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Glossar

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Glossar

Im Glossar dieser Website finden Sie ausgewählte, häufig verwendete Fachbegriffe. Ziel ist es, einen Eindruck davon zu bekommen, was die meist wissenschaftlichen Bezeichnungen im jeweiligen Kontext zu bedeuten haben. Da es noch keine weltweit anerkannten Definitionen zu Nanotechnologien und den verwandten Ausdrücken gibt, besteht keine Gewähr auf Richtigkeit und Vollständigkeit. Weitere Informationen zur Definitionslage finden Sie im Bereich Definition & Rechtsrahmen.

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Aerosol

Stoffgemisch aus einem gasförmigen Stoff (insbesondere Luft) und flüssigen oder festen feinverteilten Bestandteilen, die man als Schwebstoffe bezeichnet. Liegen die flüssigen oder festen Bestandteile in nanoskaliger Größe vor, wird im englischsprachigen Raum von luftgetragenen Nanopartikeln (airborne nanoparticles) gesprochen. In einem Aerosol sind Gas und Schwebstoffe nicht chemisch verbunden, das Gas dient eher als Träger für die feinen - oder im Bereich von Nanomaterialien - ultrafeinen Partikel.

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Agglomerate

Unter Agglomeraten versteht man eine Ansammlung von schwach miteinander verbundenen Partikeln, Aggregaten oder einer Kombination derselben. Die Oberfläche der Agglomerate ist dabei in etwa vergleichbar mit der Summe der Oberfläche der einzelnen Teile. Agglomerate werden auch als Sekundärpartikel bezeichnet (siehe auch Primärpartikel).

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Aggregate

Stark aneinander gebundene Partikel werden Aggregate genannt. Dabei kann die Oberfläche des Aggregats deutlich kleiner sein kann, als die Summe der Oberflächen der einzelnen Bestandteile. Aggregate zählen ebenso wie die Agglomerate zu den Sekundärpartikeln.

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Biotechnologie

Kern der Biotechnologie ist die Anwendung von Wissenschaft und Technik auf lebende Organismen. Biotechnologie ist eine klassische Querschnittstechnologie die sich auf Disziplinen aus Biologie, Biochemie, Physik, Chemie, Verfahrenstechnik, Materialwissenschaften und Informatik stützt.

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Bulk-Materialien

Nanomaterialien weißen aufgrund ihrer Dimension(-en) andere Eigenschaften auf als sogenannte Bulk-Materialien. Dieser Begriff ist noch nicht fest definiert und beschreibt üblicherweise Materialien in einem Gebinde in Lieferform. Nanopartikel können zwar in diesen Gebinden vorhanden sein, ob diese ihre speziellen Eigenschaften entfalten hängt aber vor allem von der Weiterverarbeitung ab.

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Converging Technologies

Der Begriff Konvergierende Technologien (engl. = Converging Technologies) bezeichnet die interdisziplinäre Zusammenarbeit im Bereich der Nanotechnologien, der Biotechnologie wie der Informationstechnologie und Neurowissenschaften. Oft werden Converging Technologies mit der Verbesserung des Menschen in Zusammenhang gebracht (engl. = human enhancement). Das Thema steht deshalb im Zentrum der ethischen Debatte.

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Delivery System, Drug Delivery System, Nano Delivery System

Transportsysteme, in denen verschiedene Stoffe wie Vitamine oder Medikamente transportiert werden können. Nanomaterialien bilden eine Art Hülle um den Wirkstoff und ermöglichen je nach Einsatzgebiet das Überwinden von Körperbarrieren (Haut, Magen-Darm-Trakt, Blut-Hirn-Schranke). Andere lassen sich zielgerichtet an bestimmte Zellen koppeln. (siehe auch: Targeted Drug Delivery Systems)

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Dendrimere

Bezeichnung für verzweigte, baumähnlich verbundene Polymerstrukturen, die sich von einem Kern (Monomer) ausgehend generationsweise aufbauen und vergrößern. Die Moleküle bilden im Idealfall eine symmetrische, kugelförmige Struktur. Die speziellen Oberflächeneigenschaften der Verästelungen oder die Eigenschaften des Innenraums lassen sich für die Transportsysteme nutzen.

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Experimentelle Studie/ Experiment

Mit einem Experiment wird die gezielte Überprüfung einer aufgestellten Theorie durchgeführt. Dazu werden unter vergleichbaren Situationsbedingungen gezielt Hinweise auf mögliche Einflüsse  gemessen.

Experimentelle Studie in der soziologischen Einstellungs- und Wahrnehmungsforschung bezeichnen eine bestimmte Forschungsmethode. Hierbei wird gezielt auf Untersuchungsobjekte/ Personen eingewirkt, um zu bewerten, ob Reize stets dieselben Auswirkungen haben. Beispielsweise können einer Gruppe von Testpersonen Texte oder Videos vorgelegt werden, um dann zu testen, ob diese vergleichbare Reaktionen hervorrufen. Im Falle der experimentellen Studien zur Wahrnehmung von Nanotechnologien wurden Versuchspersonen Texte zu Nanotechnologien vorgelegt und ihre Reaktion dokumentiert.

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Expertenbefragung

Expertenbefragungen werden durchgeführt, wenn bereits vorhandene, grundlegende Kenntnisse oder Einschätzungen zu zukünftigen Entwicklungen systematisch zusammengefasst werden sollen. Eine Expertenbefragung besteht aus ein- oder mehrstufigen, qualitativen oder quantitativen Prognoseverfahren, bei dem unmittelbar abrufbares Wissen in einer Expertengruppe erhoben wird.

Zu den mehrstufigen Expertenbefragungen gehören beispielsweise Experten-Delphis, die für die Bewertung von Technologien in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung (Technology Foresight) eingesetzt werden. In verschiedenen aktuellen Ansätzen werden internet gestütze Fragebögen mit Workshops kombiniert, bis eine gefestigte Expertenmeinung entsteht.

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Exposition/ Expositionsminimierung

Exposition bezeichnet die Aussetzung eines Objektes unter einen bestimmten Einfluss. Im Falle von Nanomaterialien wird dabei insbesondere der Kontakt von Menschen, Tieren oder der Umwelt mit der Möglichkeit zur Aufnahme von Nanomaterialien bezeichnet. Dabei sind sowohl die Menge als auch die Zeiträume der Aufnahme von Belang.

Die Expositionsminimierung soll den Kontakt (Exposition) mit Nanomaterialien auf das geringst mögliche Maß beschränken. Maßnahmen der Expositionsminimierung werden sowohl bei Materialien eingesetzt, die als gefährlich gelten, als auch bei Materialien, bei denen das Wissen über Wirkungsweisen als unzureichend eingestuft wird.

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Feinstaub / Ultrafeinstaub

Feinstaub bezeichnet in der Luft schwebende Partikel. Zwar besteht kein Konsens über eine einheitliche Größendefinition von Feinstäuben, jedoch sind diese oberhalb der Größe von Nanomaterialien angesiedelt. Schutzmaßnahmen gegen Feinstäube sind gängiger Bestandteil diverser Arbeitsschutzmaßnahmen. Filtermasken für den individuellen Schutz, sowie Filter für Dieselfahrzeuge und Industrieabgase sind bewährt und werden seit langem eingesetzt.

Stäube, die mit einer Partikelgröße von 100 nm im nanoskaligen Bereich liegen, werden als Ultra-Feinstaub bezeichnet. Im Gegensatz zu  größeren Feinstäuben werden für Ultra-Feinstäube teilweise neue, bzw. verfeinerte Schutz- und Messverfahren eingesetzt. Verschiedene administrative Akteure sowie Akteure aus Industrie und Wissenschaft sehen hier noch einen Forschungsbedarf, um passende Methoden und Verfahren zu entwickeln und diese international zu standardisieren (siehe auch die Kapitel zur Risikobewertung).

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Fullerene

Moleküle aus Kohlenstoff, die in ihrer Form einem Fußball ähneln. Je nach Anzahl der Atome können diese verschiedene Größen und Oberflächenstrukturen ausbilden. Die bekanntesten, die C60-Moleküle, werden auch als »Bucky Balls« bezeichnet. Diese sollen in Zukunft unter anderem als Transportsystem für Medikamente oder Kontrastmittel eingesetzt werden.

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Human Enhancement

Englischer Ausdruck für die Erweiterung menschlicher Leistungsfähigkeit, dies können zum Beispiel sein: Verbesserung der Sinnesleistung, Erhöhung der Ausdauer und der Kraft, Verzögerung der Alterung, usw. Die Möglichkeiten und Grenzen der durch Nanotechnologie möglichen Verbesserungen des Menschen sind ein wichtiges Thema für die gesellschaftlich-ethische Debatte.

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In Vivo-/In-Vitro-Studien

Bei der Untersuchung der Wirkung von Nanopartikel auf Zellen werden grundsätzlich zwei Methoden unterschieden: In-Vivo-(lateinisch: im Lebendigen) Studien werden in lebenden Organismen (z.B. durch Tierversuche) vorgenommen, im Gegensatz dazu laufen In-Vitro-(lateinisch: im Glas) Studien im Reagenzglas ab. Die Differenzierung ist wichtig, da durch die kontrollierbareren Ergebnisse von In-Vitro-Studien oft nicht direkt auf tatsächliche Wirkungen außerhalb des Labors geschlossen werden kann, weshalb die Untersuchung durch In-Vivo-Studien oftmals ergänzt werden. In dem Bericht „Nanopartikelexposition am Arbeitsplatz“ der europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz von 2009 wird die Standardisierung von In-Vitro-Tests aus Tierschutz-, Kosten- und Zeitgründen nahegelegt.

Link zum Bericht „Nanopartikelexposition am Arbeitsplatz"

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Carbon Nanotubes (CNT), Kohlenstoff-Nanoröhrchen

Nanometergroße, zylindrische Röhren aus Kohlenstoff. Die Zugfestigkeit dieser Röhren ist um ein Vielfaches höher als die von Stahl, bei einem Bruchteil des Gewichtes. In der Medizin werden Sie unter anderem zur Oberflächenbeschichtung, zum Transport von Kontrastmitteln oder in Diagnoseeinheiten genutzt.

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Medienanalyse

Qualitative und/oder quantitative Erfassung von Artikeln aus Zeitungen und Zeitschriften bzw. von Beiträgen im Internet oder im Fernsehen über einen definierte Zeitabschnitt mit dem Ziel, ein wissenschaftlich fundiertes Bild zur Darstellung eines Themas in den Medien zu erlangen.
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Mutagenität

Eigenschaft eines Materials das Erbgut eines lebenden Organismus verändern zu können. Dies geschieht beispielsweise durch das Auslösen von Veränderungen der Chromosomenstruktur und -anzahl.

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Nanobiotechnologie

Das Forschungsinteresse im Bereich Nanobiotechnologie liegt darin, biologische Funktionseinheiten in grundlegender Hinsicht zu verstehen sowie funktionale Bausteine im nanoskaligen Maßstab konrolliert zu erzeugen. Hierbei werden technischer Materialien, Schnittstellen und Grenzflächen mit einbezogen.

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Nanocomposite

Verbindung aus verschiedenen Nanokomponenten, die die spezifischen Eigenschaften der einzelnen Nanokomponenten kombiniert. Nanopartikel dienen hierbei als Matrixfüller, damit weniger Freiraum für andere Stoffe vorhanden ist.

Beispiel: Zementnanopartikel in Zement.

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Nano Divide

Der englische Begriff bezeichnet eine Befürchtung, die mit dem Einsatz der Nanotechnologien verbunden wird: Durch den Einsatz der neuen Technologien könnten sich arm und reich weiter voneinander entfernen. Dies wird vor allem darauf zurückgeführt, dass der Zugang zur Nanotechnologie unter anderem von den technischen und letztlich den finanziellen Möglichkeiten abhängig ist.

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Nanofasern (engl. Nanofibre)

Nanoobjekt mit zwei gleich großen, nanoskaligen und einer deutlich größeren dritten Dimension.

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Nanofiltration

In der Nanofiltration werden Nanomaterialien als Filter eingesetzt. Dies können sowohl nanostrukturierte Materialien als auch nanoporöse Schichten bzw. Membranen sein. So werden Filter realisierbar, die sehr effektiv auch kleinste Verunreinigungen auffangen können. Dies ist z.B. in der Wasseraufbereitung einsetzbar.

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Nanoleitung (engl. Nanowire)

Elektrisch (halb-) leitende Nanofasern.

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Nanomaterialien

In den meisten Definitionen werden Nanomaterialien mit folgenden drei Eigenschaften in Verbindung gebracht:

  • näherungsweise im Größenbereich zwischen 1 und 100 Nanometer,
  • in mindestens einer Dimension (ein-, zwei- oder dreidimensional) nanoskalig
  • und dadurch neue Eigenschaften hervorrufend.

Eine international anerkannte Definition liegt derzeit noch nicht vor. Nach dem Entwurf des technischen Komitees der Internationalen Standardisierungs-Organisation (ISO Technical Committee 229) werden unter Nanomaterialien so genannte Nanoobjekte oder nanostrukturierte Materialien verstanden. Nanoobjekte sind Materialien, die entweder in ein, zwei oder drei äußeren Dimensionen nanoskalig sind. Typische Vertreter sind Nanoplättchen, Nanostäbchen und Nanopartikel. Nanostrukturierte Materialien haben eine innere, nanoskalige Struktur. Typische Vertreter sind Verbundsysteme (Aggregate und Agglomerate) von Nanoobjekten (siehe auch das Kapitel zu Definitionen verschiedener Quellen).

 

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Nanoobjekte

Materialien, deren äußere Abmessungen in einer, zwei oder drei Dimensionen nanoskalige Größe (1 nm – 100 nm) aufweisen.

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Nanopartikel

Nanoobjekt, bei dem die drei äußeren Abmessungen nanoskalige (1 nm – 100 nm)  Werte aufweisen.
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Nanoplättchen (engl. Nanoplate)

Nanoobjekte deren äußere Dimensionen in einer Ausdehnung nanoskalige (1 nm – 100 nm) und in zwei Dimensionen deutlich größere Werte aufweisen.

 

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Nanoprodukte

Als Nanoprodukte werden umgangssprachlich Waren und Güter benannt, die mit Hilfe von Nanotechnologien produziert werden. Dabei wird in der Regel nicht unterschieden, ob die Produkte lediglich Effekte hervorrufen, die aufgrund eingesetzter Nanomaterialien im Produktionsprozess entstanden sind, ob die Endprodukte Nanostrukturen aufweisen oder aus Nanomaterialien bestehen. Auch hier liegt weltweit noch keine abgestimmte Definition oder verbindliche Regelung vor, welche Produkte als Nanoprodukte bezeichnet werden dürfen.

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Nanorezeptoren

Rezeptoren sind Systeme an Zellen, die das Andocken von anderen Molekülen und den Austausch zwischen Zellen ermöglichen. Durch die Nanotechnologie wird es ermöglicht, gezielt Systeme zu gestalten, die wie ein Schlüssel ins Schloss passen und z.B die Aufnahme von Wirkstoffen in die Zellen oder eine Anlagerung an bestimmte Zellen ermöglichen. (siehe auch: Targeted Delivery System)

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Nanoröhrchen (engl.: Nano Tubes)

Hohle Nanofasern; Nanoobjekte mit zwei gleich großen, nanoskaligen und einer signifikant größeren dritten Dimension, innen hohl. (siehe auch Carbon Nano Tubes, CNT)

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nanoskalig

Mit dem Adjektiv „nanoskalig“ wird ein Größenbereich beschrieben, der näherungsweise von 1 nm bis 100 nm geht.
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Nanostäbchen (engl. Nanorod)

Feste Nanofasern; Nanoobjekte mit zwei gleich großen, nanoskaligen und einer signifikant größeren, dritten Dimension.

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Nanotechnologie/Nanotechnologien

Der Sammelbegriff umfasst Technologien, die Materialien, Strukturen, Prozesse, oder Systeme beschreiben, analysieren, verändern, herstellen oder anwenden, die in Größe und Form im Nanometer-Bereich liegen. Wegen der enormen Breite der Forschungs- und Anwendungsbereiche wird der Begriff international meistens in der Mehrzahl (Nanotechnologien) verwendet (Siehe auch den Abschnitt zu Definitionen).

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Nichtregierungsorganisationen (NGOs)

Als Nichtregierungsorganisationen (NGOs = engl.: Non Governmental Organisations) werden Organisationen bezeichnet, die nicht gewinnorientiert arbeiten und nicht von staatlicher Seite aus getragen werden. Die Zielsetzung der NGOs kann sich dabei auf unterschiedliche Themen und Interessen beziehen. Zu den NGOs in der gesellschaftlichen Nanotechnologie-Debatte gehören z.B. Umwelt- und Verbraucherschutzorganisationen, Gewerkschaften, Kirchen oder Patientenverbände.

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Ökotoxikologie

Ökotoxikologie ist eine Wissenschaft, die Prognosen über Wirkungen, Interaktionen und Verbleib von Umweltchemikalien in Ökosystemen erstellt. Im Unterschied zu Toxikologie, bei der der Mensch Gegenstand der Wissenschaft ist, steht bei der Ökotoxikologie der Schutz der Struktur und Funktion von Ökosystemen und bedrohten Tier- und Pflanzenarten im Mittelpunkt.

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Primärpartikel

Nanopartikel, die sich zu größeren Verbundsystemen (Agglomerate oder Aggregate) zusammenschließen können.

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Quanten-Punkt

Kristalline Nanopartikel, die größenabhängige Eigenschaften aufweisen. Diese so genannten Quanteneffekte werden durch die Elektronenzustände der enthaltenen Materialpartikel bestimmt.

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Qualitative Befragung

Unter qualitativen Befragungen werden in der empirischen Sozialforschung offene bzw. narrative Einzel- oder Gruppeninterviews verstanden. Die Interviews können mit oder ohne Leitfaden-Unterstützung geführt werden, es werden jedoch im Gegensatz zur quantitativen Befragung keine Antwortmöglichkeiten vorgegeben. Ziel dieser Befragungsmethode ist es, Informationen in ihrem jeweiligen Sinnzusammenhang zu erfassen und die Anzahl der möglichen Antworten so wenig wie möglich einzuschränken. Im Gegensatz zur quantitativen Befragung dient die qualitative Befragung nicht der Überprüfung von Theorien, sondern deren Neuentwicklung oder Erweiterung.

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Quantitative Umfrage

Quantitative Umfragen setzen standardisierte Messinstrumente ein, die den Befragten Antworten in einem genau definierten Rahmen ermöglichen. Dadurch wird eine Vergleichbarkeit verschiedener Befragungen generiert, die Ergebnisse können mit einer Vielzahl statistischer Verfahren interpretiert werden.

Die Quantitative Befragung dient vor allem der Überprüfung aufgestellter Theorien.

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REACH, EU-Verordnung

> REACH steht für die englischen Begriffe 'Registration', 'Evaluation' and 'Authorisation' of Chemicals (Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien). Die REACH-Verordnung vereinheitlicht das europäische Chemikalienrecht und ist seit dem 01. Juni 2007 in Kraft. Ziel ist es, mehr Informationen über potenzielle Risiken von Chemikalien zu generieren und den Unternehmen mehr Verantwortung für den sicheren Umgang mit den Produkten zu übertragen.

Weitergehende Informationen über diese EU-Verordnung finden Sie hier.

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Repräsentative Umfrage

Als repräsentativ wird eine Befragung betrachtet, wenn sie die zu untersuchende Grundgesamtheit (z.B. die Bevölkerung) ausreichend abbildet. Dazu werden die Untersuchungsgruppen zusammengesetzt, dass sie Faktoren wie z.B. Geschlecht, Alter, Bildungsniveau oder die regionale Verteilung in ähnlichen Anteilen enthalten wie in der Grundgesamtheit. Die notwendige Anzahl an Befragten richtet sich nach der Größe der Grundgesamtheit. Für repräsentative Umfragen in Deutschland werden i.d.R. mindestens 1000 Personen befragt.

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Standard Operation Procedure (SOP)

Standard Operation Procedure (SOP) bedeutet auf deutsch Standardvorgehensweise. Dabei wird ein bestimmte Ablauf der Vorgehensweise einschließlich der Prüfung und Dokumentation der Ergebnisse bezeichnet.

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Stakeholder

Englischer Begriff für beteiligte bzw. betroffene Personen oder Gruppierungen, die bestimmte Interessen vertreten. Man unterscheidet in organisierte und nicht organisierte Stakeholder. 

Bezogen auf die Nanotechnologie-Debatte sind folgende organisierte Stakeholder hervorzuheben: Politik und Behörden, Unternehmen und ihre Verbände, Wissenschaft, Nichtregierungsorganisationen wie z.B.: Umweltorganisationen, Verbraucherverbände, Gewerkschaften, Kirchen, Patientenverbände.

Nichtorganisierte Stakeholder sind Verbraucherinnen und Verbraucher oder allgemeiner Bürgerinnen und Bürger.

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Toxizität

Der Begriff 'Toxizität' bezeichnet die Eigenschaft eines Stoffes in Zellen, bzw. in lebenden Organismen unerwünschte Wirkungen zu entfalten und die Funktionen zu beeinträchtigen oder bis zum Tod des Organismus führen können. Das allgemeinsprachliche Synonym ist 'Giftigkeit'.
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Verbraucherbefragung

Die Verbraucherbefragung basiert auf den Methoden der Wirkungs- und Kommunikationsforschung. Im Wesentlichen geht es darum die Prozesse der Meinungsbildung nachzuvollziehen. Hierzu gehören z. B.: Einstellungen, Kommunikationsmuster, Bilder sowie psychologische und soziologische Faktoren.  

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Verkapselung (enkapsulierte Systeme)

Materialien wie z.B. Fetttröpfchen, Stärke-, Zucker- oder Eiweisverbindungen können im nanoskaligen Bereich als kugelförmiges Verkapselungsmaterial eingesetzt werden, um andere Substanzen zu umhüllen. Dies dient beispielsweise:

  • dem Schutz der Inhaltsstoffe beim Transport durch Zellbarrieren 
  • der gezielten Freisetzung (z.B. zeitliche gesteuert oder temperaturabhängig)
  • dem Transport an einen genau definierten Zielort (mit Hilfe von Rezeptoren, die mit bestimmten Stoffen oder Zellen eine Verbindung eingehen)

Man spricht in diesem Zusammenhang von enkapsulierten Systemen oder "Nano-Delivery-Systeme". Viele dieser Systeme sind im Durchmesser größer als 100nm, die Einzelbestandteile der Hülle jedoch kleiner als 100 nm. Verkapselungen finden ihren Einsatz z.B. in der Medizin, bei Nahrungsergänzungsmitteln und bei Lebensmitteln.

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Zellgängigkeit

Mit der 'Zellgängigkeit' wird die Fähigkeit von Nanomaterialien bezeichnet, aufgrund ihrer geringen Größe Zellwände oder Membranen durchdringen zu können.
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Kontakt

Haben Sie Fragen zur Nanosicherheit?

Technologielinie
Hessen-Nanotech

Dr. David Eckensberger
Telefon: 0611-95017-8326
E-Mail: info@nano-sicherheit.de

Hessen Trade & Invest GmbH
Konradinerallee 9
65189 Wiesbaden