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Risikobewertung & Risikomanagement

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Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

  • Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit

    Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit ©Darren Baker | Dreamstime.com

Im Zentrum der Maßnahmen zum verantwortungsvollen Umgang mit Risiken am Arbeitsplatz stehen Substitutionsmöglichkeiten, technische Maßnahmen zur Expositionsminderung, wie z.B. die Arbeit in geschlossenen Systemen, organisatorische Maßnahmen und persönliche Schutzmaßnahmen.

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EU-Richtlinien zur Arbeitssicherheit im Umgang mit Nanomaterialien

In ihrer Mitteilung „Regulatory Aspects of Nanomaterials“ (SEC (2008) 2036) nimmt die Kommission, ebenso wie in ihrer zweiten Überprüfung der Rechtsvorschriften zu Nanomaterialien aus dem Jahr 2012, auch Stellung zu Fragen der Arbeitssicherheit.

 

Zum einen wird auf die Rahmenrichtlinie 89/391/EWG verwiesen, die Arbeitgeber bereits zu verschiedenen Sicherheits- und Gesundheitsschutzmaßnahmen verpflichtet, sobald Arbeitnehmer bei der Herstellung und Verwendung von Chemikalien beteiligt sind. Nanomaterialien fallen vollständig unter diese Richtlinie, Arbeitgeber müssen daher

  • eine Risikobewertung durchführen und, falls ein Risiko festgestellt wird, Maßnahmen zur Beseitigung oder Minimierung dieses Risikos ergreifen.
  • Arbeitnehmer oder ihre Vertreter bei der Einführung oder Planung neuer Technologien involvieren, sollten Arbeitsbedingungen oder das Arbeitsumfeld von diesen Neuerungen betroffen sein.

Spezifischere Zusatzrichtlinien mit Relevanz für nanotechnologische Bereiche werden ebenfalls gelistet:

  • Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch Karzinogene oder Mutagene bei der Arbeit (2004/37/EG)
  • Schutz von Gesundheit und Sicherheit der Arbeitnehmer vor der Gefährdung durch chemische Arbeitsstoffe bei der Arbeit (98/24/EG)
  • Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Benutzung von Arbeitsmitteln durch Arbeitnehmer bei der Arbeit (89/655/EWG)
  • Mindestvorschriften für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei Benutzung persönlicher Schutzausrüstungen durch Arbeitnehmer bei der Arbeit (89/656/EWG)
  • Mindestvorschriften zur Verbesserung des Gesundheitsschutzes und der Sicherheit der Arbeitnehmer, die durch explosionsfähige Atmosphären gefährdet werden können (1999/92/EG)

Link zur Nanotechnologie-Webseite der EU

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Bericht der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz OSHA (2009, 2012)

Im Juni 2009 wurde ein Übersichtsbericht von der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) zum Thema „Nanopartikelexposition am Arbeitsplatz“ herausgegeben, der bestehende Literatur zusammenführt.

Vor allem die weitere Erforschung von Risiken am Arbeitsplatz im Zusammenhang mit Nanopartikeln, die Standardisierung von In-Vitro-Tests als geeignetes Untersuchungswerkzeug von Gesundheitsrisiken und die Ausbildung von Fachkräften zum Umgang mit Nanopartikeln am Arbeitsplatz, werden als zukünftiges Arbeitsziel herausgestellt.

Link zum Download des Berichts (.pdf, 1,53 MB)

Eine Überprüfung der aktuellen Literatur durch die EU-OSHA hat ergeben, dass große Lücken beim Bewusstsein über und der Kommunikation von potenziellen Risiken beim Umgang mit Nanomaterialien bestehen. Die Studie wurde im Juni 2012 veröffentlicht. Dabei hat die EU-OSHA festgestellt, dass die Kommunikation über mögliche Risiken von Nanomaterialien eher mangelhaft ist und der Mehrheit der Europäer nicht bewusst ist, was Nanotechnologien sind. Laut EU-OSHA könnte diese mangelhafte Risikokommunikation zu Verwirrung und/oder zu ungerechtfertigten Ängsten oder Unterschätzung der Risiken führen. Die EU-OSHA hat im diesem Zug eine Online-Datenbank veröffentlicht, die Ansätze zu bewährten Praktiken  von Unternehmen aus acht Mitgliedstaaten und einer Vielzahl von Branchen zur Verfügung stellt. In der Zukunft sollen ein Web-Feature sowie kurze und praktische Informationen über Risiko-Management-Tools von Nanomaterialien und für das Risikomanagement von Nanomaterialien im Instandhaltungs-, Bau- und Gesundheitswesen hinzugefügt werden.

Link zur Literaturstudie von 2012 (.pdf, 1 MB)

Link zum Abschnitt "Nanomaterialien" der deutschen Seite der EU-OSHA

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Leitfäden für sicheres Arbeiten mit technisch hergestellten Nanomaterialien der Europäischen Kommission

Die Europäische Kommission hat zwei Papiere zur Unterstützung von Arbeitgebern und Arbeitnehmern bei der Arbeit mit technisch hergestellten Nanomaterialien veröffentlicht.

Der Leitfaden „Working Safely with Manufactured Nanomaterials – Guidance for Workers“ beschäftigt sich mit Fragen zu Risiken und Exposition von Nanomaterialien und richtet sich an Menschen, die bei der Arbeit direkt mit Nanopartikeln konfrontiert werden. Zusätzlich bietet das Dokument Hilfestellung für Maßnahmen zum Risikomanagement um mögliche Exposition von Nanopartikeln am Arbeitsplatz zu kontrollieren.

Das zweite Papier, „Guidance on the Protection of the Health and Safety of Workers from the Potential Risks related to Nanomaterials at Work – Guidance for Employers and Health and Safety Practitioners”, soll Arbeitgeber, Gesundheits- und Sicherheitsbeauftragte in Unternehmen dabei unterstützen, generelle Sicherheitsvorschriften im Umgang mit Nanomaterialien umzusetzen.

Link zum Leitfaden „Working Safely with Manufactured Nanomaterials – Guidance for Workers”(pdf 681,51KB)

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Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)

Die BAuA  unterhält als zuständige Bundesoberbehörde ein eigenes Webportal zum Thema Nanotechnologien am Arbeitsplatz, auf dem übersichtlich aktuelle Informationen zum Arbeitsschutz, zur Regulierung, zu Projekten und Veröffentlichungen zusammengestellt sind.

Derzeit laufen Forschungsprojekte zur Exposition mit ultrafeinen Partikeln, zur Charakterisierung ultrafeiner Stäube sowie zur Optimierung der Messung von Nanopartikeln an Arbeitsplätzen.

Im Bereich Rechtsrahmen gibt es eine Übersicht von nationalen und EU-weiten Gesetzen, die laut der BAuA Relevanz für den Arbeitsschutz besitzen.

Hier finden Sie die neuesten Aktivitäten der BAuA im Bereich Arbeitsschutz:

  • Januar 2011 Dialog-Forum "Nanomaterialien am Arbeitsplatz": Im Zentrum der Veranstaltung standen Forschungsergebnisse und praktische Hilfestellungen der BAuA, die zum verantwortungsvollen Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz beitragen.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite der BAuA

  • Oktober 2011 Ansatz einer gestuften Messstrategie: Diese beinhaltet einen pragmatischen Ansatz zur Messung der inhalativen Exposition gegenüber Nanomaterialien.

Link zum Bericht "Tiered Approach to an Exposure Measurement and Assessment of Nanoscale Aerosols Released from Engineered Nanomaterials in Workplace Operations" (.pdf, 2,44 MB)

  • Dezember 2011 Zusammenstellung der derzeitigen Aktivitäten der BAuA im Bereich Nanomaterialien am Arbeitsplatz.

Link zum Bericht "Sicherheit und Gesundheit bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien in Forschung, Entwicklung, Politikberatung und Transfer der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA)" (.pdf, 707 KB)

Ein von dem Ausschuss für Gefahrstoffe des Bundesministerium für Arbeit und Soziales erarbeitete Dokument stellt Überblickswissen zu Möglichkeiten der Gruppenbildung bei bestimmten Nanomaterialien auf der Basis wahrscheinlicher gemeinsamer Wirkprinzipien zusammen. Der Fokus liegt hierbei auf möglichen Gesundheitsrisiken für Arbeitende bei einer Exposition von Nanomaterialien.

Außerdem verfügbar ist ein vom AGS erarbeiteter Sachstandsbericht vom November 2010, der für die Erarbeitung einer Bekanntmachung mit empfehlendem Charakter zur Umsetzung der Vorgaben der Gefahrstoffverordnung bei Tätigkeiten mit Nanomaterialien plädiert.

Link zu den Dokumenten

Im Mai 2012 haben BAuA und VCI eine Broschüre mit ihren aktualisierten Empfehlungen der Broschüre von 2007 für den richtigen Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz herausgegeben. Die Empfehlungen beruhen auf den Grundprinzipien des Arbeitsschutzes im Sinne der Responsible-Care-Initiative der chemischen Industrie und sollen den Unternehmen Hilfestellung bieten. In der aktualisierten Fassung sind beispielsweise enthalten:

  • neue Erkenntnisse zu Messstrategien und Messverfahren,
  • ein Ablaufschema zur Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz,
  • einige Hinweise, welche Verfahren für einen guten Arbeitsschutz anzuwenden sind sowie
  • Erläuterungen, in welchem Ausmaß Beschäftigte von einem Kontakt mit Nanomaterialien betroffen sein können.

Link zur Pressemitteilung auf der Webseite der BAuA

Link zur Broschüre von 2012 (.pdf, 526 KB)

Im Mai 2015 hat die BAuA einen Beurteilungsmaßstab für nanoskalige granuläre biobeständige Stäube (nano GBS) veröffentlicht. Der vorliegende Beurteilungsmaßstab beinhaltet eine Grenzwertvorgabe für ultrafeine Stäube, da für diese Art von Nanomaterialien bisher noch kein Staubgrenzwert veröffentlicht ist. Nanomaterialien, für die der Beurteilungsmaßstab gelten soll, können unter anderem Titandioxid, Aluminiumhydroxid oder auch Nanopartikel mit chemisch veränderter Oberfläche sein, die durch die Modifizierung keine wesentlichen Veränderungen der Toxizität ergeben. In dem Beurteilungsmaßstab werden die gentoxischen und kanzerogenen Auswirkungen bewertet.

Link zum Beurteilungsmaßstab der BAuA (Stand: 05.2016, pdf 358.58KB)

Die Bekanntmachung zu Gefahrenstoffen (BekGS 527) der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) vom Juni 2016 gibt Empfehlungen zum Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz. Es wird betont, dass Nanomaterialien an sich keine klassischen Gefahrenstoffe darstellten, sondern dass eine gesonderte Einzelfallbetrachtung für die spezifischen Eigenschaften des eingesetzten Materials notwendig sei. Der Fokus liegt auf der inhalativen Exposition, da hier im Vergleich zu einer Aufnahme über die Haut oder durch Verschlucken, das größte Expositionspotenzial bestehe. Neben Kriterien für die Beurteilung der Gefährdung von Nanomaterialien, werden Situationen und Zeitpunkte innerhalb der Wertschöpfungskette, von der Herstellung bis zur Entsorgung, dargestellt, in denen eine Freisetzung der eingesetzten Nanomaterialien verhältnismäßig wahrscheinlich oder unwahrscheinlich ist. Daraus werden Schutzmaßnahmen für den Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz abgeleitet. Im Anhang gibt es  weiterführende Literaturhinweise, ein Schema zur Gefährdungsbeurteilung von Nanopartikeln, sowie ein Musterschreiben um potenzielle Nanomaterialien beim Hersteller zu identifizieren.

Link zur BekGS 527 der BAuA (Stand: 06.2016, pdf 372.09KB)

Link zur Übersichtsseite der BAuA

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"Sicheres Arbeiten mit Nanomaterialien" Interaktive E-Learning Plattform der DGUV

Die deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) hat eine interaktive Internetplattform „Sicheres Arbeiten mit Nanomaterialien“ veröffentlicht. Das Portal ist das erste seiner Art und wurde von der Innovationsgesellschaft St. Gallen in Kooperation mit verschiedenen Berufsgenossenschaften entwickelt. Über ein 360°-„Nanorama“ bietet die Plattform Verbrauchern und Anwendern die Möglichkeit sich interaktiv und anschaulich über den sicheren Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz zu informieren. So wurde das virtuelle Panorama zur Baubranche in enger Zusammenarbeit mit der Berufsgenossenschaft Bau (BG Bau) realisiert.

Ein weiteres Modul, das "Nanorama Labor", informiert über den sicheren Umgang mit Nanomaterialien und Apparaturen, mit denen solche hergestellt oder bearbeitet werden.

Im "Nanorama Kfz-Werkstatt", das in Kooperation mit der Berufsgenosssenschaft Holz und Metall (BGHM) entwickelt wurde, lernen Nutzer auf interaktive Weise, welche Präventions- und Arbeitsschutzmaßnahmen für sicheres Arbeiten mit Nanomaterialien in der Kfz-Werkstatt relevant und welche potenziellen Gefahren beim Umgang mit Nanotechnologien im Kraftfahrzeugbereich zu berücksichtigen sind.

Im vierten Modul der Nanorama-Reihe "Nanorama Textil", welches von der Berufsgenossenschaft Energie Textil Elektro Medienerzeugnisse (BG ETEM) mitentwickelt wurde,  werden Arbeitsschutzmaßnahmen beim Arbeiten im Textil-Bereich spielerisch erklärt. Ziel des Moduls ist es es, die Sicherheit und Gefahren beim Arbeiten mit nanopartikel-haltigen Textilien durch Fragen zu lernen.

Das "Nanorama Produktion" repräsentiert die Arbeitsumgebung in einer Produktionshalle und weist spielerisch auf die Schutzmaßnahmen hin. Wie bei den anderen Nanoramen werden auch hier spezifische Informationen für den entsprechenenden Arbeitsbereich geliefert und Fragen hierzu gestellt.  Es wurde mit Unterstützung der Berufgenossenschaft Rohstoffe und chemische Industrie (BG RCI) erstellt.

Die Nanoramen Labor und Prodution sind auch in englischer Sprache verfügbar.

Zusätzlich zu den interaktiven Elementen bietet das Portal Neuigkeiten und Informationen mit Bezug zu Nanotechnologien am Arbeitsplatz.

Link zum Portal „Sicheres Arbeiten mit Nanomaterialien“

Link zum E-Learning-Modul „Nanorama Bau“

Link zum E-Learning-Modul „Nanorama Labor“

Link zum E-Learning-Modul "Nanorama Kfz-Werkstatt"

Link zum E-Learning-Modul "Nanorama Textil"

Link zum E-Learning-Modul "Nanorama Produktion"

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NanoSafePack: Best Practice Leitlinien für die Verpackungsindustrie

Das europäische Forschungsprojekt „NanoSafePack“ wurde über 36 Monate mit Mitteln aus dem siebten europäischen Forschungsrahmenprogramm (FP7) gefördert und veröffentlichte als Endresultat Best Practice Leitlinien für einen sicheren Umgang mit Nanomaterialien in der Verpackungsindustrie.

Die Leitlinien, die in erster Linie für kleine und mittelständische Unternehmen entwickelt wurden, bieten wertvolle Hinweise zu verschiedenen Eigenschaften und speziellen Anwendungsmöglichkeiten von nanoskaligem Füllmaterial und Polymer-basierten Nanokompositen.

Die wichtigsten Ergebnisse wurden in einem „Mini-Guide“ zusammengefasst, der in fünf verschiedenen Sprachen zur Verfügung steht. Dieser bietet einen Überblick über Vorteile und Chancen des Einsatzes von Nanomaterialien in der Verpackungsindustrie. Darüber hinaus beinhalt die Zusammenfassung Handlungsempfehlungen zum sicheren Umgang bei der Entwicklung und Produktion von Verpackungen, bei denen Nanotechnologien zum Einsatz kommen.

Link zu NanoSafePack

Link zu den „Mini-Guides“ der Best Practice Leitlinien

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LUBW Leitfaden Nanomaterialien: Arbeitsschutzaspekte

Der von der Baden-Württembergischen Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz (LUBW) herausgegebene Leitfaden trägt die wichtigsten Erkenntisse und die Entwicklung bis Herbst 2009 zum Arbeitsschutz im Umgang mit Nanomaterialien auf übersichtliche Weise zusammen. Sowohl definitorische, regulative und arbeitssicherheitsrelevante Aspekte werden bei der Zusammenstellung berücksichtigt. Der Leitfaden ist 34 Seiten lang und bietet somit eine übersichtliche Zusammenfassung.

Link zum Download des Leitfadens (.pdf, 5,0 MB)

Link zur Nanotechnologieseite der LUBW

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BAuA/VCI-Leitfaden für den sicheren Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz

Der 2007 veröffentlichte Leitfaden wurde gemeinsam vom Verband der Chemischen Industrie (VCI) und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) veröffentlicht. Er basiert auf einer im Frühjahr 2006 bei VCI-Mitgliedsunternehmen durchgeführten Umfrage zum "Arbeitsschutz beim Umgang mit Nanomaterialien" und wurde in den Stakeholder-Dialogen zum Arbeitsschutz von Politik und Behörden, Umweltorganisationen und Gewerkschaften kommentiert und ergänzt.

Link zur Downloadseite des Leitfadens (englisch)

In den vergangenen Jahren hat der VCI weitere Leitfäden zum Thema Arbeitssicherheit in Zusammenhang mit Nanomaterialien herausgegeben:

Der Bericht von 2007 für den richtigen Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz wurde im Jahr 2012 von VCI und BAuA aktualisiert. Die Empfehlungen beruhen auf den Grundprinzipien des Arbeitsschutzes im Sinne der Responsible-Care-Initiative der chemischen Industrie und sollen den Unternehmen Hilfestellung bieten. In der aktualisierten Fassung sind beispielsweise enthalten:

  • neue Erkenntnisse zu Messstrategien und Messverfahren,
  • ein Ablaufschema zur Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz,
  • einige Hinweise, welche Verfahren für einen guten Arbeitsschutz anzuwenden sind sowie
  • Erläuterungen, in welchem Ausmaß Beschäftigte von einem Kontakt mit Nanomaterialien betroffen sein können.

Link zur Broschüre von 2012 (.pdf, 526 KB)

Link zur Website zu Nanomaterialien des VCI

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Betriebsleitfaden zum Umgang mit Nanomaterialien in der Lack- und Farbbranche

Das Öko-Institut e.V. hat 2009 für das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung einen Leitfaden für den Umgang mit Nanomaterialien in der Farb- und Lackindustrie erstellt. Ausgearbeitet wurden praxisorientierte Handlungsempfehlungen unter anderem zum Arbeits- und Umweltschutz, zur Lagerung sowie zur Kommunikationsverbesserung entlang der Wertschöpfungskette.

Link zum Betriebsleitfaden „Sichere Verwendung von Nanomaterialien in der Lack- und Farbenbranche“ (.pdf, 2,5 MB)

Link zur Aktionslinie hessen-nanotech des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung

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NanoMICEX

Das EU-Projekt NanoMICEX ist ein Projekt zur Sicherheitsgewährleistung für Arbeitnehmende, die in den Kontakt mit Nanopartikeln in der Pigment- und Druckfarbenindustrie kommen.

Hauptpunkte des Projektes sind:

  • Entwicklung von neuen Herstellungswegen von funktionalisierten Nanopartikeln
  • Toxikologische Auswirkungen von Nanopartikeln
  • Analyse von Freisetzungsszenarien
  • Bewertung der Schutzausrüstung, Filtration und andere Kontrollsysteme
  • Umsetzung der Strategien in der Industrie

Link zur veröffentlichen Studie: Mitigation of risk and control of exposure in nanotechnology-based inks and pigments (Stand: 03.2015, pdf 1.08MB)

In der Studie werden die Arbeitsschutzbedingungen für Arbeitnehmende in der Pigment- und Druckerindustrie bewertet. Dabei wurden gerade bei Atemschutzmasken signifikante Optimierungsvorschläge gegeben, die die Sicherheit der Arbeitnehmenden erhöht und so einen langfristigen Schutz gewährleistet.

Link zur Projekthomepage

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NanoTrust

Das österreichische Forschungsprojekt NanoTrust veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Dossiers zu Nanotechnologien, unter anderem auch zum Thema Arbeitsschutz.

Die Dossiers sind in leicht-fasslicher, aber wissenschaftlich fundierter Weise geschrieben und fassen auf drei bis sechs Seiten den Wissensstand zu den aktuellen Themen der aufkommenden Nanodebatte zusammen.

Ausgewählte Dossiers zum Arbeitsschutz:

Link zu allen Dossiers von NanoTrust

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Österreichisches Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

Das österreichische Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz publizierte im Jahr 2011 einen "Leitfaden für das Risikomanagement beim Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz" (Stand: Ende 2010). Dieser Leitfaden soll Betriebe bei der Risikobewertung der Nanotechnologien anleiten und unterstützen. Damit soll ein Beitrag zu sicherer und gesunder "Nanoarbeit" in Österreich geleistet werden.

Link zum Leitfaden (pdf 942KB)

Link zur Internetseite des Österreichischen Bundesministeriums für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz

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USA: National Institute for Occupational Safety and Health (NIOSH)

Das Nationale Institut für Arbeitsschutz und Gesundheit (NIOSH) unterhält Forschungsprogramme zum Thema Arbeitsschutz und Messverfahren. Es entwickelt Leitfäden zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz und stellt eine Online-Bibliothek zu Nanotechnologien zur Verfügung. Kernfragen der amerikanischen NIOSH sind: 

  • Wie können Arbeitnehmer Nanopartikeln bei der Herstellung oder der industriellen Anwendung von Nanomaterialien ausgesetzt sein?
  • Wie interagieren Nanopartikel mit dem Körper?

  • Welche Effekte können Nanopartikel auf den Körper haben?

Bereits im Jahr 2007 veröffentlichte das NIOSH einen umfassenden Bericht zum Thema Arbeitsschutz im Bereich Nanotechnologien. 2009 wurde ein Update dieses Berichts publiziert, der die 2007 angestoßenen Projekte dokumentiert und über die seither erzielten Forschungserfolge berichtet. Insgesamt werden Ergebnisse von 43 Projekten, die sich auf den Arbeitsschutz beziehen, vorgestellt und darüberhinaus werden verschiedene Kooperationen zwischen Wissenschaft, Politik und Unternehmen, in die das NIOSH integriert sind, diskutiert.

Link zum Bericht von 2007: "Progress Toward Safe Nanotechnology in the Workplace" (engl., pdf)

Link zum Bericht von 2009: "Progress Toward Safe Nanotechnology in the Workplace - Update for 2007 and 2008" (engl., pdf)

In 2008 wurde ein Bericht herausgegeben, der sich mit der Sicherheit von Nanotechnologien in der Arbeitsumgebung auseinandersetzt.

Link zum Bericht

Eine überarbeitete Studie von NIOSH wurde im Jahr 2009 online gestellt, die Empfehlungen unter dem Titel "Approaches to Safe Nanotechnology" zusammenfasst.

Link zur Studie (pdf 1.5 MB)

NIOSH hat im Mai 2012 hat ein Dokument mit dem Titel „General Safe Practices for Working with Engineered Nanomaterials in Research Laboratories“ publiziert. Dieses Dokument enthält Empfehlungen für technische Kontrollen und Sicherheitsverfahren für den Umgang mit Nanomaterialien im Labor. Dieser Leitfaden wurde konzipiert, um in einer Reihe mit gut etablierten Verfahren und dem chemischen Laborhygiene-Plan verwendet zu werden. Der Leitfaden fasst zusammen, dass die volle Bandbreite berufsbezogener Hygienekontrollen notwendig ist, um gesundheitliche Belastungen im Zusammenhang mit Nanomaterial zu limitieren. Technisierte und administrative Kontrollen könnten den Anteil an Nanomaterialien im der Arbeitsumgebung eliminieren oder minimieren.

Link zum Artikel auf der Webseite von NIOSH mit Zugang zum Dokument (pdf 2.13MB)

Im März 2016 wurde das Dokument "Building a Safety Program to Protect the Nanotechnology Workforce - A Guide to Small and Medium-Sized Enterprises" veröffentlicht. Dieses gilt als Leitfaden für kleine und mittelständige Unternehmen. Es wird speziell auf die Berücksichtigung und Steuerung der potentiellen, unbeabsichtigten Folgen für die Gesundheit und Umwelt eingagangen. Der Leitfaden soll zeigen, dass die Sicherheit eines Unternehmens darin liegt, Berufrisiken und Vorfälle zu verhindern bevor sie entstehen.

Link zum Dokument (pdf 3.52MB)

Link zur Nanotechnologie-Überblicksseite des NIOSH

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Finnland: Finnisches Institut für Arbeitsschutz

Das FIOH hat im Rahmen des NANOSH-Projektes mehrere Berichte zur Charakterisierung von verschiedenen Nanopartikeln, zu negativen Effekten sowie zur Bewertung und Kontrolle von Arbeitsplatzrisiken veröffentlicht.

FIOH ist Veranstalter der 4. Internationalen Konferenz "Nanotechnology - Occupational and Environmental Heath", die im August 2009 in Helsinki stattfindet.

Im Jahr 2010 hat das FIOH einen Bericht herausgegeben, der eine Risikobewertung künstlich hergestellter Nanomaterialien und Nanotechnologien zum Gegenstand hat.

Link zum Berichtzusammenfassung (pdf 53.67KB)

Zudem besteht die Möglichkeit, einen "Nanoatlas" über ausgewählte, künstlich hergestellte Nanopartikel herunterzuladen.

Link zu Informationen zur Bestellung

 

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GoodNanoGuide

GoodNanoGuide ist eine Internetplattform, die aktuelles Wissen zum Thema Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit sammelt. 

Die Internetplattform wurde vom International Council on Nanotechnology (ICON, USA) ins Leben gerufen und basiert auf der Idee, dass Expertenwissen eingespeist werden kann und sich die Plattform somit interaktiv weiterentwickeln kann. Je nach Wissensstand kann der Benutzer unterschiedlich tief in das Thema eintauchen (Einsteiger, Vorwissen vorhanden, Experte). 

Link zu GoodNanoGuide

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Schweizerische Unfall Versicherungs Anstalt (SUVA)

Die schweizerische SUVA hat verschiedene Dokumente und Leitfäden zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien am Arbeitsplatz auf Ihrer Internetseite zusammengestellt. Die Empfehlungen konzentrieren sich vor allem auf den Umgang mit Nanopartikeln. Der 2007 erschienene Bericht "Nanopartikel an Arbeitsplätzen" wurde im September 2009 mit neuen Erkenntnissen wiederveröffentlicht und bietet auf neun Seiten einen komprimierten Überblick zum Thema.  Im März 2009 stellte die SUVA ihre Ergebnisse einer Umfrage unter Schweizer Unternehmen zum Ist-Zustand der Nanotechnologien in der Schweiz vor.  Die Studie zeigt erstmals, wieviele Arbeitnehmer in welchen Bereichen der Industrie mit Nanopartikeln arbeiten. Verschiedene Publikationen und Pressemitteilungen wurden hierzu online gestellt. Zusätzlich kann man sich auf der Webseite einen informativen Videobeitrag zur Messung von Nanopartikeln ansehen. Der Bericht "Nanopartikel an Arbeitsplätzen" kann hier heruntergeladen werden.

Ein Bericht der SUVA vom Januar 2011 widmet sich dem Thema "Nanopartikel und ultrafeine Partikel am Arbeitsplatz". Eine erneuerte Version wurde im September 2012 herausgebracht und kann hier heruntergeladen werden.

Im Januar 2017 wurde der Bericht "Erläuterungen zu den Grenzwerten" herausgebracht. Im Kapitel "1.8 Stäube und Nanopartikel" findet man neben Informationen zu Nanopartikeln auch wichtige Definitionen in diesem Bereich. Der Bericht ist hier kostenlos erhältlich.

Link zur Homepage der SUVA

 

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Sicherheitsdatenblatt der Schweizerischen Eidgenossenschaft

Ende des Jahres 2010 hat die Schweizerische Eidgenossenschaft ein Sicherheitsdatenblatt mit dem Titel "Leitfaden für synthetische Nanomaterialien" veröffentlicht. Synthetische Nanomaterialien haben zunehmend Bedeutung in unserem Alltag. Die Informationen über deren Eigenschaften innerhalb der Produktions- und Weiterverarbeitungsketten sind für die Festlegung der jeweils notwendigen Schutzmaßnahmen von großer Wichtigkeit. Deshalb hat das Staatssekretariat für Wirtschaft SECO einen Leitfaden für das Erstellen von Sicherheitsdatenblättern für Chemikalien erarbeitet, welche aus Nanomaterialien bestehen oder solche enthalten. Hier sollen notwendige physikalisch-chemische, sicherheitstechnische, toxikologische und ökotoxikologische Daten für die jeweilige Verwendung und Zubereitung genannt werden.

Link zum Artikel auf der Webseite der Schweizerischen Eidgenossenschaft mit Zugang zum Sicherheitsdatenblatt

Die erste Version des Sicherheitsdatenblatts vom Dezember 2010 wurde aufgrund neuer wissenschaftlicher Entwicklungen und Definitionen mehrmals aktualisiert.

Link zum Sicherheitsdatenblatt in der Schweiz basierend auf der Totalrevision der ChemV gültig ab 1. Dezember 2015 (Stand: Januar 2017) (pdf 365KB)

Link zur Präsentation Sicherheitsdatenblat t (SDB) (pdf 966KB)

Link zum Flyer - Das Sicherheitsdatenblatt für chemische Produkte (pdf 259KB)

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French Institute for Public Health Surveillance / Institut de veille sanitaire (InVS)

Das „French Institute for Public Health Surveillance“ wurde von den französischen Gesundheits- und Arbeitsministerien damit beauftragt, die Machbarkeit eines epidemiologischen Überwachungssystems für Arbeiter/innen zu beurteilen, die mit technisierten Nanomaterialien  in Berührung kommen. Als Antwort auf diese Anfrage ist im Februar 2012 ein Bericht erschienen, der eine Bestandsaufnahme zahlreicher Unsicherheiten im Bereich der Definitionsfrage von Nanotechnologien, der Bandbreite von Nanomaterialien, der Identifizierung von Gesundheitsereignissen in Zusammenhang mit Nanomaterialien sowie der Registrierung und Zusammenarbeit von Unternehmen und Arbeitern, die von Nanomaterialien betroffen sind, vornimmt.

Link zur Zusammenfassung des Berichts (engl.) (.pdf, 149 KB)

Link zur Webseite des Instituts (engl.)