete Messgrößen zur Charakterisierung von Materialien auf der Nanoskala unter Berücksichtigung von Größenverteilungen sowie anderer relevanter Kenngrößen, Messparameter, physikalisch-chemischer Eigenschaften und Schwellenwerte definiert werden.

Link zur Webseite der Europäischen Kommission mit Informationen zum Auftrag

Link zu SCENIHR

JRC veröffentlicht Bericht zum Thema Definition von Nanomaterialien

(Juli 2010)  Das europäische Joint Research Centre (JRC), das europäische Gesetzgeber wissenschaftlich unterstützt, gab am 2. Juli einen Bericht zur Frage nach einer geeigneten Definition für Nanomaterialien im gesetzgeberischen Kontext heraus. Der Bericht analysiert bestehende Definitionen (z.B. die Definitionen der ISO oder der OECD) und kommentiert die einzelnen Elemente wie Größe und Eigenschaften.

Der Bericht des JRC kann auf der Homepage des Instituts kostenlos heruntergeladen werden.

Link zum Download des Berichts (.pdf, 3,18 MB)

Link zur Website des JRC

Link zu weiteren Informationen zum Thema Definition

Schweizer Bundesamt für Umwelt veröffentlicht neue Studie zu Brand- und Explosionsgefahren von synthetischen Nanomaterialien

(Juli 2010) Das Schweizer Bundesamt für Umwelt (BAFU) veröffentlichte am 5.7.2010 eine neue Studie zu Brand- und Explosionsgefahren synthetischer Nanomaterialien. Hierbei wird der Frage nachgegangen, ob sich bei der Verwendung von synthetischen Nanomaterialien neue Kriterien für die Bestimmung der Mengenschwellen in der Schweizer Störfallverordnung ergeben.

Die Studie konzentriert sich auf Aluminium- und Kohlenstoffnanopartikel und zeigt auf, dass aufgrund der ersten Erkenntnisse für die Störfallvorsorge im Bereich Brand- und Explosionseigenschaften kein besonderer Handlungsbedarf zu bestehen scheine. Die Ergebnisse gäben somit keine spezifischen Regulierungsanlass für synthetische Nanomaterialien im Rahmen der Störfallverordnung. Aufgrund fehlender Grundlagendaten könnten allerdings noch keine allgemeinen Schlussfolgerungen gezogen werden.

Die Studie steht auf der Webseite des BAFU kostenlos zum Download bereit.

Link zur Webseite der Schweizer BAFU

Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) beschließt Positionspapier zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien

(Juni 2010) Laut dem Positionspapier der gesetzlichen Unfallversicherung "Verantwortungsvoller Umgang mit Nanomaterialien" hat die Mitgliederversammlung der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) beschlossen, dass Berufsgenossenschaften und Unfallkassen ab sofort Unternehmen, Bildungseinrichtungen und Versicherten eine  strategische Partnerschaft zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien anbieten. So  soll die  praktische Umsetzung der Empfehlungen der NanoKommission vorangetrieben werden.

Die DGUV ist der Meinung, dass die zunehmenden Innovationen im Bereich Nanomaterialien, unter der Berücksichtigung des Vorsorgeprinzips, beträchtliches Potential für die Verbesserung der Ressourceneffizienz und damit für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft haben.

Folgende Handlungsfelder versucht die DGUV zu bearbeiten:

  • Sicherheitsforschung zu Nanotechnologien (Mess- und Prüfverfahren, Risikobewertung und Schutzmaßnahmen)
  • Qualifizierung und Weiterbildung zu Sicherheitsfragen beim Umgang mit Nanomaterialien
  • Beratung der Unternehmen sowie Ermittlung und Verbreitung von Beispielen guter Praxis
  • Beobachtung und Mitarbeit an der Entwicklung von Standards und Normen zu Nanotechnologien und -materialien auf nationaler und internationaler Ebene

Link zur Pressemitteilung (.pdf, 32 KB)

Link zum Positionspapier (.pdf, 32 KB)

Link zur Webseite der DGUV mit einer Übersicht zum Positionspapier

OECD veröffentlicht überarbeitete Benutzerrichtlinie zur Prüfung fabrizierter Nanomaterialien

(Juni 2010) Die „Working Party on Manufactured Nanomaterials ("WPMN“) der OECD hat ihre Benutzerrichtlinien zu Nanomaterialien, die sie bereits 2009 in einem Dokument  veröffentlicht hatten, überarbeitet. Im Dokument vom Jahr 2009 geht es darum, die Sicherheit von Nanotechnologien in der Industrie zu gewährleisten, indem verschiedene Testverfahren angewendet werden.

Diese Richtlinie wurde nun weiterentwickelt um das „Sponsorship Programme for the Testing of Manufactured Nanomaterials“ zu unterstützen. Es wurden 14 repräsentative hergestellte Nanomaterialien entschlüsselt und Überlegungen zur Vorbereitung verschiedener Proben und das Messen von Strahlung (Dosimetrie) für die Sicherheitsprüfung von Nanomaterialien thematisiert.

Besonders berücksichtigt werden dabei:

  • physikalisch-chemische Eigenschaften
  • Ökotoxizitätsstudien
  • Abbau, Umwandlung und Zunahme
  • Auswirkungen auf die Gesundheit

Ziel ist es, bezüglich der Prüfung von 14 Nanomaterialien in Zukunft einheitliche Testmethoden für alle Beteiligten, die in der Herstellung von Nanomaterialien tätig sind, anzuwenden.

Link zur Veröffentlichung der Benutzerrichtlinie (.pdf, 660 KB)

EU-Parlamentsmitglieder fordern Verwendungsverbot von Nanosilber und bestimmten Kohlenstoff-Nanoröhren in elektronischen Produkten

(Juni 2010) Mitglieder des Umweltausschusses des EU-Parlaments forderten bei der Abstimmung zu Veränderungen an der "Richtlinie zur Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten" Anfang Juni ein Verbot für diverse Nanomaterialien in Elektronikprodukten.  So soll zum einen nanoskaliges Silber als auch mehrwandige Kohlenstoff-Nanoröhren keine Verwendung mehr in Elektrogeräten finden. Darüberhinaus sollen elektronische Produkte, die andere Nanomaterialien enthalten als solche gekennzeichnet werden.

Zur Parlamentsabstimmung über die Änderungsvorschläge des Umweltausschusses soll es im Juli 2010 kommen.

Link zur Pressemitteilung der Royal Society of Chemistry

Link zur Pressemitteilung des Europäischen Parlaments

Europäische Kommission entwickelt Strategie für die öffentliche Kommunikation von Nanotechnologien für die Jahre 2009-2011

(Juni 2010) Die Europäische Kommission hat eine „roadmap“ veröffentlicht, deren Ziel es ist, einen Konsens zwischen verschiedenen Stakeholdern, der Gesellschaft und Politikern bezüglich der Entscheidungen zu Nanotechnologien herzustellen. Zweitens soll das Bild der Europäischen Kommission als ein objektiver, transparenter und vertrauenswürdiger Sprecher gestärkt werden. Aufgabe ist es, eine einzigartige Kommunikationsreichweite zu strukturieren und eine öffentliche Dialogplattform zu organisieren, die sich über die europäische Union und angegliederte Staaten bis hin zu internationalen Entitäten erstreckt.

Link zur Veröffentlichung (.pdf, 3,83 MB)

BfR rät derzeit von Verwendung von nanoskaligem Silber in verbrauchernahen Produkten ab

(Juni 2010) Das Bundesinstitut für Risikobewertung gab am 10.6.2010 in einer Pressemitteilung bekannt, dass es derzeit von der Verwendung von nanoskaligem Silber in verbrauchernahen Produkten wie Lebensmittel, Kosmetika oder Textilien abrät.

Seit einer Weile werden die antimikrobiellen Eigenschaften von Silberionen auch in Form von Partikeln im Nanobereich zur Produktverbesserung von Herstellern genutzt. So sollen zum Beispiel die mit Nanosilber beschichteten Oberflächen in Kühlschränken das Wachstum von Keimen verhindern, und in Sportsocken soll es die Geruchsbildung vermeiden. Da eine abschliessende Bewertung des Gesundheitsrisikos für Verbraucher derzeit nicht getroffen werden könne, rät das BfR Herstellern, derzeit auf die Verwendung von Nanosilber in verbrauchernahen Produkten ganz  zu verzichten.

Link zur Pressemitteilung

Link zur Stellungnahme (.pdf, 82,1 KB)

Die EU und China bündeln ihre Kräfte, um nanotechnologische Risiken zu erforschen

(Juni 2010) Das Joint Research Center (JRC) der Europäischen Kommission und die Chinese academy of Inspection and Quarantine (CAIQ) unterzeichneten kürzlich eine Vier-Jahres-Vereinbarung auf der Expo in Shanghai. Dieses Abkommen dient dazu, die Forschung im Bereich Konsumentensicherheit voranzutreiben und potentielle Risiken der Nanotechnologien zu untersuchen. Diese Gremien, die technische Unterstützung für Politiker bereitstellen, haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Verbraucherschutz zu verbessern und alternative Methoden der Tierversuche zu entwickeln. Hierfür wollen sie beispielsweise Daten von Produktsicherheitsstudien austauschen.

Die CAIQ ist auf die Analyse der Umstellung der Nanomaterialien in Hautpflegeprodukten spezialisiert. Weiterhin konzentriert sie sich auf die Identifizierung von nanostrukturellen Komponenten in Verbraucherprodukten sowie Kosmetika.

Das JRC beschäftigt sich mit potentiellen Risiken von Nanomaterialien. Das Institut entwickelt und nutzt rechnerische und künstliche Techniken, um die Interaktion von Nanopartikeln mit Zellen und Proteinen zu analysieren.

Link zur Veröffentlichung

GAO Report: weite Verbreitung von Nanomaterialien, aber schwierige Regulation

(Mai 2010) Das US Government Accountability Office (GAO), die Untersuchungsbehörde des  amerikanischen Kongresses, wurde beauftragt, die Aktivitäten der US Umweltschutzbehörde EPA in Bezug auf die Risikobewertung und Regulierung von Nanomaterialien zu beurteilen. Das GAO hat zwischen Mai 2009 und Mai 2010 die hierzu bestehenden Ansätze der EPA analysiert und eine Reihe an Empfehlungen (wie beispielsweise Testung von Nanomaterialien, bevor sie in den Markt eingeführt werden; höheren Informationsfluss zwischen Chemieunternehmen und EPA;  Verpflichtung der Hersteller zur Kennzeichnung ihrer Nanoprodukte etc.) abgeleitet. Schlussfolgernd fordert das GAO in seinem Bericht die EPA dazu auf, die genannten Problempunkte im Folgenden zu bearbeiten.

Die EPA hat im Zuge dessen einen mehrgleisigen Ansatz zum Verständnis und zur Regelung der Risiken von Nanomaterialien, einschließlich der Durchführung von Forschung und Umsetzung einer freiwilligen Datenerhebung, Programme durchgeführt.

Link zum Report der GAO (.pdf, 1,30 MB)

Link zur Nanotechnologiewebseite der GAO

Link zur Nanotechnologiewebseite der EPA

ECHA veröffentlicht Richtlinien für Firmen zur Erleichterung der Registrierung von Nanomaterialien unter geltenden Regelungen von REACH

(Mai 2010) Die Europäische Chemikalienagentur in Helsinki hat veröffentlicht, dass sie die Richtlinien der REACH-Dokumente (registrieren, bewerten, zulassen und beschränken) insofern überarbeiten will, als dass technische Anweisungen integriert werden, die Firmen helfen, Nanomaterialien in ihre registrierten Dossiers und andere Einhaltungsverpflichtungen für Materialien, die sie herstellen oder importieren, einzubeziehen.

Link zur Veröffentlichung der Leitlinien (.pdf, 340 KB)

Link zur Website von ECHA

Survey: Hiding Risks Can Hurt Public Support For Nanotechnology

(Mai 2010) Die North Carolina State University hat in Kooperation mit der Arizona State University  eine Erhebung mit 849 Teilnehmern zum Thema Einstellungen zu medizinischen Anwendungen und physikalischen Erweiterungen, die auf Nanotechnologien basieren, durchgeführt.

Es hat sich herausgestellt, dass die Unterstützung in Nanotechnologien steigt, wenn die Öffentlichkeit über potentielle Risiken, aber auch Vorteile derer, informiert ist. Zudem zeigte sich, dass die Beschreibung der Nanotechnologien als therapeutische Maßnahme und auch zur Sicherung der Gesundheit, zu mehr Unterstützung veranlasst.

Link zur Veröffentlichung der North Carolina State University

Umweltausschuss der EU: Scharfe Bedingungen für Nanotechnologien in Lebensmitteln

(Mai 2010) Am 4. Mai 2010 stimmte der Umweltausschuss des Europäischen Parlaments gegen eine Aufnahme von sogenanntem Nano-Food (Lebensmitteln, die Nanopartikel enthalten oder anderweitig nanotechnologisch behandelt worden sind) in die Liste neuartiger Lebensmittel (Novel Food), bevor mögliche Gesundheitsrisiken ausreichend getestet wurden. Somit kann nach Vorstellung des Ausschusses zukünftig Nano-Food auf dem Europäischen Markt nicht ohne ausführliche Risikobewertung vertrieben werden.

Laut der Europäischen Kommission seien derzeit keine nanotechnolgisch behandelte Lebensmittel auf dem Europäischen Markt erhältlich. Im Juli sollen die Änderungen der Novel-Food-Richtlinie im Europäischen Parlament zur Abstimmung kommen.

Link zur offiziellen Pressemitteilung

OECD: Neue Veröffentlichungen zu Sicherheitsaspekten von Nanomaterialien

(Mai 2010) Auf der Website der OECD wurden drei neue Berichte veröffentlicht, die sich mit dem sicheren Umgang mit Nanomaterialien befassen. Die Veröffentlichungen können als .pdfs kostenfrei heruntergeladen werden und sind in englischer Sprache verfasst.

Publication of the Report of the Workshop on Risk Assessment of Manufactured Nanomaterials in a Regulatory Context (.pdf, 10,7 KB)

Dieser Bericht fasst die Ergebnisse eines Workshops zur Risikobewertung von Nanomaterialien unter regulativen Gesichtspunkten, der im September 2009 in Washington D.C. stattgefunden hat, zusammen. Diskutiert wurden verschiedene Ansätze zur Risikobewertung unter Beachtung der neusten Forschungserkenntnisse.

Publication of the Report of the Questionnaire on Regulatory Regimes on Manufactured Nanomaterials (.pdf, 631 KB)

In diesem Bericht werden Gesetzesmechanismen zur Regulierung von Nanomaterilaien aus neun verschiedenen Ländern verglichen. Analysiert werden Zielsetzungen der jeweiligen Gesetze sowie Auflagen zur Registrierung und Risikobewertung.

OECD Programme on the Safety of Manufactured Nanomaterials 2009-2012: Operational Plans of the Projects (.pdf, 378 KB)

Hier werden die nächsten Schritte der WPMN (Working Party on Manufactured Nanomaterials, zu Deutsch: Arbeitsgruppe zu künstlich hergestellten Nanomaterialien) zwischen 2009 und 2012 dargelegt. Die OECD versucht weltweite Kooperation in Sicherheits- und Umweltfragen sowie die Standardisierung von Risikobewertungsmaßnahmen im Bereich der Nanotechnologien voranzutreiben.

Zur Website der OECD

TSCA - Reform in den USA: Safe Chemicals Act of 2010

(April 2010) Im Zuge der Änderung bzw. Modernisierung des Toxic Substances Control Act (TSCA) wurde durch Senator Lautenberg aus dem amerikanischen Senat ein Gesetzesentwurf mit dem Titel "Safe Chemicals Act of 2010" eingereicht. Gleichzeitig führten ebenso die Kongressabgeordneten Rush und Waxman einen Gesetzesentwurf namens "Toxic Chemical Safety Act of 2010" ein. Beide Gesetzesentwürfe ähneln sich prinzipiell in ihrem Inhalt.

Folgende Änderungen sollen im Zuge der Modernisierung realisiert werden:

  • Entwicklung und Veröffentlichung eines Datensets aller neuartigen Chemikalien
  • Verantwortlichkeit der Industrie zur Prüfung und Feststellung sicherer Chemikalien
  • Einführung eines Sicherheitsstandards als Gesundheitsstandard, der gefährdete Subpopulationen, vor allem schwangere Frauen und Kinder, schützen soll

Link zum Gesetzesentwurf von Senator Lautenberg

Link zum Report über den Gesetzesentwurf von Rush und Waxman

Bundesamt für Risikobewertung (BfR): "Wahrnehmung der Nanotechnologie in internetgestützten Diskussionen: Ergebnisse einer Onlinediskursanalyse zu Risiken und Chancen von Nanotechnologie und Nanoprodukten"

(April 2010) Das Bundesamt für Risikobewertung veröffentlichte im April eine Studie zum Thema Wahrnehmung der Nanotechnologien in internetgestützten Diskussionen. Diese untersucht die Risiko- und Nutzenwahrnehmung der Nanotechnologien in jenem Teil der Bevölkerung, der bereits Erfahrungen mit Nanoprodukten gesammelt hat oder zumindest ein Interesse am Forschungs- und Entwicklungsfeld Nanotechnologien besitzt. Auf der anderen Seite sollen Erkenntnisse zur Wahrnehmung der Nanotechnologien in bestehenden verbrauchernahen Anwendungsbereichen gewonnen werden. Untersuchungsgegenstand der Studie bilden Onlineforen und Webblogs.

Link zur Studie des BfR (.pdf, 1,58 MB)

US-Versicherer bringt Haftungsdeckung für Nanoprodukte auf den Markt

(April 2010) Die US-Amerikanische Versichungsgesellschaft Lexington Insurance Company bringt ein Versicherungsprodukt auf den Markt, das die Deckung von Produkthaftungsrisiken aus nanotechnologischen Produkten explizit einschließt.

Das Produkt namens "LexNanoShield" richtet sich direkt an Unternehmen, die Nanopartikel und Nanomaterialien herstellen oder weiterverarbeiten. Lexington ist damit der erste US-Versicherer, der einen Nano-Versicherungsschutz anbietet und damit ein Produkt entwickelt hat, auf das viele Nano-Firmen bereits seit langem warten.

Link zur Pressemitteilung der Lexington Insurance Company (.pdf, 29,2 KB)

Link zur Webseite der Lexington Insurance Company

UK Nanotechnologies Strategy: Small Technologies, Great Opportunities

(März 2010) Das Britische Umweltministerium veröffentlichte am 18. März 2010 eine neue Strategie zum Thema Nanotechnologien: "UK Nanotechnologies Strategy: Small Technologies, Great Opportunities". Diese Strategie legt dar, welche staatlichen Maßnahmen ergriffen werden, damit jeder von den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Chancen der Nanotechnologien profitieren kann.

Wesentliche Inhalte der Strategie:

  • Korrdinierung und Überprüfung der Forschung zu Nanotechnologien und zu Fragen der Sicherheit durch die Regierung
  • Einrichtung einer neuen Webseite für die Öffentlichkeit, wie die Regierung zu Nanotechnologien arbeitet
  • Beschließen einer neuen Zusammenarbeit zwischen Regierung, Wissenschaft, Industrie und anderen interessierten Parteien
  • Einführung einer neuen amtlichen führenden Gruppe, um das wirtschaftliche Wachstum im Bereich Nanotechnologien voranzutreiben
  • Installieren eines industriellen Meldesystems mit einem breiteren Anwendungsbereich für Nanomaterialien durch die Regierung
Link zur Strategie des Britischen Umweltministeriums

SCENIHR liefert eine Stellungnahme zur Definitionsfrage bei Nanomaterialien

(März 2010) SCENIHR (das wissenschaftliche Kommitee für aufkommende und neu identifizierte Gesundheitsrisiken der EU) hat den Auftrag bekommen, eine Stellungnahme mit Ratschlägen für eine wissenschaftlich fundierte Arbeitsdefinition für Nanomaterialien zu erarbeiten. Folgende Kriterien sollen dabei berücksichtigt werden:

  • Größe der Nanomaterialien und andere relevante Charakteristiken (z. B. Oberfläche, Dichte, Form, räumliche Anordnung) und die Kennzahlen der Nanomaterialien, die sich in der wissenschaftlichen Literatur wiederfinden
  • Hinweis auf mögliche Merkmale und Mechanismen von Nanomaterialien, die allein oder in verschiedenen Kombinationen auftreten
  • physikalische und chemische Eigenschaften der Nanomaterialien

Ausführliche Bearbeitungen dazu finden ab Mai 2010 statt.

Link zur Stellungnahme (.pdf, 16 KB)

Link zu SCENIHR

Engineered Nanoparticles: Review of Health and Environmental Safety (ENRHES)

(März 2010) Das Joint Research Center der Europäischen Kommission hatte in Kooperation mit anderen Akteuren von September 2008 bis August 2009 eine Studie durchgeführt. Diese gehört zum 7. Rahmenprogramm der Europäischen Kommission.

Ziel war es, einen umfassenden kritischen Überblick über vier verschiedene Nanomaterialien zu bekommen: Fullerene, Kohlenstoff-Nanoröhrchen, Metalle und Metalloxide.

Des Weiteren wurde eine Risikobewertung dieser Nanopartikel für Gesundheit und Umwelt durchgeführt und eventuelle Wissenslücken bezüglich Nanotechnologien aufgeklärt.

Link zur Webseite des Joint Research Center

Link zur abgeschlossenen Studie (.pdf, 3,27 MB)

Kanada will Umweltschutzgesetzgebung zur Regulierung von Nanotechnologien ergänzen

(März 2010) Am 10. März wurde im kanadischen House of Commons ein Antrag (Bill C-494) eingebracht, mit dem das bestehende Gesetz zum Umweltschutz ergänzt werden soll. Ziel ist es, eine Strategie zu implementieren, die die Entwicklung der Nanotechnologien in Kanada regulativ begleiten soll. Der Gesetzesvorschlag enthält einen Mechanismus zur Risikobewertung, desweiteren soll ein nationales Verzeichnis zu Nanomaterialien und -technologien erstellt werden. Die Vorschläge ergänzen und vervollständigen die bereits bestehenden nationalen Ansätze aus der EU, den USA, Großbrittanien und Australien.

Link zum Änderungsvorschlag (Bill C-494)

Link zur Pressemitteilung auf der Seite des zuständigen Abgeordneten

Nano-Business-College: Orientierungsseminar zu NanoProduktion & NanoVerarbeitung

(März 2010) Der TÜV Hessen hat in Kooperation mit der Hessen Agentur die praxisorientierte Schulungsreihe „Nano-Business-College“ entwickelt. Im Mittelpunkt der Veranstaltungen stehen die folgenden Fragen:

  • Wie praxis- und marktfähig sind Nanotechnologien heute?
  • Wie können diese Technologien in konkrete Wertschöpfung verwandelt werden?
  • Gibt es schon Beispiele aus der Praxis?
  • Wie kann der marktfähige Einsatz von Nanotechnologien sicher gestaltet werden?
  • Welche Spielregeln und Gesetze gibt es für den Einsatz?

Die Veranstaltungen können einzeln gebucht werden. Beim Besuch aller drei Seminare erhält jeder Teilnehmer ein Zertifikat des TÜV Hessen.

Weitere Informationen finden Sie unter der Webseite des TÜV Hessen

Forschungs- und Entwicklungsprogramm der BAuA für die Jahre 2010 – 2013

(März 2010) Die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin hat auf ihrer Webseite das Forschungs- und Entwicklungsprogramm für die Jahre 2010-2013 veröffentlicht.

Ziel ist es, gemeinsam mit dem Umweltbundesamt (UBA) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Wissensdefizite im Bereich Risiken für Mensch und Umwelt bezüglich Nanotechnologien aufzuarbeiten. Die BAuA beschäftigt sich vor allem mit der Messung von Nanopartikeln am Arbeitsplatz bzw. veröffentlicht verschiedene Beiträge zur Toxikolgie von Ultrafeinstäuben.

Link zur Webseite der BAuA

Download des Forschungs- und Entwicklungsprogramms der BAuA(.pdf.292 KB)

US Government Accountability Office (GAO): „Food Safety: FDA should strengthen its Oversight of Food Ingredients Determined to Be Generally Recognized as Safe (GRAS)”

(Februar 2010) Das United States Accountability Office (GAO) veröffentlichte kürzlich den Report „Food Safety: FDA should strengthen its Oversight of Food Ingredients Determined to be Generally Recognized as Safe (GRAS)”. Dieser kritisiert die ungenügende Aufsicht der U.S. Food and Drug Administration (FDA) bezüglich Zusätzen in Lebensmitteln.

Im Mittelpunkt des Reports stehen folgende Themen:

  • die Aufsicht der neuen Bestimmungen von GRAS (generally recognized as safe substances) zur Lebensmittelsicherheit
  • die Weiterentwicklung der Sicherheit der aktuellen GRAS Substanzen als neue wissenschaftliche Erkenntnisse
  • ein Ansatz zur Regulierung von Substanzen in Nanomaterialien
  • das Aufzeigen der unzureichenden Informationen und Aufsicht der GRAS Substanzen in Nanomaterialien

Ziel ist es insgesamt, eine sichere Nahrungsmittelversorgung zu gewährleisten.

Link zum Report der GAO (.pdf, 1,70 MB)

Interim Policy Statement on Health Canada's Working Definition for Nanomaterials

(Februar 2010) In Kanada wurde eine Stellungnahme zur Arbeitsdefinition von Nanomaterialien vorgenommen.

Das „Interim Policy Paper“ des kanadischen Gesundheitsministeriums konzentriert sich auf eine Begriffsfindung von Nanotechnologien für den Alltagsgebrauch.

Folgende Zielsetzungen stehen im Mittelpunkt:

  • Einsatz einer Arbeitsgruppe zur Ermittlung von Nanomaterialien
  • Sammeln von Informationen zu Nanoprodukten, Materialien, Stoffen sowie zur Nutzung von Nanotechnologien
  • Förderung der Kommunikation im Bereich Nanomaterialien
  • Unterstützen einer rechtlichen und ordnungspolitischen Verwaltung und Entwicklung von Leitlinien und Programmen für Nanomaterialien

Die Stellungsnahme ist hier abrufbereit.

Weitere Informationen zur Definition von Health Canada

Understanding Public Debate on Nanotechnologies: Options for Framing Public Policy

(Februar 2010) Die Studie der DG Research (EU Kommission) stellt verschiedenste Projekte vor, die sich mit öffentlichen Debatten bezüglich Nanotechnologien auseinandersetzen. Die Autoren diskutieren Methoden verschiedener Dialog- und Beteiligungsverfahren im Rahmen von EU-Projekten und entwickeln Empfehlungen für eine gute Regierungsführung („good governance“).

Im Projektbericht werden die folgenden EU-Projekte analysiert:

Link zur Studie der DG Research (.pdf, 997 KB)

Nanomaterialien: Toxikologie/Ökotoxikologie

(Februar 2010) Die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) hat einen Bericht mit dem Titel Nanomaterialien: Toxikologie/Ökotoxikologie veröffentlicht, der den derzeitigen Sachstand zu bekannten Wirkungen von Nanomaterialien auf den Menschen und die Natur beschreibt und in sehr übersichtlicher und verständlicher Weise zusammenfasst.

Der Bericht umfasst 40 Seiten und richtet sich an die Öffentlichkeit, an Unternehmen und Überwachungsbehörden, um über die derzeitigen gesundheitlichen und umweltrelevanten Erkenntnisse bei der Exposition mit Nanomaterialien zu informieren. 

Link zum Bericht Nanomaterialien: Toxikologie/Ökotoxikologie

Chemical Nanotechnology Talks X, 26./27. Januar 2010, Frankfurt am Main

(Januar 2010) Am 26. und 27. Januar 2010 finden in Frankfurt am Main die diesjährigen Chemical Nanotechnology Talks statt. Die Veranstaltung steht unter dem Motto: Green Nano: Challenges of Sustainability Saving Resources & Protecting Life

Themenschwerpunkte werden sein: Energiewandlung und -speicherung: Batterien, Solar- und Brennstoffzellen, organische Elektronik - Ressourcenschonung: neue Werkstoffe für Baumaterialien, Korrosionsschutz und Antifouling - Umweltschutz durch Luft- und Wasserreinigung, - Sichtweisen der EU und des US-EPA

Neben einem international besetzten Vortragsprogramm zu Nanomaterialien für energiesparende/s bzw. ressourceneffiziente/s Leben und Produktion wird es eine Posterpräsentation geben, wo junge Wissenschaftler ihre Arbeiten vorstellen und die Teilnehmer an den Postern diskutieren können. Den Autoren der besten Poster wird die Gelegenheit zum Kurzvortrag über ihre Arbeit gegeben.

Link zur Veranstaltung

White Paper „Nanostäube und Explosionsschutz“ von der BG Chemie veröffentlicht

(Dezember 2009) Im Haus der Berufsgenossenschaft (BG) Chemie fand eine erste nationale Beratung zum Thema „Explosionsschutz im Umgang mit Nanopartikeln“ statt. Handlungsbedarf bestehe vor allem bei der Validierung/Normierung neuer Prüfapparaturen, der Erklärung von Abweichungen durch systematische Prüfpläne, der Erweiterung von Stoffdatenbanken sowie bei der Einbeziehung von Herstellern und der Kommunikation von Untersuchungsergebnissen. Die Ergebnisse der Beratung stehen in ausführlicher Form in einem White Paper nach einer kurzen Registrierung auf der verlinkten Seite kostenlos zur Einsicht zur Verfügung.

Link zum White Paper „Nanostäube und Explosionsschutz“

Link zu weiteren Informationen auf der Webseite der BG Chemie

NIOSH 2009 zu Nanotechnologien und Arbeitsschutz

(Dezember 2009) Bereits im Jahr 2007 veröffentlichte das NIOSH einen umfassenden Bericht zum Thema Arbeitsschutz im Bereich Nanotechnologien. 2009 wurde ein Update dieses Berichts publiziert, der die 2007 angestoßenen Projekte dokumentiert und über die seither erzielten Forschungserfolge berichtet. Insgesamt werden Ergebnisse von 43 Projekten, die sich auf den Arbeitsschutz beziehen, vorgestellt und darüber hinaus werden verschiedene Kooperationen zwischen Wissenschaft, Politik und Unternehmen, in die das NIOSH integriert sind, diskutiert.

Link zum Bericht von 2007: "Progress Toward Safe Nanotechnology in the Workplace" (engl., pdf)

Link zum Bericht von 2009: "Progress Toward Safe Nanotechnology in the Workplace - Update for 2007 and 2008" (engl., pdf)

Neue Datenbank zur Regulierung von Nanomaterialien

(Dezember 2009) Die Universität von Arizona hat zusammen mit Wissenschaftlern aus Belgien und Australien eine Webseite entwickelt, die Regulierungsdokumente zum Thema Nanotechnologien aus aller Welt zur Verfügung stellt. Jeder Eintrag ist direkt zur jeweilien Behörde oder Regierungsstelle verlinkt und erlaubt das Zugreifen auf die orginalen Dokumente.
Es ist möglich die Seite nach Staaten und deren Aktivitäten im Regulierungsprozess zu durchsuchen und somit einen guten Überblick über die bereits bestehende Regulierung zu gewinnen in den jeweiligen Ländern bzw. Regionen.

EU-Kommission überarbeitet Verhaltenskodex - Konsultationsverfahren läuft noch bis Januar 2010

(November 2009) Die Europäische Kommission hat bereits 2008 einen Code-of-Conduct zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanowissenschaften und Nanotechnologien erarbeitet. Hierzu hat die Kommission im Oktober 2009 erneut eine öffentliches Konsultationsverfahren eröffnet, das es Wissenschaftlern, interessierten Bürgern und Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Medien ermöglicht, Anregungen, Ergänzungen und Verbesserungsvorschläge einzureichen.

Die Meinungsabfrage ist über eine Website der Europäischen Kommission organisiert und läuft noch bis zum 3. Januar 2010

Link zur Internetabfrage

Aktuelle Hessen-Nanotech NEWS, Dezember 2009 erschienen

(November 2009) Mit den Hessen-Nanotech NEWS der Aktionslinie Hessen-Nanotech informiert das Hessische Wirtschaftsministerium über Projekte, Veranstaltungen und gibt einen Überblick zum aktuellen Stand der Risikodiskussion und Sicherheitsforschung rund um das Thema Nanotechnologie in Deutschland. Außerdem finden Sie dort weitere Informationen zur Nanotechnologie in Wissenschaft und Wirtschaft sowie zur Nanotechnologie in der Praxis. 

Neue Kosmetikverordnung von den EU-Mitgliedsstaaten angenommen

(November 2009) Euractiv.com meldet, dass die Neufassung der Kosmetik Verordnug von den Mitgliedsstaaten am 20. November angenommen wurde, jedoch nicht ohne Kritik von deutscher Seite. Die Richtlinie soll der Verbrauchersicherheit und der Vereinheitlichung der Gesetzgebung dienen. Ein Kernelement der Neufassung vom 10. November besagt, dass Bestandteile der Kosmetikprodukte mit einer Größe unter 100 Nanometer mit dem Wort (Nano) auf der Verpackung gekennzeichnet werden müssen. In einer deutschen Protokollerklärung wird darauf hingewiesen, dass dies bei den Verbrauchern als Warnung aufgefasst werden könnte und dass Kosmetikartikel bereits strengen Sicherheitstests unterliegen.

Das Gesetz führt 55 Einzelrichtlinien zu einer einzigen Verordnung zusammen und wird in allen 27 EU-Ländern angewendet werden.

Link zur Meldung auf Euractiv.com

Link zur Neufassung der Kosmetik Direktive (deutsche Sprache)

Link zu weiteren Informationen zur Kennzeichnung von Kosmetikprodukten

Aus der NanoCare-Webseite wird DaNa

(Oktober 2009) Die aus dem Projekt NanoCare hervorgegangene Informations-Webseite Nanopartikel.info wird unter dem Projektnamen DaNa (Erfassung, Bewertung und breitenwirksame Darstellung von gesellschaftlich relevanten Daten und Erkenntnissen zu Nanomaterialien) weitergeführt.
Ziel des Projekts ist es, in einem interdisziplinären Ansatz mit Wissenschaftlern aus Humantoxikologie, Ökotoxikologie, Biologie, Physik und Chemie Forschungsergebnisse zu Nanomaterialien und deren Auswirkungen auf Menschen und die Umwelt so aufzubereiten, dass sie für interessierte Laien verstehbar sind.
Die Seite ist übersichtlich gestaltet und umfasst neben Informationen zu Projekten, News und Dialogen auch einen Bereich der konkrete Erkenntnisse klar und verständlich  aufzeigt.  Es gibt die Möglichkeit sich über das Materialmenü direkt über die einzelnen Stoffe zu informieren oder über das Grundlagenmenü Themen wie Verhalten, Risiko, Exposition etc. aufzurufen.
Link zur Webseite

Umweltbundesamt: Überarbeitetes Hintergrundpapier "Nanotechnik für Mensch und Umwelt"

(Oktober 2009) In einem Hintergrundbericht zum Thema Nanotechnologien nimmt die Behörde Stellung zu Anwendungsbereichen von Nano-Produkten, Umweltentlastungskriterien, Potenzialen im Gesundheitsschutz und Ergebnissen der Risikoforschung. Darüber hinaus werden Aktivitäten des UBA auf diesem Gebiet vorgestellt und Handlungsempfehlungen aufgezeigt.

"Das Umweltbundesamt unterstützt die Förderung der Nanotechnik in umweltentlastenden Anwendungen". Voraussetzung sei allerdings, die möglichen Risiken zu identifizieren und durch  abgestimmte Bewertungsverfahren zu minimieren, so die Autoren. Das UBA spricht sich für die Einführung einer Meldepflicht für die Hersteller aus (Produktregister) und unterstützt die Forderung nach einer Kennzeichungspflicht für Verbraucherprodukte.

In Bezug auf Anwendungen und Materialien, deren Wirkungen unbekannt sind, spricht sich das UBA im Sinne eines vorsorgenden Umweltschutzes gegen die Verwendung dieser Produkte aus. Die Vergabe des "Blauen Engels" für Nanotechnologie-Produkte und -Materialien wird abgelehnt, bis eine abschließende Risikobewertung des jeweiligen Produkts vorliegt.

Link zum Hintegrundpapier (.pdf, 0,27 MB)

Link zur Pressemitteilung des Umweltbundesamt

NanoCap-Broschüre: "Nanotechnologies in the 21st Century - A critical Review of Governance Issues in Europe and Elsewhere"

(Oktober 2009) Das NanoCap Konsortium und das Europäische Umweltbüro (EEB) haben ihren Schlussbericht veröffentlicht.

Der Bericht reflektiert freiwillige Verhaltenskodizes, den internationalen regulativen Hintergrund,  die Zusammenarbeit zwischen Gesetzgebern sowie die Positionen und Initiativen der NGOs.

Die Autoren entwickeln Vorschläge für ein nanospezifisches Rahmenprogramm (policy framework), das den Umgang mit Nanomaterialien durch folgende Aspekte reguliert:

  • Registrierung von Nanoprodukten vor der Vermarktung;
  • Öffentliche Debatte über technische Innovationen;
  • Bewertung von gesellschftlichen Zielen und Nutzenaspekten;
  • Legislative Voraussetzung vor den weiteren Vermarktungen von Nanomaterialien; 
  • Intensivierung der Forschungsanstrengungen im Bereich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit.

Link zum Bericht (.pdf, 5.05 MB, englische Sprache)

Link zur Seite von EEB

Link zur Seite von NanoCap

Neuer Bericht vom RIVM (NL): Nanotechnology in perspective: Risks to Man and Environment

(September 2009) Das RIVM ist eine vom niederländischen Institut für Gesundheitswesen und Umwelt getragene Forschungseinrichtung.

Im September diesen Jahres  wurde ein Bericht veröffentlicht, der einen Überblick zu potenziellen Risiken der Nanopartikeln für den Menschen und die Umwelt gibt. Im Mittelpunkt steht die Problematik der freien, nicht abbaubaren und unlöslichen Nanopartikel, welche in Medikamenten, Nahrungsmitteln, Verbraucherprodukten und der Umwelt gefunden wurden.

Link zum RIVM

Link zum Bericht (.pdf 2MB, engl.)

Neue Studie zur öffentlichen Wahrnehmung von Nanotechnologien in den USA

(September 2009) Das Woodrow Wilson International Center for Scholars hat im Rahmen des "Projects on Emerging Nanotechnologies" eine große Umfrage zum Thema öffentliche Wahrnehmung und Einstellung zu Nano- und synthetischer Biotechnologie veröffentlicht. Im Zuge eines Telefonsurveys wurden über 1000 Erwachsene in den USA befragt. In den Bericht wurden darüber hinaus die Daten von zwei Fokusgruppen zum gleichen Thema einbezogen.

Die Ergebnisse zeigen, dass 90% der Befragten es für wichtig erachten, dass die Bevölkerung besser über neue Technologien informiert wird.

Link zur Zusammenfassung der Umfrage

Link zum Bericht

Link zur Nanotechnologieseite des Woodrow Wilson International Center

DEEPEN

Im Zuge des von der EU-Kommission finanzierten und 2009 beendeten Projekts DEEPEN (Deepening Ethical Engagement and Participation in Emerging Nanotechnologies) wurde der Abschlussbericht mit dem Titel "Reconfiguring Responsibility - Deepening Debate on Nanotechnology" veröffentlicht.

Der Bericht fordert demokratischere Entscheidungsstrukturen in Technologiedebatten. Die Autoren kritisieren, dass es nur begrenzte Möglichkeiten gibt, die Öffentlichkeit in Entscheidungsprozesse miteinzubeziehen. Die Notwendigkeit einer öffentlichen Debatte, vor allem in Bezug auf neue  Technologien, wie z.B. Nanotechnologien, steht im Mittelpunkt der Studie.

Der Bericht ist Ergebnis einer dreijährigen Projektarbeit mit führenden europäischen Einrichtungen, koordiniert von der Universität Durham, UK.

Link zur Projektseite

Link zum Abschlussbericht (.pdf, 996 KB)

Neuer Bericht von der EWG zu Nanopartikeln in Sonnencrèmes

(August 2009) Die EWG (Environmental Working Group) ist eine US-Amerikanische non-profit Umwelt-Organisation mit Sitz in Washington.

Im Juli 2009 hat die Organisation ausführliche Forschungsergebnisse zu Sonnencrèmes mit nanoskaligen Zinkoxid und Titaniumdioxid Partikeln veröffentlicht.  Das Ergebnis der Untersuchungen ist positiv ausgefallen. Die Environmental Working Group betont in Ihrem Bericht den Nutzen dieser speziellen Nanopartikel zur Abwehr von UV-Strahlen und Schutz vor Hautkrebs. Der Bericht enthält auch eine ausführliche Literaturübersicht zur Risikobewertung von Nanomaterialien bei Anwendungen auf der Haut.

Link zum Bericht

Link zur Übersichtsseite NGO's

Neuer Bericht vom EEB zu Nanomaterialien

(August 2009) Das European Environmental Bureau (EEB, dt. Europäisches Umweltbüro, eine Dachorganisations verschiedener Umweltorganisationen der EU-Mitgliedstaaten) hat im Juli diesen Jahres einen Bericht zu Nanomaterialien veröffentlicht, in dem Gesundheits- und Umweltrisiken kritisch beleuchtet werden.

Der Bericht steht in einer Reihe von Veröffentlichungen des EEB zum Thema Nanotechnologien und befasst sich mit der Untersuchung bereits in Verbraucherprodukten verwendeter Nanomaterialien. Neben Tabellen, die über Materialien, Verwendungshäufigkeit und Produktbeispiele informieren zeigt der Bericht verschiedene Expositionspfade der Nanomaterialien auf. Es wird jeweils die Exposition mit Mensch und Umwelt untersucht und auf verschiedene Materialien detailiert eingegangen.

Link zum Bericht: "Nanomaterials - Health and Environmental Concerns" (.pdf, MB 1,4, Engl.)

Link zur Übersichtsseite NGO's

OECD: Safety of Manufactured Nanomaterials

(August 2009) Fünf neue Berichte der OECD widerspiegeln die Fortschritte der Forschungarbeiten zu Sicherheit von künstlich hergestellten Nanomaterialien im Juli und August 2009. Darunter befindet sich eine erste Bewertung der Test Leitlinien für Nanomaterialien, ein Leitfaden für die Anwendung von Tests, ein Bericht zur Expositionsbewertung und -Reduktion, das zukünftige Arbeitsprogramm 2009-2012 sowie verschiedene Arbeits- und Workshopdokumente. 

Link zur OECD-Übersichtsseite der Veröffentlichungen zu Sicherheit künstlich herstestellter Nanomaterialien

(Juli 2009) Im Dokument "Report of an OECD Workshop on Exposure Assessment and Exposure Mitigation: Manufactured Nanomaterials", der mit Unterstützung der deutschen BAuA und des VCI erstellt wurde, werden verschiedene Maßnahmen zur Messung, Bewertung und Reduzierung der Exposition mit Nanomaterialien vorgestellt.

Link zum Bericht (.pdf)

(Juli 2009) Im Dokument "Preliminary Review of OECD Test Guidines for their Applicability to Manufactured Nanomaterials" werden 22 OECD Testverfahren zu den physikalisch-chemischen Eigenschaften, 24 Testverfahren zur Umwelttoxikologie sowie die Test zur Abbaubarkeit, Akkumulation und zur Gesundheitseffekten kritisch auf ihre Anwendbarkeit geprüft. Es werden verschiedene Anpassungen empfohlen, teilweise gelten die Verfahren als ungeeignet für Nanomaterialien. Wichtig sei außerdem eine einheitliche Vorgehensweise bei der Vorbereitung der Proben sowie der Dosisierung.

Link zum Bericht (.pdf, 491 K)

(Juli 2009) Das Dokument "Guidance Manual for the Testing of Manufactured Nanomaterials: OECD Sponsorship Programme"  gibt Anleitung zur Erstellung von Dossiers, Anwendung von Testprotokollen und -Methoden für die OECD Arbeitsgruppe zu künstlich hergestellten Nanomaterialien (WGMN), die derzeit 14 ausgewählte Nanomaterialien untersucht. Der Leitfaden dient der Qualitätssicherung und Vereinheitlichung der Methoden in den internationalen Arbeitsgruppen.

Link zum Bericht (.pdf, 468 K)

Abschlussbericht von NanoCare jetzt online

(August 2009) Die Erkenntnisse des vom BMBF initiierten Projekts NanoCare sind nun im .pdf-Format und in englischer Sprache auf der Webseite abrufbar. Das bereits abgeschlossene Projekt beschäftigte sich mit der Sammlung und Bereitstellung von Wissen über die Nanotechnologien. Der ca. 150 Seiten lange Bericht fasst nun die erarbeiteten Ergebnisse noch einmal zusammen.

Link zum Download des Berichts (.pdf, 18,9 MB)

Link zur Webseite von NanoCare

BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung stellt Datenbank mit weltweit verfügbaren nanoskaligen Referenzmaterialien online.

(Juli 2009) Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) listet auf ihrer Webseite alle weltweit verfügbaren, nanoskaligen Referenzmaterialien.
Auf www.nano-refmat.bam.de sind derzeit ca. 65 verschiedene, zertifizierte Referenzmaterialien aufgeführt, die jeweils mit vollständigem Datenblatt und Angaben zum Hersteller bzw. Anbieter verlinkt sind.

Die Datenbank wird regelmäßig aktualisiert. Die Seite ist in englischer Sprache.

Link zur Pressemitteilung der BAM
Link zur Datenbank

Antrag der CDU/CSU und SPD zum Thema Nanotechnologien im Bundestag angenommen

(Juli 2009) Der Antrag „Nanotechnologie – Gezielte Forschungsförderung für zukunftsträchtige Innovationen und Wachstumsfelder“ der CDU/CSU und der SPD wurde am Donnerstag, dem 2.7.09, im Bundestag beraten und angenommen. In dem Antrag fordern die Fraktionen die Bundesregierung unter anderem auf, „alle ressortspezifischen Teilbereiche der Nanotechnologie zu einer Gesamtstrategie zu bündeln, die Forschungsförderung in den einzelnen Bereichen enger zu begleiten sowie Wirtschaft und Bevölkerung besser zu informieren“. Außerdem soll die Kooperation zwischen Wirtschaft und Forschung ausgebaut werden und fehlende Fachkräfte durch stärkere finanzielle Förderung der Hochschulen gewonnen werden.

Für den Antrag stimmten die Fraktionen der CDU/CSU und die SPD, DIE LINKE und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN dagegen. Die FDP enthielt sich einer Stimmabgabe.

Link zum Protokoll der 230. Sitzung des Bundestages

Link zur Stellungnahme der Regierung zum Antrag

Gemeinsames Positionspapier zu Nanotechnologien von BEUC und ANEC

(Juni 2009) Die BEUC (Bureau Européen des Unions des Consommateurs) ist der Dachverband der europäischen Verbraucherschutzorganisationen. Zusammen mit ANEC, einer europäischen Verbraucherschutzorganisation, die sich für die Mitsprache der Konsumenten in Fragen der Standardisierung einsetzt hat die BEUC ein umfangreiches Positionspapier zum Thema Nanotechnologien veröffentlicht. Unter anderem werden  folgende Forderungen gestellt:

- Klare Definitionen von Nanomaterialien und Nanotechnologien
- Anpassung der europäischen Gesetzgebung
- Kennzeichnung der Konsumentenprodukte, die Nanomaterialien enthalten
- Unabhängige Risikobewertung vor Markteinführung

Link zum Positionspapier: "Nanotechnology: Small is Beautiful but is it safe?" (engl.) (.pdf 4 MB)

Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (EU-OSHA) veröffentlicht neuen Bericht

(Juni 2009) Die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz (EU-OSHA) veröffentlichte einen Übersichtsbericht zum Thema „Nanopartikelexposition am Arbeitsplatz“, der bestehende Literatur zusammenführt. Vor allem die weitere Erforschung von Risiken am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit Nanopartikeln, die Standardisierung von In-Vitro-Tests als geeignetes Untersuchungswerkzeug von Gesundheitsrisiken und die Ausbildung von Fachkräften zum Umgang mit Nanopartikeln am Arbeitsplatz werden als zukünftiges Arbeitsziel herausgestellt.

 

Link zum Download des Berichts (.pdf, 1,53 MB)

Neue Studie zu Nano-Silber von Friends of the Earth

(Juni 2009) Friends of the Earth Österreich und Friends of the Earth USA haben in diesen Tagen eine neue Studie zur Risikobewertung von Nano-Silber veröffentlicht. In der Studie sprechen sich die Wissenschaftler für ein sofortiges Moratorium aus, bis, so die Autoren, eine klare Regulierung eingeführt sei und die Öffentlichkeit in den Entscheidungsprozess eingebunden werde
 

Neue Informationsplattform zum Arbeitsschutz: GoodNanoGuide

(Juni 2009) GoodNanoGuide ist eine Internetplattform, die aktuelles Wissen zum Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sammelt. 

Die Internetplattform wurde vom International Council on Nanotechnology (ICON, USA) ins Leben gerufen und basiert auf der Idee, das Expertenwissen eingespeist werden kann und sich die Plattform interaktiv weiterentwickelt. Je nach Wissensstand kann der Benutzer unterschiedlich tief in das Thema eintauchen (Einsteiger, Vorwissen vorhanden, Experte). 

Momentan steht noch eine vorläufige Seite online (englische Sprache).

Link zu GoodNanoGuide

SnIRC: Expertenanhörung

(Mai 2009) SnIRC führte eine Anhörung zum Thema Nanopartikel in den Lebensmitteln durch. Prof. Ken Donaldson von der Universität Edinburgh und Dr. Qasim Chaudhry von der Food and Environment Research Agency äußerten sich zu den folgenden Bereichen:

  • die Fähigkeit der Nanopartikeln, die Darmwand und andere zellulare Barriere zu überschreiten;
  • die möglichen neuen toxischen Effekte von Nanopartikeln im menschlichen Körper;
  • die Möglichkeit, dass andere Materialien (z.B. Bakterien oder andere Kontaminanten) mit Hilfe von Nanomaterialien durch die Darmwand transportiert werden könnten (Trojanisches Pferd-Effekt).

Auch die Möglichkeit, dass Nanopartikel wichtige Zellprozesse im Körper behindern könnten, wurde diskutiert.

Link zur Pressemitteilung

Link zur Übersichtsseite von SnIRC

Mehr Sicherheit im Umgang mit Nanotechnologien

(April 2009) Das Europäische Parlament fordert die Europäische Kommission auf, für den Umgang mit Nanotechnologien eine verbindliche rechtliche Grundlage zu schaffen und die Risiken der Technologie umfassend zu prüfen. Für die Produkte mit Nano-Partikeln soll mehr Sicherheit  geschaffen werden.  Das Parlament gab zu bedenken, dass zur Zeit klare Regelungen für ein fundiertes Risikomanagement fehlen. 362 Abgeordnete stimmten für den "Bericht über Regelungsaspekte bei Nanomaterialien", 4 dagegen, 5 enthielten sich der Stimme.

Link zur Pressemitteilung des EU-Parlaments

Link zum Bericht des EU-Parlaments (Carl Schlyter) (.pdf, 224 KB)

Öffentliche Anhörung durch Europäische Kommission

(April 2009) Unter Bezugnahme auf die früheren Stellungnahmen von SCENIHR findet am 10. September 2009 in Brüssel ein eintägiges wissenschaftliches Hearing zum Thema Nanotechnologien statt. Der Fokus der Veranstaltung liegt auf der Risikobewertung von Nanomaterialien sowie der Identifizierung potenzieller Gefahren, verursacht durch Nanotechnologien.
Eine öffentliche Anhörung zu folgenden drei Themenpunkten soll die Veranstaltung vorbereiten und inhaltlich unterstützen:

  • Identifizierung möglicher Themen, die nicht bereits durch Stellungnahmen der EU-Risikobewertung abgedeckt sind
  • Identifizierung der wichtigsten Risikopotenziale - nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen - durch die Benutzung von Nanomaterialien
  • Identifizierung der Themen, die diskutiert werden sollen, inklusive Hintergrundinformationen und Kommentare zu den jeweiligen Themen.

Das Ergebnis der Anhörung wird am 10. September 2009 in Brüssel vorgestellt.

Das öffentliche Konsultationsverfahren läuft bis zum 19. Juni 2009.


Für weitere Informationen siehe Website SCENIHR (engl.)

Veröffentlichung der OECD zur Expositionsmessung im Arbeitsschutzbereich

(April 2009) Die OECD hat im April in der Serie zur Sicherheit von künstlich hergestellten Nanomaterialien eine neue Studie zum Thema Messtechnik und Messverfahren am Arbeitsplatz veröffentlicht. (Preliminary Analysis of Exposure Measurement and Exposure Mitigation in Occupational Settings: Manufactured Nanomaterials). Das Dokument bündelt vorläufige Analysen und Empfehlungen und stellt Hintergrundinformationen, Links und Literatur zur Verfügung.

Link zum Downloadbereich "Safety of Manufactured Nanomaterials" der OECD (englische Sprache)

OECD veröffentlicht Datenbank zur Risikoforschung

(April 2009) Die OECD schaltete im April eine internationale Datenbank zur Risikoforschung auf. Über die Suchfunktion können generelle Sicherheitsthemen (wie z.B. Arbeitsschutz, Umweltschutz oder Produktsicherheit) oder Informationen zu einzelnen Materialien abgerufen werden. Zusammengestellt sind abgeschlossene und laufende Forschungsprojekte sowie deren Links oder Veröffentlichungen. Die Datenbank basiert auf den Arbeiten des amerikanischen Woodrow Wilson Centers.

Link zur OECD-Datenbank (Englische Sprache)

Link zur Hintergrundseite der OECD mit Links zum Einstellen eigener Beiträge (Englische Sprache)

Mehr Sicherheit bei neuartigen Lebensmitteln

(März 2009) Das Parlament hat in Erster Lesung über die Neuregelung der "Novel-Food"-Verordnung abgestimmt. Die Abgeordneten sprechen sich für strengere Bestimmungen bei der Zulassung neuartiger Lebensmittel wie Produkten aus geklontem Fleisch und der Verwendung von Nanotechnologie aus.

Link zur Pressemitteilung des Europäischen Parlaments

Überarbeitung der EU-Vorschriften für Kosmetika

(März 2009) Das Europäische Parlament hat die neue Kosmetik-Verordnung verabschiedet. Mit der Aktualisierung der EU-Kosmetikbestimmungen sollen rechtliche Unklarheiten und Widersprüche beseitigt und die Sicherheit von Kosmetika erhöht werden. Nanomaterialien sind in Kosmetika nur dann gestattet, wenn die Verwendung dieser Materialien sicher ist. Zudem haben die Abgeordneten durchgesetzt, dass die Verwendung von Nanomaterialien deutlich gekennzeichnet wird.

Mehr...

Link zur legislativen Entschliessung des Europäischen Parlaments

Link zur Pressemitteilung des Europäischen Parlaments

Hessen-Nanotech NEWS mit Artikel zu "NanoRisiken" erschienen

Link zur Hessen-Nanotech NEWS

(Februar 2009) "NanoRisiken: Forschung und Kommunikation für sichere Nanotechnologie" - einen aktuellen Überblick gibt der unter anderem aus der Zeitschrift "Technology Review" bekannte Fachjournalist Niels Boeing in der im Februar 2009 erschienenen 24. Aus­gabe des Nano- und Material­technologie-Newsletters der Aktionslinie Hessen-Nanotech. Schwerpunktthema der Hessen-Nanotech NEWS 1/2009 ist die "Grüne Nanotechnologie", d.h. dem Einsatz von Nanotechnologien im Dienste des Umwelt- und Klimaschutzes.

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