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Risikobewertung & Risikomanagement

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Produktsicherheit

  • Produktsicherheit

    Produktsicherheit © nicolas_ | iStock

Die Begriffe des Verbraucherschutzes, der Konsumentensicherheit oder der Produktsicherheit werden in der Regel synonym verwendet. Im Zentrum der Debatte stehen Fragen, ob von den Produkten, in denen Nanomaterialien enthalten sind, Risiken für die Gesundheit der Verbraucher ausgehen.

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Bundesinstitut für Risikobewertung: Produktsicherheit von Nanomaterialien

Das BfR hat bereits im Jahr 2008 eine Frage- und Antwortsammlung zum Thema Nanomaterialien in verbrauchernahen Produkten veröffentlicht. Diese wurde 2012 aktualisiert.

Link zum Dokument "Fragen und Antworten zur Nanotechnologie" (.pdf, 35,7 KB)

Seither hat das BfR auf der Webseite einen eigenen Bereich zum Thema Produktsicherheit von Nanotechnologien, genauer der gesundheitlichen Bewertung von Nanomaterialien, eingeführt. Innerhalb dieses Bereichs finden sich Informationen zu den Eigenschaften von Nanomaterialien, zur Risikobewertung von Nanomaterialien sowie Dialogs- und Forschungsaktivitäten des BfR zu Nanotechnologien.

Zum Thema Produktsicherheit der Nanotechnologien sind auf der Webseite Stellungnahmen, Publikationen innerhalb der BfR-Wissenschaft, Präsentationen, Pressedienste und sonstige Meldungen eingestellt, die über Nanomaterialien in verbrauchernahen Produkten Aufschluss geben.

Link zum Themenbereich Produktsicherheit auf der Webseite des BfR

Die Anfang des Jahres 2012 vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) organisierte internationale "Conference on Nanosilver" kam zu dem Schluss, dass das toxikologische Potenzial von Nanosilber noch nicht ausführlich geklärt sei. Es sei nicht vollständig bekannt, in welchem Umfang Verbraucher mit Silbernanopartikeln auf verschiedenen Pfaden in Kontakt kommen. Zudem mangele es an Untersuchungen darüber, ob die Anwendung von Silber und Nanosilber in Alltagsprodukten zur Selektion von silberresistenten Mikroorganismen führen und sogar zur Übertragung eines Antibiotikaresistenzes auf bisher nicht resistente Stämme beitragen.

Daher sei die Auffassung des BfR, dass Silber als antimikrobiell wirksame Substanz für klinische Anwendungen reserviert werden müsste, bestätigt. In Verbraucherprodukten sollte auf Silber dagegen verzichtet werden, so das BfR in seiner Pressemitteilung.

Link zur Pressemitteilung des BfR

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Nano-Portal Baden-Württemberg

Seit dem 1. Dezember 2011 ist das Internetangebot „Nanotechnologien im Alltag“ des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz (MLR) Baden-Württemberg gestartet. Auf der Webseite finden interessierte Bürger/innen Informationen zu Verbraucheraspekten im Umgang mit Nanotechnologien. Die Themenbereiche erstrecken sich von Grundlagen der Nanotechnologien, über Forschung bis hin zu beispielsweise medizinischen oder kosmetischen Anwendungen. Zudem bietet die Webseite Informationen über den Nano-Dialog Baden-Württemberg, Aktivitäten anderer bundes- und europaweiter Institutionen, ein Glossar oder auch häufig gestellte Fragen zu Nanotechnologien. Das Nanoportal Baden-Württemberg wurde mit fachlicher Beratung durch die Verbraucherinitiative e. V. vom Ministerium für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg erstellt.

Link zum Bereich "Anwendungen" von Nanomaterialien auf der Webseite von Nano-Portal

Link zum Bereich "Sicherheit" von Nanomaterialien auf der Webseite von Nano-Portal

Link zum Nano-Portal Baden-Württemberg

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Verbraucherkommission Baden-Württemberg

Auch die Verbraucherkommission Baden-Württemberg, ein beratendes Gremium der Politik, beteiligt sich an der Nanodebatte im Bereich Verbraucherschutz und hat dazu im Jahr 2011 ein Empfehlungspapier veröffentlicht, in dem folgendes gefordert wird:

  • die Kennzeichnung von Nano-Produkten,
  • ein Produktregister, das Verbrauchern zugänglich ist,
  • und eine verstärkte Sicherheitsforschung.

Zudem empfiehlt die Verbraucherkommission den Aufbau einer zielgruppengerechten Kommunikation sowie den Start einer Informationskampagne zum Thema „Nano in Lebensmitteln, Textilien und Kosmetika“. In dem Zusammenhang regt das Gremium an, auch partizipative Verfahren zu fördern, die den Herstellern und den Regulatoren Hinweise darauf geben können, wie der Einsatz der Nanotechnologie besser mit den Bedürfnissen der Konsumenten abgestimmt werden kann.

Link zum Empfehlungspapier (.pdf, 181,3 KB)

Link zur Verbraucherkommission Baden-Württemberg

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Verband der Chemischen Industrie (VCI)

Der VCI veröffentlichte auf seiner Website eine Positionierung zum Thema "Produktverantwortung bei Nanomaterialien" (Stand 24.06.2015). Das Dokument verweist auf die rechtlichen Rahmenbedingungen und nimmt Stellung zu folgenden Punkten:

  • Sichere Handhabung von Chemieprodukten
  • Verantwortlichkeit des Produzenten/ Verarbeiters für seine Produkte
  • Dauer der Produktverantwortung
  • Sicherheitsmaßnahmen
  • Sicherheitsdatenblatt

Weitere Positionsformulierungen sowie der Verweis auf Leitfäden des VCI zum Umgang mit Nanomaterialien finden sie unter folgenden Links:

Link zu einer Übersicht des VCI mit Leitfäden zum Thema "Nanomaterialien"

Link zu den Positionen des VCI zum Thema "Produktverantwortung bei Nanomaterialien"

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NanoTrust: Dossiers zur Produktsicherheit

Das österreichische Forschungsprojekt NanoTrust veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Dossiers zu Nanotechnologien, unter anderem auch zum Thema Produktsicherheit bzw. Verbraucherschutz.

Die Dossiers sind in leicht-fasslicher, aber wissenschaftlich fundierter Weise geschrieben und fassen auf drei bis sechs Seiten den Wissensstand zu den aktuellen Themen der aufkommenden Nanodebatte zusammen. Inzwischen sind diese ebenfalls in englischer Sprache erhältlich.

Ausgewählte Dossiers zur Produktsicherheit:

Link zu weiteren Dossiers

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EU-Kommission: Gesundheit & Verbraucher

Drei wissenschaftliche Ausschüsse der Europäischen Kommission (SCCS, SCHER und SCENIHR) erstellen regelmäßig fachlich fundierte Stellungnahmen zu Fragen des Verbraucher- und Umweltschutzes sowie der öffentlichen Gesundheit.

Um diese Erkenntnisse, Gutachten und Stellungnahmen für die breite Öffentlichkeit einsehbar und verständlich zu machen, veröffentlicht die Europäische Kommission die wichtigsten Zusammenfassungen auf entsprechenden Internetseiten.

Neben vielen anderen Themenbereichen sind auch zu Nanotechnologien zahlreiche Zusammenfassungen vorhanden, die dieses komplexe Thema auch für Laien verständlich machen. Auf den Internetseiten kann der interessierte Verbraucher sich den Themen über ein Fragenmenü nähern und erhält somit einen strukturierten Überblick.

Link zur Nanotechnologie-Webseite der EU-Kommission mit Zugang zum Thema Nanotechnologie im Bereich Gesundheit & Verbraucher

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Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD): Publikationswebseite zur Verbraucher-, Umwelt- und Arbeitssicherheit

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hat auf ihrer Webseite einen eigenständigen Bereich zur Sicherheit von hergestellten Nanomaterialien eingerichtet: Auf der Seite werden alle relevanten Publikationen zum Thema Nanosicherheit für Verbraucher, Umwelt und Arbeitsschutz gesammelt und zum Download zur Verfügung gestellt.

Link zum Publikationsbereich Nanosicherheit auf der Webseite der OECD

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U.S. Food and Drug Administration (FDA)

Die US-amerikanische Food and Drug Administration (FDA) hat im April 2012 zwei Entwürfe von Leitfäden veröffentlicht, die sich an Nutzer der Nanotechnologien im Bereich der Lebensmittel– und Kosmetikindustrie richten.

Der Entwurf des Leitfadens zu Lebensmitteln beschreibt die Faktoren, die Hersteller berücksichtigen sollten, wenn sie Änderungen im Herstellungsverfahren festlegen, einschließlich solcher, bei denen Nanotechnologien beteiligt sind und signifikante Änderungen ergeben, die:

  • einen Effekt auf die Substanz des Lebensmittels haben,
  • Auswirkungen auf die Sicherheit bei der Verwendung des Lebensmittels haben,
  • einen Einfluss auf den rechtlichen  Status der Verwendung der Substanz des Lebensmittels haben
  • oder einen Zulassungsantrag der FDA gewährleisten.

Der Leitfaden-Entwurf zu Kosmetik diskutiert laufende Überlegungen der FDA über die Bewertung der Sicherheit von Nanomaterialien, wenn diese in Kosmetikprodukten verwendet werden. Wichtige Punkte sind:

  • Die gesetzlichen Anforderungen für Kosmetikprodukte, die künstlich hergestellte Nanomaterialien enthalten, sind die gleichen wie für alle anderen Kosmetika.
  • Um Sicherheitsbewertungen für Kosmetikprodukte, die künstlich hergestellte Nanomaterialien enthalten, durchzuführen, sollten Standard-Sicherheitstests modifiziert und ggf. neue Methoden entwickelt werden.

Beide Entwürfe sollen die Hersteller dazu ermutigen, die FDA zu konsultieren, bevor sie ihre Produkte auf den Markt bringen. 90 Tage lang gab es für die Öffentlichkeit die Möglichkeit diesen zu kommentieren. Anschließend wurden die Leitfäden überarbeitet und die finale Version publiziert.

Link zum Artikel mit weiteren Informationen zur öffentlichen Kommentierung

Link zum Leitfaden-Entwurf Lebensmittel (Stand: Juni 2014)

Link zum Leitfaden-Entwurf Kosmetik (Stand: Juni 2014)

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National Nanotechnology Initative USA (NNI)

Die US-amerikanische National Nanotechnology Initiative (NNI) ist bereits seit 2001 aktiv an der Nanosicherheitsdebatte beteiligt. Im Juli 2011 hat das NNI vier neue Berichte veröffentlicht, die das Ergebnis einer Reihe von Workshops zu Themen der Nanotechnologien im Bereich Umwelt, Gesundheit und Sicherheit („EHS“) sind. Die teilnehmenden Experten untersuchten im Zuge der Workshops vor allem folgende vier Bereiche:

  • Nanomaterialien und Gesundheit: Instrumentierung, Messtechnik, analytische Methoden
  • Nanomaterialien und Umwelt: Instrumentierung, Messtechnik, analytische Methoden
  • Expositionsbewertung Mensch und Umwelt
  • Risikomanagement und ethische, gesetzliche und gesellschaftliche Auswirkungen der Nanotechnologien

Link zur Webseite der NNI mit Zugang zu den Dokumenten

Weiterhin hat die NNI im Oktober '11 eine neue Forschungsstrategie veröffentlicht, die einen umfassenden Ansatz zur Gewährleistung der sicheren, effektiven und verantwortungsvollen Entwicklung und Nutzung der Nanotechnologien bietet. Die Forschungsstrategie dient als Leitfaden für US-amerikanische Bundesoberbehörden, die wissenschaftliche Informationen für das Risikomanagement entwickeln, Entscheidungen im Bereich Regulierung treffen, auf Nanotechnologien basierende Produkte verwenden, Forschungsvorhaben planen und Öffentlichkeitsarbeit betreiben. Die Forschungsschwerpunkte der Bereitstellung dieser Informationen sind:

  1. Bewertung der Infrastruktur der Nanomaterialien
  2. Bewertung der Belastung für Mensch und Umwelt
  3. Risikobewertung und Risikomanagementmethoden
  4. Informatik und Modellierung

Link zum Artikel auf der Webseite der NNI mit Zugang zur Forschungsstrategie 2011

Im Juli 2014 brachte die NNI einen Überlick über den Fortschritt dieser Forschungsstrategie heraus.

Link zur Webseite des NNI mit Zugang zum Progress Review

Link zur Webseite des NNI

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Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA)

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat im Jahr 2011 einen Leitfaden für die Risikoabwägung der Anwendung von technisierten Nanomaterialien in Lebens- und Futtermitteln herausgegeben. Der Leitfaden wurde durch das wissenschaftliche Kommitee auf Anfrage der Europäischen Kommission entwickelt. Er stellt den ersten praktischen Leitfaden zum Umgang mit Risiken dar, die in Zusammenhang mit der Anwendung von Nanowissenschaften und Nanotechnologien in der Lebensmittel- und Futtermittelindustrie, auftreten können. Der Leitfaden umfasst Risikobewertungen für Lebens- und Futtermittel, einschließlich deren Zusatzstoffe; Enzyme; Aromastoffe; Materialien, die mit Lebensmitteln in Kontakt treten; neuartige Lebensmittel („novel foods“); Zusatzstoffe in Futtermitteln sowie Pestizide. Die EFSA kam unter anderem zu dem Ergebnis, dass es noch zu wenig Testmethoden gebe, um die Wirkung von Nanopartikeln in der Lebens- und Futtermittelkette abschließend zu beurteilen.

Link zum Artikel auf der Webseite der EFSA

Link zur Publikation „Guidance on the risk assessment of the application of nanoscience and nanotechnologies in the food and feed chain” (.pdf, 252 KB)

Seither wird jedes Jahr eine Zusammenfassung hierzu herausgebracht.

Link zum Annual report of the EFSA Scientific Network of Risk Assessment of Nanotechnologies in Food and Feed for 2016

Link zum Annual report of the Nano Network 2015

Link zum Annual report of the Nano Network 2014

Link zum Annual report of the Nano Network 2013

Link zum Annual report of the Nano Network 2012

Link zum Annual report of the Nano Network 2011